Cinefacts

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  1. #141
    Is' klar ...
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    AW: The Lone Ranger (Bruckheimer / Verbinski)

    Der Ranger macht es einem wirklich nicht ganz einfach. Nach dem etwas holprigen Anfang und nachdem der Ranger zum Ranger geworden ist, steigt der Film nicht etwa auf's Gas, sondern konzentriert sich viel mehr auf die einzelnen Aspekte der Geschichte. Die ist irgendwo zwischen dem Bau der Eisenbahn, Indianerverträgen und anderen Elementen aus dieser Zeit, denen man jeweils die Gelegenheit gibt, ihre Wirkung zu erzielen. Das hätte man sicher auch ein wenig straffer durcherzählen können, doch es sollte eben keine simple Rachestory werden und der Ranger hat noch die eine oder andere Lektion zu lernen. So ruhig der Mittelteil auch geraten sein mag, gibt es zum schluss doch noch einen sehr schönen Showdown, der sich wirklich sehen lassen kann.

    Bei Disney weiß man eben nie was man bekommt. Anders als erwartet, hat man sich an einem reinrassigen Western versucht, der vielleicht ein paar zu viele historische Elemente aufgreift. Es ist alles andere als ein x-beliebiger Big-Budget-Film, der aufgrund der ruhigen Inszenierung die meiste Zeit über vielmehr wirkt, als hätte er gerade mal 50 bis 100 Millionen gekostet.

    Angesichts des Titels habe ich trotzdem ein klein wenig was anderes erwartet. Zum Glück ist es auf der anderen Seite kein zweiter Wild Wild West und auch kein Cowboys vs. Aliens geworden .

    So spontan würde ich mal 6,5/10 Punkten geben.

  2. #142
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    AW: The Lone Ranger (Bruckheimer / Verbinski)

    Zitat Zitat von Sharky McSplash Beitrag anzeigen
    Zum Glück ist es auf der anderen Seite kein zweiter Wild Wild West und auch kein Cowboys vs. Aliens geworden .
    WWW stimme ich dir zu. Cowboys vs. Aliens finde ich dann im direkten Vergleich zu Lone Ranger, sogar wirklich überwiegend besser.

  3. #143
    James Conway
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    AW: The Lone Ranger (Bruckheimer / Verbinski)

    The Lone Ranger ist eine ziemlich gelungene Mischung aus Western-Komödie und klassischem Abenteuerfilm, immer mit nem würzigen Tacken comichafter Überzeichnung in der Darstellung. Bildgewaltig, dynamisch erzählt und bei weitem nicht so actionlastig oder CGI überladen, wie es der Trailer vermuten lässt. Wird sicherlich nicht jedermanns Sache sein, ich wurde allerdings blendend unterhalten.

    Anschleichen an Indianer immer besser gegen Wind!

    8/10

  4. #144
    Is' klar ...
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    AW: The Lone Ranger (Bruckheimer / Verbinski)

    Zitat Zitat von Pretender1 Beitrag anzeigen
    WWW stimme ich dir zu. Cowboys vs. Aliens finde ich dann im direkten Vergleich zu Lone Ranger, sogar wirklich überwiegend besser.
    CvA gefällt mir ja auch. Doch da waren die Charaktere deutlich pseudocooler, dazu noch die komische Marselse. Tonto macht zum Teil auch einen auf mysteriös, wird im Laufe der Filmhandlung aber ziemlich entmystifiziert.

  5. #145
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    AW: The Lone Ranger (Bruckheimer / Verbinski)

    Zitat Zitat von James Conway Beitrag anzeigen
    The Lone Ranger ist eine ziemlich gelungene Mischung aus Western-Komödie und klassischem Abenteuerfilm, immer mit nem würzigen Tacken comichafter Überzeichnung in der Darstellung. Bildgewaltig, dynamisch erzählt und bei weitem nicht so actionlastig oder CGI überladen, wie es der Trailer vermuten lässt. Wird sicherlich nicht jedermanns Sache sein, ich wurde allerdings blendend unterhalten.

    Anschleichen an Indianer immer besser gegen Wind!

    8/10
    Unterschreib ich mal zu 100% die Ansage! Besonders die Tatsache, dass es eben nicht so ein derber Effekt-Overkill ist, wie der Trailer befürchten lies, gekoppelt mit den eigenwilligen Momenten, macht einfach Laune.

  6. #146
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    AW: The Lone Ranger (Bruckheimer / Verbinski)

    Das gibts doch nicht!! Jetzt macht ihr mich noch alle heiß auf den Film.
    "Ruhige Passagen" klingt schonmal gut, nicht so ein "CGI-Overkill" wie im Trailer klingt noch besser.
    Und klassischer Abenteuerfilm klingt richtig gut!
    Mal sehen mit dem Kinobesuch. Der Film wird aber auf jedenfall im Original auf BD geschaut.

  7. #147
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    AW: The Lone Ranger (Bruckheimer / Verbinski)

    Wie nicht anders zu erwarten sind die Kritiken mal wieder komplett überzogen gewesen. Der Film ist sicherlich kein Meisterwerk, aber auch alles andere als ein Totalausfall. An sich ist es ein über Großteile unterhaltsamer und kurzweiliger Streifen, der sich nur leider viel zu lange hinzieht und man ohne Probleme 30 Minuten kürzer hätte machen können. Alle Szenen die sich 1933 abspielen fand ich z.B. komplett überflüssig und lohnten sich nur für den Endspann. Genau wie die komplette Story um Helena Bonham Carter, wenn man alle ihre Szenen streichen würde, wäre das niemanden aufgefallen und der Film wäre schonmal gut 15 Minuten kürzer gewesen.

    Armie Hammer als Lone Ranger hat mir wirklich gut gefallen. Er kommt richtig sympathisch rüber und bildet nen guten Gegenpart zu Johnny Depp. Dessen Tonto ist leider wirklich wie eine Jack Sparrow Kopie aufgebaut. Sprich sobald Tonto im Bild ist fühlt man sich als ob die Piraten der Karibik einen Abstecher in den Wilden Westen unternommen hätten. Dabei ist der Grundton des Films definitiv ernster als der der Pirates Reihe und schafft es locker eine Atmosphäre wie ein klassischer Western zu erzeugen. Ohne Johnny Depp hätte der Film wohl noch deutlich anders gewirkt, so kommt er dann streckenweise echt wie eine Pirates-Kopie daher. Das widerrum hätte das großartige Finale verhindert! Ja endlich mal wieder ein Film, wo das Finale auch wirklich eins ist und somit das Highlight des Films darstellt. Die Endszene auf dem Zug untermalt mit der Wilhelm Tell Overtüre und wirklich vielen spaßigen Szenen, weiß einfach zu gefallen und erinnert nicht zu knapp an eine bestimmte Szene aus dem ersten Pirates Streifen.

    Verschenktes Potential gibt es aber definitiv bei der Story. Hier gibt es zig Logiklücken und Szenen die einfach total hereingepresst wirken, dass war bei den Piraten damals nicht der Fall. Außerdem hatten die damals mit Geoffrey Rush einen grandiosen Gegenspieler. William Fichtner als Butch Cavendish bleibt dagegen ziemlich blass und stellt nie wirklich eine gefühlte Bedrohung dar. Desweiteren fehlt dem Film wirklich eine bedeutsame Frauenrolle. Wie gesagt Helena Bonham Carter kann man sowieso rausstreichen und Ruth Wilson kann wirklich gar nichts aus ihrer Rollen rausholen und soll wohl lediglich als Eye Candy dienen.

    Schön aber, dass der Film im Grunde wirklich ein klassischer Western ist. Das heißt schöne Landschaftsaufnahmen und der Film läuft großteilig (Finale ausgenommen) sogar ziemlich geerdet ab. Es wird halt geschossen und geritten und das wars dann auch. Keine knalligen Effekte und unpassenden Szenen die komplett over the top wären, wie ich nach den Trailern den Film eigentlich erwartet hätte. Trotzdem sieht man dem Film in jeder Minute sein hohes Budget an.

    Wenn der Film nen besseres Drehbuch gehabt hätte oder zumindest deutlich kürzer gewesen wäre, hätte das echt nen großes Ding werden können. So bleibt es trotzdem ein unterhaltsamer Sommerblockbuster, der dieses negative Buzz nicht verdient hat. Vor allem im Vergleich mit Wolverine und Man of Steel, kriegt man hier in meinen Augen deutlich mehr fürs Geld. Und wer Jack Sparrow toll findet wird wahrscheinlich schon in Tonto einen Grund finden den Film zu gucken.

    8/10 Punkten

  8. #148
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    AW: The Lone Ranger (Bruckheimer / Verbinski)

    Zitat Zitat von executor Beitrag anzeigen
    Unterschreib ich mal zu 100% die Ansage! Besonders die Tatsache, dass es eben nicht so ein derber Effekt-Overkill ist, wie der Trailer befürchten lies, gekoppelt mit den eigenwilligen Momenten, macht einfach Laune.
    Das mache ich doch auch mal direkt. Ich habe mich mich ganz schön gewundert, daß mir das Teil SO gut gefallen hat. Hätte ich nicht erwartet. Schöner Film. Und "Fluch der Karaibik"-Vibes habe ich irgendwie keine großartigen abbekommen, was mir aber auch sehr recht war. Denn genau dort lag meine Befürchtung.
    Da war schon eher etwas "Rango" vertreten.

  9. #149
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    AW: The Lone Ranger (Bruckheimer / Verbinski)

    Ob sich aus "The Lone Ranger" ein neues Franchise entwickeln wird, wage ich zu bezweifeln.
    Auf der Haben-Seite stehen Johnny Depp, der aktuell wie kein anderer skurile Charaktere zu verkörpern weiss (obwohl auch das schnell langweilig werden kann...), die geniale Kameraarbeit, die Tatsache, dass im Grunde auf Bombast verzichtet wurde sowie die eindrucksvollen Naturaufnahmen (und was die angeht, ist bestimmt auch hier und da getrickst worden).
    Auf der anderen Seite ist der Film zu lang, kommt nicht ohne die üblichen Plotholes aus, hat mit Armie Hammer eine, im Vergleich zu seinem Sidekick, relativ blasse Hauptfigur (in "The Social Network" hat er wesentlich besser gespielt) und der Score von Hans Zimmer macht im Grossen und Ganzen auch nicht viel her. Stellenweise hat er einen guten Eindruck gemacht aber das war's dann auch schon. Eher viel Lärm um nichts.
    Und dann ist da noch die komplette Sequenz der chinesischen Minenarbeiter nebst Angriff der Comanchen. Ohne den Finger wirklich drauflegen zu können, kam mir das alles irgendwie bekannt vor. Inklusive der musikalischen Untermalung. Als hätte ich es so oder sehr ähnlich schonmal irgendwo gesehen...oder in einem Roman gelesen (dann natürlich ohne Musik). Höchst seltsam.
    Wie auch immer, der grosse Wurf ist "The Lone Ranger" leider nicht geworden.

    6/10

  10. #150
    Showdownfetischist
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    AW: The Lone Ranger (Bruckheimer / Verbinski)

    Zitat Zitat von DorianGrey Beitrag anzeigen
    Ob sich aus "The Lone Ranger" ein neues Franchise entwickeln wird, wage ich zu bezweifeln....
    Nach den aktuellen Einspielergebnissen sieht es wohl eher danach aus, dass vorher die Hölle einfriert...

  11. #151
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    AW: The Lone Ranger (Bruckheimer / Verbinski)

    Zitat Zitat von DorianGrey Beitrag anzeigen
    Ob sich aus "The Lone Ranger" ein neues Franchise entwickeln wird, wage ich zu bezweifeln.
    Auf der Haben-Seite stehen Johnny Depp, der aktuell wie kein anderer skurile Charaktere zu verkörpern weiss (obwohl auch das schnell langweilig werden kann...), die geniale Kameraarbeit, die Tatsache, dass im Grunde auf Bombast verzichtet wurde sowie die eindrucksvollen Naturaufnahmen (und was die angeht, ist bestimmt auch hier und da getrickst worden).
    Auf der anderen Seite ist der Film zu lang, kommt nicht ohne die üblichen Plotholes aus, hat mit Armie Hammer eine, im Vergleich zu seinem Sidekick, relativ blasse Hauptfigur (in "The Social Network" hat er wesentlich besser gespielt) und der Score von Hans Zimmer macht im Grossen und Ganzen auch nicht viel her. Stellenweise hat er einen guten Eindruck gemacht aber das war's dann auch schon. Eher viel Lärm um nichts.
    Und dann ist da noch die komplette Sequenz der chinesischen Minenarbeiter nebst Angriff der Comanchen. Ohne den Finger wirklich drauflegen zu können, kam mir das alles irgendwie bekannt vor. Inklusive der musikalischen Untermalung. Als hätte ich es so oder sehr ähnlich schonmal irgendwo gesehen...oder in einem Roman gelesen (dann natürlich ohne Musik). Höchst seltsam.
    Wie auch immer, der grosse Wurf ist "The Lone Ranger" leider nicht geworden.

    6/10
    Die Einschätzung von Dorian Gray deckt sich weitgehend mit meiner Meinung, nachdem ich den Film gestern gesehen habe. Wenigstens war das Finale gelungen, und die Idee mit der Rahmenhandlung war auch ganz nett. Zur Musik: Schade fand ich vor allem das suboptimale Arrangement der Ouvertüre von "William Tell". Das hätte man eindeutig schmissiger machen können/sollen.

    Wertung: ebenfalls 6/10.

  12. #152
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    AW: The Lone Ranger (Bruckheimer / Verbinski)

    Zitat Zitat von Wes Carpenter Beitrag anzeigen
    Zur Musik: Schade fand ich vor allem das suboptimale Arrangement der Ouvertüre von "William Tell". Das hätte man eindeutig schmissiger machen können/sollen.
    Was das angeht, hätte ich mir gewünscht, dass Zimmer was eigenes draus gemacht, bzw. das Stück etwas (mehr) variiert hätte. Jedoch muss ich sagen, dass es in Kombination mit der, zugegebenermassen grossartig inszenierten, Schlusssequenz, schon recht passend rüberkam. Passend im Sinne von Tempo, nicht im Sinne von Originalität.

  13. #153
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    AW: The Lone Ranger (Bruckheimer / Verbinski)

    Er hats ja nicht mal selbst gemacht, sondern Geoff Zanelli.

  14. #154
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    The Lone Ranger

    Wow. Der Film läßt kaum einen Aspekt des Westerngenres aus. Beinahe alles was man aus Western kennt mischt der Film zusammen. Die Macher haben wohl gedacht das funktioniert. Dabei rausgekommen ist eine braune Masse die an Scheiße erinnert.
    3/10
    Nehmen wie die letzten Worte des Films als Versprechen:
    "Mach das nie wieder!" "Entschuldigung."

  15. #155
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    AW: The Lone Ranger (Bruckheimer / Verbinski)

    Ich fand den Film eigentlich sehr spaßig. Nur fand ich das Pendeln zwischen "brutalen" Szenen wie das angedeutete Herzessen und den witzigeren Szenen nicht sehr gut geglückt. Das hat bei Filmen wie "Wild Wild West" oder "Cowboys & Aliens" besser geklappt. Und die Rahmenhandlung mit dem Kind und dem alten Mann auf dem Jahrmarkt war total unnötig und hat einen immer wieder aus dem Film gerissen.

  16. #156
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    AW: The Lone Ranger (Bruckheimer / Verbinski)

    Ich komme gerade aus dem Kino und war doch einigermaßen enttäuscht.
    Entweder war die Handlung für eine Slapstickkomödie zu hart oder die Slapstickeinlagen für einen ernsten Film unpassend.
    Meines Erachtens passen viele der Slapstickeinlagen überhaupt nicht zu der teils ernsten Handlung und Thematik des Films sowie der vielen Szenen anhaftenden Härte und Brutalität. Ich habe nichts dagegen, wenn auch harte und ernste Filme Humor enthalten. Es muss dann aber teilweise eine andere Art von Humor sein. Ich hatte bei Lone Ramger das Gefühl, als habe man parallel zwei Western mit den gleichen Schauspielern gedreht (einen harten ernsten Western und eine Dick & Doof mäßige Komödie die im Wilden Westen spielt), und anschließend aus den Szenen beider Filme einen gemacht und dabei per Zufallsgenerator entschieden aus welchem der beiden Filme jeweils die nächste Szene gewählt wird.
    Irgendwie hatte ich - auch gerade wegen der (völlig überflüssigen und nervenden) Rahmenhandlung mit dem uralten Tonto, der die Geschichte erzählt - das Gefühl, als habe man einen Film wie "Little Big Man" machen wollen, was allerdings in die Hose gegangen ist, da man statt auf Ironie und Satire zu übertrieben auf reinen Klamauk gesetzt hat.
    Misslungen fand ich gerade auch das Ende des Filmes. Die Zugfahrt war m.E. einfach zu klamaukhaft und übertrieben und die Overtüre von Wilhelm Tell fand ich im Hinblick auf den bisherigen Film völlig deplaziert und nervend.
    Hätte man sich darauf einigen können, einen ernsten Film oder eine reine Actionkomödie zu drehen, hätte(n) m.E. ein bzw. zwei sehr gute Filme daraus werden können, so aber ist es nichts halbes und nichts ganzes.

  17. #157
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    AW: The Lone Ranger (Bruckheimer / Verbinski)

    Zitat Zitat von TorKol Beitrag anzeigen
    Die Zugfahrt war m.E. einfach zu klamaukhaft und übertrieben und die Overtüre von Wilhelm Tell fand ich im Hinblick auf den bisherigen Film völlig deplaziert und nervend.
    Hätte man sich darauf einigen können, einen ernsten Film oder eine reine Actionkomödie zu drehen, hätte(n) m.E. ein bzw. zwei sehr gute Filme daraus werden können, so aber ist es nichts halbes und nichts ganzes.
    Da stimme ich mal 100% zu.
    Der Film ist leider ein unausgewogener Brei aus Versatzstücken diverser Genre und dem misslungenem Versuch, diese zu einer Einheit zu verbinden.
    Der erneut aus der Konservendose kommende Zimmer-Score trägt sein übriges dazu bei.
    Da denkt man teilweise sogar in "Sherlock Holmes" zu sitzen, wenn man die Augen schließen würde.
    Das von vielen gelobte Finale wirkte auch mich eher ermüdend.
    Abgesehen davon, dass die dargestellt Streckenführung absolut irrational und unlogisch ist und es so grad im Westen nie gegeben hat, kommen die Querverweise auf "Pirates 1" (wobei es ja laut Verbinski nicht die geringsten Parallelen gibt....lächerlich) geradezu mit dem Holzhammer daher.
    Ich bin mir nicht sicher, was den Film hat floppen lassen.
    War es der fehlende Co-Star (Armie Hammer ist zu unbekannt), die deplatzierte weibliche Nebenrolle (Wer hat denn weiter oben Ruth Wilson als Eye-Candy betitelt ...tzzz tzzz?), der farblose und unglaublich harmlose Bösewicht, die unausgegorene Handlung oder gar Johnny Depp selbst, den die Kinogänger als Klon seiner selbst langsam über haben?
    Wahrscheinlich etwas von allem.
    Woran es sicher nicht gelegen hat, ist die hervorragende Regiearbeit von Gore Verbinski und die wirklich tolle Kameraführung.
    Mit einem anderen Drehbuch, das sich auf einen festen Stil konzentriert hätte und einem anderen Cast wäre vielleicht ein wirklich toller Western dabei herausgekommen.
    Dass das Genre tot ist, steite ich mal ab.
    Das hat man auch schon in den 70er und 80ern gemeint und dann kam z.B. "Silverado" daher.
    "Lone Ranger" ist für mich aber eigentlich kein Western.
    Daher warte ich mal noch auf das Remake der glorreichen Sieben, das vielleicht ja irgendwann mal kommen wird. :-)

  18. #158
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    AW: The Lone Ranger (Bruckheimer / Verbinski)

    Nach Django der beste Western der letzten 20 Jahre.

    Obwohl der Anfang wirklich schwierig anzusehen ist.

    8.5/10

  19. #159
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    AW: The Lone Ranger (Bruckheimer / Verbinski)

    Wenn Make Up mehr verrät als verdeckt...

    Wenn man einmal in das Gesicht des Indianers Tonto (Johnny Depp) schaut erkennt man, daß die Indianer Schminke rissig und bröckelig wirkt. Schaut man sich den ganzen Film an erkennt man im rissigen Make up den Film wieder. Gore Verbinskis ( The Mexican, Fluch der Karibik) Wiederbelebung des Lone Ranger ist so rissig wie das Zweitgesicht von Depp. Zu keiner Zeit ist klar was der Film überhaupt sein will, wo er hin will und warum er sage und schreibe epische 149 Spielzeit hat. Tonto ist das Spiegelbild der Zerissenheit alleine schon aus dem Grund weil er einmal Gott gleicher Indianer mit Kräften des Grauens ist, in der nächsten Szene dümmlicher Horst und im letzten Akt Comic artiger Super Indianer der dem Lone Ranger mehr als einmal zur Seite steht.

    Wenn in den ersten zwanzig Minuten James Bond mäßig eine Szene steht bei der es erstmal zur Sache geht und ein ganzer Zug entgleist bekommt man noch Lust sich auf einen spaßigen Abenteuer/Helden/Buddy Film ein zu stellen. Doch dem wird schnell ein Ende gemacht indem Verbinski es schafft bis zum 20 Minutigen Action Overkill Final nichts mehr zu zeigen was den Zuschauer daran hindert ein zu nicken. Was nach der Eröffnungssequenz kommt ist einfach nur noch quälendes Gerede und gähnend bemüht gedreht. Fast bekommt man das Gefühl Verbinski hatte einen mega Einfall für die erste und letzte Szene aber keinen Plan was er dann im Mittelteil zeigen will. In Kurzform ist der Film in etwa so erklärt. Action-Gähn-Action.

    Daher wirkt der Film nicht glatt und sieht auch nicht so aus sondern wirkt zerissen und dies wird Offenbart im Make Up des Indianers. Besonders schade denn das Buddy Gespann Depp und Hammer hätte den Zuschauer auf seine Seite holen können, scheitert aber wieder daran das sie dazu keine Gelegenheit bekommen. Sie spielen sich keine Bälle zu und wenn es im Film was zu lachen gibt dann durch Depp. Besonders konfus wird es im Film dann wenn er von Western auf Fantasy umschwenkt oder beim idyllischen Lagerfeuer , eine Horde Kannibalen Häschen in einem Walt Disney Film ,der ja eigentlich für die Familie sein sollte, sich zerfleischen lässt. Oder wenn er besonders originell das Bein Prothesen Gewehr der Helena Bonham Carter ins Szene setzt. Risse über Risse und keine klare Linie zu erkennen.

    Wenn man sich mal alleine das Budget von geschätzten 350 Millionen US Dollar vor Augen führt und nach dem Film weiß wo die hin geflossen sind, kann man nur noch die Hände über dem Kopf zusammen schlagen, denn Effekte mäßig wirkt der Film auch wiederum nicht rund sondern: Wer es jetzt errät bekommt ein dickes Lob vom Schreiberling- nicht rund und reißt so wie die vielen anderen Kritikpunkte einen Krater ins Gesamt Werk. Das Wörtchen Kunst ist bewusst nicht vor Werk gesetzt um nicht all die tollen Filme zu schänden die es richtig machen.

    Zu Gute halten kann man Lone Ranger noch das Menschen wie Bay, auch wenn die Effekte nicht an gut oder solide heranreichen, seinen Spaß haben dürften an der Zerstörungswut des Gore Vebinski. Am Ende kracht es nochmal richtig im Gebälk und das im wahrsten Sinne des Wortes denn hier treten zwei Eisenbahnen gegeneinander an und man bekommt wenigstens noch was zu gucken. Die Frage die der Film aber auch noch aufwirft ist der, der Notwenigkeit in unserer Zeit. Brauchen wir wirklich gerade in dieser Zeit einen Lone Ranger der im Westen für Recht und Ordnung sorgt wenn wir einen Nolan Batman haben oder die Avengers ,die schon mit dem zweiten Teil in den Startlöchern sitzen ? Brauchen wir einen dussligen Heldentypus wen wir einen charismatischen und derben Iron Man haben? Bei Iron Man kann man auch was an der Oberfläche der Maske abschauen aber das kann sich nach lesen des Textes wohl jeder denken auf was ich hinaus will.

  20. #160
    Voll Woola!
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    AW: The Lone Ranger (Bruckheimer / Verbinski)

    Seltsam, aber so steht es, offensichtlich mit deinen Fingern getippt, da.

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