Cinefacts

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  1. #61
    meat loaf
    Gast

    AW: Berlinale 2009

    Meinst Du THE BARONESS? Ich versuch's mal kurz zu halten (was natürlich nicht klappt).

    Ist ein revisionistischer Historienfilm über Lady Bathory - soweit, so gut. Leider schlecht gespielt, schwülstige Dialoge (da es eine englischsprachige Produktion mit internationaler Besetzung ist, dürften die Akzente niemand überraschen) und erschreckend naiv. Den einzig interessanten Ansatzpunkt packe ich vorsichtshalber mal in einen...Nach der unfreiwilligen Trennung von ihrem halb so alten Liebhaber Istvan (Daniel Brühl) verfällt die Baronin in einen Jugendwahn, der die recht bekannten Konsequenzen hat. Diese Ereignisse finden in Abwesenheit Istvans statt, der gleichzeitig als Erzähler fungiert, was wiederum deren Glaubwürdigkeit in Frage stellt.
    Klingt insgesamt leider interessanter, als es ist. Ich würde gern etwas von einer mittelalterlichen Sex-And-The-City-Variante erzählen, aber dann steigt mir bestimmt irgendjemand aufs Dach.

    Die Chemie zwischen Brühl und Delphy ist gewissermaßen nicht existent. Das in Historienfilmen- und Romanen schon x-fach durchgekaute Motiv der "unmöglichen Liebe" wird hier nicht nur erneut bemüht, sondern ist auch noch unglaubwürdig. Hätten sich die beiden nicht so blöd angestellt, hätten sie glücklich ihre Zeit miteinander verbringen können. Aber jo mei, der Film wäre nach (den) 30 (schlechtesten) Minuten zu Ende. Überhaupt ist der Charakter Brühls ein Idiot. Muß aber so sein, um am Ende keine eindeutige Stellung zum Hauptgeschehen des Films nehmen zu müssen.

    Mit der Figur der Lady Bathory hatte ich einige Probleme. Es wurde halt versucht, sie von ihrem Image eines blutrünstigen Monsters zu lösen. Ist völlig mißglückt, aber für die Erklärung müßte ich noch weiter ausholen.

    Sorry, daß das jetzt etwas konfus geschrieben ist, aber für eine ausführliche "Würdigung" fehlt mir im Moment einfach die Zeit.

    Ich hätte fast das Positive vergessen: Die Ausstattung ist top, und nicht nur die Brüste der Delphy sehen immer noch gut aus.

    Fazit: Es läuft noch KARTHOUM in der Retro, der neue Sion Sono, BEAST STALKER, WHITE LIGHTNIN´(sehr zu empfehlen!)... Da sollte was Besseres zu finden sein.

  2. #62
    holly_california
    Gast

    AW: Berlinale 2009

    Zitat Zitat von meat loaf Beitrag anzeigen
    Meinst Du THE BARONESS? Ich versuch's mal kurz zu halten (was natürlich nicht klappt).

    ...WHITE LIGHTNIN´(sehr zu empfehlen!)... Da sollte was Besseres zu finden sein.
    Lustig, weil ich nämlich für The Baroness keine keine Karten mehr bekommen habe und deshalb (Blindkauf) welche für White Lightnin' besorgt habe... Danke für das Feedback.

  3. #63
    schibal!
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    AW: Berlinale 2009

    Ich war heute morgen um 9.30 zu „2001 Space Odyssey“ von Kubrick im Kino.
    Ich muss zugeben ich hatte mich leicht gewundert warum dieser Film in der Kategorie „Generation 14+“ läuft. Vor Ort wurde mir das aber klar 80% des Publikums wahren unter 20. Viele Schulklassen und co. Was ich an sich eigentlich ganz gut finde, hätten unsere Lehrer früher auch mal machen können aber naja soweit hat es nie gereicht

    Das besondere war ja das der Film in 70mm gezeigt wurde einem Filmformat was man heute eigentlich nicht mehr kennt/benutzt weil es den „Filmemachern“ zu teuer geworden ist. Es zeichnet sich (im Vergleich zu normalen 35mm Film) durch eine bessere Schärfe und Farbrillianz aus. Heutzutage in Zeiten von Bluray und co. Zieht das natürlich keinen mehr ausm Hocker aber seinerzeit war das echt was besonderes.

    Vor Ort waren auch der „Filmpädagoge der Berlinale“ sowie der „Direktor (?) des Filmmuseums am Potsdamer Platz“ welche vor dem Film, in der Pause sowie nach dem Film bissel was erzählt haben. Und so Flyer verteilt damit man mal den unterschied zwischen normalen Film und diesem 70mm Film sieht. Hier nen Bild vom Flyer für euch:




    So und den Film selbst habe ich auch zum ersten mal gesehen und fand ihn eigentlich recht gut. Ok hier und da hat er nen paar längen aber alles in allem schon sehr geil gemacht und auch spannend. Das ende wiederum ist so ne sache erst dachte ich ich hätte alles verstanden aber dann…..naja also doch nicht alles verstanden Aber das war ja auch die Intention der Macher des Filmes. Sie wollten Fragen aufwerfen(*)...viele…unter anderem „wer hatte dem Praktikanten erlaubt mit den Farbfiltern Amok zu laufen?“



    (*) "Wenn Sie 2001 vollständig verstanden haben, haben wir versagt: Wir wollten viel mehr Fragen stellen, als wir beantwortet haben."

  4. #64
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    AW: Berlinale 2009

    Zitat Zitat von Flek Beitrag anzeigen
    Das besondere war ja das der Film in 70mm gezeigt wurde einem Filmformat was man heute eigentlich nicht mehr kennt/benutzt weil es den „Filmemachern“ zu teuer geworden ist. Es zeichnet sich (im Vergleich zu normalen 35mm Film) durch eine bessere Schärfe und Farbrillianz aus. Heutzutage in Zeiten von Bluray und co. Zieht das natürlich keinen mehr ausm Hocker aber seinerzeit war das echt was besonderes.
    Mehr als kritisch, diese Aussage.

    Bluray kann ja noch nicht mal wirklich mit 35mm mithalten... und die Tiefenschärfe von 70mm wird dieses Medium nie erreichen (können).

    Das ist also nicht nur "damals" was besonderes gewesen, sondern heute umso mehr.

  5. #65
    schibal!
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    AW: Berlinale 2009

    Also so superp scharf und toll detailiert wie erwartet war 70mm in meinem fall (2001) nicht.

  6. #66
    Captain Legend
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    AW: Berlinale 2009

    Zitat Zitat von holly_california Beitrag anzeigen
    Lustig, weil ich nämlich für The Baroness keine keine Karten mehr bekommen habe und deshalb (Blindkauf) welche für White Lightnin' besorgt habe... Danke für das Feedback.
    Du hättest vielleicht auch lieber nach THE COUNTESS fragen sollen, wenn du den Delpy-Film meintest.

    @Badevil: RAGE wurde von der Presse regelrecht auseinandergenommen und steht im Kritikerspiegel (täglich in der "Screen International") mit einem Bewertungsschnitt von 0.8 (von 4.0 möglichen) als einsames Schlusslicht da. Ich glaube, den mochte wirklich keiner.

  7. #67
    holly_california
    Gast

    AW: Berlinale 2009

    Zitat Zitat von meat loaf Beitrag anzeigen
    Meinst Du THE BARONESS?
    Er hats mir eingeredet, ich bin unschuldig! Na ja, habe jetzt jedenfalls noch einiges über "White Lightning" gelesen. Der hört sich ja echt gut an, freue mich ihn morgen zu sehen!

  8. #68
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    AW: Berlinale 2009

    Zitat Zitat von Flek Beitrag anzeigen
    Ich war heute morgen um 9.30 zu „2001 Space Odyssey“ von Kubrick im Kino.
    Ich bin leider gescheitert, online für den Samstag Karten zu kaufen. Aber danke für Deinen Bericht.

  9. #69
    meat loaf
    Gast

    AW: Berlinale 2009

    Zitat Zitat von holly_california Beitrag anzeigen
    Er hats mir eingeredet, ich bin unschuldig! Na ja, habe jetzt jedenfalls noch einiges über "White Lightning" gelesen. Der hört sich ja echt gut an, freue mich ihn morgen zu sehen!
    Tschuldigung! Sieh's positiv, der Titel macht den Film auch nicht besser. Scheint trotzdem einer der Publikumsrenner auf dem Festival zu sein...

  10. #70
    holly_california
    Gast

    AW: Berlinale 2009

    Gestern 'White Lightning' gesehen. Was für ein Brett, absolut großartig, wenn auch teilweise schwer mit anzusehen. Wahnsinn!

    Heute gibts noch 'Unmade Beds'...

  11. #71
    Number One
    Gast

    AW: Berlinale 2009

    Ach ja, wieder in Hamburch. (Nix gegen Berlin, natürlich) Höhepunkte waren für mich der Film "Der Knochenmann", ein unglaublich lustiger Film aus Österreich. Ja, das ist kein Schreibfehler. Und natürlich der Auftritt von William Dafoe. Super cool und super lustig der Mann! Allerdings eine Schande, daß er nach der Vorführung seines Films nicht interviewt wurde. Man hat dem Regisseur Angelopoulus ein Mikro in die Hand gedrückt, er hat irgendwas französisches gebrabbelt und das war's. Schwache Organisation von der Berlinale! Ansonsten kann man ja nicht meckern.

    The Beast Stalker (Dante Lam)
    War ein durchschnittlicher Hong Kong Actionfilm. Punkte hat der Film sicherlich mit ein paar guten Ideen und Figuren gemacht, gerade der "Böse" war interessant. Aber dann gab es doch viele Klischees und dramaturgische Schwächen, die man ja immer in Hong Kong Actionfilmen fürchten muß. Die dauernde Handkamera hat zum Glück nicht genervt, wie etwa bei "Bourne" und der Autocrash in Superzeitlupe war vom allerfeinsten!

    Mammoth (Lukas Moodysson)
    War klar, daß der Film bei vielen Kritikern schlecht ankommt. Der Regisseur ist wie gewohnt ehrlich und aufgeschlossen, bietet also viel Angriffsfläche. Ich fand den Film überdurchschnittlich, konnte aber ganz klar nicht an "Fucking Amal", "Zusammen" und "Lilja-4-ever" rankommen! Aber der Film hatte was. Wirklich sehr interessante Figuren, die nur durch die einfache Trennung von Raum Probleme hatten. Soviel zum Vorteil der Globalisierung! Gut, der Film plätscherte teilweise etwas vor sich hin, zog aber gnadenlos bis zum Ende hin an und da geht es dann richtig zur Sache! Dem Film vorzuwerfen, er würde "predigen" oder wäre zu moralisch, ist lächerlich! Lediglich durch das Hin und Herschneiden zwischen New York, Thailand und den Philippinen führt der Film einem vor Augen, wie unterschiedlich die Lebensstandards sind! Eine sehr subtile und ehrliche Kritik an die Wohlstandsgesellschaft!

    Der Knochenmann (Wolfgang Murnberger)
    Der beste österreichische Film den ich jemals gesehen habe! Im Ernst, der Film ist zum schreien komisch! Leute, guckt euch den Film an.

    Meuterei auf der Bounty, 70mm Vorführung (Lewis Milestone)
    Ich hätte ja gerne "2001" gesehen, aber die Karten gingen ja weg wie nix. Das ist zwar einer meiner Lieblingsfilme (M. Brando und T. Howard spielen auf einer Ebene die nie wieder erreicht wurde). Aber der Film ist einfach zu alt um die 70mm Qualität zu genießen. Dennoch sehr beeindruckend die Vorführung.

    In the Dust of Time (Theodoros Angelopoulus)
    Gewohnt guter Film von dem Regisseur. Man muß allerdings auf diese langsame Machart stehen! Beinahe jede Szene kam ohne Schnitt aus und wurde von einer Kamerafahrt begleitet. Allerdings war das teilweise sehr raffiniert gemacht. Hin und wieder sah man sehr atmosphärische Bilder und überragende Schauspielleistungen (besonders von Bruno Ganz und Michel Piccoli). Aber vieles war einfach zu langatmig.

    The Countess (Julie Delpy
    Äh... war das jetzt ein Historienfilm oder ein Slashermovie? Wie auch immer, die Mischung der Genres paßte für mich nicht. Langweilig. Die Schauspieler blieben unter ihren Möglichkeiten. William Hurt grummelte nur in seinen Bart. Sebastian Blomberg war fehlbesetzt (man hätte einen Schauspieler nehmen sollen). Naja, aber Daniel Brühl hat nicht wie üblich genervt. Dennoch Respekt für Julie Delpy einen aufwändigen Film zu stemmen, die Hauptrolle zu spielen, die Story zu schreiben und die Musik zu komponieren! Aber vielleicht hat sie sich doch übernommen.

    Eden is West (Costa-Gavras)
    Sehr guter Film! Höllisch spannend und unaufdringlich in seiner politischen Sichtweise, wie man es vom Meisterregisseur Costa-Gavras erwarten darf. Normalerweise stehe ich ja nicht so auf diese Flüchtlings-Filme (sorry), aber hier war es einfach nur spannend, mit der Hauptfigur Elias auf der Flucht durch die Länder zu sein. Rasant geschnitten und inszeniert kommt man nicht zum Atemholen. Alle Schauspieler waren grandios. All diese verschiedenen Menschen aus verschiedenen Ländern zu "erleben" war interessant. Vor allem war der Film stellenweise wahnsinnig komisch! Der Regisseur versteht sein Handwerk!

  12. #72
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    AW: Berlinale 2009

    Zitat Zitat von meat loaf Beitrag anzeigen
    Meinst Du THE BARONESS? Ich versuch's mal kurz zu halten (was natürlich nicht klappt).

    Ist ein revisionistischer Historienfilm über Lady Bathory - soweit, so gut. Leider schlecht gespielt, schwülstige Dialoge (da es eine englischsprachige Produktion mit internationaler Besetzung ist, dürften die Akzente niemand überraschen) und erschreckend naiv. Den einzig interessanten Ansatzpunkt packe ich vorsichtshalber mal in einen...Nach der unfreiwilligen Trennung von ihrem halb so alten Liebhaber Istvan (Daniel Brühl) verfällt die Baronin in einen Jugendwahn, der die recht bekannten Konsequenzen hat. Diese Ereignisse finden in Abwesenheit Istvans statt, der gleichzeitig als Erzähler fungiert, was wiederum deren Glaubwürdigkeit in Frage stellt.
    Klingt insgesamt leider interessanter, als es ist. Ich würde gern etwas von einer mittelalterlichen Sex-And-The-City-Variante erzählen, aber dann steigt mir bestimmt irgendjemand aufs Dach.

    Die Chemie zwischen Brühl und Delphy ist gewissermaßen nicht existent. Das in Historienfilmen- und Romanen schon x-fach durchgekaute Motiv der "unmöglichen Liebe" wird hier nicht nur erneut bemüht, sondern ist auch noch unglaubwürdig. Hätten sich die beiden nicht so blöd angestellt, hätten sie glücklich ihre Zeit miteinander verbringen können. Aber jo mei, der Film wäre nach (den) 30 (schlechtesten) Minuten zu Ende. Überhaupt ist der Charakter Brühls ein Idiot. Muß aber so sein, um am Ende keine eindeutige Stellung zum Hauptgeschehen des Films nehmen zu müssen.

    Mit der Figur der Lady Bathory hatte ich einige Probleme. Es wurde halt versucht, sie von ihrem Image eines blutrünstigen Monsters zu lösen. Ist völlig mißglückt, aber für die Erklärung müßte ich noch weiter ausholen.

    Sorry, daß das jetzt etwas konfus geschrieben ist, aber für eine ausführliche "Würdigung" fehlt mir im Moment einfach die Zeit.

    Ich hätte fast das Positive vergessen: Die Ausstattung ist top, und nicht nur die Brüste der Delphy sehen immer noch gut aus.

    Fazit: Es läuft noch KARTHOUM in der Retro, der neue Sion Sono, BEAST STALKER, WHITE LIGHTNIN´(sehr zu empfehlen!)... Da sollte was Besseres zu finden sein.



    Ich hab den Film in der ausverkauften Vorstellung im International gesehen. Die Anmoderation war einem A-Festival würdig: "Sie sehen jetzt den Film THE COUNTRESS"!!!!
    Der Star ist leider nicht da. Frau Delpy ist abgereist. Aber dafür sehen sie den Film in Cinemascope Qualität!

    Ich war wirklich sehr beeindruckt; soviel Information von einem qualifizierten Ansager - Respekt.
    Der Film unterbot dann noch das Niveau der Moderation!

    Solch spannende Ansagen gab es übrigens vor fast jeder Vorstellung!

  13. #73
    schibal!
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    AW: Berlinale 2009

    Zitat Zitat von Krolock Beitrag anzeigen

    Solch spannende Ansagen gab es übrigens vor fast jeder Vorstellung!

    ist richtig hat aber auch seinen nutzen bei der hohen zahl an "wegläufern" bei jeder vorstellung (egal ob guter oder schlechter film) muss man ja davon ausgehen das die leute eh nicht wissen was sie gleich gucken

    Ich habe übrigens noch sorasoi, love exposure und bellamy gesehen. Meine meinung zu den filmen gibt es "bald" als spezial für onpsx Ich poste hier dann nen link oder den artikel als copy pasta

  14. #74
    Number One
    Gast

    AW: Berlinale 2009

    Zitat Zitat von Krolock Beitrag anzeigen
    Solch spannende Ansagen gab es übrigens vor fast jeder Vorstellung!
    Ja, das ging gar nicht. Ich habe mich ja schon darüber ausgelassen, daß bei "In the Dust of Time" KEIN Moderator anwesend war. Der Regisseur, Bruno Ganz, William Dafoe, etc. standen auf der Bühne und sind dann wieder runtergegangen. Geil.
    Aber bei "Beast Stalker" lief es gut. Bis auf den Korea Versprecher. Die Frage hat der Moderator dann erst gar nicht übersetzt.

  15. #75
    schibal!
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    AW: Berlinale 2009

    Zitat Zitat von Number One Beitrag anzeigen
    Aber bei "Beast Stalker" lief es gut. Bis auf den Korea Versprecher. Die Frage hat der Moderator dann erst gar nicht übersetzt.
    ach dan waren wir ja zusammen im kino Aber du warst nicht der typ der aufgestanden ist und meinte "vielen dank für diesen tollen tollen action film herr regisseur oder ? "

  16. #76
    Sé Lest
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    AW: Berlinale 2009

    The Times of Harvey Milk

    Dokumentarfilme sind meist eine Sache für sich, wenn es darum geht den Zuschauer durchschnittlich 90 Minuten bei der Stange zu halten. Ich bin der Meinung dass es vollkommen egal ist, ob die Doku optisch oder akustisch viel hergibt, solange man dem Thema wirklich Interesse entgegen bringt. Bestes Beispiel ist „The Times of Harvey Milk“, der alleine schon aufgrund seines Alters relativ „antiquiert“ wirkt und Archivmaterial mit Fernsehaufnahmen und Interviewausschnitten verbindet, also sehr old-school, wie man zu sagen pflegt.


    Obwohl z.B. sein Engagement beim Theater nicht gerade uninteressant ist, erfährt man sehr wenig über die Zeit vor Harveys politischer Karriere in San Francisco. Das ist der einzige größere Kritikpunkt den ich habe, denn gerade diese Zeit dürfte ihn deutlich geprägt haben haben für sein späteres Leben. Eventuell standen solche Informationen nicht zur Verfügung, was schade ist. Äußerst informativ und gehaltvoll waren die vielen Infos über Dan White und den so genannten Prozess, der ihm gemacht wurde. Es ist wirklich eine Katastrophe wie offensichtlich da Beweise mit lausigen Begründungen aus der Welt geschafft worden. Ein bisschen Gejammer und das Vorzeigen der kleinen Familie reicht da für einen weißen Mann aus der bürgerlichen Mitte, um der Todesstrafe zu entgehen. Es ist wichtig dass solch ein korruptes und von Vorurteilen geprägtes System offen gelegt wird und ich bin froh, dass ich durch Gus van Sant auf das Thema „Harvey Milk“ aufmerksam worde. An dieser Stelle sei noch gesagt, dass die Ähnlichkeit zwischen Dan White und Josh Brolin im Van Sants Film „Milk“ wirklich verblüffend ist.


    Ich hoffe es werden sich noch viele Leute diese Doku ansehen, wenn sie im Februar auf DVD erscheint, denn solche Geschichten müssen in der Öffentlichkeit präsenter werden und vor allem bleiben. Denn es geht hier nicht um schwul oder nicht schwul sein, sondern um die Achtung allen friedvollen Lebens und den Gedanken, dass man mit den richtigen Menschen an der Spitze ALLES erreichen kann. Eventuell wird es eine Zeit geben, in der es mehr Harvey Milks gibt, als Pistolenkugeln, mit denen diese zu Fall gebracht werden könnten. Es wird schwierig sein dies noch mitzuerleben – aber wie heißt es so schön während des Films: You’ve got to give them hope!


    9/10

  17. #77
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    AW: Berlinale 2009

    Zitat Zitat von Number One Beitrag anzeigen

    Meuterei auf der Bounty, 70mm Vorführung (Lewis Milestone)
    Ich hätte ja gerne "2001" gesehen, aber die Karten gingen ja weg wie nix. Das ist zwar einer meiner Lieblingsfilme (M. Brando und T. Howard spielen auf einer Ebene die nie wieder erreicht wurde). Aber der Film ist einfach zu alt um die 70mm Qualität zu genießen. Dennoch sehr beeindruckend die Vorführung.
    "Playtime" sah großartig aus, obwohl der auch nur 5 Jahre jünger ist (und nur in 1,85:1 gedreht wurde).
    Bei "Meuterei auf der Bounty" lag es eher an der Kopie als am Film selber - ich weiß allerdings auch nicht, wie da der Stand der Dinge ist bzw. was noch an Material vorhanden ist. Die Kopie die gezeigt wurde hatte zumindest einen ganz guten Rotstich drin.

    Abe rnicht falsch verstehen, war trotzdem ein tolles Erlebnis.

  18. #78
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    AW: Berlinale 2009

    Habe leider weniger gesehen als ich wollte:


    City of Borders (Yun Suh) - 8/10
    High Life (Gary Yates) - 6/10
    Zum Vergleich (Harun Farocki) - 7/10
    Rückenwind (Jan Krüger) - 3/10
    Queer Sarajevo Festival 2008 (Masa Hilcisin, Cazim Dervisevic) - 6/10
    The Reader (Stephen Daldry) - 3/10
    Das Ende des Schweins ist der Anfang der Wurst (John Heys) - 7/10
    Ein Traum in Erdbeerfolie (Marco Wilms) - 5/10
    Vingança (Paulo Pons) 2/10
    The Times of Harvey Milk (Rob Epstein) - 8/10
    Milk (Gus Van Sant) - 9/10
    Gevald (Netalie Brauns) - 7/10
    End of Love (Simon Chung) - 2/10
    Tanjong rhu (Boo Junfeng) - 4/10

  19. #79
    Number One
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    AW: Berlinale 2009

    Zitat Zitat von Flek Beitrag anzeigen
    ach dan waren wir ja zusammen im kino Aber du warst nicht der typ der aufgestanden ist und meinte "vielen dank für diesen tollen tollen action film herr regisseur oder ? "
    Nee, ich war der korpulente, ungewaschene Typ mit 3-Tage-Bart der laut Nachos gemampft hat. Typischer Cinefactsler halt.

  20. #80
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    AW: Berlinale 2009

    Top 3:

    BURROWING
    ZUM VERGLEICH
    MATERIAL

    und danach
    CAN GO THROUGH SKIN
    und
    DAS VATERSPIEL

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