Cinefacts

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  1. #41
    I'm Tromatized!!!!
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    AW: HDDVD + Bluray und der Kopierschutz

    Zitat Zitat von Rigby Reardon
    Irgendwie erinnert mich die ganze Hysterie an die Produktaktivierung von Windows XP. Bei der Einfuehrung war das Geschrei gross, heute kraeht kein Hahn mehr danach ...
    Das glaubst aber auch nur du Das funktioniert auch ohne immernoch ganz gut, aber das ist ein anderes Thema.

  2. #42
    Fortschrittsoptimist
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    AW: HDDVD + Bluray und der Kopierschutz

    Zitat Zitat von Rigby Reardon
    Was genau wird denn in, sagen wir, 5 Jahren an HDCP noch stoeren? Bis dahin werden praktisch alle HD-faehigen Geraete sowie PC-Grafikkarten, Monitore etc. es beherrschen, und der Anwender wird genau gar nichts davon merken.
    Inkompatibilitäten sind doch nur ein kleiner Teil des Problems. Es geht hier doch wohl eher darum, dass die Rechte der Nutzers drastisch eingeschränkt werden. Und wenn sich dieses HDCP und AACS Zeug erstmal hinreichend ausgebreitet hat, dann ist es für die FI leichter, dem Nutzer die Pistole auf die Brust zu setzen, wenn die Gängelung plötzlich zunimmt. Denn wer ist schon bereit, teuer erworbenes Equipment einfach so ungenutzt verstauben zu lassen? Würde die FI auf eine solche "Schonfrist" verzichten, würde keiner ihren HD-Kram kaufen und das ist ja nicht in ihrem Interesse. Also, erst Abhängigkeiten schaffen und dann die "Zügel anziehen" lautet die Devise offenbar

  3. #43
    Tongue Shaver
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    AW: HDDVD + Bluray und der Kopierschutz

    Zitat Zitat von bimmel
    Inkompatibilitäten sind doch nur ein kleiner Teil des Problems. Es geht hier doch wohl eher darum, dass die Rechte der Nutzers drastisch eingeschränkt werden.
    Welche Rechte werden denn genau eingeschraenkt?

  4. #44
    Fortschrittsoptimist
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    AW: HDDVD + Bluray und der Kopierschutz

    Zitat Zitat von Rigby Reardon
    Welche Rechte werden denn genau eingeschraenkt?
    Nun, hauptsächlich wird die freie Verfügungsgewalt über die (HD- )DVD und die Abspiel-/Aufzeichnungsgeräte, welche sich im Eigentum von Privatleuten befinden, eingeschränkt. Das betrifft einerseits die vielzitierte Privatkopie, die entweder nur unter Einschränkungen, z.b. begrenzte Abspielbarkeit, oder überhaupt nicht mehr möglich ist. Darüber hinaus ist es technisch möglich, das man sich vor Abspielen einer DVD, via Internetanschluss am Player, identifizieren muss (Medium und Player haben imho eindeutige IDs). Neben der Verfügbarkeit eines entsprechenden Anschlusses, stellt sich auch die Frage, was passiert, wenn der zuständige Server ausfällt oder abgeschaltet wird. Weiterhin werden (soweit ich das korrekt verstanden hab) über die Medien sog. Blacklists verteilt. Kommt der FI nun zu Ohren, das eine AACS-Komponente (z.b. Decoderchip im Player oder HDCP-Chip im Ausgabegerät) "korrumpiert" wurde, können die entsprechenden Geräte, durch eben diese Blacklists, gesperrt werden. Die Sperrung kann nur neue Medien betreffen, es ist aber auch denkbar (wenn auch aus rechtlichen Gründen zweifelhaft), das die Geräte für immer stillgelegt werden. Dabei befinden sich die Gründe für so eine Sperrung außerhalb der Kontrolle des Nutzers.
    Dieses "Schutzsystem" verschlüsselt auch freie Inhalte (z.b. Fernsehausstrahlungen), die z.b. auf HD-Rohlingen aufgezeichnet werden und entzieht sie damit der uneingeschränkten Verfügbarkeit durch den Nutzer.
    Zur weiteren Info: Klick1 und Klick2

  5. #45
    Tongue Shaver
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    AW: HDDVD + Bluray und der Kopierschutz

    Zitat Zitat von bimmel
    Nun, hauptsächlich wird die freie Verfügungsgewalt über die (HD- )DVD und die Abspiel-/Aufzeichnungsgeräte, welche sich im Eigentum von Privatleuten befinden, eingeschränkt. Das betrifft einerseits die vielzitierte Privatkopie, die entweder nur unter Einschränkungen, z.b. begrenzte Abspielbarkeit, oder überhaupt nicht mehr möglich ist.
    Das ist bei DVD auch schon so. Daß der CSS-Schutz sich mit (in Deutschland nicht legalen) technischen Mitteln umgehen läßt, hat damit erstmal nichts zu tun (und wird möglicherweise bei den neuen Medien auch irgendwann der Fall sein).

    Darüber hinaus ist es technisch möglich, das man sich vor Abspielen einer DVD, via Internetanschluss am Player, identifizieren muss (Medium und Player haben imho eindeutige IDs).
    Ok. Das lasse ich gelten und fände es auch extrem abstoßend. Kann mir allerdings nicht vorstellen, daß das kommt.

    Weiterhin werden (soweit ich das korrekt verstanden hab) über die Medien sog. Blacklists verteilt. Kommt der FI nun zu Ohren, das eine AACS-Komponente (z.b. Decoderchip im Player oder HDCP-Chip im Ausgabegerät) "korrumpiert" wurde, können die entsprechenden Geräte, durch eben diese Blacklists, gesperrt werden. Die Sperrung kann nur neue Medien betreffen, es ist aber auch denkbar (wenn auch aus rechtlichen Gründen zweifelhaft), das die Geräte für immer stillgelegt werden.
    Wie Du schon sagst, rechtlich zweifelhaft. Vergleichbares kann theoretisch auch jedwede Anwendungssoftware mit Deinem PC machen. Daraus ergibt sich aber keine "Einschränkung von Rechten". Diese technische Möglichkeit dürfte hauptsächlich auf Software-Player auf PCs abzielen, was ja bekanntlich der erste Angriffspunkt zum Knacken von CSS war. Wenn so etwas passiert, wird es für legale Anwender Updates geben.

    Dabei befinden sich die Gründe für so eine Sperrung außerhalb der Kontrolle des Nutzers.
    Dieses "Schutzsystem" verschlüsselt auch freie Inhalte (z.b. Fernsehausstrahlungen), die z.b. auf HD-Rohlingen aufgezeichnet werden und entzieht sie damit der uneingeschränkten Verfügbarkeit durch den Nutzer.
    Wie kommst Du darauf, daß Fernsehausstrahlungen generell "freie Inhalte" seien? Ob verschlüsselt wird oder nicht hängt doch allein vom Anbieter ab. Das ist heute auch nicht anders (siehe z.B. Pay-TV). Im übrigen ist mir nicht ganz klar, was Fernsehausstrahlungen mit AACS zu tun haben sollen. Es wird sicherlich möglich sein, unverschlüsselt vorliegende Inhalte ebenso unverschlüsselt auf HD-Medien abzulegen.

  6. #46
    Fortschrittsoptimist
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    AW: HDDVD + Bluray und der Kopierschutz

    Zitat Zitat von Rigby Reardon
    Das ist bei DVD auch schon so. Daß der CSS-Schutz sich mit (in Deutschland nicht legalen) technischen Mitteln umgehen läßt, hat damit erstmal nichts zu tun (und wird möglicherweise bei den neuen Medien auch irgendwann der Fall sein).
    Gerade das macht die Sache nicht besser, sondern schlimmer. Sicher wird AACS eines Tages überwunden werden, kein Kopierschutz ist unknackbar. Da AACS jedoch wesentlich leistungsfähiger und damit sicherer ist, werden das wohl nur die "Profis" (aka kommerzielle Raubkopierer) schaffen. Unterm Strich bedeutet das: Otto-Normalverbraucher muß sich krumm legen und sich dem Kopierschutz anpassen, indem er z.b. passende Hardware beschafft, während professionelle Raubkopierer munter weiter brennen. Nur um das klar zu stellen: Ich finde es o.k., wenn die FI ihre Urheberrechte schützt. Nur wenn das auf Kosten des Kunden passiert, bin ich skeptisch, vor allem da ich die Behauptungen der FI bezgl. der Schäden durch Raubkopierer für stark übertrieben halte.

    Zitat Zitat von Rigby Reardon
    Ok. Das lasse ich gelten und fände es auch extrem abstoßend. Kann mir allerdings nicht vorstellen, daß das kommt.
    Nun, ich will den Teufel natürlich nicht an die Wand malen, aber sich von vornherein darauf zu verlassen, dass es "schon nicht so schlimm wird", halte ich für kurzsichtig. Berücksichtigt man die akute Paranoia, die momentan offenbar in den Reihen der FI wütet, dann halte ich es für wahrscheinlich, dass diese den maximalen "Schutz" realisieren wird, der machbar ist. Und diese I-net Identifikation gehört nun mal dazu.

    Zitat Zitat von Rigby Reardon
    Wie Du schon sagst, rechtlich zweifelhaft. Vergleichbares kann theoretisch auch jedwede Anwendungssoftware mit Deinem PC machen. Daraus ergibt sich aber keine "Einschränkung von Rechten". Diese technische Möglichkeit dürfte hauptsächlich auf Software-Player auf PCs abzielen, was ja bekanntlich der erste Angriffspunkt zum Knacken von CSS war. Wenn so etwas passiert, wird es für legale Anwender Updates geben.
    Hmmm, ich versteh nicht ganz, wieso das keine Einschränkung von Rechten sein soll. Jemand knackt den Code deines Players, die FI kriegt Wind davon und schwupps kannst du keine neuen Medien mehr auslesen. Das die Hardware komplett gesperrt wird ist in der Tat fragwürdig, aber das du keine neuen Filme mehr ansehen kannst, war ja bei CSS schon Praxis und offenbar rechtlich wasserdicht. Für mich ist das eindeutig eine Einschränkung. Und das diese Maßnahme nur bei Software-Playern angewandt wird, halte ich schlicht für unrealistisch. Nirgendwo wird diese Einschränkung erwähnt, warum auch? Warum sollte die FI für teures Geld einen solches "Schutzsystem" entwickeln, um es dann in Stand-alone-Playern nur eingeschränkt zu benutzen? Da die meisten DVD Besitzer ihre Filme wohl eher auf solchen Playern als am PC schauen, wäre das ja ein verlockendes Einfalltor für Raubkopierer. So doof ist selbst die FI nicht . Und bei Stand-alone Geräten ist ein Update ohne weiteres nicht möglich, da die Codes fest verbaut sind. Daher müßten die Decoder-Chips ausgetauscht werden, was bei der heutigen, integrierten, reparaturunfreundlichen Bauweise wohl bedeutet, dass ein neues Gerät her muß.
    Und selbst wenn diese Maßnahme nur für Software-Player gelten würde, wäre ein Update imho nicht immer problemlos möglich. Denn es könnten ja nicht nur die Codes für die Entschlüsselung der Inhalte auf den Medien geknackt werden. Ein findiger Hacker könnte möglicherweise die verschlüsselten internen Kommunikationswege knacken. Eine solche Verschlüsselung (z.b. in Gestalt eines speziellen PCI-Express-Datenbusses) wäre für eine Wiedergabe am PC notwendig, da sonst die Inhalte im System unverschlüsselt abgefangen werden könnten. Und diese wird imho ebenfalls hardwareseitig verbaut sein. Also ist ein einfaches Update nach Sperrung derselben nicht so einfach (wenn nicht gar unmöglich). Und dann? Neues Board kaufen ?

    Zitat Zitat von Rigby Reardon
    Wie kommst Du darauf, daß Fernsehausstrahlungen generell "freie Inhalte" seien? Ob verschlüsselt wird oder nicht hängt doch allein vom Anbieter ab. Das ist heute auch nicht anders (siehe z.B. Pay-TV). Im übrigen ist mir nicht ganz klar, was Fernsehausstrahlungen mit AACS zu tun haben sollen. Es wird sicherlich möglich sein, unverschlüsselt vorliegende Inhalte ebenso unverschlüsselt auf HD-Medien abzulegen.
    Ich hab nicht gesagt, dass Fernsehausstrahlungen generell freie Inhalte darstellen. Aber wenn ich für die öffentlich-rechtlichen GEZ zahle, und bei den Privaten massenhaft Werbung schaue (bei gleichzeitig bescheidenem Programm), dann sind das imho freie Inhalte, über die ich (rein privat natürlich) verfügen kann. Es geht aber nicht nur allein um Fersehausstrahlungen. Alles, was vorher (in welcher Form auch immer) unverschlüsselt vorlag, wird mit dem AACS-Schutz "bearbeitet", sobald eine Aufnahme auf einem entsprechenden AACS-konformen Gerät gestartet wird. Und "sicher" ist es ganz bestimmt nicht, dass es eine Möglichkeit der unverschlüsselten Aufnahme gibt. Eines Tages wird es vorwiegend nur noch HD-TV geben. Wenn die Sender dann irgendwelche Filme bringen, könnten die ja unverschlüsselt aufgezeichnet werden und das will die FI natürlich verhindern. Klingt vielleicht etwas weit hergeholt, aber es scheint imho der Wunsch der FI zu sein, dass keine ihrer Produktionen zu keinem Zeitpunkt das AACS-System verlassen können und sich so ihrer (totalen) Kontrolle entziehen könnten.

    Ich behaupte nicht, dass alle diese Dinge eintreten werden, aber die technischen Vorraussetzungen sind durch AACS gegeben. Und das meine "Freiheiten" und der "Benutzer-Komfort" vom Wohlwollen der FI abhängen soll, finde ich mehr als unbehaglich. Denn diese Leute sind ja primär an meinem Geld interessiert, und wenn sie in ihrem Wahn glauben, dass eventuelle Mindereinnahmen ausschließlich durch die pösen Raubkopierer verursacht werden (an der Qualität der VÖ liegt es natürlich nicht), ist es imho selbstverständlich, dass AACS maximal ausgenutzt wird. Vor allem dann, wenn die entsprechende "HD-Infrastruktur" bereits einen gewissen Verbreitungsgrad erreicht hat. Denn dann werden sich die Meisten wohl kaum mehr von ihrer teuren HD-Ausrüstung trennen wollen, auch weil sie sich daran bereits zu sehr gewöhnt haben, und die Gängelung zähneknirschend hinnehmen. Deshalb wird es anfänglich auch eine "Schonfrist" geben. Aber ob diese "Schonzeit" von Dauer ist, oder eines Tages ein jähes Ende findet, hängt eben ganz allein von den "Bossen" der FI ab. Und diese (quasi totale) Abhängigkeit lehne ich nunmal ab.

  7. #47
    Tongue Shaver
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    AW: HDDVD + Bluray und der Kopierschutz

    Zitat Zitat von bimmel
    Gerade das macht die Sache nicht besser, sondern schlimmer. Sicher wird AACS eines Tages überwunden werden, kein Kopierschutz ist unknackbar. Da AACS jedoch wesentlich leistungsfähiger und damit sicherer ist, werden das wohl nur die "Profis" (aka kommerzielle Raubkopierer) schaffen. Unterm Strich bedeutet das: Otto-Normalverbraucher muß sich krumm legen und sich dem Kopierschutz anpassen,
    Wieso "muß"? Wer zwingt den Verbraucher denn, DVDs zu kopieren? Eine Erhöhung der technischen Hürden ist keine Einschränkung von Rechten. Letztlich ist das doch nur Anspruchsdenken, das durch das Knacken der DVD entstanden ist. Ich kann mich jedenfalls aus der Anfangszeit der DVD an keine Boykottaufrufe wegen CSS erinnern.

    indem er z.b. passende Hardware beschafft, während professionelle Raubkopierer munter weiter brennen. Nur um das klar zu stellen: Ich finde es o.k., wenn die FI ihre Urheberrechte schützt. Nur wenn das auf Kosten des Kunden passiert, bin ich skeptisch, vor allem da ich die Behauptungen der FI bezgl. der Schäden durch Raubkopierer für stark übertrieben halte.
    Vielleicht. Aber für mich steht außer Frage, daß flächendeckendes Kopieren, wie es mittlerweile bei DVDs üblich ist, zu erheblichen Gewinneinbußen führt. Natürlich leidet letztendlich der ehrliche Kunde, aber ist das wirklich ausschließlich die Schuld der Anbieter oder könnten vielleicht auch die Kopierer einen klitzekleinen Anteil haben?

    Nun, ich will den Teufel natürlich nicht an die Wand malen, aber sich von vornherein darauf zu verlassen, dass es "schon nicht so schlimm wird", halte ich für kurzsichtig. Berücksichtigt man die akute Paranoia, die momentan offenbar in den Reihen der FI wütet, dann halte ich es für wahrscheinlich, dass diese den maximalen "Schutz" realisieren wird, der machbar ist.
    Es gibt keine Verschwörung in der Industrie. Es gibt höchstens schlecht informierte Executives und einen (legitimen) Drang nach Gewinnmaximierung. Früher oder später wird der Markt von selbst ein Gleichgewicht zwischen Wirsamkeit des Schutzes und Zufriedenheit der Kunden herstellen.

    Hmmm, ich versteh nicht ganz, wieso das keine Einschränkung von Rechten sein soll. Jemand knackt den Code deines Players, die FI kriegt Wind davon und schwupps kannst du keine neuen Medien mehr auslesen. Das die Hardware komplett gesperrt wird ist in der Tat fragwürdig, aber das du keine neuen Filme mehr ansehen kannst, war ja bei CSS schon Praxis und offenbar rechtlich wasserdicht.
    Kannst Du ein Beispiel nennen, wo mittels CSS eine wesentliche Anzahl von Playern unwiederruflich ausgesperrt wurde?

    Für mich ist das eindeutig eine Einschränkung. Und das diese Maßnahme nur bei Software-Playern angewandt wird, halte ich schlicht für unrealistisch. Nirgendwo wird diese Einschränkung erwähnt, warum auch? Warum sollte die FI für teures Geld einen solches "Schutzsystem" entwickeln, um es dann in Stand-alone-Playern nur eingeschränkt zu benutzen?
    Ganz einfach wegen der rechtlichen Folgen. Hardware-Player kann man nicht so einfach in großer Zahl updaten, Software-Player dagegen schon. Zudem sind Hardware-Player besser gegen Auslesen von Keys etc. schützbar, weshalb dieser Fall wesentlich unwahrscheinicher ist.

    Ich nenne noch einmal das Beispiel PC-Software. Prinzipiell könnte solche Software, wenn sie beispielsweise eine Raubkopie feststellt, einfach Deinen PC unbrauchbar machen. Folgt aus der technischen Möglichkeit schon, daß die Software-Industrie Deine Rechte in dieser Weise einschränkt?

    Da die meisten DVD Besitzer ihre Filme wohl eher auf solchen Playern als am PC schauen, wäre das ja ein verlockendes Einfalltor für Raubkopierer. So doof ist selbst die FI nicht . Und bei Stand-alone Geräten ist ein Update ohne weiteres nicht möglich, da die Codes fest verbaut sind.
    Genau das soll nach meinem Verständnis nicht der Fall sein. Die Keys werden offenbar in gesichertem Flash-Memory abgelegt (nur deshalb können sie ja per über HDDVD/BD ergänzt werden).

    Daher müßten die Decoder-Chips ausgetauscht werden, was bei der heutigen, integrierten, reparaturunfreundlichen Bauweise wohl bedeutet, dass ein neues Gerät her muß.
    Und selbst wenn diese Maßnahme nur für Software-Player gelten würde, wäre ein Update imho nicht immer problemlos möglich. Denn es könnten ja nicht nur die Codes für die Entschlüsselung der Inhalte auf den Medien geknackt werden. Ein findiger Hacker könnte möglicherweise die verschlüsselten internen Kommunikationswege knacken. Eine solche Verschlüsselung (z.b. in Gestalt eines speziellen PCI-Express-Datenbusses) wäre für eine Wiedergabe am PC notwendig, da sonst die Inhalte im System unverschlüsselt abgefangen werden könnten. Und diese wird imho ebenfalls hardwareseitig verbaut sein. Also ist ein einfaches Update nach Sperrung derselben nicht so einfach (wenn nicht gar unmöglich). Und dann? Neues Board kaufen ?
    Man kann sich alles mögliche vorstellen ...

    Ich hab nicht gesagt, dass Fernsehausstrahlungen generell freie Inhalte darstellen. Aber wenn ich für die öffentlich-rechtlichen GEZ zahle, und bei den Privaten massenhaft Werbung schaue (bei gleichzeitig bescheidenem Programm), dann sind das imho freie Inhalte, über die ich (rein privat natürlich) verfügen kann. Es geht aber nicht nur allein um Fersehausstrahlungen. Alles, was vorher (in welcher Form auch immer) unverschlüsselt vorlag, wird mit dem AACS-Schutz "bearbeitet", sobald eine Aufnahme auf einem entsprechenden AACS-konformen Gerät gestartet wird.
    Verstehe ich nicht. AACS ist m.W. ausschließlich für HDDVD und BD und hat überhaupt nichts mit Fernsehausstrahlungen oder sonstigen Medien zu tun.

    Und "sicher" ist es ganz bestimmt nicht, dass es eine Möglichkeit der unverschlüsselten Aufnahme gibt. Eines Tages wird es vorwiegend nur noch HD-TV geben. Wenn die Sender dann irgendwelche Filme bringen, könnten die ja unverschlüsselt aufgezeichnet werden und das will die FI natürlich verhindern. Klingt vielleicht etwas weit hergeholt, aber es scheint imho der Wunsch der FI zu sein, dass keine ihrer Produktionen zu keinem Zeitpunkt das AACS-System verlassen können und sich so ihrer (totalen) Kontrolle entziehen könnten.
    Was die Industrie vor allem verhindern will, ist verlustloses kopieren, weil das erst die massenhafte Weiterverbreitung ermöglicht. Du wirst ohne weiteres auch HDTV-Ausstrahlungen beispielsweise analog per DVD-Rekorder aufnehmen können, mit genau derselben Qualität, die Du heute auch hast .

    Denn diese Leute sind ja primär an meinem Geld interessiert, und wenn sie in ihrem Wahn glauben, dass eventuelle Mindereinnahmen ausschließlich durch die pösen Raubkopierer verursacht werden (an der Qualität der VÖ liegt es natürlich nicht), ist es imho selbstverständlich, dass AACS maximal ausgenutzt wird.
    Nichts wird so heiß gegessen wie gekocht. Das hat gerade das aktuelle Zurückrudern bzgl. HDCP wieder gezeigt.

  8. #48
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    AW: HDDVD + Bluray und der Kopierschutz

    Zitat Zitat von Rigby Reardon
    Wie Du schon sagst, rechtlich zweifelhaft. Vergleichbares kann theoretisch auch jedwede Anwendungssoftware mit Deinem PC machen. Daraus ergibt sich aber keine "Einschränkung von Rechten". Diese technische Möglichkeit dürfte hauptsächlich auf Software-Player auf PCs abzielen, was ja bekanntlich der erste Angriffspunkt zum Knacken von CSS war. Wenn so etwas passiert, wird es für legale Anwender Updates geben.
    Das bezieht sich sehr wohl auch auf Hardware-Player. Wenn z.B. es irgendeiner irgendwie schafft, daß HD Signal irgendwo im Player undgeschützt abzugreifen gilt das Gerät als unsicher und wird gesperrt - egal wie groß der Aufwand für die Modifikation ist. Dann will ich mal sehen, wie du dein 1000.-EUR Gerät lächelnd in die Tonne wirfst. Bestimmt hast du große Chancen, die FI auf Schadenersatz zu verklagen....

    Update ist übrigens nicht, da der entschlüsselungs-Key natürlich "sicher" abgelegt sein muß und daher wohl nicht per Firmware-Update verändert werden kann/darf.

    Zitat Zitat von Rigby Reardon
    Wie kommst Du darauf, daß Fernsehausstrahlungen generell "freie Inhalte" seien? Ob verschlüsselt wird oder nicht hängt doch allein vom Anbieter ab. Das ist heute auch nicht anders (siehe z.B. Pay-TV). Im übrigen ist mir nicht ganz klar, was Fernsehausstrahlungen mit AACS zu tun haben sollen. Es wird sicherlich möglich sein, unverschlüsselt vorliegende Inhalte ebenso unverschlüsselt auf HD-Medien abzulegen.
    Nein, HD-Recorder müssen die Aufnahmen (auch von unverschlüsselten Sendern!!!) verschlüsselt ablegen und Player dürfen unverschlüsselte Video-HD-Medien gar nicht abspielen, also nützt es auch nix, die Medien am PC zu beschreiben. So jedenfalls war das mal geplant und ich denke nicht, daß sich das geändert hat.

  9. #49
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    AW: HDDVD + Bluray und der Kopierschutz

    Zitat Zitat von Rigby Reardon
    Wieso "muß"? Wer zwingt den Verbraucher denn, DVDs zu kopieren? Eine Erhöhung der technischen Hürden ist keine Einschränkung von Rechten. Letztlich ist das doch nur Anspruchsdenken, das durch das Knacken der DVD entstanden ist. Ich kann mich jedenfalls aus der Anfangszeit der DVD an keine Boykottaufrufe wegen CSS erinnern.
    Weil zu der Zeit kaum einer DVDs hatte. Die meisten User hielten VHS noch für das Maß aller Dinge. DVD hat sich erst lange nachdem CSS geknackt war durchgesetzt. Auch war es damals noch nicht üblich, PCs von Nutzern lahmzulegen nur weil man (bzw die FI/MI) grade Lust dazu hat. Daher hat keiner gefragt, was dahinter steht so lange es geht. Heute weiß man, wohin es führt, wenn man der MI/FI nach beliebten das Ruder überlässt.

    Zitat Zitat von Rigby Reardon
    Was die Industrie vor allem verhindern will, ist verlustloses kopieren, weil das erst die massenhafte Weiterverbreitung ermöglicht. Du wirst ohne weiteres auch HDTV-Ausstrahlungen beispielsweise analog per DVD-Rekorder aufnehmen können, mit genau derselben Qualität, die Du heute auch hast .
    Dann bräuchte man die analogen Ausgänge ja nicht zwangsweise abschalten. Da kommt es immer zu einem Verlust und alleine das HD Signal von analog wieder zu digitalisieren wird ziemlich schwer. Ich glaube kaum, daß es auf absehbare Zeit bezahlbare und gute HD Capture Karten geben wird. Warum auch, normal ist alles was HD ist eh digital (für den Endverbraucher jedenfalls).

  10. #50
    Tongue Shaver
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    AW: HDDVD + Bluray und der Kopierschutz

    Zitat Zitat von Sven Eric Neuz
    Das bezieht sich sehr wohl auch auf Hardware-Player. Wenn z.B. es irgendeiner irgendwie schafft, daß HD Signal irgendwo im Player undgeschützt abzugreifen gilt das Gerät als unsicher und wird gesperrt - egal wie groß der Aufwand für die Modifikation ist. Dann will ich mal sehen, wie du dein 1000.-EUR Gerät lächelnd in die Tonne wirfst. Bestimmt hast du große Chancen, die FI auf Schadenersatz zu verklagen....
    Das ist doch an den Haaren herbeigezogener Blödsinn. Selbstverständlich könnte man klagen, wenn die Funktionalität der Geräte beeinträchtigt würde, und das wissen die Hersteller auch. Du brauchst Dir ja nur die Klagewelle anzusehen, die über Sony BMG wegen dem Rootkit hereingebrochen ist.

    Update ist übrigens nicht, da der entschlüsselungs-Key natürlich "sicher" abgelegt sein muß und daher wohl nicht per Firmware-Update verändert werden kann/darf.
    So so. Und wie ist es dann möglich, daß per Medium die Keys upgedatet werden?

    Nein, HD-Recorder müssen die Aufnahmen (auch von unverschlüsselten Sendern!!!) verschlüsselt ablegen und Player dürfen unverschlüsselte Video-HD-Medien gar nicht abspielen, also nützt es auch nix, die Medien am PC zu beschreiben. So jedenfalls war das mal geplant und ich denke nicht, daß sich das geändert hat.
    Quelle?

  11. #51
    Tongue Shaver
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    AW: HDDVD + Bluray und der Kopierschutz

    Zitat Zitat von Sven Eric Neuz
    Weil zu der Zeit kaum einer DVDs hatte. Die meisten User hielten VHS noch für das Maß aller Dinge. DVD hat sich erst lange nachdem CSS geknackt war durchgesetzt.
    Heute hat niemand HDDVD oder BD. Und trotzdem ist das Geschrei schon groß. BTW, ich hatte bei Erscheinen von DeCSS bereits eine dreistellige Anzahl von DVDs, und ich war bestimmt nicht der einzige.

    Auch war es damals noch nicht üblich, PCs von Nutzern lahmzulegen nur weil man (bzw die FI/MI) grade Lust dazu hat.
    Und heute ist das üblich?

    Dann bräuchte man die analogen Ausgänge ja nicht zwangsweise abschalten. Da kommt es immer zu einem Verlust und alleine das HD Signal von analog wieder zu digitalisieren wird ziemlich schwer.
    Lies mal die News. Die analogen Ausgänge werden voraussichtlich erst ab 2013 abgeschaltet. Ich bezweifle sehr, daß das dann noch jemanden interessiert.

  12. #52
    SEH
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    AW: HDDVD + Bluray und der Kopierschutz

    Zitat Zitat von Rigby Reardon
    So so. Und wie ist es dann möglich, daß per Medium die Keys upgedatet werden?
    Werden sie nicht.

  13. #53
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    AW: HDDVD + Bluray und der Kopierschutz

    Zitat Zitat von Rigby Reardon
    Wieso "muß"? Wer zwingt den Verbraucher denn, DVDs zu kopieren? Eine Erhöhung der technischen Hürden ist keine Einschränkung von Rechten. Letztlich ist das doch nur Anspruchsdenken, das durch das Knacken der DVD entstanden ist.
    Du musst mich schon vollständig zitieren. Ich sagte:
    Zitat Zitat von bimmel
    ...Otto-Normalverbraucher muß sich krumm legen und sich dem Kopierschutz anpassen, indem er z.b. passende Hardware beschafft...
    Das "Krumlegen" bezog sich auf den Aufwand, den der Verbraucher hat, damit die FI ihren Kopierschutz durchsetzen kann. Das bezog sich nicht auf das Kopieren von Medien, was ja sowieso illegal wäre, da ein Kopierschutz umgangen würde (gleich welcher Art).

    Zitat Zitat von Rigby Reardon
    Ich kann mich jedenfalls aus der Anfangszeit der DVD an keine Boykottaufrufe wegen CSS erinnern.
    Das lag hauptsächlich daran, dass CSS faktisch zu keinem Zeitpunkt ein ernstzunehmender Kopierschutz war und sehr schnell geknackt wurde. Außerdem war die DVD bei weitem noch nicht so verbreitet wie heute.

    Zitat Zitat von Rigby Reardon
    Vielleicht. Aber für mich steht außer Frage, daß flächendeckendes Kopieren, wie es mittlerweile bei DVDs üblich ist, zu erheblichen Gewinneinbußen führt. Natürlich leidet letztendlich der ehrliche Kunde, aber ist das wirklich ausschließlich die Schuld der Anbieter oder könnten vielleicht auch die Kopierer einen klitzekleinen Anteil haben?
    Natürlich haben die Kopierer einen Anteil an der Problematik. Trotzdem stehen imho die "Abwehrmaßnahmen" der FI in keinem Verhältnis zur tatsächlichen Bedrohung. Außerdem hat der ehrliche Kunde doch auch keine Schuld daran, dass es schwarze Schafe gibt. Ich weiß, dass es schwierig ist, ein für alle Seiten akzeptablen Kompromiss zu finden, nur ist die FI imho diesmal übers Ziel hinausgeschossen. Und dem Kunden nun ein derart verdongeltes System aufs Auge drücken zu wollen, halte ich für kontraproduktiv, da zukünftige Raubkopien dadurch noch attraktiver werden könnten.

    Zitat Zitat von Rigby Reardon
    Es gibt keine Verschwörung in der Industrie. Es gibt höchstens schlecht informierte Executives und einen (legitimen) Drang nach Gewinnmaximierung. Früher oder später wird der Markt von selbst ein Gleichgewicht zwischen Wirsamkeit des Schutzes und Zufriedenheit der Kunden herstellen.
    Mag sein. Nur wie wird diese Gleichgewicht aussehen. Wenn die Technologie sich erstmal hinreichend ausgebreitet hat, und die FI eine "Monopolstellung" bezgl. der HD-Technologie (und der damit verbunden Schutzsysteme) hat, ist die Hürde für einen Verzicht des Konsumenten (mangels "Alternativen") ziemlich hoch. Daher ist anzunehmen, dass dieser mögl. Einschränkungen hinnimmt. Oder würdest du auf das Fernsehen verzichten(vorrausgesetzt es läuft nicht sowieso nur Schrott), wenn plötzlich alle Kanäle verschlüsselt würden (wie bei Premiere)?

    Zitat Zitat von Rigby Reardon
    Kannst Du ein Beispiel nennen, wo mittels CSS eine wesentliche Anzahl von Playern unwiederruflich ausgesperrt wurde?
    Nein, aber das hat einen einfachen Grund: Bereits am 30. Oktober 1999 wurde eine Liste mit sämtlichen Player-Keys ins Netz gestellt. Damit waren alle Player kompromimittiert. Und einfach alle Player abzuschalten, wäre wirtschaftlicher Selbstmord gewesen.

    Zitat Zitat von Rigby Reardon
    Ich nenne noch einmal das Beispiel PC-Software. Prinzipiell könnte solche Software, wenn sie beispielsweise eine Raubkopie feststellt, einfach Deinen PC unbrauchbar machen. Folgt aus der technischen Möglichkeit schon, daß die Software-Industrie Deine Rechte in dieser Weise einschränkt?
    Es geht ja nicht darum, dass das Gerät unbrauchbar wird wenn eine Raubkopie festgestellt wird. Es geht vielmehr darum, dass deine Hardware in ihrer Funktionsfähigkeit beeinträchtigt wird, weil irgendeine Person die Sicherheitssysteme eines Gerätes geknackt hat, welches vom selben Typ/Hersteller ist wie deines (also die gleichen Device-Keys hat). Und das ist imho eine Einschränkung meines Rechts auf eine funktionsfähige Ware (für die ich ja bezahlt habe).

    Zitat Zitat von Rigby Reardon
    Genau das soll nach meinem Verständnis nicht der Fall sein. Die Keys werden offenbar in gesichertem Flash-Memory abgelegt (nur deshalb können sie ja per über HDDVD/BD ergänzt werden).
    Soweit ich das verstanden habe, baut AACS prinzipiell auf CSS auf. Daher werden die Device-Keys imho überhaupt nicht ergänzt. Es werden nur auf den neu produzierten Medien Media-key Blöcke weggelassen, was dazu führt, daß Geräte einer bestimmten Marke nicht mehr auf den notwendigen Code zur Entschlüsselung der Inhalte zugreifen können. Folge: Neue VÖs sind nicht mehr abspielbar. Und selbst wenn diese Schlüssel überschreibar wären, so müssten diese doch besonders gesichert sein, um keine Schwachstelle darzustellen. Wie sollte dann ein Update aussehen? Durch Einlegen einer speziellen Update-Disc? Wohl kaum. Da das entsprechende Gerät ja nicht mehr sicher ist, könnten findige Hacker den Inhalt der Disk auslesen und so an den neuen Code kommen. Wirklich sicher wäre nur ein Update außer Reichweite des Kunden (z.b. beim Hersteller).

    Zitat Zitat von Rigby Reardon
    Man kann sich alles mögliche vorstellen ...
    Ähem, ich habe nicht gesagt, dass es so kommen muss. Aber angesichts der Paranoia der FI würde ich soetwas auch nicht ausschließen wollen. Daher ist imho Wachsamkeit gefragt. Und dazu gehört nun mal, die Entwicklungen in dieser Sache kritisch zu verfolgen.

    Zitat Zitat von Rigby Reardon
    Verstehe ich nicht. AACS ist m.W. ausschließlich für HDDVD und BD und hat überhaupt nichts mit Fernsehausstrahlungen oder sonstigen Medien zu tun.
    Hast du eigentlich meine Links weiter oben gelesen?
    Zitat Zitat von Wikipedia
    (...) bei Leermedien hat jedes Medium einen eigenen, individuellen Media Key Block, so dass das Aufzeichnungsgerät für jedes Leermedium eine eigene, den Media Key Block des Mediums mit einbeziehende Verschlüsselung erzeugen muss.
    Auf diese Weise wird verhindert, dass es möglich wird, auf Leermedien aufgezeichnete Filme in beliebiger Zahl zu kopieren und auf beliebigen Geräten abzuspielen(...)Im November 2005 wurde von der amerikanischen Unterhaltungsindustrie nach dieser Meldung heise ein Gesetzentwurf in den Kongress eingebracht, der erreichen soll, dass in Zukunft alle in den USA verkauften Aufnahmegeräte AACS als Kopierschutz einsetzen. Dabei geht es nicht um Aufnahmen von mit HDCP geschützten Ausgängen (diese dürfen generell nicht aufgezeichnet werden), sondern um Aufnahmen wie sie derzeit ohne Kopierschutz beispielsweise auf einen Blue-Ray-Disc Recorder der ersten Generation oder auf einen D-VHS-Recorder aufgenommen werden können(...)Der "Schutz" von AACS erstreckt sich anders als bei früheren Systemen nicht ausschließlich auf vorbespielte Datenträger, sondern es werden (ohne dass der Anwender etwas dagegen unternehmen kann) auch bisher ungeschützte Formate (wie zum beispiel frei empfangbare Fernsehausstrahlungen) in das DRM-System verpackt, sobald eine Aufnahme auf einem entsprechenden AACS-konformen Gerät gestartet wird.

    Zitat Zitat von Rigby Reardon
    Was die Industrie vor allem verhindern will, ist verlustloses kopieren, weil das erst die massenhafte Weiterverbreitung ermöglicht. Du wirst ohne weiteres auch HDTV-Ausstrahlungen beispielsweise analog per DVD-Rekorder aufnehmen können, mit genau derselben Qualität, die Du heute auch hast .
    Ja, das hoffe ich auch, aber man beachte:
    Zitat Zitat von wikipedia
    (...)Analoge Ausgänge können jederzeit vom Rechtemanagement entweder auf niedrigere Auflösungen (PAL/NTSC) herunterskaliert oder ganz abgeschaltet werden.
    Zitat Zitat von Rigby Reardon
    Nichts wird so heiß gegessen wie gekocht.
    Das hoffe ich wirklich. Will hier ja auch keine Schwarzseherei betreiben. Abwarten ist momentan das beste Mittel . Ich denke nur, das man nicht von vornherein sagen sollte: "Wird schon alles gut werden".

  14. #54
    SEH
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    AW: HDDVD + Bluray und der Kopierschutz

    Zitat Zitat von bimmel
    Es geht ja nicht darum, dass das Gerät unbrauchbar wird wenn eine Raubkopie festgestellt wird. Es geht vielmehr darum, dass deine Hardware in ihrer Funktionsfähigkeit beeinträchtigt wird, weil irgendeine Person die Sicherheitssysteme eines Gerätes geknackt hat, welches vom selben Typ/Hersteller ist wie deines (also die gleichen Device-Keys hat). Und das ist imho eine Einschränkung meines Rechts auf eine funktionsfähige Ware (für die ich ja bezahlt habe).
    Das ist so nicht richtig. Im Gegensatz zu CSS ist es mit AACS möglich, gezielt einzelne Geräte für zukünftige Medien zu sperren. Nicht alle Geräte desselben Typs.

  15. #55
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    AW: HDDVD + Bluray und der Kopierschutz

    Zitat Zitat von bimmel
    Du musst mich schon vollständig zitieren. Ich sagte:
    Das "Krumlegen" bezog sich auf den Aufwand, den der Verbraucher hat, damit die FI ihren Kopierschutz durchsetzen kann. Das bezog sich nicht auf das Kopieren von Medien, was ja sowieso illegal wäre, da ein Kopierschutz umgangen würde (gleich welcher Art).
    Nachdem die sofortige Zwangsumstellung auf HDCP offenbar vom Tisch ist, sehe ich nicht, welcher Aufwand dem Verbraucher dadurch entstehen wuerde.

    Das lag hauptsächlich daran, dass CSS faktisch zu keinem Zeitpunkt ein ernstzunehmender Kopierschutz war und sehr schnell geknackt wurde. Außerdem war die DVD bei weitem noch nicht so verbreitet wie heute.
    Ich glaube vielmehr, es lag daran, dass es damals noch kein eingebildetes (Gewohnheits-)Recht auf perfekte digitale Kopien gab.

    Natürlich haben die Kopierer einen Anteil an der Problematik. Trotzdem stehen imho die "Abwehrmaßnahmen" der FI in keinem Verhältnis zur tatsächlichen Bedrohung. Außerdem hat der ehrliche Kunde doch auch keine Schuld daran, dass es schwarze Schafe gibt. Ich weiß, dass es schwierig ist, ein für alle Seiten akzeptablen Kompromiss zu finden, nur ist die FI imho diesmal übers Ziel hinausgeschossen. Und dem Kunden nun ein derart verdongeltes System aufs Auge drücken zu wollen, halte ich für kontraproduktiv, da zukünftige Raubkopien dadurch noch attraktiver werden könnten.
    Die Industrie steht vor einem klassischen Optimierungsproblem.

    Mag sein. Nur wie wird diese Gleichgewicht aussehen. Wenn die Technologie sich erstmal hinreichend ausgebreitet hat, und die FI eine "Monopolstellung" bezgl. der HD-Technologie (und der damit verbunden Schutzsysteme) hat, ist die Hürde für einen Verzicht des Konsumenten (mangels "Alternativen") ziemlich hoch.
    Das ist doch heute auch nicht anders.

    Daher ist anzunehmen, dass dieser mögl. Einschränkungen hinnimmt. Oder würdest du auf das Fernsehen verzichten(vorrausgesetzt es läuft nicht sowieso nur Schrott), wenn plötzlich alle Kanäle verschlüsselt würden (wie bei Premiere)?
    Ich verzichte schon ohne Verschluesselung weitestgehend auf Fernsehen.

    Nein, aber das hat einen einfachen Grund: Bereits am 30. Oktober 1999 wurde eine Liste mit sämtlichen Player-Keys ins Netz gestellt. Damit waren alle Player kompromimittiert. Und einfach alle Player abzuschalten, wäre wirtschaftlicher Selbstmord gewesen.
    Was sollte dann der vorherige Kommentar?

    Es geht ja nicht darum, dass das Gerät unbrauchbar wird wenn eine Raubkopie festgestellt wird. Es geht vielmehr darum, dass deine Hardware in ihrer Funktionsfähigkeit beeinträchtigt wird, weil irgendeine Person die Sicherheitssysteme eines Gerätes geknackt hat, welches vom selben Typ/Hersteller ist wie deines (also die gleichen Device-Keys hat). Und das ist imho eine Einschränkung meines Rechts auf eine funktionsfähige Ware (für die ich ja bezahlt habe).
    Du glaubst doch nicht im Ernst, dass die Hersteller Deinen Panasonic- oder Sony-Player einfach so sperren wuerden. Diese Moeglichkeit wird vielleicht bei geknackten Software-Players, Kopierschutzknackern a la Spatz-Box, oder unlizensierten China-Kisten wahrgenommen, aber sicher nicht bei zigtausendfach verkauften Massenmarkt-Playern. Das waere naemlich ebenfalls wirtschaftlicher (und juristischer) Selbstmord.

    Soweit ich das verstanden habe, baut AACS prinzipiell auf CSS auf. Daher werden die Device-Keys imho überhaupt nicht ergänzt. Es werden nur auf den neu produzierten Medien Media-key Blöcke weggelassen, was dazu führt, daß Geräte einer bestimmten Marke nicht mehr auf den notwendigen Code zur Entschlüsselung der Inhalte zugreifen können. Folge: Neue VÖs sind nicht mehr abspielbar. Und selbst wenn diese Schlüssel überschreibar wären, so müssten diese doch besonders gesichert sein, um keine Schwachstelle darzustellen. Wie sollte dann ein Update aussehen? Durch Einlegen einer speziellen Update-Disc? Wohl kaum. Da das entsprechende Gerät ja nicht mehr sicher ist, könnten findige Hacker den Inhalt der Disk auslesen und so an den neuen Code kommen. Wirklich sicher wäre nur ein Update außer Reichweite des Kunden (z.b. beim Hersteller).
    So gnau kenne ich die Details auch nicht. Allerdings war doch immer von per Medien ueberschreibbaren Blacklists in den Playern u.ae. die Rede?

    Ähem, ich habe nicht gesagt, dass es so kommen muss. Aber angesichts der Paranoia der FI würde ich soetwas auch nicht ausschließen wollen. Daher ist imho Wachsamkeit gefragt. Und dazu gehört nun mal, die Entwicklungen in dieser Sache kritisch zu verfolgen.
    Ich bin mir nicht so sicher, ob das alles nur Paranoia ist. Der Markt wird sich weiter weg von physikalischen Medien hin zu rein digitalen Inhalten bewegen. Wenn irgendwann keine physikalischen Huerden mehr aufgebaut werden koennen, muss sich entweder die "Moral" der Kopierer aendern (Fat Chance!) oder es muessen andere Massnahmen getroffen werden. Und bei allem Aerger ueber die "boese geldgierige Industrie" darf man nicht vergessen, dass da eine Menge Arbeitsplaetze und auch Investitionen in die Produktion von neuen Inhalten dranhaengen, die wir schliesslich alle wollen.

  16. #56
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    AW: HDDVD + Bluray und der Kopierschutz

    Zitat Zitat von Rigby Reardon
    Allerdings war doch immer von per Medien ueberschreibbaren Blacklists in den Playern u.ae. die Rede?
    Die Rede war von vielem. Und vieles davon basiert auf Missverständnissen. AACS bietet nicht die Möglichkeit, Blacklists oder sonst irgendwas über die Medien im Player zu speichern.

  17. #57
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    AW: HDDVD + Bluray und der Kopierschutz

    Zitat Zitat von SEH
    Die Rede war von vielem. Und vieles davon basiert auf Missverständnissen. AACS bietet nicht die Möglichkeit, Blacklists oder sonst irgendwas über die Medien im Player zu speichern.
    Das mit den Blacklists ist kein Missverständniss sondern Bestandteil von BD+ (Blu Ray) das bis jetzt noch nicht verabschiedet ist.

  18. #58
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    AW: HDDVD + Bluray und der Kopierschutz

    Zitat Zitat von Rigby Reardon
    Ich verzichte schon ohne Verschluesselung weitestgehend auf Fernsehen.
    Na das ist doch selbstverständlich . Deshalb habe ich für mein Beispiel auch ein hochwertiges TV-Programm vorrausgesetzt.

    Zitat Zitat von Rigby Reardon
    Was sollte dann der vorherige Kommentar?
    Meinst du meine Bemerkung zur Wirksamkeit von CSS? CSS ist zwar nur ein schlechter Kopierschutz, das heißt aber nicht, dass "Lieschen Müller" ihn deswegen gleich überwinden kann. Man muß sich schon etwas informieren. Und der Durchschnitts-DVD-Besitzer wird sich wohl kaum in die Materie vertieft haben. Das bedeutet, das bei einer Sperrung die Mehrheit wohl erstmal ziemlich ratlos gewesen wäre, da legal erworbene DVDs nicht mehr funktioniert hätten. Die "Ausgesperrten" wären dann allerdings wohl ziemlich schnell von dem besser informierten Teil der Bevölkerung mit Kopien versorgt worden. Insofern ist eine Sperrung immer dann ein Eigentor, wenn die Verschlüsselung leicht überwindbar ist.

    Zitat Zitat von Rigby Reardon
    Du glaubst doch nicht im Ernst, dass die Hersteller Deinen Panasonic- oder Sony-Player einfach so sperren wuerden. Diese Moeglichkeit wird vielleicht bei geknackten Software-Players, Kopierschutzknackern a la Spatz-Box, oder unlizensierten China-Kisten wahrgenommen, aber sicher nicht bei zigtausendfach verkauften Massenmarkt-Playern. Das waere naemlich ebenfalls wirtschaftlicher (und juristischer) Selbstmord.
    In der Tat, bei weit verbreiteten Modellen wäre es ziemlich unklug von der FI, solch drastischen Schritte zu unternehmen. Mir war bisher bloß nicht bewusst, daß man( falls SEH Recht hat) gezielt einzelne Geräte sperren kann, daher meine drastische Annahme. Ich kann mir nur nicht vorstellen, wie das technisch realisiert wird?

    Zitat Zitat von Rigby Reardon
    Ich bin mir nicht so sicher, ob das alles nur Paranoia ist. Der Markt wird sich weiter weg von physikalischen Medien hin zu rein digitalen Inhalten bewegen. Wenn irgendwann keine physikalischen Huerden mehr aufgebaut werden koennen, muss sich entweder die "Moral" der Kopierer aendern (Fat Chance!) oder es muessen andere Massnahmen getroffen werden.
    Tja, diese Entwicklung sehe ich auch auf uns zukommen. Allerdings wäre das für einen DVD-Sammler, der auch Wert auf eine ansehnliche Verpackung etc. legt, wohl das Ende seines Hobbys .

  19. #59
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    AW: HDDVD + Bluray und der Kopierschutz

    Zitat Zitat von Flo[HKC]
    Das mit den Blacklists ist kein Missverständniss sondern Bestandteil von BD+ (Blu Ray) das bis jetzt noch nicht verabschiedet ist.
    Ich weiß, daß BD+ (voraussichtlich) derartige Möglichkeiten bietet. Aber hier geht es um AACS.

  20. #60
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    AW: HDDVD + Bluray und der Kopierschutz

    Zitat Zitat von SEH
    Ich weiß, daß BD+ (voraussichtlich) derartige Möglichkeiten bietet. Aber hier geht es um AACS.
    BTW: Wenn ich richtig informiert bin, beinhaltet BD+ die Implementierung von Schnüffeltools, die den Datenstrom überwachen.

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