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Thema: The Road

  1. #101
    Affenösi
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    AW: The Road

    Zitat Zitat von arni75 Beitrag anzeigen
    In Children of Men gab es Hoffnung, bei The Road sehe ich keine.
    Wunderschön gesagt!

  2. #102
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    AW: The Road

    Zitat Zitat von DorianGrey Beitrag anzeigen
    Die Hoffnung liegt, wie ich finde, in dem, was der Junge am Ende findet und mit wem er seinen weiteren Weg beschreiten wird. Er hat bestimmte Werte von seinem Vater übernommen und wird diese weitergeben. Die 'guten' Menschen werden nicht aussterben.
    Ohne den Film gesehen zu haben:

    Die Hoffnungslosigkeit betrifft bei The Road garnicht so sehr die Menschen, sondern viel Stärker die sterbende Erde, was im Buch auch immer wieder erwähnt wird. Z.B. als der Vater sich daran erinnert das der Himmel im Laufe der Zeit immer dunkler geworden ist und soweit er es weiss auch in Zukunft weiter dunkler werden wird, das die Welt insgesamt immer kälter wird. Kaum noch höhere Tiere (eigentlich nur noch streunende Hunde und Menschen), sogar Vögel gibt es nicht mehr, immer weniger Pflanzen die noch wachsen und die von Lebewesen gegessen werden können (das einzige was mir einfällt waren die paar Pilze und die alten Äpfel die der Mann findet.

    Selbst als der Junge am Ende eine "gute" Familie findet. Sie werden trotzdem auch in Zukunft von den letzten Konserven der Menschheit leben müssen, aber was machen sie wenn die aufgebracht sind? Es gibt kein Wachstum mehr auf dieser Erde, das ist das wirklich Hoffnungslose.
    Geändert von Hansmaulwurf (10.10.10 um 13:35:26 Uhr)

  3. #103
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    AW: The Road

    Zitat Zitat von Hansmaulwurf Beitrag anzeigen
    Z.B. als der Vater sich daran erinnert das der Himmel im Laufe der Zeit immer dunkler geworden ist und soweit er es weiss auch in Zukunft weiter dunkler werden wird, das die Welt insgesamt immer kälter wird. Kaum noch höhere Tiere (eigentlich nur noch streunende Hunde und Menschen), sogar Vögel gibt es nicht mehr, immer weniger Pflanzen die noch wachsen und die von Lebewesen gegessen werden können (das einzige was mir einfällt waren die paar Pilze und die alten Äpfel die der Mann findet.
    Jetzt, wo Du's erwähnst, fällt es mir wieder ein. Ist schon etwas länger her, das ich das Buch gelesen habe. Du hast Recht, McCormack stellt eigentlich die Umwelt und das Umfeld in den Mittelpunkt, die Entwickelungen, die geschehen sind und die sehr wahrscheinlich noch geschehen werden. Inklusive der, daraus resultierenden, Folgen für die Menschen.
    Der Film als solcher richtet den Fokus nicht so verstärkt darauf, sondern vielmehr auf den Überlebenskampf des Vaters und seines Jungen. Deshalb kommt die Message des Films etwas anders rüber.

  4. #104
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    AW: The Road

    Guter atmosphärischer Film mit tollen Schauspielern.

    Keinesfalls mit Children Of Men zu vergleichen.

    Für mich trotzdem eher ein Einmalguckenfilm

    Vergebe 8,5 von 10

  5. #105
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    AW: The Road

    Selten so ein Depri-Werk gesehen, da war Book of Eli ja grade zu ne Party Granate. Was mir zu denken gab war das es anscheinend auch keine Fische mehr zu essen gab, net mal im Ozean.

    9/10

  6. #106
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    AW: The Road

    War auch bereits im Kino und ich bin echt begeistert, hier ein kleines Review von mir:



    Bereits bei meinem Schottland-Aufenthalt sah ich die englische Blu-ray des Films “The Road” im Regal, allerdings nur mit englischer Tonspur. Zuvor hatte ich schon viel Gutes über die Romanverfilmung von Cormac McCarthy (u.a. No Country for Old Men) gehört, so dass die Verlockung groß war. Doch letztendlich habe ich doch auf die deutsche Kinofassung gewartet und das Warten hat sich gelohnt.

    Die Story
    Friede, Freude, Eierkuchen is´ hier nicht! „The Road“ ist ein weiterer postapokalyptischer Thriller, der zwar die Message, die Hoffnung nicht zu verlieren, sehr gut vermittelt, dabei aber auch ganz klar die Überlebenschancen aufzeigt und nichts beschönigt.
    Sehr schön ist hierbei die Erzählweise, bei der in Rückblicken viele Details zum Schicksal der beiden Protagonisten aufgezeigt werden.

    Dabei präsentiert sich Viggo Mortensen sehr gut als aufopfernder Vater, der auch in der schlimmsten und ausweglosesten Situation (scheinbar) nicht seine Hoffnung verliert, sondern stets seinen Sohn beschützt und für ihr Ziel kämpft. Ihr Weg scheint aussichtslos zu sein, denn er ist voller Gefahren, Misstrauen, Fallen und einer Welt, in der man als Mensch gebrochen wird. Der Mensch wird zum Tier, die Welt weckt die animalischen Instinkte in ihm und macht ihn unberechenbarer. Ehre und Stolz ist ein Fremdwort, es herrscht Misstrauen, Paranoia, Gier und Gewalt und wenn man sich genauer umschaut, dürfte man eigentlich keinen Grund mehr haben, am Leben bleiben zu wollen.
    Eine Welt in der ein Stück Seife ein Geschenk Gottes zu sein scheint und in der eine kleine Geste doch zeigen kann, dass das Gute im Menschen noch nicht ausgestorben sein kann, aber vom Aussterben bedroht ist. Man darf nur nicht den Lebensmut verlieren.

    Hierbei wurde „The Road“ mit einer herausragenden Riege aus Schauspielern gesegnet, die in Bestleistungen agieren: Viggo Mortensen als aufopfender Vater, Charlize Theron als die verzweifelnde Mutter, Robert Duvall als gebrechlicher alter Mann, Guy Pearce als Veteran oder Garret Dillahunt als Gangster. Dabei sind auch die kleinsten Rollen sehr gut besetzt und wirken sehr glaubwürdig.

    Das Bild:
    Das Bildverhältnis liegt in 2,35:1 vor. Um die postapokalyptische Atmosphäre zu unterstreichen wurde hier auf leuchtende Farben verzichtet und viel mit Grautönen gearbeitet. Lediglich in Rückblenden sieht man kräftige Colorationen, die eine noch vertraute Gegenwart zeigen, eine Welt in der noch alles in Ordnung ist. Die vermeintliche Zukunft wirkt hingegen durch das viele Grau trist und düster.
    John Hillcoat arbeitete hier sehr viel mit Farben und Bildern, um eine bedrohliche Atmosphäre zu erschaffen. Unterstrichen wird dies auch durch einen sehr guten und passenden Score von Nick Cave und Warren Elis. Erfreulicherweise wurden hier nicht, wie so oft leider von anderen Filmen gewohnt, irgendwelche Rocksongs aktueller Acts wie LINKIN PARK und Konsorten eingesetzt, das wäre hier wirklich deplatziert gewesen.


    Empfehlung:
    Wer auf Filme wie „The Book of Eli“, „Mad Max“, „Postman“ oder „The Day after“ mag und sich das ganze auch noch mit weniger Action aber mehr Anspruch vorstellen kann, ist hier nun angesprochen. „The Road“ hat trotz seiner tristen Stimmung eine sehr positive Message, die sehr gut vermittelt wurde. Hinter jedem dunklen Tunnel ist ein kleines Licht und da sollte man strikt drauf zugehen.
    Und ihr nun in das nächste Kino eures Vertrauens.
    Übrigens: Kinos, die diesen Film nicht zeigen sind doof!

  7. #107
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    AW: The Road

    Gerade eben gesehen und begeistert das Kino verlassen. Das Buch habe ich vorher nicht gelesen und kannte es bis vor kurzem auch gar nicht, so dass ich mir die Verfilmung unvoreingenommen anschauen konnte. Und diese fand ich sehr überzeugend. Alles passt zusammen: Story, Optik, Schauspieler, Musik etc. Über das Ende muss ich noch länger nachdenken. An sich fand ich es gelungen, zumindest gibt es dem Zuschauer ein Minimum eines guten Gefühls. Andererseits bin ich am überlegen, ob es nicht besser, weil konsequenter, gewesen wäre, wenn der Junge sich nach dem Tod des Vaters mit der letzten Patrone selbst erschießt.

    Ein wirklich wundervoller, wenn auch sehr trauriger Film.

    9/10

  8. #108
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    AW: The Road

    Zitat Zitat von Places Beitrag anzeigen
    Andererseits bin ich am überlegen, ob es nicht besser, weil konsequenter, gewesen wäre, wenn der Junge sich nach dem Tod des Vaters mit der letzten Patrone selbst erschießt.

    Ein wirklich wundervoller, wenn auch sehr trauriger Film.

    9/10
    Stimmt, die Idee ist wirklich sehr gut

  9. #109
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    AW: The Road

    Zitat Zitat von Places Beitrag anzeigen
    wenn der Junge sich nach dem Tod des Vaters mit der letzten Patrone selbst erschießt.
    Ich könnte mir vorstellen, das dem Jungen dieser Gedanke gekommen ist. Allerdings braucht es eine grosse Selbstüberwindung. Ausserdem hätte der Junge so sämtliche Mühen des Vaters zusammen mit dessen Hoffnungen verraten.
    Zudem wäre es ein zu grosser Bruch mit der Vorlage und auch in Testvorführungen wäre ein derartiges Ende bestimmt nicht gut weggekommen. Hätte es der ganzen grund-depressiven Stimmung doch die Krone aufgesetzt.

  10. #110
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    AW: The Road

    Zitat Zitat von DorianGrey Beitrag anzeigen
    Ich könnte mir vorstellen, das dem Jungen dieser Gedanke gekommen ist. Allerdings braucht es eine grosse Selbstüberwindung. Ausserdem hätte der Junge so sämtliche Mühen des Vaters zusammen mit dessen Hoffnungen verraten.
    Zudem wäre es ein zu grosser Bruch mit der Vorlage und auch in Testvorführungen wäre ein derartiges Ende bestimmt nicht gut weggekommen. Hätte es der ganzen grund-depressiven Stimmung doch die Krone aufgesetzt.
    Daran habe ich auch schon gedacht, deswegen kann ich einerseits mit dem "Happy End", was ja an sich kein richtiges Happy End ist, gut leben. Schließlich geht es dem Vater ja darum, "das Feuer zu bewahren", und darauf bereitet er den Jungen ja die ganze Zeit vor.

    Andererseits, so sehr die Beiden auch überleben wollen, ist die Verzweiflung allgegenwärtig und gipfelt in der Szene im Kannibalenhaus, als der Vater bereit ist seinen Sohn zu erschießen. Hätte er es wirklich getan, wenn es diesen Tumult im Erdgeschoss nicht gegeben hätte? Oder aber auch die Szene ganz am Anfang, als noch zwei Kugeln im Revolver waren, wo der Vater erklärt, wie man sich in den Kopf zu schießen hat (und beide kurz davor waren, es zu tun). Insofern wäre es eigentlich kein Verrat, denn die Option, sich selbst töten zu können, hätte der Junge letztenendes auch vom Vater gelernt.

    Und ganz ehrlich, wofür lohnt es sich denn noch zu leben in einer solchen Welt? Sterben wird man so oder so, man kann lediglich den Prozess verkürzen.
    Auch wenn der Junge jetzt eine Ersatzfamilie gefunden hat, leichter wird es trotzdem nicht.


    Man, dieser Film beschäftigt mich mehr als ich gedacht hätte. Werde mir auf jeden Fall noch das Buch kaufen.

  11. #111
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    AW: The Road

    Nachvollziehbar. Allerdings hat man gesehen, dass es mit dem alten Mann, dem Vater und auch dem Veteranen samt Anhang noch gute Menschen gibt. Letztendlich ist der Mensch ein von Hoffnung getriebenes Wesen und auch hier weiss man nicht, was die Zukunft bereit hält. Auch wenn es derzeit so ausschaut, als steuere das gesamte Sein unaufhaltsam dem Abgrund entgegen, ist dies jedoch nicht mit 100%iger Gewissheit zu behaupten. Und selbst 1% Möglichkeit lässt vlt. noch hoffen.
    Die Tatsache, das der Vater sich und den Jungen nicht erschossern hat, obwohl er mehrmals kurz davor war, zeigt doch, das es trotzallem irgendwie weitergeht.

  12. #112
    Pirat
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    AW: The Road

    Zitat Zitat von DorianGrey Beitrag anzeigen
    Nachvollziehbar. Allerdings hat man gesehen, dass es mit dem alten Mann, dem Vater und auch dem Veteranen samt Anhang noch gute Menschen gibt. Letztendlich ist der Mensch ein von Hoffnung getriebenes Wesen und auch hier weiss man nicht, was die Zukunft bereit hält. Auch wenn es derzeit so ausschaut, als steuere das gesamte Sein unaufhaltsam dem Abgrund entgegen, ist dies jedoch nicht mit 100%iger Gewissheit zu behaupten. Und selbst 1% Möglichkeit lässt vlt. noch hoffen.
    Die Tatsache, das der Vater sich und den Jungen nicht erschossern hat, obwohl er mehrmals kurz davor war, zeigt doch, das es trotzallem irgendwie weitergeht.
    Das stimmt. Der Mensch versucht sich immer an eine, wenn auch minimale, Hoffnung zu klammern. Ich frage mich halt nur, ob es wirklich Sinn macht in der Welt, die in The Road dargestellt wird. Andererseits ist es müßig, über Sinn und Unsinn nachzudenken, denn es liegt nun mal in der Natur des Menschen, überleben zu wollen. Die Verstand sagt vielleicht, bring dich besser um, doch der Selbsterhaltungstrieb lässt es nicht zu. Zumindest noch nicht, auf´s Ende des Films bezogen.

  13. #113
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    AW: The Road

    Eben. Ausserdem lässt sich nicht mit 100%iger Sicherheit sagen, ob's der Welt in absehbarer oder auch unabsehbarer Zeit wieder besser geht. Immerhin ist nichts über den Auslöser der Situation wie sie ist bekannt, geschweige denn, welche Katastrophe das alles ausgelöst hat.
    Schau Dir all die Menschen an, die damals in den KZ's leben mussten. Die Menschen, die in Afrika ein menschenunwürdiges Dasein fristen, ohne Aussicht auf Besserung. Warum haben sich all diese Menschen nicht das Leben genommen oder tun es nicht, obwohl sie wirklich allen Grund hätten. Ist ihre Situation doch ebenso ausweglos, wie vlt. die des Jungen im Film? Ich denke die Hoffnung auf Besserung wider besseren Wissens ist/war es, die sie eintreibt/angetrieben hat, weiterzuleben.

  14. #114
    darkmailer
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    AW: The Road

    Was für ein unglaublich genialer Film. Leise aber nie langweilig, dramatisch aber nie übertrieben, emotional aber nie rührselig. Dazu beeindruckende Bilder einer zerstörten Welt in der Menschen ohne jede Hoffnung nach einem Grund zum weiterleben suchen. Ich habe schon lange keinen Film mehr gesehen der sich so über den üblichen Hollywood Einheitsbrei erhebt, schön das sich der Kinobesuch doch noch lohnen kann. 9/10

  15. #115
    Time to kill
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    AW: The Road

    Was ich mich aber die ganze Zeit frage ist, ob...

    Spoiler:

    ...die vermeintlich "gute Familie" am Ende des Films wirklich so "gut" ist. Mir kam der Gedanke, dass sie in dem Jungen möglicherweise auch nur eine "Nahrungsquelle sieht, an die sie erst rankommt, wenn der Vater (V. Mortensen) nicht mehr da ist.

    Indiz 1:
    Warum sonst sollten sie den Jungen und seinen Vater schon seit längerem verfolgen (so wie von der Familie am Ende erklärt wird) ohne mit ihnen Kontakt aufzunehmen oder ihnen in Notsituationen zu Hilfe zu kommen (z.B. Angriff des Bogenschützens, Verarzten der Beinwunde)?

    Indiz 2:
    Die Frau sagt am Ende unter Tränen so was wie "Wir sind so froh dich gefunden zu haben!" - Freude über die vermeintliche Nahrung für die eigenen Kinder...?!

    Auch muss ich sagen, dass ich in Unkenntnis der Buchvorlage die fehlenden Daumen auch eher als ein Zeichen für Kannibalismus interpretiert habe.

    Geändert von alex01975 (23.10.10 um 08:12:35 Uhr)

  16. #116
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    AW: The Road

    Ein Aspekt, dessen Auflösung man wohl nie ganz gewahr wird. Möglichkeiten bestehen in beide Richtungen. Ich denke, es liegt an jedem selbst, wie er das Ende und dessen potentielle Folgen interpretiert. Möglicherweise spielt da auch mit rein, ob man Optimist ist oder doch eher Pessimist ist.
    Auf jeden Fall mal ein Film, der einem zum Ende hin nicht eine Friede-Freude-Eierkuchen-Mentalität vorgaukelt.

  17. #117
    darkmailer
    Gast

    AW: The Road

    Zum Glück wurde am Ende nicht zuviel aufgeklärt, gerade die Ungewissheit wer der Fremde wirklich ist und welche Absichten, egal ob gut oder schlecht, er hat machen für mich hier den Reiz aus. Als der Junge fragt " Woher weiß ich ob du zu den guten gehörst ? " das war für mich der Gänsehautmoment des Films.

    Edit: Ich habe es jetzt doch in einen Spoiler gepackt, den gerade wie es nach dem Tod des Vaters weitergeht ist ja mit der spannendste Augenblick des Films.

  18. #118
    Off Duty
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    Neuss
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    13.211

    AW: The Road

    Gestern auch endlich gesehen und es war ein Traum. Kein Mucks im Kinosaal (war ein kleines Programmkino) und man konnte endlich mal einen ruhigen Film richtig auf sich wirken lassen, ohne dass die Hälfte des Publikums ihrer Langeweile lautstark Luft macht.
    Eigentlich wurde hier schon alles Wesentliche erwähnt. Ohne Frage ein toller Film, wenn auch das Ende imo etwas zu glatt war. Und irgendwie hat es mich gestört, dass die Überlebenden der Katastrophe ausschließlich in zerschlissenen Billig-Klamotten samt kaputter Schuhe rumliefen. Was hält die Menschen denn davon ab, einfach mal in den nächsten Outdoor-Laden zu marschieren und sich da mit Mammut-Jacken und Meindl-Schuhe auszurüsten? Na ja... drauf geschissen.

    Aber eins würde mich ja noch interessieren. Nachdem die Frage mit den Daumen ja in der imdb einigermaßen geklärt wird - warum wird Guy Pearce im Abspann als "Veteran" bezeichnet? Veteran wovon?

  19. #119
    darkmailer
    Gast

    AW: The Road

    Das mysteriöse Etwas ist viele Jahre her und alle Läden sind bereits einmal oder mehrmals geplündert worden. Das ist ein Detail das die Versorgungsprobleme erklärt, anders als zum Beispiel beim grottigen 28 Days later wo man als Zuschauer schlucken soll das in einer leeren Millionenstadt nach 28 Tagen kein Wasser mehr zu finden ist.

  20. #120
    PuShEr
    Gast

    AW: The Road

    Schade, ich hatte nach dem vorherrschenden Ton hier einein richtig guten Film erwartet. Klar, die Atmosphäre und schauspielerischen Leistungen waren superb. Die Geschichte und den Handlungsverlauf fand ich hingegen etwas belanglos und mir fehlte die Tiefe. Dies gilt auch für die Charaktere, ihre Motivation und Entwicklung. Weiterhin missfielen mir die religösen Untertöne und die verfehlte, überzeichnete Überdramatisierung. Das Potenzial hat meiner Meinung nach neben dem zwanghaft aufgesetzten religösen Humbug auch stark durch die Rückblenden gelitten. Das filmische Mittel der Rückblende halte ich insofern für unpassend, dass durch diese Unterbrechungen die Atmosphäre leidet und der Fokus auf die eigentliche Geschichte entkräftet wird. Meiner Meinung nach kein Meisterwerk aber für einen veregneten Sonntag ganz brauchbar.
    Geändert von PuShEr (13.11.10 um 13:53:09 Uhr)

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