*Trailer läuft* … Ein Film mit … Jason Statham. *Trailer Ende* Erster Gedanke: Da wird ordentlich gekloppt. Zweiter Gedanke: Richtig so! Dritter Gedanke: Aber ein wenig Abwechslung wär' - - - feindliche Übernahme durch Gedanke 2.

Los gehts! Statham spielt einen wortkargen Profikiller mit schickem Haus, schickem Wagen und schicker Prostituierter, denn wie wir wissen, verträgt diese Gattung keine zu persönlichen Verbindungen. Interessanter als Statham ist hier die Rolle seines Killer-Zöglings, denn die wurde mit Ben Foster professionell besetzt. Mir spielt er zwar zu oft die Rolle des lässigen White-Trash-Junkies, diese aber wenigstens zuverlässig gut. Über die vielen Bauernopfer muss man kein weiteres Wort verlieren, wohl aber über die Logik im Film. Gut, Logik in Actionfilmen zu suchen ist etwas, wofür man leicht ein paar Chuck-Norris-Sprüche kassieren kann, aber ich hab's trotzdem probiert. Über weite Strecken funktioniert der Film sogar ganz gut, doch beim ersten Auftrag des Killerlehrlings war wieder Kopfschlagen angesagt. Klischee über Klischee, es tat mir so weh! Nur ein Beispiel: Was macht wohl jemand der blutend über den Boden kriecht, nachdem er einen kurz zuvor umbringen wollte? Bestimmt wohlwollend eine Kanne Tee aufsetzen, damit man in Ruhe über die vorher ausgetauschten Aggressionen reden kann. Argh.

Ich bin für ernste Actionfilme wohl nicht geschaffen. Da reg' ich mich zu sehr auf - vielleicht ist dieser Effekt gewollt. Aufregung sorgt für Energieverlust. Energieverlust sorgt für Durst. Durst sorgt für Bierkonsum und Bierkonsum führt oft zu testosterongeladener Brüllerei. Und was bekommt man dann? Genau, Lust auf einen Actionfilm. Der Kreis schließt sich.

6/10