Cinefacts

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  1. #241
    Taxifahrer
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    AW: Fantasy Filmfest 2005 - Kurzreviews und Bewertungen

    So, es folgt mein Fazit vom FFF in Hamburg. Dieses läuft zwar noch bis kommenden Mittwoch, aber leider werde ich das Festival aus Termingründen nicht mehr besuchen können, darum bin ich in diesem Jahr auch nur auf 5 Filme gekommen...

    Kiss Kiss Bang Bang

    Äußerst schwarzhumoriger und in seiner Erzählweise reizvoller Mix aus Buddymovie und Neo Noir. Schön, dass sich Robert Downey Jr. nach seinen Drogenexzessen offenbar wieder gefangen hat und man ihn endlich wieder in einer großen Rolle sehen durfte, mir war er jedenfalls schon immer sehr symphatisch. Michelle Monagan ist eine absolute Augenweide in diesem Film, ihre Schauspielkünste stehen ihrem Aussehen aber in nichts nach. Spaß macht der Film vor allem wegen der superben Dialoge, den gelegentlichen Gewaltexzesse und den trockenen Off-Kommentaren von Downey Jr. Die letzten beiden Szenen grenzten dann doch schon stark an eine Parodie/Satire, aber die Stimmung im Saal war dermaßen gut, dass man locker darüber hinwegsah und sich von den euphorischen Lachanfällen und Beifallsbekundungen anstecken ließ.

    Casshern

    Ein recht zwiegspältiges Vergnügen. Auf der einen Seite ist der Film zweiffelos die visuell bestechendste Bilderflut, die ich in den letzten Jahren gesehen habe. Inhaltlich und inszenatorisch ist das ganze jedoch reichlich unausgegoren. Von Timing keine Spur. Dramatische Szenen werden gerne mal unnötig in die Länge gezogen, um dann im Sekundenbruchteil in eine over-the-top Materialschlacht umzuschlagen, dann wiederum folgt meditative Ruhe, auf klassische Musik folgen schrammende Gitarren usw. Viele Passagen werden einfach zu schnell abgehandelt (manche gar übersprungen), einige zu sehr ausgeweitet... Der Handlung zu folgen kann sich da schon mal als schwierig erweisen. Wie ein Vorredner schon schrieb: "Casshern" ist sehr anstregend, insbesondere, wenn man im Vorfeld eine Spaßgranate wie "Kiss Kiss Bang Bang" genossen hat, vor allem aber könnte der Film eine gute halbe Stunde kürzer sein.

    The Devil's Rejects

    Kompromisslose und "altbacken" inszenierte Hommage an die Terrorfilme der 60/70er. Wenn man es nicht besser wüsste, würde man meinen, der Film wäre vor gut 30 Jahren gedreht worden. Ich dachte schon, mit "Sin City" hätte ich den sadistischsten Film des Jahres bereits hinter mir, doch ich wurde eines besseren belehrt. Zombie's quasi-Sequel ist auch zweifellos besser als sein Vorgänger, was vor allem an der gelungenen und weitaus weniger überdrehten Inszenierung liegt. Hervorzuheben sei hier besonders der gelungene Einsatz der Musik, z.B. die Schlusszene mit "Freebird" von Lynyrd Skynyrd. Eine wirkliche Story war nicht vorhanden, was aber auch völlig aktzeptabel ist im Hinblick auf die Verpackung und die grimmige Atmosphäre des Films.

    They Came Back

    Von den wenigen Filmen, die ich dieses Jahr gesehen habe, mein persönlicher Favorit. Hier haben wir es mit einer völlig neuen Variation des mittlerweile ausgelutschten Zombie-Thems zu tun und von einem Romero'schen Untotengeschnetzel ist der Film so weit entfernt wie eigentlich nur möglich. Für die Gore-Fraktion dürfte der Film daher also reichlich enttäuschend sein, auch Schockeffekte gibt es nur sehr wenige. Trotzdem geht von dem Film eine unglaublich fesselnde, suggestive Kraft aus. Er ist sehr ruhig und gemächlich erzählt, und untermalt von einem stimmungsvollen, hypnotischen Soundtrack. Auch die Leistung der Darsteller konnte durchgehend überzeugen. Bin gespannt, wie man international auf diesen Film reagieren wird, denn man kann hier von einem echten Geheimtipp sprechen. "They came back" ist spannend, intelligent geschrieben und regt zum Nachdenken an.

    A Bittersweet Life

    Auch ich kann es nur noch mal betonen: Die Vergleiche mit "Oldboy" sind völlig unangebracht. Ok, sie stammen beide aus Korea, sind optisch abolute Leckerbissen und sie handeln von Rache. Das war's dann aber auch schon mit den Gemeinsamkeiten. "A Bittersweet Life" erzählt seine Geschichte straight forward, große Überraschungen gibt es hier keine. Die Hauptfiguren zeichnen sich durch einen starken Hang zur Gewaltbereitschaft aus und dementsprechend geht es hier nicht gerade zimperlich zur Sache. Die Schauspieler machen ihre Sache gut, das der Film einfach toll fotografiert ist, muss ich nicht nochmal erwähnen, oder? Mir persönlich hat die Soundkulisse sehr gefallen, die Feuerwaffen und auch der Score klangen sehr druckvoll, genau so soll es sein. Wer die alten John Woo' und Kitano's mag, der findet mit diesem Film kurzweilige Unterhaltung und die perfekte Schnittmenge beider "Welten".

    Tja, ich hätte mir gerne noch mehr Filme angesehen, auf meiner Liste standen u.a. "The Uncertain Guest", "Nina", "Dear Wendy" und "One Night in Mongkok", die aber spätestens auf DVD nachgeholt werden. Abschließend muß ich sagen, dass mir die Stimmung unter den Besuchern wieder mal sehr gefallen hat, auch wenn es irgendwann nicht mehr witzig ist, wenn wieder mal unqualifizierte Kommentare à la "Lauter!"/"Unscharf!" abgegeben werden oder der "Nochnoi Dozor"-Werbeclip lauthals mitgesprochen wird. Technische Ausfälle wie im letzten Jahr wie z.B. bei "Azumi" blieben mir zum Glück auch erspart, gab es in den anderen Vorführungen welche?
    Geändert von God's Lonely Man (22.08.05 um 01:24:46 Uhr)

  2. #242
    Birnenpflücker
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    AW: Fantasy Filmfest 2005 - Kurzreviews und Bewertungen

    Zitat Zitat von God's Lonely Man
    oder der "Nochnoi Dozor"-Werbeclip lauthals mitgesprochen wird.
    Ey, mit Dauerkarte und nach dem 20. Mal machst du das ganz automatisch. Selten sowas nervtötendes gehabt...

  3. #243
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    AW: Fantasy Filmfest 2005 - Kurzreviews und Bewertungen

    Zitat Zitat von God's Lonely Man
    Technische Ausfälle wie im letzten Jahr wie z.B. bei "Azumi" blieben mir zum Glück auch erspart, gab es in den anderen Vorführungen welche?
    In Berlin war gestern der digitale Projektor ausgefallen, so das 2001 Maniacs nicht gezeigt werden konnte bzw. verschoben wurde. Und die Projektion mit dem neuen Projektor einige Stunden später riss mich qualitätsmäßig nicht gerade vom Hocker(digitale Fehler, etc.).

  4. #244
    The Drowning Man
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    AW: Fantasy Filmfest 2005 - Kurzreviews und Bewertungen

    Zitat Zitat von God's Lonely Man
    Technische Ausfälle wie im letzten Jahr wie z.B. bei "Azumi" blieben mir zum Glück auch erspart, gab es in den anderen Vorführungen welche?
    Bei Malevolence in Berlin am Samstag ging nach ca. 30 Minuten mitten im Film erst das kleine Raumlicht an und dann die große Gestbeleuchtung, letztlich stoppte auch noch der Film Weiter ging es dann erst nach ca. 5-6 Minuten als einer der Zuschauer aus dme Saal ging und nen Angestellten informierte. Fand es wirklich nervig, macht doch die Atmosphäre kaputt...

  5. #245
    boondock saint
    Gast

    AW: Fantasy Filmfest 2005 - Kurzreviews und Bewertungen

    O.K. , hier mein Bericht (ich war Sa. und So. in HH!):

    Es war wie immer sehr cool!
    Diesmal waren einige Regisseure angereist, z.B. Jeff Lieberman (SATAN´s LITTLE HELPER) und Conor McMahon (DEAD MEAT), die etwas zu den Filmen erzählten und für Publikumsfragen bereit standen.

    Samstag:
    GET SHORTY.....die Kurzfilme des Festivals.
    A MESSAGE FROM OUTER SPACE (Belgien):
    Eine kurze Abhandlung über eine "Invasion" mit einem doofen Ende.
    Der Look des Films war aber cool!
    BATS IN THE BELL (Schweiz):
    Vampire im Züricher Krnakenhaus. Nett.
    THE BIG THING (Kanada):
    Eine (komische) Abhandlung zum Thema Himmel und Hölle, Satan und Gott. Nett.
    DYSMORPHO (Schweden):
    Oh ja....sehr fies. Ein Typ kämpft mit (s)einem starrsinnigen Haar. Ekelig, aber gut!
    EMILY AND THE BABA YAGA (GB):
    Animationsstreifen. Kleines Mädchen gegen böse Hexe. Nett!
    GUARD DOG (USA):
    Ein Bill Plympton - Anime! Fies, böse und gut!
    IN HEAVEN AS IT IS ON EARTH (Norwegen):
    Die norwegischen CONTACT-AKTE X- Nerds tagen.....! Mit einem lustigen Schlußgag!
    THE NEXT ONE (Spanien):
    Ein Junge verhindert einen Snuff-Film und muss sich gegen einen Serienkiller wehren und eine junge Frau retten. Oder letztendlich doch nicht?
    Großartiges Handwerk. Allerdings mit einem (schlechten) offenen Ende.
    Schade.
    STEPHEN KING´S GOTHAM CAFE (USA):
    Nette und fiese Umsetzung einer King-Shortstory. Mit Splattereinlagen.
    Mir hat´s gefallen.

    Und der Höhepunkt:
    DAJO (NL):
    Mann oh Mann.....sind die Holländer fies!
    Ein Junge berichtet über sein Leben.....immer schön direkt in die Kamera....lakonisch, zynisch......usw. Seine Mutter hat jeden Monat einen neuen Freund....und die bringen dann ihm dann auch Geschenke mit....mehr wird nicht verraten.
    Das waren die Kurzfilme.....

    Dann SATAN´s LITTLE HELPER:
    Ein US-Schlitzer-Movie im Stil der 1980er!
    Sehr zynisch und böse. Leider hält der Film am Schluss das geradlinige Tempo, das er am Anfang hatte, nicht durch und hat unnötige Längen.
    War aber o.k.

    Sonntag:
    GODZILLA - FINAL WARS (Japan):
    Oh ja. Dieser Film hat Wort gehalten.
    Monster - Trash auf höchstem Niveau!
    Eigentlich 3 Filme in einem!
    -Godzilla-Monster-Film mit Old School Effekten.
    -Dann Kitamura - Action - Karate (!) - Movie ohne Blut!
    -Alien-Invasions- Film !
    Absolut unterhaltsam. So soll es sein!

    ATOMIC CIRCUS (Frankreich):
    Mit Vanessa Paradis und Benoit Polvoerde! Jahahaha! Genau, der aus Ball and Chain und Mann beißt Hund, diesmal als schmieriger Plattenproduzent!
    Der Film war völlig abgedreht. Ein Endzeit-Musical-Splatter-Alien-Film mit kruden Comedy-Einlagen. Sehr unterhaltsam. WAR OF THE WORLDS auf Speed.
    Vanessa Paradis, die Sängerinnen-Frau von Johnny Depp, durfte dann noch ein bis zwei Liedchen trällern! Der Hauptdarsteller war ein gewisser Jason Flemyng (Snatch), der auch schon in FROM HELL mitspielte, und nun schon komplett mit dem Ehepaar Depp Filme gedreht hat. Wahrscheinlich ein Freund der Familie.
    Durchgeknallt!

    DEAD MEAT (Irland):
    Ein Zombie Film der alten Schule aus Irland. Sehr nette Einfälle, aber nix neues und diese Billig-Blair-Witch-Optik bei Nachtszenen ging mir nach ´ner Stunde völlig auf den Sack! Naja, der 3. Film in Folge.....da nimmt man schon nicht mehr alles hin!

    A BITTERSWEET LIFE (Korea):
    Ein Gangster-Rache-Film: Wong-Kar-Wei meets John Woo meets OLD BOY! Aber etwas mainstreamiger als OLD BOY, der mir ja letztes Jahr überhaupt nicht gefallen hatte! Allerdings trotzdem noch etwas sperrig, mit unlogischen Sequenzen, die aber nicht weiter auffielen. Toller Showdown. Wie immer sah der Film schweinegeil aus und die Darsteller waren super! Mir hat´s sehr gut gefallen. Das werden nicht alle so sehen. Einigen fehlt dann das Arthousemoviefeeling (sowie bei OLD BOY), den anderen wird es nicht mainstreamig genug sein und manche werden sagen, dass das Rache-Thema mittlerweile ausgelutscht ist. Ich sage: Wir nähern uns langsam an das ultimative Korea-Gangster-Action-Rache-Drama an. Letztes Jahr OLD BOY (o.k. , ich gebe zu das der Vergleich ein bisschen hinkt, aber egal) dieses Jahr A BITTERSWEET LIFE! Eine Steigerung ist auf jeden Fall zu sehen. Die Hoffnung stirbt nie.

    Das war´s!
    Bis nächstes Jahr!
    Geändert von boondock saint (22.08.05 um 10:51:43 Uhr)

  6. #246
    Taxifahrer
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    Zitat Zitat von djmacbest
    Ey, mit Dauerkarte und nach dem 20. Mal machst du das ganz automatisch. Selten sowas nervtötendes gehabt...
    Ok, da magst du wohl Recht haben. Mir hat es schon beim 5. Mal gereicht. Sicher ist aber: An Mundpropaganda wird es dem Streifen keinesfalls mangeln.

  7. #247
    Pirat
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    AW: Fantasy Filmfest 2005 - Kurzreviews und Bewertungen

    Hier mal mein Bericht vom Freitag in Hamburg, der Samstag kommt später.

    Als Geheimtipp gehandelt, erwies sich der erste Film an diesem Tag, They Came Back, als nachdenklich machende Schlaftablette. Der durchaus sehr interessanten Grundstory wird durch die laaaangatmige Inzenierung und Dialogverliebtheit jeglicher Drive genommen, ohne dabei auch ansatzweise zu klären, warum das Ganze überhaupt passiert. Ich wusste ja bereits im Vorfeld dass The Came Back ein ruhiger Film sein sollte, und ich habe auch keinerlei Probleme mit solchen Filmen, aber hier habe ich dann doch etwas anderes erwartet, als ich tatsächlich bekommen habe. Meiner Meinung nach hätte man aus der wirklich guten Idee viel mehr machen können, allein ein strafferer Inszenierungstil und 20 Minuten weniger hätten bereits Wunder bewirken können. Zu erwähnen wären da noch die Darsteller, die ihre Rollen sehr überzeugend spielen, sowie die Musik, die dem Film einen bedrohlichen Touch verleiht. Alles in allem ein Arthouse-Film, der sicherlich seine Fans finden wird. Mein Ding war´s nicht so ganz.
    5/10

    Der zweite Film an diesem Abend, Feed, wurde vom Ansager als "ekligster Film aller Zeiten" angekündigt, war aber im Endeffekt meilenweit entfernt davon. Jedenfalls habe ich bereits ekligeres gesehen, und wer ebenfalls Filme wie Salo oder Cannibal Holocaust sichten durfte, wird mir da sicherlich zustimmen.
    Der Hype, der um Feed gemacht wurde bzw. gemacht wird, ist imho keinesfalls berechtigt. Der Film ist zwar spannend und routiniert inszeniert, allerdings strotzt die ohnehin sehr dünne Story nur so vor Absurditäten, Unrealismus und Logiklöchern, dass einem die Haare zu Berge stehen könnten. Der zu lang geratene Schluss setzt dem Ganzen dann noch einen oben drauf. Nicht umsonst gab es deshalb wohl neben verhaltenem Applaus nach Filmende auch vereinzelte Buh-Rufe; durchaus verständlich wie ich finde. Wer es jedoch schafft seine Sinne für die o.g. Eigenschaften für 100 Min. auszuschalten und seine Erwartungen etwas runterzuschrauben, wird einen spannenden und durchaus harten Thriller sehen. 6/10

  8. #248
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    AW: Fantasy Filmfest 2005 - Kurzreviews und Bewertungen

    so, bin auch fast durch mit meinem programm. irgendwie hab ich dies jahr keine richtigen knaller dabei gehabt. highlight war "godzilla - final wars". mein liebling big-g auf der großen leinwand, das hatte schon was. ganz nett fand ich "satans little helper", "reefer madness" und "boy eats girl" (in dieser reihenfolge).
    dann noch einige filme, die eher als videopremieren getaugt hätten, wie "2001 maniacs" oder "evil aliens". nunja, vielleicht lag es an der auswahl, vielleicht fehlten die großen kracher der letzten jahre ("high tension", "ichi", "bubba ho tep", "dog soldiers" oder "cabin fever") auch ganz einfach dieses jahr.

  9. #249
    Il "Bavarese"...
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    AW: Fantasy Filmfest 2005 - Kurzreviews und Bewertungen

    Ich finde, man kann nur dann behaupten, es wären keine Kracher dabei gewesen, wenn man ALLES gesehen hat...
    Ich mache in letzter Zeit immer öfter die Erfahrung, dass ich besser fahre, wenn ich mich nicht so auf die in Foren gehypte Must-See-Liste versteife, die sich da herauskristallisiert. Geschmäcker sind verschieden, Jahrgänge auch…

  10. #250
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    AW: Fantasy Filmfest 2005 - Kurzreviews und Bewertungen

    Zitat Zitat von FakeShemp
    Ich finde, man kann nur dann behaupten, es wären keine Kracher dabei gewesen, wenn man ALLES gesehen hat...
    deshalb schrieb ich ja auch:
    vielleicht lag es an der auswahl,

  11. #251
    Hauptsache geil abliefern
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    AW: Fantasy Filmfest 2005 - Kurzreviews und Bewertungen

    Ich finde aber auch das Programm von 2004 hochkarätiger als dieses Jahr!
    Speziell Asia-Focus Auswahl war 2004 doch besser... Allgemein waren es letztes Jahr mehr Filme, wo ich auf Anhieb gesagt hab: "Da MUSS ich hin..."

    Das war dieses Jahr nicht so... Ich hab lange überlegt, wo ich hingehe... Vermutlich hab ich so einige wahre Perlen übersehen :-/

    Anyway, freu mich schon auf nächstes Jahr

    EDIT: Heute kommt dann ja noch DEAR WENDY...!

  12. #252
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    AW: Fantasy Filmfest 2005 - Kurzreviews und Bewertungen

    also 2004 war definitiv besser. ich erinner nur mal kurz an highlights wie saw, high tension, oldboy, hellboy, azumi, infernal affairs 1 + 2... und das waren nur die titel die mir spontan einfallen. wenn ich weiter nachdenke fallen mir noch geheimtipps wie the ordeal oder the green butchers ein. über die shar retro brauch ich ja gar nicht erst reden. da ist 2005 definitiv ein schritt zurück gewesen. klar kann man nur zeigen was eben auf dem markt ist aber die auswahl war dennoch nicht das beste.

  13. #253
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    AW: Fantasy Filmfest 2005 - Kurzreviews und Bewertungen

    Und 2003 war das Hammer Programm, dort hätte mich fast die gesamte Midnight Madness Reihe interessiert und die Hälfte vom Focus Asia, sowie einige von der Official Selection.

  14. #254
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    AW: Fantasy Filmfest 2005 - Kurzreviews und Bewertungen

    2004 war vor allem Focus Asia um einiges besser. Oldboy, Memories of Murder, Infernal Affairs 1 + 2, Save the Green Planet und vielleicht noch Azumi sind alle ebenbürtig oder besser gegenüber den Asia Filmen von diesem Jahr.

    Ansonsten hat mir aber dieses Jahr besser gefallen! Waren letztes Jahr die großen Highlights Saw, High Tension und Hellboy (abgesehn von den asia Filmen natürlich), so waren es dieses Jahr Kiss Kiss Bang Bang, The Descent, The Devil`s Reject und Sin City. Meiner Meinung nach klar besser als letztes Jahr! Und mit Dear Wendy ein äußerst guter Abschlussfilm (Eröffnungs- und Abschlussfilm waren wohl dieses Jahr auch um einiges besser).

    Der beste Partyfilm der letzten Jahre war wohl Godzilla (wenn man sich mit Männern in Gummianzügen anfreunden kann). Und mit Gustave Klopp, the Uncertain Guest, They Came Back und The Dark Hours (leider nicht gesehn) waren auch einige kleinere Perlen dabei.

    Letztes Jahr wurde meiner Meinung nach sehr stark vom Focus Asia getragen (dafür da richtig gut), der Rest war meiner Meinung nach insgesamt schlechter als dieses Jahr (wenn auch auf hohem Niveau).

    Insgesamt hatte ich in beiden Jahren verdammt viel Spaß und freu mich aufs nächste (und wieder mit der nie enden wollenden Frage: Diesesmal mit Dauerkarte?).

    Mike

  15. #255
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    AW: Fantasy Filmfest 2005 - Kurzreviews und Bewertungen

    Ich habe das FFF zum ersten Mal mit Dauerkarte besucht und das ganze erst einmal etwas sacken lassen. Der Gesamteindruck in Frankfurt war sehr gut. Ich werde das, sollte ich Zeit dazu haben, nächstes Jahr wieder machen. Im Folgenden möchte ich meine Eindrücke zu den Filmen wiedergeben, die ich sehen konnte. Dabei wird auch mit berücksichtigt, wann der Film lief und wie fit ich dabei war. 

    Bewertungssystem:
    Minimum 0 Punkte = völlig überflüssig!
    Maximum 10 Punkte = genial!!!
    Ab 4 Punkte lohnte sich zumindest die Zeit, die ich für den Film geopfert habe.
    Ab 8 Punkte lohnt sich für mich ein Kauf auf DVD.



    Kiss Kiss Bang Bang
    Toller Buddy-Action-Comey-Movie mit toller Besetzung und damit würdiger Eröffnungsfilm. Vor allem Robert Downey Jr. ist einfach klasse in seiner Rolle. Auch der Erzählstil ist toll, z.B. die Off-Stimme und die Aneinanderreihung der Story-Fragmente. Die Story ist etwas seltsam, aber schön verpackt. Der Film macht also eindeutig vor allem eins: Spaß! 8/10

    Sin City
    Düster, brutal und visuell reizvoll! Top-Besetzung nicht zu vergessen. Die Episoden sind nicht alle gleich stark, aber alles in allem ein richtig guter Film! 8/10

    Una De Zombis
    Hat mir unheimlich viel Spaß gemacht. Einer der Filme, von dem ich vorher wenig wusste und auf Grund der Platzierung am frühen Nachmittag nicht viel erwartet habe. Daher wurde ich mehr als positiv überrascht. Schöne Loser-Story, die abwechslungsreich und vor allem lustig war. 8/10

    Deepwater
    Eigentlich wollte ich Abnormal Beauty sehen, habe mich aber im Saal geirrt. Deepwater sah zunächst interessant aus, wurde dann aber durchschnittlich und zum Ende hin immer weniger überraschend und intensiv. Der Film sah hübsch aus und zumindest Peter Coyote kam sehr überzeugend rüber. Ich brauche den Film nie wieder zu sehen, aber er war erträglich und einigermaßen unterhaltsam. [b]4/10]

    Godzilla: Final Wars
    Trash, aber vom Feinsten! Schöne Effekte und die Monster sahen immer noch so aus wie ich es aus meiner Kindheit in Erinnerung hatte. Insgesamt also durchaus spaßig. Ich war aber nie ein großer Godzilla-Fan. Irgendwie hat der Kerl auch nicht so viel Tolles machen können, außer dumm rumbrüllen und Feuer zu spucken. Witzig war der kleine Godzilla, abgefahrenstes und mutigstes Kostüm! 6/10

    Empire Of The Wolves
    Hier hatte ich im Kino Pech, weil ich in einer hinteren Reihe saß, von der aus mir ein Riesen-Kopf die Sicht auf die Untertitel versaut hat. Ich musste ständig nach links und rechts rutschen Das ist nur passiert, weil ich, trotz Verlassen der Godzilla-Aufführung während des Abspanns, den Anfang knapp verpasst habe. Jedenfalls war es mir irgendwann zu anstrengend und zu warm, um dem Geschehen weiterhin zu folgen. Also zwischendurch mal kurz die Äuglein zu gemacht. Der Film war sehr atmosphärisch. Leider konnte ich im letzten Drittel wirklich nicht mehr ganz der Handlung folgen. Vielleicht leihe ich ihn mir noch mal aus, aber zu mehr hat es mich nicht beflügelt. Langatmig war der Film nämlich glaube ich auch ohne Müdigkeit. Außerdem hatte ich die Charaktere aus „Die Purpurnen Flüsse“ erwartet - da war ich falsch informiert. 4/10

    Man Thing
    Fing toll an. Wie man es für eine Comic-Verfilmung erwartet: Brüste, Blut, coole Optik, gute Charaktere. Der neue, junge Sheriff im verschlafenen Nest hat mir gut gefallen. Trotzdem wurde es mir ziemlich schnell langweilig. Das Monster hat sich bei mir nicht gerade als besonderes kreativ und beachtenswert eingeprägt. Ich verlor das Interesse und bin eingeschlafen, aber sozusagen gewollt. Irgendwie hat man das alles schon mal besser gesehen. Gegen Ende ist der Film leider gerissen und es gab eine 10minütige Zwangspause 2/10

    Evil Aliens
    Wurde hier im Forum ziemlich gehyped aber zum Teil auch verrissen. Ich war wie erwartet begeistert von dem Film. Ich hatte mir z.B. weniger Handlung erwartet, aber da es selbst diese gab und sie dazu auch noch herrlich überdreht war, kann ich den Film trotz hier oft beanstandeter Sperma-Fontänen und Anal-Folter nur wärmsten ans Herz legen. Hat mich nicht wirklich gestört, da es IMHO noch im Rahmen war. Ganz toll waren der Mähdrescher und die Motor-Sense. 9/10

    The League Of Gentlemen’s Apocalypse
    Leider kenne ich die TV-Serie nicht, aber mir haben einige Leute gesagt, dass diese ziemlich gut wäre. Also rein in den Film, auch weil mich der Gegenspieler „Kampfansage - Der letzte Schüler“ nicht wirklich heiß gemacht hat. Mir hat’s von Story und Charakteren ganz gut gefallen, aber noch mal würde ich mir den nicht freiwillig ansehen wollen, es sei denn ich liebe irgendwann die TV-Serie. 5/10

    They Came Back
    Hier rächte sich mal wieder, dass ich die vorigen Tage zu viel Stress und zu wenig Schlaf hatte. Ich musste trotz hervorragender Idee und Umsetzung kämpfen, damit mir nicht die Augen zu fielen. Glücklicherweise habe ich es geschafft. Etwas langsam ist der Film definitiv, aber das passt irgendwie ganz genau. 7/10

    The Devil’s Rejects
    Yeah, Baby! “House Of The 1000 Corpses” hatte ich mir extra noch vorher angesehen. Rejects war nicht ganz so durchgeknallt und auf keinen Fall musikvideohaft. Ein runder, harter Rachefilm, den Zombie grandios in Szene gesetzt hat. Tolle Chraraktere, stimmige Musik und kaum Durchhänger bezüglich Geschwindigkeit. 8/10

    Some
    Puh, der Film hat mich gelangweilt und wieder müde gemacht - Kein Wunder bei 5 Filmen am Tag. In meinen Wachphasen sah ich Leute nur Auto fahren und Telefonieren. Mal wieder gebe ich dem Film die Schuld daran, dass ich eingeschlafen bin. 2/10

    Too Fat Too Furious
    Hier bin ich rein statt “Blood And Bones” anzuschauen. Eigentlich nur, weil ein Freund lieber den sehen wollte. Das hat sich aber letztlich gelohngt. Super witzige Gangster-Komödie aus NL/B, die mir mal wieder zeigt, dass Deutschland selbst in diesem Bereich keine ernsthafte Konkurrenz ist. Klasse Charaktere und für einen nicht Hollywood-Film tolle Effekte! Absoluter Spaß-Film. 8/10

    Get Shoryt (Kurzfilme)
    Dysmorpho war nett, aber fast zu kurz. Schöne Optik. 6/10
    The Next One - hier hätte ich gerne mehr gesehen. 8/10
    In Heaven As It Is On Earth - lustige Idee, gut umgesetzt und gespielt. 7/10
    Dajo war sympatisch und sehr unterhaltsam. Der Junge ist konsequent! 8/10
    A Message From Outer Space - toll inszeniert! 8/10
    The Big Thing habe ich nicht so gut verstanden, pompöse Optik, aber nicht überzeugend. 4/10
    Stephen King’s Gotham Cafe war der schwächste Beitrag. Schlechte Umsetzung der Buchvorlage, nach allem was ich gehört habe. Also Film an sich völlig überflüssig mit schlechten Effekten. 0/10
    Guard Dog - Was habe ich mich geärgert, als ich den Zeichen-Stil sah. Hat mich überhaupt nicht angesprochen. Aber dieser Kurzfilm war einfach ganz toll gemacht. Sehr lustig! 9/10
    Emily And The Baba Yaga hat mir nicht gefallen, auch wenn nett anzusehen. 2/10
    Bats In The Belly - Respekt vor den Schweizern! Sehr unterhaltsam, sieht man von einigen Logik-Schwächen gegen Ende einmal ab. 7/10

    Rechnerisch gibt es zwar nur knapp 6/10 Punkten, aber die Kurzfilme lohnen sich IMHO immer auf dem FFF. So was bekommt man sonst nie zu sehen.

    Boy Eats Girl
    Hat mich von der Story her vorher kaum interessiert, nur hatte ich auf „Ghost In The Shell 2“ keine Lust. Der Film war ein typischer Standard-High-School-Horror-Film, von denen ich mittlerweile nur noch homöopathische Dosen ertragen kann. Wäre da nicht eine grandiose Splatter-Szene am Ende gewesen, hätte es zwei Punkte weniger gegeben! 6/10

    A Bittersweet Life
    Hier bin ich wieder wegen einem Freund rein, da mich „Atomik Cirucs“ im Kino eigentlich mehr gereizt hätte. Die Entscheidung war aber gut, da ich nun „Atmoik Circus“ für lau auf DVD kaufen kann und mir „A Bittersweet Life“ nicht bestellen werde. Der Film war durchschnittlich gut, aber bei weitem nicht so gut wie „Oldboy“. Ob der Vergleich nötig ist? Ich weiß es nicht… 5/10

    Evilenko
    Hier hätte ich fast das erste Mal meinen Masterplan alle für mich möglichen 37 Filme zu sehen, über den Haufen geworfen. Auf den Film hatte ich überhaupt keine Lust, weil ernste Thematik und späte Uhrzeit nicht so gut gepasst haben. Dennoch: Nicht eingeschlafen und ein grandioser Malcolm McDowell, in einem sehr ernsten und anspruchsvollen Film. Der kindermordende Protagonist war starker Tobak. Es war keine Gewaltdarstellung nötig. Andeutungen und dezentes Ausblenden im rechten Moment können verstörender sein! 9/10

    Freeze Frame
    Ganz toller Film, der Verfolgungswahn und Angst vor Big Brother gekonnt auf die Leinwand bringt und zeigt, wie man trotz oder gerade wegen modernster Digitaltechnologie die Realität verdrehen kann. Unbedingt anschauen! 9/10

    Satan’s Little Helper
    Eins meiner FFF-Highlights. Sehr spannend, böse, witzig und neu! Wenn schon Slasher-Film, dann bitte mit einem kreativen Ansatz wie hier! Das zeigt mir, dass das Genre nach der Scream-Renaissance doch noch eine Daseinsberechtigung hat. 9/10

    Feed
    Sagte ich „Satan’s Little Helper“ wäre böse? Vergesst es, „Feed“ ist böse (und krank)!!! Hier habe ich den „Saw“ und „Se7en“ 2005 Hit erwartet. Den habe ich vielleicht auch bekommen, nur eben anders. Es war eben kein typischer Serienkiller-Thriller. Hier war alles ein bisschen anders. Der Mörder und auch der „gute“ Cop entsprachen eben nicht den Klischees. Positiv war außerdem das hervorragende Ende. So was in der Art sieht man viel zu selten. Der Film kommt trotzdem ein klein wenig schlechter weg als „Satan’s Little Helper“. Ist einfach so ein Gefühl. 8/10

    The Big White
    Ohne genaues zu wissen und mit wenig Hoffnung, da US-Filme immer häufiger enttäuschen, hatte ich doch Glück bei dieser Perle. Wenn es „Fargo“ nicht gäbe, wäre der Film sogar ein Geniestreich. So bleibt er immerhin unterhaltsam, witzig, ideenreich, interessant und gut gespielt. Die Besetzung war klasse! 8/10

    Casshern
    Nachdem meine Begleiter an diesem Tag von „The Big White“ verwöhnt wurden, dachte ich mir, dass nun mal eine Horizonterweiterung für den asiatischen Raum ansteht. Von solchen Sachen lässt nämlich der größte Teil meines Freundeskreises leider meistens die Finger. „Casshern“ hat dies nicht geändert! Zu lang, zu konfus, zu wenig Story - waren die Hauptgründe, um das als Flop zu bezeichnen. Ich musste sogar gegen Ende damit kämpfen nicht einzuschlafen. Wenn man versucht auf die Story zu verzichten, bleibt immer noch nichts übrig. Klar, der Film ist bildgewaltig und teilweise imposant, dennoch hat das nicht für 142 Minuten gereicht. Als Kurzfilm hätte ich mir einige der Kampszenen gefallen lassen, mehr auch nicht. Die Moral von der Geschicht? Fragwürdig! 1/10

    The Dark Hours
    Meine Freunde waren weg, aber ich noch da, trotz Einladung zum Bier trinken. Es hat sich gelohnt, da „The Dark Hours“ den Tag abgerundet hat und für „Casshern“ entschädigt. Tolle Geschichte, die unheimlich spannend war und ein interessantes -wenn auch nicht überraschendes- Ende hatte. Ich hätte es gerne gehabt, dass der Film noch weiter geht, bevor sich die Realitäten vermischen. 8/10

    The President’s Barber
    Wie bei “Evilenko” hat es mich hier nicht besonders her gezogen, hätte lieber den Mittag im Bett verbracht. Gottseidank war ich da! Ein toller Film, der sympathisch und liebevoll rüber kommt und eigentlich keine Schwächen hat, außer des er nicht recht aufs FFF passt. Aber das macht ihn umso interessanter. 8/10

    Survive Style 5+
    Ein weiterer Favorit von 2005! Hatte mir das etwas anders vorgestellt, aber das macht ja nichts. Knallig, bunt, spannend, amüsant und lustig! Danke an Vinnie Jones übrigens! 9/10

    The Last Supper
    Um es kurz zu machen: Überflüssig wie ein Kropf! Der Film sah optisch billig aus, war zum Teil viel zu dunkel und vor allem stinklangeweilig. Dafür gab es tolle (?) Ekelszenen. Nur was bringt das, wenn der Film scheiße ist! Wäre ich doch nur müde gewesen oder in den wahrscheinlich auch schlechten „Boo“ gegangen. 0/10

    The Uncertain Guest
    Nichts erwartet und viel bekommen! Frische Idee, die die zunächst dennoch konventionell Story nach der ersten Hälfte genial umkehrt. Das Ende hätte besser sein können, aber sonst wirklich sehr stimmungsvoll! 8/10

    2001 Maniacs
    Da sind wir wieder: Teenies haben Ferien und wollen richtig abfeiern gehen. Es gibt eine Loser-Gruppe und eine unerreichbare und furchtbar eitle Gruppe der Reichen und Schönen. Große Brüste und tiefe Ausschnitte gehören noch dazu. Dann geht irgendetwas schief (hier eine Abkürzung, gefolgt von einer Umleitung) und schwups befindet man sich unter verrückten Mördern. Ich will gar nicht zu sehr in die Story gehen, um hier niemandem den Spaß zu verderben, der den Film noch sehen will. Ich kann solche Filme jedenfalls wirklich nicht mehr ertragen. Habe mich dann auch willentlich gegen Ende auf dem Kinosessel ausgeklinkt. Ein Bonuspunkt für Robert Englund. 3/10

    Happy End
    Durchschnittlicher Film, der im letzten Drittel an Fahrt aufnimmt. Zieht man das Budget in Betracht und den Faktor, dass es das Erstlingswerk eines Studenten ist, kann ich nur den Hut ziehen. Die kurze Q&A Session mit dem Macher am Ende war sehr interessant und gibt daher einen Bonuspunkt. Gut fand ich, dass er die Schwachstellen selbst genannt hat. 6/10

    The Secret Adventures Of Gustave Klopp
    Super Story, witzig erzählt und sympathische Charaktere. Hier hat alles gestimmt, nur wurde es gegen Ende etwas langsam und unspektakulär. Aber gerade daraus bezieht der Film seine Stärke. Eine schöne Idee wurde konsequent umgesetzt. Der normale Verlierertyp mausert sich zum Gewinnder, aber bleibt dabei normal und eben unspektakulär wie das Ende. 8/10

    Mortuary
    Gähn! Loser versucht in neuer Stadt Fuß zu fassen. Wohnt dummerweise auf einem Friedhofsgelände und da ist was nicht ganz in Ordnung. Wo die Zombies herkommen und was das mit dem Monster soll ist mir alles ziemlich egal. Das Ende ist das dämlichste das ganzen FFF! Viele Elemente aus „2001 Maniacs“ und „Boy Eats Girl“ finden sich wieder. Was hat Tobe Hooper sich dabei nur gedacht? Punkte gibt es nur für das gute erste Drittel und 2-3 der Darsteller. 2/10

    The Descent
    Nicht umsonst von fast jedem als das Highlight des Festivals empfohlen! Unglaublich spannend, beklemmend, brutal und blutig. Der Film ist nahezu perfekt und ich kann ihn nur jedem empfehlen. Bei der Kletterei in der Höhle kommt man sich so vor, als wäre man selbst dort unten! Auch das Ende ist klasse! 10/10

    The Crossing
    Gottseidank war der Film nicht ganz so wie „Misery“, was man nach dem Text im Programm hätte denken können. Ein bisschen mehr Sex hätte ich hier gerne mitgenommen. Da hatte ich mir auch (noch) mehr erwartet. Solide, mit guten Schauspielern und guter Atmosphäre. 7/10

    Vares: Private Eye
    Nach einer Woche Pause seit dem was ich gesehen habe, ist mir dieser Film interessanterweise am schwächsten in Erinnerung. Ich weiß aber noch, dass er durchschnittlich war - auf keinen Fall schlecht. 5/10

    Chronicles
    Hätte sich mit „Evilenko“ hervorragend als Double Feature geeignet. Nicht ganz so gut, aber ein wirklich empfehlenswerter Film mit guten Darstellern und glaubwürdiger Atmosphäre. Nur das Ende hat mir nicht so gut gefallen, obwohl es eigentlich nicht besser hätte sein können. Da bin ich wohl in die Happy-End-Erwartungs-Haltung-Falle des Durschnittskinokängers gekracht… 7/10

    Death Tunnel
    Der Trailer sah verdammt cool aus! Die Vorabinfos ließen allerdings nichts Gutes ahnen. Daher bin ich nur rein gegangen, weil ich mich nicht für „Arsene Lupin“ interessiert habe. Ich dachte, ich würde dem Film schon etwas abgewinnen können, das war ein großer Irrtum! Der Regisseur ist total untalentiert! Obwohl der Film sich mal nicht an die Regeln hält und gleich mit der eigentlich Handlung einsetzt und dabei auch lineare Erzählstrukturen bricht, ist der Streifen eine Zumutung. Wenn ich da schon an die Darsteller denke, ärgere ich mich, dass ich mir das angetan habe. Am schlimmsten wäre die hysterische Blonde mit dem Glasscherbe. Was ging die mir auf den Sack! Der Film lässt viele Fragen offen und ist nicht einmal am Ende in der Lage den Zuschauer zu befriedigen. Das gute ist, dass ich überhaupt nicht an der Beantwortung dieser Fragen interessiert bin! 0/10

    Dear Wend
    Der Abschlussfilm. Würdig? Schwierig! Es gab definitiv bessere Filme. „Dear Wendy“ war dennoch etwas Besonderes. Endlich mal eine Loser-Geschichte, die nicht nervt und darüber hinaus zufrieden stellt. Schön inszeniert und wirklich gute Darsteller. Auch die SFX waren klasse (Einschusswunden, Schusswinkel), aber als der Film vorbei war, fragte ich mir, was mir das nun alles sagen soll. Noch mal möchte ich ihn nicht sehen. Daher: 7/10



    Highlights:
    The Descent
    The Secret Adventures Of Gustave Klopp
    The Uncertain Guest
    Survive Style 5+
    The President’s Barber
    The Dark Hours
    The Big White
    Feed
    Satan’s Little Helper
    Freeze Frame
    Evilenko
    Too Fat Too Furious
    The Devil’s Rejects
    Evil Aliens
    Una De Zombis
    Sin City
    Kiss Kiss Bang Bang

    Lowlights:
    Death Tunnel
    Mortuary
    2001 Maniacs
    The Last Supper
    Casshern
    Some
    Man Thing


    Ich bin froh, dass ich alle 37 möglichen Filme sehen konnte. Dass nur 7 wirklich schlechte Filme dabei waren, ist wie ich finde ein guter Schnitt.


    Ob das wohl je jemand alles lesen wird? Der Text hier war für mich noch mal ein interessanter Rückblick auf das FFF 2005. Wird mir dabei helfen, mich zu entscheiden, welche Filme ich noch auf DVD brauche.


    Auf DVD möchte ich mir noch folgende Filme besorgen, die ich wegen des Timings nicht sehen konnte:

    Primer
    Blood And Bones
    Eyes Of Crystal
    Atomik Circus
    Matando Cabos
    Nina
    Puritan
    Hellevator
    Abnormal Beauty
    Reefer Madness


    Alles in Allem war das FFF in Frankfurt sehr gut organisiert. Vielen Dank auch für Poster, Klopapier und Pressehefte nach "Dear Wendy"! Allerdings waren die Übergangszeiten zum nächsten Film manchmal etwas knapp (besonders bei „Godzilla und „Empire Of The Wolves“). Schade war, dass Hellevator nicht gezeigt werden konnte. Was ich nicht so toll fand, war dass es relativ wenig Ansagen gab und diese oft nicht so besonders gut gemacht waren. In der richtigen Länge kann eine gute Ansage mit ein paar interessanten Infos nämlich zur Festival-Atmosphäre beitragen.
    Geändert von Turrican (24.08.05 um 17:14:52 Uhr)

  16. #256
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    AW: Fantasy Filmfest 2005 - Kurzreviews und Bewertungen

    also primer ist ganz schön harte kost. ich hab gemeint ich gönn mir mal die us dvd und habe den kauf bitter bereut. nicht das der film schlecht ist oder uninteressant. im gegenteil der film wirkt sehr durchdacht und sehr interessant. spannung ist durchaus vorhanden aber meine englisch-kenntnisse sind einfach zu bescheiden für diesen film. ich hab kaum verstanden um was es überhaupt geht und glaube das deutsche untertitel (oder von mir aus auch ne synchro) von vorteil währen.

  17. #257
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    Zitat Zitat von shadybunch
    also primer ist ganz schön harte kost. ich hab gemeint ich gönn mir mal die us dvd und habe den kauf bitter bereut. nicht das der film schlecht ist oder uninteressant. im gegenteil der film wirkt sehr durchdacht und sehr interessant. spannung ist durchaus vorhanden aber meine englisch-kenntnisse sind einfach zu bescheiden für diesen film. ich hab kaum verstanden um was es überhaupt geht und glaube das deutsche untertitel (oder von mir aus auch ne synchro) von vorteil währen.

    Hallo

    aber die dvd hat englische subs und das hat mir schon geholfen.
    Den Film kann ich empfehlen, ein kleines Meisterwerk.

    Grüsse

    Harry D.

  18. #258
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    AW: Fantasy Filmfest 2005 - Kurzreviews und Bewertungen

    Nun mal zu den Filmen von Sonntag:

    Atomik Circus
    Hab bei dem Film ganz vergessen dass es sich um einen Franzosen handelt, insofern war ich ziemlich überrascht als da plötzlich englische Untertitel auftauchten. Der Film selbst lässt sich am besten mit einem einzigen Wort beschreiben: durchgeknallt!
    Ein Comedy-SciFi-Musical-Splatter Cocktail aus Frankreich, dass sagt glaube ich schon alles. Der Film hat anfangs ein dermaßen hohes Tempo, dass z.T. schon schwierig war, die Übersicht zu behalten, was jetzt allerdings nicht negativ gemeint ist. Leider hält der Film dieses Tempo nicht die ganze Distanz aufrecht und so verflacht Atomic Circus mit zunehmender Laufzeit. Das Ende ist dann wieder sehr turbulent, und die Schlussseqeunz sehr gewöhnungsbedürftig. Auf jeden Fall ein netter Partyfilm, kaum zu glauben dass soetwas aus Frankreich kommt. 6,5/10

    Dead Meat
    Weil uns Duplicity nicht so sehr interessiert hat sind wir hier rein - wären wir doch besser in den ersteren gegangen. Aber so durften wir uns 80 Minuten lang an diletantischen Splatterszenen, unfreiwilliger Komik und gähnender Langeweile erfreuen. Mein Fazit: Wenn man kein Geld hat, sollte man es lieber ganz lassen. Das klingt vielleicht drastisch, spiegelt aber meine Gedanken während des Films wider. Einzig die Landschaftsaufnahmen waren schön, und ein paar (sehr) wenige nette Einfälle hatte der Film dann doch noch zu bieten. 3/10

    A Bittesweet Life
    Dieser Film hätte auch durchaus von John Woo sein können, es hat nur noch das beidhändige Schießen und die weiße Taube gefehlt. Jedenfalls habe ich lange keinen so bleihaltigen, straighten und blutigen Actionfilm gesehen. Sicherlich ist die Story simpel, und von Oldboy ist der Film genauso weit entfernt wie Sonne und Mond. Aber er ist spannend, ******* und zelebriert das Töten so wie es eben die Werke eines Woos/ Chow Yun Fats vor langer Zeit taten. Mir hat der Film sehr gefallen. 8/10

    Evil Aliens
    Zum Abschluss des Sonntags kam noch mal eine Fun-Splatter Attacke aus Great Britain auf uns zu, und diese hielt zumindest teilweise, was sie verprach. Comedy meets Splatter: gute und schlechte Gags hielten sich die Waage, nebenher gabs etliche gutgemachte Goreszenen. Vor allem die Mähdrescherszene sollte wohl sowas wie eine inoffzielle Homage an Braindead sein. Lustig war sie allemal. Weniger hingegen die untalentierten Darsteller, aber das spielt bei Filmen dieser Art ja eh eine untergeordnete Rolle. Vielleicht werde ich auch einfach zu Alt für solche Filme, jedenfalls war ich weder begeistert noch enttäuscht von Evil Aliens. 6/10

  19. #259
    Birnenpflücker
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  20. #260
    Birnenpflücker
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