Cinefacts

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  1. #381
    Voll Woola!
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    AW: X-Men: First Class [Comicverfilmung]

    Im Film funktioniert einiges, wenn man es richtig verkauft. Die Studios sind in der Beziehung viel zu vorsichtig und nutzen ständig, was ihre Franchises angeht, die gleiche, ausgelutschte Kiste. Denn was einmal, zweimal funktioniert, kann man ja auch achtmal machen. Ein großes Problem. Die Verankerung in der Realität ist ja jetzt zu Genüge durchgekaut worden, da gibt's nun wirklich genug realitätsbasiertes Fundament für ein Dutzend Filme, auf denen man die etwas fantastischeren, überlensgroßen Abenteuer stellen kann.

    -Was spricht dagegen, die X-Men gegen 30-Meter große Kampfroboter kämpfen zu lassen?
    -Was spricht dagegen, einen übermächtigen, uralten Megamutanten, (der auch mal optisch was hermachen würde), gegen den ein Magneto ein Fliegenschiß ist, gegen die X-Men kämpfen zu lassen?
    -Was spricht dagegen, das Design und die Technologie mal etwas farbenfroher und futuristischer zu gestalten? (First Class hat da zumindestens ein parr gute Ansätze - die Sterilität von X-Men 1 - 3 ist echt schlimm.)
    -Was spricht dagegen, die X-Men einfach mal in einem Film so darzustellen, dass sie nicht immer wieder als "die Ausgestoßenen" gelten und deprimiert gegen die immer gleichen Vorurteile kämpfen, was sowieso keinen Sinn macht? Die X-Men könnten auch gegen eine andere, viel akutere, Bedrohung als die abgelatschte Mutanten-Intoleranz antreten. Nicht wahr?

    Antwort auf alles: Eigentlich nichts. Auch das Mainstream-Publikum kann eine Menge akzeptieren, wenn die Figurenzeichnung entsprechend dargelegt wird, der Erklärbär vernünftig, und ohne übertriebenen Zeigefinger ins Drehbuch eingeflochten wird, und, und, und. Wenn man bei Hary Potter sonstwas bringen kann, dann klappt das schon allemal bei Superheldenverfilmungen. Das haben die Produzenten und Studiobosse bis heute so gut wie nicht gepeilt. "Thor" beispielsweise war schon mal ein Schritt in die richtige Richtung: Kosmisch, fantastisch, in vielen Instanzen von der Erde losgelöst, und dadurch nächer an der Vorlage. Auch der Captain geht anders vor, als die typischen Verfilmungen, hangelt man sich doch in unterhaltsamer Weise durch verschiedene Genres, präsentiert uns tatsächlich den "Cosmic Cube" und ein Sci-Fi-artiges Hydra-Arsenal, sowie eine Heldenfigur, die dem klassischen Comicharakter, nicht nur outfitmäßig, zu nahezu einhundert Prozent enspricht.
    Was da bei den Bryan Singer'schen X-Men comicmäßig übrigbleibt, ist ja schon bekannt. Nicht allzuviel....Alleine die beschissenen, gleichgeschalteten Matrixkostüme der etablierten Mutanten waren stets ein optischer Stolperstein - zumindestens für mich. First Class macht es schon besser, farbenfroher eben. Und die ersten X-Men sahen halt ähnlich aus. Vollkommen ok.

    Wie gesagt, ich hoffe, man wird ein wenig mutiger und traut dem Publikum mal ein wenig mehr zu. Das ist nicht so schwer zu realisieren.

    Übrigens, bin ich mir sicher, dass Green Lantern weitaus erfolreicher gewesen wäre, hätte man Hal Jordan bis kurz vor Ende auf OA gelassen, anstelle ihn nach 20 Minuten wieder sinnlos zur Erde zu schicken, wo dann der Film ziemlich vor sich herdümpelt.
    Man kann den Leuten Aliens gut verkaufen, wenn man etwas emotional manipulaitiver von Regisseurseite an sie herangeht....
    Geändert von BlackCatHunter (17.10.11 um 22:31:13 Uhr)

  2. #382
    Hobby-Freud
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    AW: X-Men: First Class [Comicverfilmung]

    Zitat Zitat von Count Dooku Beitrag anzeigen
    ...Imo war es die Verankerung in der Realität, die für den Erfolg der Filme verantwortlich war, weil die Thematik dem Zuschauer zugänglicher war.
    Das ist der Kern des Ganzen. Wenn man die Superhelden nicht fest in der Realität verankert, bekommt man einen Transformers-Clon. Viel Gerummse ohne Identifikationsmöglichkeit. Und gerade so funktionieren Superhelden-Verfilmungen für das Publikum nicht. Es ist schon schwer genug, die Glaubwürdigkeit der Superhelden schlüssig zu vermitteln. Wenn man dann auch noch inhaltlich Richtung Sci-Fi geht, kommt außer vielem Getöse nichts rüber. Fragt mal die Frauen in Eurer Umgebung, wieviel Interesse Sie daran hätten, sich ein solch abgeobenes Spektakel anzutun.

  3. #383
    Ryuk
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    AW: X-Men: First Class [Comicverfilmung]

    @Cat:

    Also eine der guten Entscheidungen in den Filmen war es, die lächerlichen Kostüme (gelbes Latex) durch die schwarzen zu ersetzen. So gab einen Look, der einheitlich war und so konnte man die X-Men von der Erscheinung her ernster nehmen.

  4. #384
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    AW: X-Men: First Class [Comicverfilmung]

    Zitat Zitat von luzicrown Beitrag anzeigen
    Das ist der Kern des Ganzen. Wenn man die Superhelden nicht fest in der Realität verankert, bekommt man einen Transformers-Clon. Viel Gerummse ohne Identifikationsmöglichkeit. Und gerade so funktionieren Superhelden-Verfilmungen für das Publikum nicht. Es ist schon schwer genug, die Glaubwürdigkeit der Superhelden schlüssig zu vermitteln. Wenn man dann auch noch inhaltlich Richtung Sci-Fi geht, kommt außer vielem Getöse nichts rüber. Fragt mal die Frauen in Eurer Umgebung, wieviel Interesse Sie daran hätten, sich ein solch abgeobenes Spektakel anzutun.
    Das ist Unsinn. Ein kosmischer Held beispielsweise hat, sobald er die Erde verläßt, eben diese Verankerung hinter sich gelassen. Worum es geht, um eine / mehrere Figur/en oder die Handlung interessant zu machen, ist eine schlüssige, gute Geschichte und emotionale Bindungen / Sympathien. Und die funktionieren losgelöst von entsprechenden Bezügen. Menschliche Emotionen beliben ja erhalten, nur das Setting wird umgekrempelt. Dabei geht auch nicht darum, sinnlose Action alle zwei Minuten in den Raum zu werfen, sondern den Raum an sich zu ändern.

    Sonst hätten Avatar und die Beziehung zwischen Jake und Neytiri überhaupt nicht funktioniert, oder?

  5. #385
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    AW: X-Men: First Class [Comicverfilmung]

    Zitat Zitat von Ryuk Beitrag anzeigen
    @Cat:

    Also eine der guten Entscheidungen in den Filmen war es, die lächerlichen Kostüme (gelbes Latex) durch die schwarzen zu ersetzen. So gab einen Look, der einheitlich war und so konnte man die X-Men von der Erscheinung her ernster nehmen.
    Gott bewahre - Von denen rede ich nicht. Ich rede von den individualisierten Kostümen. Erinner dich mal an Psylocke, Rogue, Storm, Cyclops, Gambit etc... von den 90ern bis in die frühen 2000er....Daraus hätte man etwas machen können, ohne sie laächerlich wirken zu lassen. Immer eine Material-und Designfrage.

  6. #386
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    AW: X-Men: First Class [Comicverfilmung]

    Zitat Zitat von BlackCatHunter Beitrag anzeigen
    Gott bewahre - Von denen rede ich nicht. Ich rede von den individualisierten Kostümen. Erinner dich mal an Psylocke, Rogue, Storm, Cyclops, Gambit etc... von den 90ern bis in die frühen 2000er....Daraus hätte man etwas machen können, ohne sie laächerlich wirken zu lassen. Immer eine Material-und Designfrage.
    Gambit habe ich in den Filmen ohnehin vermisst, schon wegen seine neckerein mit Wolverine für die dann Cyclops ein bisschen zuständig war.

  7. #387
    Hobby-Freud
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    AW: X-Men: First Class [Comicverfilmung]

    Avatar hätte auch der Urwald von Borneo sein können. Auch das war viel mehr Erde als exoterrestrisch. Exotische Wesen in durchgeknalltem Setting funktioniert nur für Fanboys, aber nicht für ein breites Publikum.

  8. #388
    Ryuk
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    AW: X-Men: First Class [Comicverfilmung]

    Zitat Zitat von luzicrown Beitrag anzeigen
    Avatar hätte auch der Urwald von Borneo sein können. Auch das war viel mehr Erde als exoterrestrisch. Exotische Wesen in durchgeknalltem Setting funktioniert nur für Fanboys, aber nicht für ein breites Publikum.
    Dafür hat der Planet in der Nacht seine Schönheit gezeigt. Und was das breite Publikum angeht: die können zwar in der Tat nichts damit anfangen, stehen dafür aber selber auf genug Zeug, das so richtiger Scheiß ist. Wenn man sich nur das Kinoprogramm von den großen Kinos anguckt, was da hauptsächlich derzeit läuft...

  9. #389
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    AW: X-Men: First Class [Comicverfilmung]

    Zitat Zitat von luzicrown Beitrag anzeigen
    Avatar hätte auch der Urwald von Borneo sein können. Auch das war viel mehr Erde als exoterrestrisch. Exotische Wesen in durchgeknalltem Setting funktioniert nur für Fanboys, aber nicht für ein breites Publikum.
    Öhm. Nö. Beides dickes Nö.

    Pandora ist ein Dschungelplanet mit einer Fauna und Flora, die alles andere als irdisch daherkommt. Hättest du das Argument hinsichtlich "Predators" gebracht, dann hätte ich dir recht gegeben. Wobei hier natürlich noch die tollste Einschränkung der Welt gilt: Kohle. Wäre das Budget das fünffache gewesen, dann hätten wir genug Alien-Vegetation gesehen. Das sind schließlich Schauwerte - Money-Shots, u. a. wunderbar geeignet als Trailermaterial.

    Und nochmals: Du kannst der Masse den ausgeflipptesten Scheiß verkaufen. Du mußt nur wissen wie. Wenn wir nämlich komplett von deiner Hobby-Freud'schen These ausgehen, hätten Star Wars (da waren jede Menge exotischer Wesen und durchgekanllte Settings, weitab von der Erde drin!) und Konsorten NIEMALS nur den Hauch einer Chance haben können.

    Ich sehe das generelle Problem eher darin, den Leuten wieder ein wenig "Fantasie" beizubringen. Über viele Jahre hinweg den selben stumpfen Mist vorgesetzt zu bekommen (oder zu wirren Krempel, man denke an Bonbon-Batman und Ravioli-Robin, das geht gar nicht!), bringt eine andere ziemlich dumpfe Erwartungshaltung vor. Hinzu kommt der "Kreativitätskill", hervorgerufen durch das absolute Überangebot von noch mehr Schrott. Viele Leute agieren irgendwie sehr zombiemäßig, Internet, Handy und RTL geben die Marschrichtung vor. Diese Fütterung von Abfall, den eigentlich niemand braucht, hat eine Abhängigkeit hervorgerufen, die wir so noch nie hatten. Ich bin ja auch abhängig vom Netz, führe gerade hier wieder ein wenig Kommunikation, und verdiene damit auch einen Großteil meines Geldes - kann und will mich also nicht von dieser Maschinerie lossprechen.

    Andererseits hält dieses Gerüst natürlich die Masse davon ab, über weitergehende Probleme nachzudenken, denn das würde eine fatale Kettenreaktion auslösen. Gib ihnen "Brot und Spiele", nur eben in voll digitaler Form:-) Also vorsichtig herantasten und umgewöhnen....

    Das Seltsame aber ist: Spiele, Comics, Bücher und so weiter bieten diese fantastischen Welten. Und sind erfolgreich darin. Wieviele Exemplare wurden von Final Fantasy verkauft? Oder von WOW? Oder sonstwas? Da sprechen wir von einem Umsatz, der nur durch eine breite Masse erwirtschaftet werden kann. Nix Fanboy-Nische! Und die Budgets für solche Spiele sind durchaus vergleichbar mit denen von großen Blockbustern.

    Avatar war der Reboot in Richtung "Zurück zur Fantasie", geschickt mit einer massenkompatiblen, nachvollziehbaren Story, Identifikationsfiguren versetzt und gekoppelt eben mit einem visuellen Erlebniss, das seinesgleichen bis heute sucht. Und BAM! Die Leute sind in Herscharen ins Kino gelaufen, haben dem Blu-ray-Absatzmarkt einen entscheidenden Kick verpasst, und somit gezeigt: "Uns gefällt das."

    Und die Studios pennen zu einem nicht unbeträchtlichen Teil vor sich hin. Oder aber, sie haben die Message einfach falsch verstanden, und pumpen viel Kohle in den gleichen "dummen" Kram wie zuvor, pimpen aber die Action und Effekte bis zum visuellen Overload des Kortex (nicht dass das stets der falsche Weg ist, es gibt unterhaltsame, "dumme" Actionteile!), aber vergessen dabei eine schlüssige, strukturierte Geschichte und Figuren, mit denen sich das Publikum identifzieren kann, ohne sich darüber auszukotzen, wie dumm deren Verhalten ist.

    Das ist nämlich oftmals falsche Schritt (siehe Battle: Los Angeles) . Aber das einem Studioboss zu erklären, der selbst über akuten Fantasiemangel klagt und dann auch zu dämlich ist, selbst kleinte Zusammenhänge zu begreifen (und das auf alle Zuschauer reflektiert!), ist Zeitverschwendung. Aber...ich sehe dennoch eine Tendenz, die Filmlandschaft zu verändern. Es geht voran. Ich denke, der Filmmarkt muß sich erstmal noch abwechslungsreicher gestalten, muß bunter werden, und dann läuft das von alleine - und man bringt der Masse dann neue Seh-und Erzählgewohnheiten bei, immer unter Zuhilfenahme des emotionalen Rettungschirms. Positive Gefühle, die während eines Films ausgelöst werden, sind schon mal die halbe Miete für einen aussagekräftigen Erfolg:-)

    Das was Avatar vorgelegt hat, war, das ist meine Meinung, lediglich die Cameron'sche Spitze des Eisbergs gewesen. Ein Wegbereiter. Damit kann man die Leute an fremdartigere Welten gewöhnen. Mit den technischen Möglichkeiten von heute (und laß' uns gar nicht erst von morgen sprechen) wird sowieso alles möglich sein. Neue talentierte Regisseure und Drehbuchschreiber, dann klappt's.

    Der kosmische Thor kam schon mal gut an. Ich glaube, das Signal wurde von Marvel verstanden. Soweit ich weiß, soll Thor 2 noch viel kosmischer werden, und Marvel plant auch noch die "Guardians of the Galaxy". Der Captain war auch eine andere Art von Superhelden-Film. Mal ehrlich, dann kann man auch ein wenig an den X-Men herumschrauben...
    Geändert von BlackCatHunter (18.10.11 um 04:57:54 Uhr)

  10. #390
    Ryuk
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    AW: X-Men: First Class [Comicverfilmung]

    Nochmal bezüglich der Kostüme: jetzt mal Ernsthaft Leute, wie könnt ihr Wolverine nun von der optischen Erscheinung her ernster nehmen? In seiner Zivilkleidung, bsw. in seiner schwarzen X-Uniform aus den Filmen:

    http://www.3d-millennium.de/files/artikel/Wolverine.jpg
    http://static.moviefanatic.com/image...rine-photo.jpg

    Oder doch wirklich eher in seinem gelben Latex:

    http://www.stayfitbug.com/wp-content...ng-workout.jpg

  11. #391
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    AW: X-Men: First Class [Comicverfilmung]

    Wuerde man Good Ol' Logan in den Realfilmen genau so (oder doch sehr nahe dran) wie auf dem von Ryuk geposteten 3. Bild auf die Leinwand bringen, ich bin mir ziemlich sicher, dies waere der definitive Wolverine.
    Diese schwarze, wohl durch "Matrix" inspirierte Kluft, stinkt im Vergleich bodenlos ab. Da sehe ich die Uniformitaet dann doch eher als Nachteil.

    Wobei, auch wenn ich keine Alternativen benennen kann, je mehr man sich die 3 Bilder nun im Vergleich anschaut, so richtig "zufrieden" kann man mit Hugh Jackman als Wolverine dann doch nicht sein, irgendwie fehlt die archaische Coolness der Vorlage, manchmal wirkt es einfach zu gewollt cool, stehe ich mit diesem Gedankengang alleine da?

  12. #392
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    AW: X-Men: First Class [Comicverfilmung]

    Nein, sehe ich genau so. Er ist ein viel zu hübscher Junge, der sich zwar alle Mühe gibt, das Tier rauszulassen, aber es einfach nicht in sich hat. Seine Besetzung war eine unmutige Entscheidung. Kann er aber nichts dafür, ist aber m.E. so (für das schlechte Toupet im ersten Film, mit dem Haarlack-Look, kann er selbstverständlich auch nichts).

  13. #393
    Ryuk
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    AW: X-Men: First Class [Comicverfilmung]

    Früher fand ich Jackman als Wolverine auch recht cool und ich habe auch kein Problem, wenn er größer ist, als er es eigentlich ist, auch wenn das unterschätzen seiner Feinde diesbezüglich eigentlich zur Figur dazugehören soll. Was mich aber an dem Film-Wolverine mittlerweile ziemlich stört ist, das er zu zahm rüberkommt und dass das mit jedem Film immer mehr wurde und dafür, das ihn alle am coolsten finden und er immer die Sau raushängen lässt, heult er immer als erster rum. Ich denke da vorallem an den zweiten Tod in Teil 3. So wie ich mir Wolverine vorstelle, wäre dieser in die Knie gegangen, hätte seine Kralle in den Boden gerammt und zornig geknurrt.

  14. #394
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    AW: X-Men: First Class [Comicverfilmung]

    @ BlackCatHunter

    Die aktuelle Welle der Comicverfilmungen ist primär erfolgreich gerade weil sie nicht so abgehoben ist.
    Warum sollte Fox den Stil der X-Men Filme verändern? FC hat super Kritiken bekommen war allerdings
    kein besonders großer Hit. Allerdings wäre ein Version mit mehr Fantasy sicher nicht erfolgreicher. (siehe Green
    Lantern)

    Thors Erfolg liegt eher an der zugänglichen, klassischen Geschichte und den sehr guten Schauspielern als am fantastischen Element.


    Sony rebootet Spider-Man u.a. um den Filmen einen ernsteren Anstrich zu geben.

    Wo wird der Filmmarkt in Big Budget Bereich abwechslungsreicher? Die 7 erfolgreichsten Filme
    des Jahres sind Fortsetzungen! Das spricht nicht gerade für neue Ideen. Hollywood produziert
    für den Massenmarkt und dieer will Fortsetzungen und Franchises.

    Blockbuster, welche auf keinem Comic/Serie/Buch/Spielzeug etc. beruhen werden die Außnahme bleiben.
    Avatar und Inception waren nur möglich weil sehr große Namen hinter den Projekten standen.

    http://boxofficemojo.com/yearly/char...yr=2011&p=.htm

  15. #395
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    AW: X-Men: First Class [Comicverfilmung]

    Einfach mal abwarten:-)

    Ein erdfernes Setting und entsprechende Außerirdische haben doch auch nix mit mit einem ernsteren Anstrich zu tun. Komisch, dass direkt davon ausgegangen wird, dass sofern man sich von der Erde wegbewegt alles zum lächerlichen Riesenspökes wird. Strange. Ich bleibe dabei, eine zugängliche Geschichte und entsprechende Figuren sind das A und O - dann spielt das Setting, sofern es glaubhaft vermittelt werden kann (und das ist heutzutage wohl kein großes Problem mehr) eine rein visuelle Rolle.

  16. #396
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    AW: X-Men: First Class [Comicverfilmung]

    Das sehe ich genauso. Ein guter Film steht und fällt mit seinen Figuren und/oder der Story die dahinter steckt.
    Ist eines dieser Elemente gelungen, im Idealfall auch beide, fällt ein durchschnittlicheres, unspektakulärers Setting, imO, kaum ins Gewicht. Obwohl es auf keinen Fall billig wirken sollte. Eine gewisse Qualität kann man auf jeden Fall erwarten.
    Die Relevanz eines guten Settings sollte man allerdings nicht unterschätzen. Der visuelle Anspruch mag zwar klar im Vordergrund stehen, die Relevanz in Hinsicht auf Ergänzung der Geschichte und/oder Betonung bestimmter Aspekte ist immerhin gegeben.
    Ein gutes Beispiel dafür, dass es eigentlich auch ohne Setting geht, ist, imO, "Dogville". Hier handelt es sich aber wohl eher um die grosse Ausnahme von der Regel.

  17. #397
    SebastianSelig
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    AW: X-Men: First Class [Comicverfilmung]

    Zitat Zitat von DorianGrey Beitrag anzeigen
    Das sehe ich genauso. Ein guter Film steht und fällt mit seinen Figuren und/oder der Story die dahinter steckt.
    Ist eines dieser Elemente gelungen, im Idealfall auch beide, fällt ein durchschnittlicheres, unspektakulärers Setting, imO, kaum ins Gewicht. Obwohl es auf keinen Fall billig wirken sollte. Eine gewisse Qualität kann man auf jeden Fall erwarten.
    Die Relevanz eines guten Settings sollte man allerdings nicht unterschätzen. Der visuelle Anspruch mag zwar klar im Vordergrund stehen, die Relevanz in Hinsicht auf Ergänzung der Geschichte und/oder Betonung bestimmter Aspekte ist immerhin gegeben.
    Ein gutes Beispiel dafür, dass es eigentlich auch ohne Setting geht, ist, imO, "Dogville". Hier handelt es sich aber wohl eher um die grosse Ausnahme von der Regel.
    Sehe ich komplett anders. Filme, das sind Bilder in Bewegung. Eine "Story", im klassischen Sinne braucht heute kein Mensch mehr. Da reicht ein dreizeiliger Pitch, manchmal sogar, wenn ein Film einfach nur Stimmung ist. Einzig das visuelle Erzählen ist entscheidend. Im Jahr 117 nach der Entstehung des Kinos, brauche ich auch keine Filme mehr, die mir irgendwelche Figuren oder Charaktere erklären, vermittelt sich das nicht unmittelbar über das Bild, über das Schauspiel, nicht das Erzählen, ist es einfach einen Scheiß wert.

  18. #398
    Hobby-Freud
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    AW: X-Men: First Class [Comicverfilmung]

    Zitat Zitat von SebastianSelig Beitrag anzeigen
    ...Eine "Story", im klassischen Sinne braucht heute kein Mensch mehr. ...Einzig das visuelle Erzählen ist entscheidend... vermittelt sich das nicht unmittelbar über das Bild, über das Schauspiel, nicht das Erzählen, ist es einfach einen Scheiß wert.
    Du verwechselst Inhalt und Art der Darstellung.

  19. #399
    SebastianSelig
    Gast

    AW: X-Men: First Class [Comicverfilmung]

    Zitat Zitat von luzicrown Beitrag anzeigen
    Du verwechselst Inhalt und Art der Darstellung.
    Darstellung ist alles im Kino, damit auch dessen "Inhalt".

  20. #400
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    AW: X-Men: First Class [Comicverfilmung]

    Zitat Zitat von SebastianSelig Beitrag anzeigen
    Sehe ich komplett anders. Filme, das sind Bilder in Bewegung. Eine "Story", im klassischen Sinne braucht heute kein Mensch mehr. Da reicht ein dreizeiliger Pitch, manchmal sogar, wenn ein Film einfach nur Stimmung ist. Einzig das visuelle Erzählen ist entscheidend. Im Jahr 117 nach der Entstehung des Kinos, brauche ich auch keine Filme mehr, die mir irgendwelche Figuren oder Charaktere erklären, vermittelt sich das nicht unmittelbar über das Bild, über das Schauspiel, nicht das Erzählen, ist es einfach einen Scheiß wert.
    Sorry, aber solchen "style over substance"-Scheiß, wie du ihn offensichtlich favorisierst, gibt es heutzutage sowohl im Gaming- als auch im Filmbereich leider viel zu viel. Da werden die Menschen nur noch mit Schauwerten und optischem Bombast zugeballert, um sie dadurch von der mangelnden Charakterausarbeitung und den riesigen Plotholes bzw. dem nichtvorhandenen Plot abzulenken. Bestes Beispiel dafür ist imho gerade Marcus Nispel: Musikvideofilmer, hat von daher schon die optische Darstellung aus dem Effeff drauf, kann aber ums Verrecken keine gute Geschichte erzählen und kümmert sich auch kaum um die Ausarbeitung seiner Figuren.

    Der Mensch ist aber nun mal nicht nur ein visuelles, sondern auch ein emotionales Wesen und wenn in einem Film keine glaubhaften, interessanten Personen vorkommen, zu denen er für die Dauer des Filmes eine wie auch immer geartete emotionale Beziehung aufbauen kann oder er als Zuschauer storytechnisch vom Regisseur nicht für voll genommen, sondern mit so einer, auf einem Bierdeckel zusammenfassbaren "Wir haben eigentlich nicht groß was zu erzählen und haben uns ehrlich gesagt auch um die inhaltliche Logik unserer Alibi-Story eigentlich nicht sonderlich viele Gedanken gemacht, aber seht doch nur mal, wie geil das hier alles aussieht und was wir alles kaputt machen oder in die Luft jagen!!"-Minimalhandlung abgespeißt wird, dann ist dies sowohl kurz- als auch langfristig kein befriedigendes Filmerlebnis und der Film wird deswegen zu Recht relativ bald vom Publikum gemieden und vergessen werden.

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