Cinefacts

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  1. #201
    Sunny Lax Fanboy
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    AW: Avatar 2 (von James Cameron)

    Der zweite Teil der Pandora-Saga soll jetzt doch nicht -* wie ursprünglich geplant *- im Jahre 2014, sondern erst 2016 in die Kinos kommen. "Bis dahin braucht kein Studio mit einem anderen Skript an mich heranzutreten. Ich mache jetzt nur noch Avatar", so Cameron gegenüber der "New York Times".
    So irgendwie tut der Satz auch weh....nix mehr anderes von Cameron.....ouch

  2. #202
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    AW: Avatar 2 (von James Cameron)

    Ich versuche es jetzt noch einmal ganz knapp:

    "Avatar" ist elementares Kintopp. Eskapismus pur. Ein Trip, ein lebendiges Roger-Dean-Gemälde, in dem man sich verlieren kann.

    Ich halte es absolut für ein Qualitätsmerkmal, wenn es einem Film gelingt, den Zuschauer so zu verzaubern, daß er vergißt, ein Kunstprodukt vor sich zu haben, daß er die Realität vergißt und ihn in das Szenario und die Film-Wirklichkeit abtauchen läßt. Und genau das ist "Avatar" auf eine Weise gelungen, die ich in den letzten paar Jahrzehnten im Kino nicht mehr erlebt habe.

    Wenn man da nüchtern-analytisch rangeht und den Film fortwährend auf sämtliche technischen und filmhandwerklichen Aspekte überprüft und zerpflückt, dann wundert es mich nicht, daß diese Leute keinen Spaß damit hatten.

    Das ist wie ein Zauberkunststück, bei dem sich jemand die ganze Zeit überlegt, wie es wohl funktioniert hat und wenn er es schließlich herausgefunden hat, hämisch grinsend allen verkündet, wie billig der Trick doch ist.

  3. #203
    Am Ende
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    AW: Avatar 2 (von James Cameron)

    Zitat Zitat von Thorwalez Beitrag anzeigen
    Und die Na`Vi nehme ich aufgrund ihrer vollständigen CGI-Herkunft überhaupt nicht als lebende Wesen wahr.
    Na´vi sind für mich die ersten komplett auf CGI basierende Wesen, die einen lebendigen Eindruck gemacht haben. Im Zusammenspiel mit dem 3D-Effekt waren sie irgendwie greifbar, als würden sie aus einer echten Materie bestehen. Hab sowas noch nie bei einem anderen Film erlebt.
    Und für mich ist eben diese Authentizität dieser Welt, in der sich alles abspielt, der ausschlaggebende Faktor für meine überschwängliche Begeisterung dem Film gegenüber. Viele haben nach der Sichtung geschrieben, dass es kein Film, sondern eine Reise war, und dies kann ich nur zu gut nachvollziehen.

    EDIT: Waffler hat es wunderbar auf den Punkt gebracht. Dem kann ich nur zustimmen.

  4. #204
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    AW: Avatar 2 (von James Cameron)

    Dieses Gefühl hatte ich leider nicht.

  5. #205
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    AW: Avatar 2 (von James Cameron)

    Kann ich auch sagen, die Figuren wirkten sehr sehr real. Mal sehen wie es Gollum macht im Hobbit. Sind ja doch viele Jahre vergangen nach Herr der Ringe

  6. #206
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    AW: Avatar 2 (von James Cameron)

    Ja, die Handlung ist simpel gestrickt. Eine Liebesgeschichte nach dem ewig gleichen Muster. Die Nebenfiguren waren klischeehaft. Das Ende völlig vorhersehbar. So würde ich mal Titanic von James Cameron beschreiben. Warum hat es dort funktioniert und bei Avatar nicht? Weil Titanic ein altmodischer Film war der nach simplen und bewährten Erzählmethoden verlangt hat. Avatar war aber ein Sciencefiction-Film, wie Terminator, der komplexe Erzählmethoden und Twist gebraucht hätte. Deswegen hat er nicht richtig funktioniert und taugte nur als Augenfutter und zur Erheiterung von Schimpansen.

  7. #207
    Tyrannosaurus Rex
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    AW: Avatar 2 (von James Cameron)

    Zitat Zitat von Waffler Beitrag anzeigen
    Ich halte es absolut für ein Qualitätsmerkmal, wenn es einem Film gelingt, den Zuschauer so zu verzaubern, daß er vergißt, ein Kunstprodukt vor sich zu haben, daß er die Realität vergißt und ihn in das Szenario und die Film-Wirklichkeit abtauchen läßt. Und genau das ist "Avatar" auf eine Weise gelungen, die ich in den letzten paar Jahrzehnten im Kino nicht mehr erlebt habe.
    Das stimmt, dass mag ich auch ziemlich an Filmen und hatte es bei Avatar um ehrlich zu sein noch gar nicht bedacht. Ähnlich erging es mir da bei Tarsems The Fall. Der Film ist wunderschön fotografiert, aber ich mag ihn überhaupt nicht. Es störten mich ein paar sehr gewichtige Dinge daran und ich finde er hätte ein besseres Pink-Floyd-Musikvideo abgegeben.

    Aber, um mal auf deinen anderen Punkz zu sprechen zu kommen, ich finde gerade dieses Zerpflücken doch ab und an berechtigt. Eigentlich immer. Denn auch wenn ein Film, wenn er gut ist, eine gewissen Magie hat und man sich hineingezogen fühlt, finde ich muss man immer wieder einen Schritt zurücktreten und sich ansehen was der Film auch wirklich kann.

  8. #208
    Am Ende
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    AW: Avatar 2 (von James Cameron)

    Zitat Zitat von Archos Beitrag anzeigen
    und zur Erheiterung von Schimpansen.


  9. #209
    Voll Woola!
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    AW: Avatar 2 (von James Cameron)

    Zitat Zitat von _ROCKY_ Beitrag anzeigen
    Na´vi sind für mich die ersten komplett auf CGI basierende Wesen, die einen lebendigen Eindruck gemacht haben. Im Zusammenspiel mit dem 3D-Effekt waren sie irgendwie greifbar, als würden sie aus einer echten Materie bestehen. Hab sowas noch nie bei einem anderen Film erlebt.
    Das sehe ich ebenso. Die Na´Vi, ganz abgesehen davon, daß deren biologisches Design (,verständlicherweise, jeder hat nun mal einen eigenen Ästhetikbegriff an dem er festhält - so hätte ich zum Beispiel auch nichts gegen ausladendere Formen bei Neytiri gehabt, aber ok...) nicht jedermanns Sache ist, waren für mich die ersten virtuellen Wesen, bei denen ich nach kurzer Zeit einfach vergessen habe, daß es sich um reine Kunstprodukte aus dem Rechner handelt, was beispielsweise an der grandiosen Umsetzung der lebendigen Augen und dem nuancierten vollkommen realistischen und endlich einmal korrekt eingesetzten, emotionalen Performance-Capturing liegt, daß noch heute seinesgleichen sucht und noch nicht gefunden hat. Da können die Nachfolger-
    Kreaturen noch so fantastisch und toll sein, sie reichen nicht ran. Aber: Der Vorsprung schrumpft zusehends.

    "Avatar" ist eben ein großer Wegbereiter der "biologischen" und naturalistischen CGI mit langer Halbwertzeit.
    So wie "Transformers" im Gegenzug das bisherige Maß aller Dinge in Richtung hochkomplexer mechanischer CGI mit seinen Roboterakteuren darstellt.

  10. #210
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    AW: Avatar 2 (von James Cameron)

    Also ich fand "Avatar" todlangweilig, auch wenn ich Cameron sein großartiges Welten- und Figurendesign nicht absprechen will.

    Mein größtes Problem war die große Vorhersehbarkeit mit der die Handlung abgespult wurde. Es geht mir nicht darum, dass "Avatar" keine zehn halsbrecherischen Twists und Wendungen hat, sondern wie ausgewälzt und lahm die Story erzählt wurde.
    Es gibt viele Szene, in denen Leute rumstehen und sich gegenseitig den Plot erklären, was nicht nötig ist, da ihn jedes Kleinkind verfolgen kann. Meiner 12-jährigen Schwester hab ich nach dem Kinobesuch erzählt, was in den ersten 15 Minuten passiert und sie wusste sofort, wie der Film ablaufen wird. Im Stil von: "Ok, der geht auf die gute Seite. Der Typ wird sterben. Dann passiert das usw."

    Es ist für mich insofern ärgerlich gewesen, da ich den Figuren schon fünf Schritte voraus war. Die visuelle Seite war zwar beeindruckend für mich, reichte mir aber nicht aus, um meine Aufmerksamkeit zu halten.
    Cameron hat hier keinen "2001- A Space Odysee" geschaffen, der mich durch seine visuelle Brillianz, die klassische Musik, Kubricks Detailreichtum und seine interessanten philosophischen Fragen, in seinen Bann gezogen hat.
    Das soll nicht heißen, dass ich von Cameron ein derart komplexes Werk erwartet habe - denn Cameron ist in erster Linie ein Popcornfilm-Regisseur - sondern dass er neben der visuellen Qualität des Films, auch so was unwichtiges wie eine spannende Handlung, erinenrungswürdige Figuren und gute Dialoge gebraucht hätte.
    Vor allem das Dialogniveau von "Avatar" klingt wie aus einem Comicheftchen für Kleinkinder und Charaktere sprechen offensichtliche Dinge aus, die sich auch so jeder hätte denken können..

    Damals als ich im Kino war, hab ich spätestens nach 40 Minuten die Geduld verloren. Mein Gedankengang war: "OK, jetzt wird er das tun. Jetzt wird der da sterben. Wie lange geht der Film noch mal? Oh, jetzt kommt die Endschlacht *aufdieuhrschau* oh Gott, noch 40 Minuten von diesem aufgeblasenen Quatsch. Hilfe!"

  11. #211
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    AW: Avatar 2 (von James Cameron)

    Heldenepen so wie "Avatar" auch eines ist, egal aus welcher Epoche, ob geschrieben, gemalt, gefilmt oder anderweitig erzählt, waren stets vorhersehbar und nach einem sehr ähnlichen Muster gestrickt.

    Na und?

  12. #212
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    AW: Avatar 2 (von James Cameron)

    Die übertriebene Kritik hängt doch hauptsächlich damit zusammen, dass der Film SO erfolgreich war. Jetzt muss man ihm halt seine Daseinsberechtigung als erfolgreichster Film aller Zeiten (nicht inflationsbereinigt) absprechen.

    @Pyro
    Siehst du dir auch andere Blockbuster an? Wenn du schon bei "Avatar" am sterben warst, welche Qualen musstest du dann erst bei sowas wie "2012" erleiden?

  13. #213
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    AW: Avatar 2 (von James Cameron)

    Nö, ich guck mir nur Arthouse-Filme an, bei gedimmten Licht und mit einem gutem Glas Salvana.



    "2012" war auch öde, aber den habe ich zum Glück zuhause auf DVD gesehen. Noch nie hatte ich Bier so nötig.


    Aber mal im Ernst. Ich sage nicht, dass ein Film schlecht ist, weil er anspruchlos oder einfach komsumierbar ist, nein, ganz und gar nicht.
    "Star Wars", die Orginalversion, ist mein absoluter Lieblingsfilm und bei dem hat sich ja wohl noch keiner die Gehirnwindung verknotet.

    Mein Hauptkritikpunkt an "Avatar" ist, dass die Handlung vorhersehbar wie nochwas ist und der Film nichtmal gute Charaktere, starke Dialoge oder irgendwelche Szenen besitzt, die mich auf irgendeine Art mitreißen.
    Sobald ich über den ersten "Schock", wegen der visuellen Gestaltung von Pandora weg war, überkam mich Langeweile, die bis zum Ende anhielt.
    Geändert von Pyro 91 (28.06.12 um 18:28:41 Uhr)

  14. #214
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    AW: Avatar 2 (von James Cameron)

    Ich kann nicht nachvollziehen, worin für die Avatar-Griesgrame der Kick besteht, immer wieder in dieser typisch aggressiven und polemischen Form einen der sensationell erfolgreichsten Filme der Filmgeschichte zu zerrupfen.

    Letzten Endes wird kein Gestänkere dieser Welt die Erfolgsgeschichte des Films und die Folgen fürs Kino wieder ungeschehen machen können, und wenn sich die Motzkis auf den Kopf stellen und versuchen, mit der Rosette Mücken zu fangen.

    Für mich schwingt bei allen Beiträgen, die in diese Richtung gehen, ein virtuelles Naserümpfen mit, daß man solcherlei Kommerzkacke für unter seinem Niveau hält und man sich von der scheißefressenden Masse (um dem übelst verlutschten Fliegen-Gleichnis vorzubauen ) abheben möchte. Gleiches gilt auch für die obligaten Bild- oder McDonald's-Vergleichnisse, denen ich ebenfalls hiermit gleich vorbeugen möchte.

    Der riesige universelle Appeal des Films ist vermutlich gerade der simplen, geradlinigen und für jeden Kulturkreis und jede Altersklasse nachvollziehbaren Story (Stichworte: Urgeschichten, Monomythen/Heldenreise) geschuldet und ich wüßte nicht, warum ein Film, dessen Hauptintention es ist, den Zuschauer bei der Hand zu nehmen und ihm die Wunder dieser fremden Welt zu zeigen, den bauklötzestaunenden Zuschauer, der bereits mit dem audiovisuellen Frischfutter hinreichend beschäftigt ist, noch mit einer irre abgefahrenen Story belasten sollte.

  15. #215
    Am Ende
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    AW: Avatar 2 (von James Cameron)

    @Pyro: Gut, ich verstehe was du meinst. Mir sind diese Schwächen nicht aufgefallen, auch nicht 5-6 Sichtungen später. Dafür konnte mich das Gesamtprodukt zu sehr begeistern.

  16. #216
    Tyrannosaurus Rex
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    AW: Avatar 2 (von James Cameron)

    @ Waffler: Im Gegenzug werden aber auch die Avatar-Fans nichts daran ändern können das es einfach immer Leute geben wird die den Film einfach nicht mögen. Solche großen Shitstorms gibt es aber auch bei anderen großen erfolgreichen Filmen, da ist Avatar wahrlich nicht der einzige. Dieses Naserümpfen im Unterton gibt es aber auf beiden Seiten, ganz besonders in deinem letzteren Post, daher, niemand ist hier unschuldig. Spätestens wenn man anfängt Anderen erklären zu müssen warum sie einen Film schlecht finden, aber das dies nicht gerechtfertigt seit, weil...

  17. #217
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    AW: Avatar 2 (von James Cameron)

    Im Endeffekt zählt nur, ob ein Film es schafft, einen in eine fremde Welt hineinzuziehen und das Interesse am Geschehen aufrecht zu erhalten.

    Für mich hat "Avatar" das nicht getan.

    Ob der Film nun 3 oder 30 Milliarden eingenommen hat, ist für mich uninteressant. Ich hätte ihn genauso bewertet, wenn er ein 2 Millionen-Projekt gewesen wäre.

    Wenn viele Leute mit "Avatar" den perfekten visuellen Rausch hatten, dann freut mich das für sie. Es ist immer besser einen weiteren Film zu seiner Hat-mir-gefallen-Liste hinzuzählen zu können, den man sich dann noch öfter ansieht, als wieder 12 € + für einen miserablen Kinobesuch ausgegeben zu haben.

    Ich habe den Ganzen, bis auf den visuellen Stil, nichts abgewinnen können.
    Geändert von Pyro 91 (28.06.12 um 18:53:09 Uhr)

  18. #218
    Am Ende
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    AW: Avatar 2 (von James Cameron)

    @Tyrannosaurus Rex

    Hier wurde aber noch kein Avatar-Kritiker als Schimpanse bezeichnet. Aber gut, für Archos waren bereits Leute, die an "Ziemlich beste Freunde" Gefallen finden konnten, allesamt Idioten.

  19. #219
    Tyrannosaurus Rex
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    AW: Avatar 2 (von James Cameron)

    Zitat Zitat von _ROCKY_ Beitrag anzeigen
    @Tyrannosaurus Rex

    Hier wurde aber noch kein Avatar-Kritiker als Schimpanse bezeichnet. Aber gut, für Archos waren bereits Leute, die an "Ziemlich beste Freunde" Gefallen finden konnten, allesamt Idioten.
    Ganz genau.

  20. #220
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    AW: Avatar 2 (von James Cameron)

    Zitat Zitat von Waffler Beitrag anzeigen
    Ich kann nicht nachvollziehen, worin für die Avatar-Griesgrame der Kick besteht, immer wieder in dieser typisch aggressiven und polemischen Form einen der sensationell erfolgreichsten Filme der Filmgeschichte zu zerrupfen.

    Letzten Endes wird kein Gestänkere dieser Welt die Erfolgsgeschichte des Films und die Folgen fürs Kino wieder ungeschehen machen können, und wenn sich die Motzkis auf den Kopf stellen und versuchen, mit der Rosette Mücken zu fangen.
    Was den Punkt der Agressivität und Polemik angeht gebe ich Dir absolut Recht. Avatar ist ein Film von dem man durchaus enttäuscht sein kann, der aber in meinen Augen nicht die Verachtung verdient hat die ihm manche entgegen bringen. Im Vergleich zu der Dutzendware die jeden Sommer von ehemaligen Werbefilmern ins Rennen geschickt wird schneidet er auch nicht schlechter, teilweise sogar besser ab.

    Nur muß sich Cameron da aber auch an seinen bisherigen Leistungen messen lassen, bei denen er technische Perfektion und packende, dynamisch erzählte Handlung unter einen Hut bekommen hat. Und dagegen fällt Avatar eindeutig ab. Für 'nen Cameron zu wenig, mit einem Großteil der Konkurrenz aber durchaus auf Augenhöhe.

    Und im im Gegensatz zu den meisten anderen Style-over-substance Streifen bei denen die Optik im Vordergrund steht fand ich die audiovisuelle Präsentation bei Avatar stark genug um über die ganze Laufzeit zu tragen. Popcorn-Filme die innen leer sind und dann optisch nicht mehr als ein paar Trailermomente bieten und so nicht einmal das Versprechen des oberflächlichen Spektakels einlösen können, das sind Filme über die man sich aufregen sollte.

    Das Argument der "tausend Fliegen" zieht aber nicht, das sagt mehr über die Qualität der Marketing-Lawine als die des Films. Umso mehr bei einem Film, bei dem sich per Mundpropaganda herumgesprochen hat man müsse den im Kino sehen weil das Erlebnis zu Hause auf absehbare Zeit nicht reproduzierbar sei. Ich habe mir den auch zweimal in 3D gegönnt und mich am Spektakel besoffen, wußte aber auch bereits nach der ersten Sichtung daß der Drops dann für mich für mindestens die nächsten 5 Jahre erstmal gelutscht ist. Früher brauche ich den gar nicht mehr vor die Linse zu bekommen.

    Zitat Zitat von Waffler Beitrag anzeigen
    Der riesige universelle Appeal des Films ist vermutlich gerade der simplen, geradlinigen und für jeden Kulturkreis und jede Altersklasse nachvollziehbaren Story (Stichworte: Urgeschichten, Monomythen/Heldenreise) geschuldet und ich wüßte nicht, warum ein Film, dessen Hauptintention es ist, den Zuschauer bei der Hand zu nehmen und ihm die Wunder dieser fremden Welt zu zeigen, den bauklötzestaunenden Zuschauer, der bereits mit dem audiovisuellen Frischfutter hinreichend beschäftigt ist, noch mit einer irre abgefahrenen Story belasten sollte.
    Dieser letzte Punkt ist und bleibt einfach Schmarn. Ich habe bisher noch nie erlebt daß sich jemand eine sperrigere, verkopftere Handlung für Avatar gewünscht hätte. Woran es mangelt ist Originalität. Daß die "geklauten" Plotelemente ein wenig geschickter kaschiert werden. Daß einem die bedenkliche Botschaft nicht gar so plump ins Maul gerammt wird.

    Zu behaupten der Wow-Effekt oder die Zugänglichkeit hätten darunter gelitten wenn man nicht bereits während der Erstsichtung germerkt hätte daß man sich da gerade die High-End Version von "Der mit dem letzten Mohkianer pocahontast" anschaut ist doch Quatsch.

    Es ist doch vollkommen legitim zu sagen: "Mir hat die altbackene, aber souverän erzählte Story gereicht, ich habe mich am Rest erfreut und wurde dabei gut unterhalten."

    Das aber umzukehren und zu sagen: "Packendes Storytelling lenkt von auwändigen Effekten ab.", das is Kappes. Merkste selber, ne?
    Geändert von AntiViruZ (28.06.12 um 19:55:26 Uhr)

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