Cinefacts

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  1. #1
    Birnenpflücker
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    Fantasy Film Fest 2004 - Reviews

    Nachdem ja kein Arsch schreibt, was er bisher so gesehen hat, dachte ich mir, das verdiene der Übersicht halber einen eigenen Thread. Schreibt halt vielleicht immer fett oben rein, um welchen Film es geht, macht für jeden Film ein eigenes Posting und lasst Spam-Postings hier, dann haben die Berliner und Hamburger hier nachher ein richtig schönes Nachschlagewerk, was sich so lohnt, da draußen... Ich fang gleich mal an.

  2. #2
    Birnenpflücker
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    ONE-ARMED SWORDSMAN

    Zur Kopie: Um die Kopie von ONE-ARMED SWORDSMAN würde ich mir mal keine Sorgen machen, die ist absolut in Ordnung. Lediglich der Ton schwankt merklich in der Lautstärke (könnte aber auch am Kino gelegen haben), und es gibt 2-3 kleine "Sprünge", also Stellen, wo offenbar ne Handvoll Frames einfach fehlt, warum auch immer. Dafür aber so gut wie keine Verschmutzungen auf der Kopie, UTs in Englisch und Chinesisch.
    Zum Film: In der Mitte ein paar Längen zwar, und auch für meine bisherigen Shaw-Erfahrungen überraschend un-bunt, aber nichtsdestotrotz einziemlicher Rocker vor dem Herren. Sehr fein sind einige Szenen, die tatsächlich wie auf einer Theaterbühne inszeniert sind (Held auf einer Brücke, fällt runter auf ein fahrendes Schiff, Schiff verlässt die Szene nach rechts, Kamera ein paar Sekunden auf das leere Set, dann betreten die Verfolger suchend von links die Szenerie... ), es gibt waschechtes Fake-Lachen sowie ne Menge Kung Fu. Also alles, was man von einem Shaw so sehen will.

  3. #3
    Birnenpflücker
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    HIGH TENSION

    HIGH TENSION ist schweinegut gemacht, besonders Schnitt und Sounddesign ist erste Sahne. Überhaupt entwickelt sich der Film tatsächlich zu einem echten Nagelbeisser. Gerade der Aspekt, dass die ganze Gewalt absolut grundlos hereinbricht, schafft eine recht fiese Atmosphäre. Wenn sie jetzt bloß noch ein anständiges Drehbuch geschrieben hätten, und nicht eines, was sich mal wieder für cleverer als der Zuschauer hält, um dann doch nur mit der zur Zeit ausgelutschtesten Pointe überhaupt aufzuwarten. Achja, das Ding ist ansehnlich blutig und geht keineswegs in eine Fun-Splatter-Richtung - bis auf zwei dermaßen dämliche Geek-Crowd-Pleaser, dass sie mir schon beinahe den Film vergällen konnten ("Blowjob von einem abgetrennten Frauenkopf - höhö" ).

    Irgendwie...

  4. #4
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    High Tension

    Zu "High Tension": Dafür dass ich Slasher-Filme in den allermeisten Fällen so überhaupt nicht leiden kann, fand ich den auch gar nicht übel. Stellenweise durchaus spannend, zum Teil übel brutal, angenehm ernst und mit einer in der Tat ziemlich bösartigen Atmosphäre. Und keine Teenies, puh. Den derzeitigen Standard-Twist hätten sie sich in der Tat schenken können, aber wirklich gestört hat er mich nicht. Ich fand's okay, und wer Slasher-Filme eh toll findet, dürfte ziemlich begeistert sein.

  5. #5
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    Kontroll - Control

    Ich fand den Eröffnungsfilm "Kontroll" nur ganz nett, hätte aber wahrscheinlich auch keinen Thriller erwarten sollen. Über weite Strecken zeigt der Film eine kleine Gruppe sympathischer Loser, die im Budapester U-Bahn-System als Kontrolleure arbeiten. Das ist zwar größtenteils schon ziemlich witzig, aber so ab der Hälfte wurde ich dann doch ein wenig ungeduldig und wartete darauf, dass die zuvor hin und wieder angedeutete Thriller-Handlung mal so langsam in Fahrt kommen würde. Stattdessen ging's dann jedoch mehr um die charakterliche Entwicklung des Hauptdarstelllers, aber zwecks Spoiler-Vermeidung sag ich da an dieser Stelle lieber nichts weiter drüber. Einiges hat mir schon gefallen: Der Film ist durchaus ambitioniert, hat 'ne flotte Inszenierung zu bieten, und das ziemlich schäbige U-Bahn-System-Szenario macht schon was her, aber so richtig packend fand ich's nun nicht gerade. Mit der richtigen Erwartungshaltung macht's aber vielleicht mehr Spaß.

    (Die erste Minute ist allerdings super. )

  6. #6
    Ex-New Yorker
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    Zitat Zitat von Dr. Pepe
    Ich fand den Eröffnungsfilm "Kontroll" nur ganz nett, hätte aber wahrscheinlich auch keinen Thriller erwarten sollen. Über weite Strecken zeigt der Film eine kleine Gruppe sympathischer Loser, die im Budapester U-Bahn-System als Kontrolleure arbeiten. Das ist zwar größtenteils schon ziemlich witzig, aber so ab der Hälfte wurde ich dann doch ein wenig ungeduldig und wartete darauf, dass die zuvor hin und wieder angedeutete Thriller-Handlung mal so langsam in Fahrt kommen würde. Stattdessen ging's dann jedoch mehr um die charakterliche Entwicklung des Hauptdarstelllers, aber zwecks Spoiler-Vermeidung sag ich da an dieser Stelle lieber nichts weiter drüber. Einiges hat mir schon gefallen: Der Film ist durchaus ambitioniert, hat 'ne flotte Inszenierung zu bieten, und das ziemlich schäbige U-Bahn-System-Szenario macht schon was her, aber so richtig packend fand ich's nun nicht gerade. Mit der richtigen Erwartungshaltung macht's aber vielleicht mehr Spaß.

    (Die erste Minute ist allerdings super. )
    Ich hatte auch eine andere Erwartungshaltung, aber mit der Auflösung im Kopf hätte man den Film gar nicht anders erzählen können/dürfen. Hervorzuheben ist noch die tolle Musikuntermalung.

    Andreas

  7. #7
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    Zitat Zitat von arni75
    Ich hatte auch eine andere Erwartungshaltung, aber mit der Auflösung im Kopf hätte man den Film gar nicht anders erzählen können/dürfen.
    Stimmt, die Auflösung wertet den Film schon ziemlich auf, und ich habe über verschiedene Interpretationsmöglichkeiten des Schlusses auch noch länger nachgedacht als ich während des Sehens vermutet hätte. So ab der Hälfte hatte ich aber trotzdem ziemlich das Interesse verloren, so dass mir die Auflösung dann irgendwann auch erstmal fast egal war. Kann aber durchaus sein, dass ich den Film während der Sichtung erstmal unterschätzt habe, in der Rückschau erscheint er mir zugegebenermaßen etwas interessanter.

  8. #8
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    Der Rest, den ich bisher so gesehen habe

    Hm, also als (fast) Einziger hier etwas ausführlicher reinzuschreiben, macht nun auch nicht so viel Spass, deswegen hier mal der Rest, den ich bislang gesehen habe, im Schnelldurchgang und ohne allzu große Mühe bei der Formulierung:

    NOTHING: "Cube" und "Cypher" fand ich besser, aber "Nothing" ist schon nett, amüsant, skurril, sympathisch, die beiden Hauptdarsteller haben durchaus komödiantisches Talent, und Natali hat aus der Grundidee (zwei Freunde im Nichts) schon so Einiges rausgeholt.

    SAW: kein Meisterwerk, aber richtig gutes Genrekino mit hübsch-fiesen Ideen und einigen "Seven"-Anleihen. Durchgängig recht spannend, und die etwas verschachtelte Erzählweise hat mir auch gefallen.

    MUCHA SANGRE: so im Groben "Bad Taste" auf Spanisch, erwartungsgemäß sehr überdreht und albern (teilweise lustig-albern, teilweise doof-albern), natürlich recht blutig, genauso natürlich aber kein ernsthafter "Braindead"-Konkurrent. Überraschenderweise deutlich mehr Shoot-Outs als Kettensägen-Geschnetzel oder sowas (obwohl das Gerät auch zum Einsatz kommt). Auf seine Weise recht charmant und liebevoll gemacht. Ich fand's ganz amüsant, bin aus dem Fun-Splatter-Alter aber vielleicht auch so langsam raus.

    HELLBOY: einige One-Liner fand ich richtig doof, und zum Ende hin wurd's mir mal wieder zu bombastisch (irgendwie verliere ich immer das Interesse, wenn's gleich um den Weltuntergang geht), aber ansonsten richtig gut. Tolle Figuren (der Nazi-Assassin ist der coolste Bösewicht der letzten Zeit), viele gelungene Gags, ordentlich Schauwerte, und mitfühlen darf man auch. Selma Blair fand ich auch schon immer gut.

    DEAD & BREAKFAST: Nochmal Fun-Splatter. Hat mir am Anfang nicht so gefallen, die Gags wollten bei mir nicht zünden, aber als das bewährte Kleine-Gruppe-gegen-Zombie-Horde-Szenario dann endlich einsetzte, wurd's doch noch ganz spaßig. "Mucha Sangre" fand ich schon irgendwie charmanter, aber so rein Splatter-technisch hat D&B eigentlich mehr zu bieten, hätte ich nicht unbedingt gedacht. Ich fand's ganz nett, große Teile des Publikums offenbar richtig geil.

    Das hab ich bislang also auf dem FFF gesehen, ein paar Filme kannte ich allerdings vorher schon, und wo ich schon dabei bin, kann ich dann ja auch noch kurz sagen, dass "Oldboy" mein bisheriger Jahres-Film-Favorit ist, dass ich "Infernal Affairs" auch gut fand, und dass ich zu "Azumi" und "Dead End Run" hier schon mal was geschrieben habe.

  9. #9
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    hm, iss ja echt schlapp, was sich da bislang in sachen reviews im vergleich zu den vorjahren tut. naja, dr. pepe, weiter so! einer muss ja die fahne hoch halten. bei uns (in stuttgart) gehts ja mittwoch los. und nochmal ja: 'oldboy' iss auch bislang mein 'bester film des jahres'. bin gespannt ob sich abseits der größtenteils schon bekannten (und von mir verehrten) asiaten 'memories of murder', 'save the green planet', 'infernal affairs 1 +2', 'azumi' usw usf ein paar schmankerl und überraschungen auftun. schaun mer mal!

  10. #10
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    also wenn ich an letztes jahr denke war eigentlich nur hamburg, stuttgart und köln ordentlich mit reviews vertretten

  11. #11
    I bash for Johnny Cash
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    Zitat Zitat von shadybunch
    also wenn ich an letztes jahr denke war eigentlich nur hamburg, stuttgart und köln ordentlich mit reviews vertretten
    die bayern sind wohl leider etwas schreibfaul

  12. #12
    Tv-Serien Junkie
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    Zitat Zitat von Dr. Pepe
    Hm, also als (fast) Einziger hier etwas ausführlicher reinzuschreiben, macht nun auch nicht so viel Spass, deswegen hier mal der Rest, den ich bislang gesehen habe, im Schnelldurchgang und ohne allzu große Mühe bei der Formulierung:

    NOTHING: "Cube" und "Cypher" fand ich besser, aber "Nothing" ist schon nett, amüsant, skurril, sympathisch, die beiden Hauptdarsteller haben durchaus komödiantisches Talent, und Natali hat aus der Grundidee (zwei Freunde im Nichts) schon so Einiges rausgeholt.

    SAW: kein Meisterwerk, aber richtig gutes Genrekino mit hübsch-fiesen Ideen und einigen "Seven"-Anleihen. Durchgängig recht spannend, und die etwas verschachtelte Erzählweise hat mir auch gefallen.

    MUCHA SANGRE: so im Groben "Bad Taste" auf Spanisch, erwartungsgemäß sehr überdreht und albern (teilweise lustig-albern, teilweise doof-albern), natürlich recht blutig, genauso natürlich aber kein ernsthafter "Braindead"-Konkurrent. Überraschenderweise deutlich mehr Shoot-Outs als Kettensägen-Geschnetzel oder sowas (obwohl das Gerät auch zum Einsatz kommt). Auf seine Weise recht charmant und liebevoll gemacht. Ich fand's ganz amüsant, bin aus dem Fun-Splatter-Alter aber vielleicht auch so langsam raus.

    HELLBOY: einige One-Liner fand ich richtig doof, und zum Ende hin wurd's mir mal wieder zu bombastisch (irgendwie verliere ich immer das Interesse, wenn's gleich um den Weltuntergang geht), aber ansonsten richtig gut. Tolle Figuren (der Nazi-Assassin ist der coolste Bösewicht der letzten Zeit), viele gelungene Gags, ordentlich Schauwerte, und mitfühlen darf man auch. Selma Blair fand ich auch schon immer gut.

    DEAD & BREAKFAST: Nochmal Fun-Splatter. Hat mir am Anfang nicht so gefallen, die Gags wollten bei mir nicht zünden, aber als das bewährte Kleine-Gruppe-gegen-Zombie-Horde-Szenario dann endlich einsetzte, wurd's doch noch ganz spaßig. "Mucha Sangre" fand ich schon irgendwie charmanter, aber so rein Splatter-technisch hat D&B eigentlich mehr zu bieten, hätte ich nicht unbedingt gedacht. Ich fand's ganz nett, große Teile des Publikums offenbar richtig geil.

    Das hab ich bislang also auf dem FFF gesehen, ein paar Filme kannte ich allerdings vorher schon, und wo ich schon dabei bin, kann ich dann ja auch noch kurz sagen, dass "Oldboy" mein bisheriger Jahres-Film-Favorit ist, dass ich "Infernal Affairs" auch gut fand, und dass ich zu "Azumi" und "Dead End Run" hier schon mal was geschrieben habe.
    Danke für die ausführlichen Reviews! Da freue ich mich ja schon auf Saw und Dead & Breakfast auf'm FF in Stuttgart.
    BumBum

  13. #13
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    Zitat Zitat von Elektro
    die bayern sind wohl leider etwas schreibfaul
    Wie gut das ich kein Bayer bin, aber dennoch fühle ich mich angegriffen Wann soll man den mal schreiben? Jetzt bin ich schon zu Müde und morgen wird das nichts, da man ja wieder pünktlich im Kino sein will . Aber da es am Mittwoch ein Ende hat, werde ich dann sicherlich am Abend oder Donnerstag morgen es schaffen was zu schreiben (scheint ja Bedarf zu bestehen). Für den Eröffnungsfilm sicherlich zu spät, aber da war hier ja schon was zu lesen.

    BTW: Falls jemand die f3a Seite bisher nicht kennt, dort gibt es ebenfalls relativ ausführliche Reviews.

  14. #14
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    Danke für den Tip kannte die Seite noch garnicht, leider ist noch nicht zu allen Filmen ein Review vorhanden aber naja was nicht ist kann noch werden.
    Geändert von GrafSpee (26.07.04 um 01:31:37 Uhr)

  15. #15
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    Kann jemand bitte etwas ausführlicher zu Nothing berichten? Würde mich sehr darüber freuen

  16. #16
    Birnenpflücker
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    Gibts nicht so viel zu sagen, hat mir - wie zu erwarten - wieder mal sehr gut gefallen. Irgendwie sollte man halt in der Lage sein, sich auf diese naive Unterhaltung einzulassen, sonst dürfte man mit Shaws überhaupt Probleme bekommen. Anyway: Schwer lohnend, aber hat doch ein paar Längen mehr als der One-Armed Swordsman.

    Achja, die Kopie ist ganz gut, aber einmal gibt es einen üblen Tonaussetzer: Die Lippen bewegen sich, Untertitel werden eingeblendet, und zu hören ist nur ein elektronischer Piepser. War jedenfalls ein Lacher...

  17. #17
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    Zitat Zitat von Elektro
    die bayern sind wohl leider etwas schreibfaul
    gut das nürnberg nich zu bayern gehört.. wir sind nämlich franken



  18. #18
    Birnenpflücker
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    Hab irgendwie doch einen sehr viel straighteren Film erwartet. Stattdessen ist etwas dabei herausgekommen, was wohl wieder gerne mit David Lynch in Verbindung gebracht werden wird (wobei der Vergleich hier immerhin wesentlich mehr zutrifft als bei "Donnie Darko"). 1.0 kommt also vor allem komplex daher, und ist auch sehr bemüht, diesen Eindruck durch den ganzen Film aufrecht zu erhalten. Zwar wird das grobe Handlungsgeschehen weitgehend aufgelöst, aber dennoch hängen unzählige Ereignisse, Personen und Details schon sehr in der Luft. So steht die Eröffnungssequenz (eine kurze Videoübertragung vom Chef des Protagonisten) nur in losem Zusammenhang zum Film, jedenfalls nicht genug, um eine so wichtige Position in der Filmstruktur einzunehmen. Auch die Farbgestaltung scheint etwas willkürlich: der ganze Film ist in ein gelblich-braunes Licht getaucht, auch die Settings sind entsprechend ausgewählt. Das ergibt ja soweit noch Sinn, im Hinblick auf diesen SciFi-Noir-Bastard. Nur die 2-3 Szenen im hellen und natürlichen Tageslicht scheinen ihrer damit suggerierten Signifikanz nicht ganz gerecht zu werden, und die wiederkehrenden knallroten Gegenstände erfüllen irgendwie auch eher den Eindruck, nur als Blickfang denn als tatsächliche Symbol gesetzt zu sein.

    Überhaupt, hier ist einiges drin, was geradezu danach schreit, interpretiert zu werden, sich aber recht hartnäckig allen nicht zu weit hergeholten Lösungsansätzen verweigert.

    Im Großen und Ganzen bin ich sehr unschlüssig. Der Film ist auf jeden Fall spannend und rein formal äußerst ansprechend gestaltet. Allerdings erscheint er in seinen Metaphern zu hermetisch, zu willkürlich auf Komplexität ausgelegt. Das Alles wirkt sehr konstruiert, nicht so, als ob es natürlich im Kopfe des Regisseurs/Autors entstanden wäre, sondern eher, als ob er sich verzweifelt bemüht hätte, einen möglichst komplizierten und verschwurbelten Film abzuliefern. Etwas zwiespältig, das Ganze...

  19. #19
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    Damit keiner heult, dass keine Kritiken mehr geschrieben werden:

    Der Film hält, was der Trailer verspricht: Eine amüsante, aber wenig innovative Mischung aus pupertär-feuchten Jungenfantasien und Tentakelalien aus dem All. Die Darsteller sind ganz symphatisch, auch wenn ich persönlich nicht nachvollziehen kann, was an den mutierten Blondinen soll toll sein soll.
    Unser Held denkt ständig nur mit dem Schwanz und fährt immer wieder auf die blonde Tussi ab, obwohl er ziemlich sicher weiß, dass mit der Dame mehr als nur etwas nicht stimmt. Dafür rennt ihm eine heiße Brünette die ganze Zeit nach, die aber für ihn nur guter Kumpel ist (bis sie am Ende die Haare öffnet und ihm zum ersten Mal die Augen übergehen )
    Also jede Menge Klischees und Siggi Freud hätte seine Freude an diesem first-sex-early-dead - Plot. Für einen Videoabend ganz annehmbar, aber im Kino doch schnell vergessen...

    Andreas

  20. #20
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    Trespassing

    Mein Review gibt's auf der Seite von f3a.net genau hier .

    Ich sag nur: einfach schlecht. Spart Euch das Geld.

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