Cinefacts

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  1. #121
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    Zitat Zitat von Torsten Kaiser TLE Beitrag anzeigen
    Generell sollte man re: solcher shots vorsichtig sein, solange die Bearbeitungskette nicht klar offenliegt, was sie in fast keinem Fall tut. Deshalb sagte ich auch ganz bewußt "Sollte" und "wäre".
    Mein Kommentar bezog sich ja auch gar nicht auf den Ihren.

    Ich selbst habe die Blu-ray Disc nicht gesehen. Aber: die hier sichtbaren Probleme sind mit denen, wie sie in den shots von CONTACT und AUDITION von Dir empfunden werden, nicht zu vergleichen.
    Ich wollte nur darauf hinweisen, daß mir gerade bei beaver schon mehrfach entsprechende (typischerweise eben magenta-stichige) Farbabweichungen im Gegensatz zu dem, was ich auf der blu-ray sehe, aufgefallen sind (im übrigen nicht nur mir). Ob das hier auch der Fall ist, und/oder ob die Ursache dieselbe ist, weiß ich nicht, und habe ich auch nicht geschrieben. Auch ich schrieb ja nur von "könnte". Letztlich wollte ich nur Ihre Aussage in Bezug auf Fremdshots unterstützen.

    Zudem ist bei CONTACT, soweit ich es sehen kann, bis auf globale Untersättigung das Bildsignal soweit in etwa "okay"; es ist also hier zumindest kein color shifting vorhanden.
    Bei einigen der beaver shots von Contact stimmen jedenfalls definitiv die Farben nicht (sehr gut zu sehen beim Auge, dem Prieser und dem Jeep, wenn man mit der blu-ray vergleicht).
    EDIT: Da es leicht zu übersehen ist: Die blu-ray ist hier in der Mitte.

    Man kann also, was die Probleme bei SUSPIRIA anbelangt, nicht generalisieren und auf die anderen übertragen um somit daraus zu schließen, das bei DVDBeaver grundsätzlich diese color shifts aufgrund von capture Fehlern vorliegen.
    Habe ich ja auch nicht .

    Was AUDITION betrifft, sollten die shots in etwa auch nur dem BD Signal entsprechen, ist auch hier die Problematik von SUSPIRIA nicht übertragbar.
    Dafür fehlt mir das Fachwissen, ich wollte nur darauf hingeweisen haben, daß die Audition Shots beispielsweise einen Farbstich haben, den die blu-ray nicht hat, und man daher eben gerade bei beaver in Bezug auf die Farben vorsichtig sein sollte. Ich sehe das mit der Zuverlässigkeit von Fremdshots im Allgemeinen nicht ganz so kritisch wie Sie, da es auch sehr zuverlässige Quellen gibt.
    Geändert von andreasy969 (30.01.10 um 22:16:20 Uhr)

  2. #122
    High Voltage
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    Ich habe Herrn Kaisers Kommentar auch nur unter Vorbehalt betrachtet und nicht als endgültig hingenommen, da er eben die Disc nicht selber unter die Lupe genommen hat (denn das hätte für mich eher eine definitve Aussagekraft).
    Es ist teilweise auch sehr schwierig. Gestern habe ich mir den Film im Dragon Release angeschaut.
    Hier wechseln diverse Szene zwischen grünstich und rotstich hin und her (z.B. der Dialog mit Udo Kier). Daher kann man mit entsprechenden Shots auch einen gewissen Eindruck "hinbiegen" (soll aber keine Unterstellung sein und die Wiedergabekette sollte sowieso identisch und kalibriert sein)...

  3. #123
    TLEFilms Film Restoration
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    Weil es auch unsere Arbeiten betrifft, hier nochmals ein post kopiert aus einem der anderen Threads - re: "M"

    Zitat Zitat von BornChilla Beitrag anzeigen
    @ LJSilver:
    Ich bin mal gespannt, was Torsten (Kaiser) zu Deinem "M"-Review sagen wird
    oder basiert die Blu-ray nicht auf dem Master, das seine Firma erstellt hat?
    Zitat Zitat von LJSilver Beitrag anzeigen
    TLE hat M gemacht? Gibt's dafür irgendwo einen Beleg? Hab ich gar nicht mitbekommen.
    Zitat Zitat von BornChilla Beitrag anzeigen
    Auf der Homepage wird "M" zumindest als eine Referenz aufgeführt.
    Aufklärende Worte dazu: Das von EUREKA verwendete Master auf der Blu-ray ist das (ursprünglich als HD-D5 erstellte) Master von Criterion von 2003. Deren Team hatte damals, kurze Zeit nach uns, in München an einem Transfer von einem anderen Lang Film gearbeitet und durch Zufall unseren Transfer von "M" für EUREKA gesehen. Dieser Transfer wurde damals (trotz unserer wirklich unzähligen Bitten, in High Definition arbeiten zu können) aus mehreren Gründen seitens EUREKA für deren damals geplante DVD Edition in Standard Definition (PAL) gemacht. Criterion, statt also das Master von uns übernehmen zu können (was eigentlich der Plan war) erstellten so notgedrungen nach uns von dem selben Filmelement noch einmal einen eigenen Transfer, in HD.

    Wir waren an diesem Criterion Master, das EUREKA ironischerweise für die Blu-ray Edition
    jetzt genutzt hat, also nicht beteiligt. Bei der kommenden Criterion Blu-ray Edition ist dies anders. Die color timing Probleme in einer Reihe von Szenen , die bei dem 2003 Criterion Master (das Eureka nun für BD verwendet haben) noch enthalten waren, wurden im Januar 2010 in wirklich ausgezeichneter Zusammenarbeit korrigiert. So also nichts beim Encoding schief geht, sollte jetzt auf der kommenden Criterion Blu-ray Edition alles stimmen.

    Was die Bearbeitung re: Zustand des Materials betrifft: Danny (LJSilver) - sei froh, dass der Zustand so gut ist, wie er ist. Im Urzustand sieht "M" ganz anders aus. "M" ist, was den Bearbeitungsaufwand anbetrifft, einer der umfassendsten, and denen ich je gearbeitet hatte. Von Längsrissen über 10 Frames + bis hin zu massiven Kratzern war alles dabei. Dies ist zu guten Teilen digital korrigiert worden; die Instabilitäten waren bei der 2001 erstellten photochemischen Restauration von Martin Koerber noch wesentlich schlimmer. Dies wurde 2002/2003 photochemisch noch einmal von L'immagine Ritrovata in Bologna verbessert; und von diesem Material haben wir letztendlich gearbeitet. Eine digitale Stabilisierung ist bei weitem nicht so einfach wie es einige hinstellen; es gibt auch deutlich sichtbare Artefakte, je nachdem, wie sich das Frame bewegt. Wir haben bei THE MOON IS BLUE (1953) von Preminger notgedrungen 4 Minuten Material stabilisieren müssen, und diese Arbeit hat Wochen in Anspruch genommen, weil Bewegungen teils nur sehr schwer zu 100% nachzuvollziehen sind. 99% bedeuten schon, das das Bild unnatürlich in der Bewegung ist oder gar springt. Dieser Aufwand geht sehr ins Geld. Abgesehen davon kann man THE GENERAL nicht mit "M" vergleichen, weil TG nicht mal anähernd die Probleme wie "M" hatte. Also Laufschrammen bei "M" zu kritisieren, die TG gar nicht hat, ist Äpfel und Birnen - you know the rest.

    Übrigens: Der Film heißt im Original "M", die alternativen Verweistitel wie "Eine Stadt sucht einen Mörder" usw. sind alle in den 60ger Jahren bei den erneuten Aufführungen (übrigens im falschen AR) "angehängt" worden, haben also mit dem Original nichts zu tun. Dies war bei der DVD Edition hier in Deutschland schon sehr ärgerlich.

    Addendum: Die britische Version von "M" ist nicht in High Definition, jedenfalls nicht nativ. Es handelt sich offensichtlich um ein Upconvert (was erst auf der Disc zugegeben wird, auf dem Cover steht 1080p) eines alten Tapemasters in PAL.
    Geändert von Torsten Kaiser TLE (04.03.10 um 01:09:51 Uhr)

  4. #124
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    Zitat Zitat von Torsten Kaiser TLE Beitrag anzeigen
    Wir haben bei THE MOON IS BLUE (1953) von Preminger notgedrungen 4 Minuten Material stabilisieren müssen, und diese Arbeit hat Wochen in Anspruch genommen, weil Bewegungen teils nur sehr schwer zu 100% nachzuvollziehen sind.
    Ist diese Fassung irgendwo zugänglich? Der Transfer auf der DVD-R aus der Warner Archive Reihe ist doch sicherlich ein anderer, oder?

  5. #125
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    Ich habe die britische M inzwischen angeschaut und finde die Qualiät sehr gut. Nur der zusammengebaute Audiokommentar mit Bogdanovich und Lang ist ohne UT kaum verständlich.

  6. #126
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    Zitat Zitat von kippe Beitrag anzeigen
    Ist diese Fassung irgendwo zugänglich? Der Transfer auf der DVD-R aus der Warner Archive Reihe ist doch sicherlich ein anderer, oder?
    WB Transfer ist definitiv nicht nur ein anderer, die Fassung ist auch vier Minuten zu kurz. Unsere Restaurationsfassung lief (und läuft) im Fernsehen bei der BBC in High Definition sowie bei NHK in HD in Japan, aber leider hat sich bislang kein Distributor für Blu-ray gefunden.

  7. #127
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    Zitat Zitat von arni75 Beitrag anzeigen
    Ich habe die britische M inzwischen angeschaut und finde die Qualiät sehr gut. Nur der zusammengebaute Audiokommentar mit Bogdanovich und Lang ist ohne UT kaum verständlich.
    Die Aufnahmen von 1968 waren in noch wesentlich schlechterem Zustand. Die restaurierte Tonspur ist dennoch nicht optimal, und kann es nicht sein, weil die Tapes sehr schlecht gelagert und somit degeneriert waren und zudem Lang fast immer vom Mikrophon weg gesprochen hatte.

  8. #128
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    Zitat Zitat von Torsten Kaiser TLE Beitrag anzeigen
    Weil es auch unsere Arbeiten betrifft, hier nochmals ein post kopiert aus einem der anderen Threads - re: "M"





    Aufklärende Worte dazu: Das von EUREKA verwendete Master auf der Blu-ray ist das (ursprünglich als HD-D5 erstellte) Master von Criterion von 2003. Deren Team hatte damals, kurze Zeit nach uns, in München an einem Transfer von einem anderen Lang Film gearbeitet und durch Zufall unseren Transfer von "M" für EUREKA gesehen. Dieser Transfer wurde damals (trotz unserer wirklich unzähligen Bitten, in High Definition arbeiten zu können) aus mehreren Gründen seitens EUREKA für deren damals geplante DVD Edition in Standard Definition (PAL) gemacht. Criterion, statt also das Master von uns übernehmen zu können (was eigentlich der Plan war) erstellten so notgedrungen nach uns von dem selben Filmelement noch einmal einen eigenen Transfer, in HD.

    Wir waren an diesem Criterion Master, das EUREKA ironischerweise für die Blu-ray Edition
    jetzt genutzt hat, also nicht beteiligt. Bei der kommenden Criterion Blu-ray Edition ist dies anders. Die color timing Probleme in einer Reihe von Szenen , die bei dem 2003 Criterion Master (das Eureka nun für BD verwendet haben) noch enthalten waren, wurden im Januar 2010 in wirklich ausgezeichneter Zusammenarbeit korrigiert. So also nichts beim Encoding schief geht, sollte jetzt auf der kommenden Criterion Blu-ray Edition alles stimmen.

    Was die Bearbeitung re: Zustand des Materials betrifft: Danny (LJSilver) - sei froh, dass der Zustand so gut ist, wie er ist. Im Urzustand sieht "M" ganz anders aus. "M" ist, was den Bearbeitungsaufwand anbetrifft, einer der umfassendsten, and denen ich je gearbeitet hatte. Von Längsrissen über 10 Frames + bis hin zu massiven Kratzern war alles dabei. Dies ist zu guten Teilen digital korrigiert worden; die Instabilitäten waren bei der 2001 erstellten photochemischen Restauration von Martin Koerber noch wesentlich schlimmer. Dies wurde 2002/2003 photochemisch noch einmal von L'immagine Ritrovata in Bologna verbessert; und von diesem Material haben wir letztendlich gearbeitet. Eine digitale Stabilisierung ist bei weitem nicht so einfach wie es einige hinstellen; es gibt auch deutlich sichtbare Artefakte, je nachdem, wie sich das Frame bewegt. Wir haben bei THE MOON IS BLUE (1953) von Preminger notgedrungen 4 Minuten Material stabilisieren müssen, und diese Arbeit hat Wochen in Anspruch genommen, weil Bewegungen teils nur sehr schwer zu 100% nachzuvollziehen sind. 99% bedeuten schon, das das Bild unnatürlich in der Bewegung ist oder gar springt. Dieser Aufwand geht sehr ins Geld. Abgesehen davon kann man THE GENERAL nicht mit "M" vergleichen, weil TG nicht mal anähernd die Probleme wie "M" hatte. Also Laufschrammen bei "M" zu kritisieren, die TG gar nicht hat, ist Äpfel und Birnen - you know the rest.

    Übrigens: Der Film heißt im Original "M", die alternativen Verweistitel wie "Eine Stadt sucht einen Mörder" usw. sind alle in den 60ger Jahren bei den erneuten Aufführungen (übrigens im falschen AR) "angehängt" worden, haben also mit dem Original nichts zu tun. Dies war bei der DVD Edition hier in Deutschland schon sehr ärgerlich.

    Addendum: Die britische Version von "M" ist nicht in High Definition, jedenfalls nicht nativ. Es handelt sich offensichtlich um ein Upconvert (was erst auf der Disc zugegeben wird, auf dem Cover steht 1080p) eines alten Tapemasters in PAL.
    Guten Tag Herr Kaiser!
    Die EUREKA BD von "M" basiert tatsächlich auf einem PAL upscale? Im CRITERION Forum spricht ein (offenbar) Mitarbeiter von EUREKA immer von einem HD Master. Und soweit ich das verstehe, erwähnen auch Sie ein für Criterion erstelltes HD Master, das hier verwendet wurde. Habe ich da etwas durcheinander gebracht?

  9. #129
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    Zitat Zitat von alterfilmnarr Beitrag anzeigen
    Guten Tag Herr Kaiser!
    Die EUREKA BD von "M" basiert tatsächlich auf einem PAL upscale? Im CRITERION Forum spricht ein (offenbar) Mitarbeiter von EUREKA immer von einem HD Master. Und soweit ich das verstehe, erwähnen auch Sie ein für Criterion erstelltes HD Master, das hier verwendet wurde. Habe ich da etwas durcheinander gebracht?
    Bitte aufmerksam und richtig lesen !
    Nochmals: die Eureka Blu-ray Disc enthält zwei Version von "M" -
    die deutsche Fassung, präsentiert in High Definition von dem 2003 Master von Criterion; und die britische Fassung - die aber ein (wie es auch vermerkt ist [erst auf der Disc, nicht auf dem Cover, dort steht 1080p, was irreführend ist]) Upconvert von einem alten PAL Tape Master ist.

  10. #130
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    Alles klar und vielen Dank! Hatte "britische" Version als Gegenstück zur US Criterion fehlinterpretiert. Mein Fehler, sorry!
    Übrigens vermisse ich sehr (wie wahrscheinlich viele andere hier) weitere BD Besprechungen in Ihrem tollen Thread...

  11. #131
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    Hallo Torsten.

    Bzgl. Ladykillers:

    Es wird an mehreren Stellen innerhalb der Dokus/AKs darauf hingewiesen, dass die Farbgebung absichtlich so ist, wie sie ist. Hast du diesen Aspekt berücksichtigt?

    Was mir aufgefallen ist, dass Konturen teilweise rot umrandet werden, zum Beispiel bei schwarzen Anzügen. Woher kommt das? Sind das negative Effekte der Farbkorrektur?

  12. #132
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    ..."Ladykillers" - ziemlich daneben gegangen, "Ausser Atem" - na, ja, "Wizard of Oz" gefiltert und nachgeschärft. Das klingt alles gar nicht überwältigend.
    Was soll der begeisterte, aber nicht unkritische Filmsammler Ihrer Meinung nun tun? Bei der DVD bleiben, oder die Zähne zusammenbeissen und TROTZDEM upgraden...?
    Habe selbst einen sehr guten Beamer (PLANAR 8130) und mittlerweile ca. 400 HD Scheiben (aber auch ca. 2000 DVD's). Mit neuen Produktionen komme ich - qualitativ - ja klar, bei jeder Neuedition eines Klassikers, winde ich mich mehr und mehr diese zu öffnen, da ich Angst davor habe, enttäuscht zu werden. Ich sage da nur "French Connection" - wobei das ja einen Sonderfall darstellt. Andererseits fand ich z.B. die letzte "Oz" DVD auch nicht wirklich schlecht (auch R. Harris war ja damals sehr begeistert).
    Wahrscheinlich spielt da auch eine Rolle, dass ich schon jenseits der 50 bin, viele der alten Klassiker noch im Kino (teilweise auch noch 70MM) gesehen habe. Auch habe ich fast 10 Jahre meines Lebens im und für Kino arbeitend verbracht leider wurden da auch manche Illusionen zerstört, was den Qualitätsanspruch der Vorführungen, seitens der Betreiber, betrifft.
    Was die Rezeption der Filme angeht, weiß ich nur, dass ich früher, als ich für meine Filmleidenschaft geprägt wurde, auch "Glücksgefühle"bei der Vorführung einer abgenudelten, zerkratzten Kinokopie hatte. Nun sitze ich aber vor der Leinwand und suche Fehler. Bis ich mir klar bin, ob der Transfer akzeptabel ist, ist der Film oft schon aus. Seltsamerweise ist das erst seit der Einführung der HD Medien so. Als ich früher mit meinem SIM2 DVD's geschaut habe, war mir klar, dass das nur eine "Anlehnung" an das wahre Filmerlebnis sein kann - und war selten wirklich enttäuscht. Bei der BD erwartet man sich unterbewusst immer einen echtes Filmerlebnis. Ich bin übrigens ganz auf Ihrer Seite mit den Bewertungen von z.B. "Bullitt". Das sind die Scheiben, wo ich nach ein paar Minuten zufrieden zurücksinke und genieße.
    Aber um auf die Anfangsfrage zurückzukommen: würden Sie auch bei misslungeneren Transfers der BD den Vorzug geben??

    Danke für die Zeit und eine (sicher interessante) Antwort!

  13. #133
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    Zitat Zitat von LJSilver Beitrag anzeigen
    Hallo Torsten.
    Bzgl. Ladykillers:

    Es wird an mehreren Stellen innerhalb der Dokus/AKs darauf hingewiesen, dass die Farbgebung absichtlich so ist, wie sie ist. Hast du diesen Aspekt berücksichtigt?

    Was mir aufgefallen ist, dass Konturen teilweise rot umrandet werden, zum Beispiel bei schwarzen Anzügen. Woher kommt das? Sind das negative Effekte der Farbkorrektur?

    Mr Kemp weiß sicher sehr viel von den Ealing Studios, aber die Technicolor Palette ist definitiv nicht korrekt. Das Gamma in den oberen Farbschattierungen und die Differenzierung der Schattierungen in Weiß sind deutlich viel zu hoch angesetzt, zudem in Weiß auch noch ein feiner Rotstich in vielen shots deutlich zu sehen ist. Dies sind keine Eigenheiten re: Technicolor, sondern Fehler bei der (Transfer)Lichtbestimmung und der Farbkorrektur. TLK war keinen speziellen Prozessen zur Anreicherung bzw Entzug von Silberverbindungen unterworfen, die diese Palette hätten ändern können. Die auf http://www.dvdbeaver.com/film2/DVDRe...rs_blu-ray.htm eingestellten shots
    repräsentieren in etwa das Aussehen des Bildsignals der BD korrekt oder zumindest sind so nahe dran dass sie einem die Problematik verdeutlichen. Die oberen Farbtöne sind teils sehr steil und sind in fast allen shots leicht nachvollziehbar - siehe shots mit den Geldkoffern, AG mit der Zeitung, und vor allem der letzte mit der alten Dame. Der Shot mit Herbert Lom ist dabei noch am nächsten an dem eigentlichen "target" dran, er ist nur ein wenig (zu) grünlich. Wohlgemerkt, die Farbgebung, wie sie auf den screengrabs der Anchor Bay DVD dargestellt wird, ist auch nicht korrekt (ein wenig zu dunkel und zu grün).

    Re: Konturen: wenn Du genauer hinsiehst, wirst Du erkennen, dass sie Konturen an einer Seite Bordeaux-Rot und auf der anderen Seite des "Objekts" Grün sind. Dies ist kein Fehler bei der Farbkorrektur, sondern hat mit dem "Wandern" der 3-strip Farblayer beim Technicolor Recombining (also der Umkopierung) zu tun. Dies nennt man auch Technicolor Misalignment oder auch Misregistration. Auch dies ist einer meiner Kritikpunkte, dies hätte gelöst werden können. Aber die (mangelhafte) Farbkorrektur ist in meinen Augen noch wesentlich problematischer.
    Geändert von Torsten Kaiser TLE (07.03.10 um 15:21:01 Uhr)

  14. #134
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    Zitat Zitat von alterfilmnarr Beitrag anzeigen
    ..."Ladykillers" - ziemlich daneben gegangen, "Ausser Atem" - na, ja, "Wizard of Oz" gefiltert und nachgeschärft. Das klingt alles gar nicht überwältigend.
    Was soll der begeisterte, aber nicht unkritische Filmsammler Ihrer Meinung nun tun? Bei der DVD bleiben, oder die Zähne zusammenbeissen und TROTZDEM upgraden...?
    Habe selbst einen sehr guten Beamer (PLANAR 8130) und mittlerweile ca. 400 HD Scheiben (aber auch ca. 2000 DVD's). Mit neuen Produktionen komme ich - qualitativ - ja klar, bei jeder Neuedition eines Klassikers, winde ich mich mehr und mehr diese zu öffnen, da ich Angst davor habe, enttäuscht zu werden. Ich sage da nur "French Connection" - wobei das ja einen Sonderfall darstellt. Andererseits fand ich z.B. die letzte "Oz" DVD auch nicht wirklich schlecht (auch R. Harris war ja damals sehr begeistert).
    Wahrscheinlich spielt da auch eine Rolle, dass ich schon jenseits der 50 bin, viele der alten Klassiker noch im Kino (teilweise auch noch 70MM) gesehen habe. Auch habe ich fast 10 Jahre meines Lebens im und für Kino arbeitend verbracht leider wurden da auch manche Illusionen zerstört, was den Qualitätsanspruch der Vorführungen, seitens der Betreiber, betrifft.
    Was die Rezeption der Filme angeht, weiß ich nur, dass ich früher, als ich für meine Filmleidenschaft geprägt wurde, auch "Glücksgefühle"bei der Vorführung einer abgenudelten, zerkratzten Kinokopie hatte. Nun sitze ich aber vor der Leinwand und suche Fehler. Bis ich mir klar bin, ob der Transfer akzeptabel ist, ist der Film oft schon aus. Seltsamerweise ist das erst seit der Einführung der HD Medien so. Als ich früher mit meinem SIM2 DVD's geschaut habe, war mir klar, dass das nur eine "Anlehnung" an das wahre Filmerlebnis sein kann - und war selten wirklich enttäuscht. Bei der BD erwartet man sich unterbewusst immer einen echtes Filmerlebnis. Ich bin übrigens ganz auf Ihrer Seite mit den Bewertungen von z.B. "Bullitt". Das sind die Scheiben, wo ich nach ein paar Minuten zufrieden zurücksinke und genieße.
    Aber um auf die Anfangsfrage zurückzukommen: würden Sie auch bei misslungeneren Transfers der BD den Vorzug geben??

    Danke für die Zeit und eine (sicher interessante) Antwort!

    Nur ganz kurz, weil wenig Zeit: Ich hatte nicht gesagt, dass "OZ" nachgeschärft worden wäre, sondern, dass es sehr den Anschein hat, dass eine aus dem Rechner stammende Körnung auf das Material gerendert wurde
    , die Schärfe suggerieren soll. Leider gibt es keine grundsätzlichen Pro's und Con's re: Qualitätmerkmale der Titel bzw Distributors. A BOUT DE SOUFFLE ist grenzwertig, aber zumindest ansehbar; THE LADY KILLERS ist hingegen sehr schwierig, ich würde es nicht empfehlen. "OZ" ist sicher kein Quantensprung (wie er von einigen erwartet wuerde, was das Material aber einfach nicht zu leisten im Stande ist; incl das Camera Negative), aber durch die bessere Bandbreite schon besser als die DVD, deutlich besser vor allem auf großen screens. Das es wirklich sehr gute Umsetzungen gibt, zeigt THE SEVENTH SEAL.
    Geändert von Torsten Kaiser TLE (07.03.10 um 15:48:59 Uhr)

  15. #135
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    Danke...
    Bei "Seventh Seal" hatte ich schon die TARTAN zu Hause, habe mir aber dann doch noch die CRITERION zugelegt und die TARTAN weitergegeben... Hoffentlich war das kein Fehler!
    Bitte noch weiter SC Reviews!!!!

  16. #136
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    ...ach ja! Mich würde noch sehr Ihre Meinung über MASH interessieren. Mit dieser BD komme ich z.B. nicht wirklich zurecht. Nein, nicht weil das Bild so rau und schmuddelig ist (das sollte ja so sein), sondern weil mir das auch ein bisserl arg glattgebügelt vorkommt. DEN habe ich aber leider nie im Kino gesehen.
    Auch ein Kommentar über "Rio Bravo" würde mich freuen. Da scheiden sich ja die Geister wegen der bräunlichen Farbgebung.
    Und....oh je, da gebe es noch soo viele - aber ich will ja nicht unbescheiden sein, als "Gast" :0)

    Danke!

  17. #137
    psychosocial jackass
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    aus aktuellem anlass würde mich eine kurze meinung zu "rocky" interessieren

  18. #138
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    Zu ROCKY kann ich nichts sagen, da ich die Blu-ray nicht gesehen habe. Sorry. Jüngst war auch eine Anfrage re: MUSIC MAN, auch da keine ich die Blu-ray Disc nicht. Re: RIO BRAVO: Im großen und Ganzen eine sehr gelungene Präsentation; die Farbkorrekturen sind gut, und das Material auch korrekt widergegeben.

    Heute nacht läuft übrigens, wie ich gerade eben gesehen habe, THE MAN WITH THE GOLDEN ARM in der von uns restaurierten und nun vollständigen Fassung in High Definition bei der ARD [Das Erste HD, 00:35Uhr]. Die Bandbreite im Kabelnetz ist aber selbst bei Live Events sehr gering, nach dem, was ich bisher gesehen habe; ich hoffe dennoch dass dies und die Skalisierung auf 720 (von originalen 1080) bei der Austrahlung die Qualität nicht so sehr einschränkt, dass sie den Genuss trübt. Hoffen wir mal


    Geändert von Torsten Kaiser TLE (28.04.10 um 19:48:15 Uhr)

  19. #139
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    Addendum M[an] W[ith] T[he] G[olden] A[rm]-Ausstrahlung gestern: Mit einem [vorausgesetzt guten] Blu-ray encode sicher absolut nicht zu vergleichen - aber die Einschränkungen bzw Artefakte durch die Bandbreite und Skalierung hielten sich dankenswerterweise noch in Grenzen, wenn man von dem ab und zu aufgetauchten Banding auf vor allem Hintergrundflächen mal absieht. Mit wieviel sendet KD eigentlich das ARD Signal in HD im Kabel, weiß dies jemand verlässlich ? Dies sah mir nicht wie 19 Mbit/sec oder mehr aus ...



  20. #140
    sgf
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    Zitat Zitat von Torsten Kaiser TLE Beitrag anzeigen
    Mit wieviel sendet KD eigentlich das ARD Signal in HD im Kabel, weiß dies jemand verlässlich ? Dies sah mir nicht wie 19 Mbit/sec oder mehr aus ...
    Im Moment läuft ein Fernsehfilm ("Die Auflehnung") mit ziemlich konstanten 12 Mbit/s. Soweit ich mich erinnere, war es bei Olympia auch so. Das dürfte also die übliche Bitrate sein.

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