Cinefacts

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  1. #161
    Wonky
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    AW: "Metropolis" MoC Herbst 2010

    Ja, danke für die Info! Zu der Doku (IMDb) gibt's auch einen Trailer:

    + YouTube Video
    ERROR: If you can see this, then YouTube is down or you don't have Flash installed.

  2. #162
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    AW: "Metropolis" MoC Herbst 2010

    Ich habe jetzt die Neuauflage von METRPOLIS aus England auf BD+DVD im limitierten Steelbook. Es handelt sich um die neue Fassung, die im Februar 2010 bei ARTE (mit zu schneller Bildgeschwindigkeit) lief. Diese BD+DVD ist mit deutschen Zwischentiteln und abschaltbaren englischen Untertiteln. Die Extras sind recht dürtig. Neben einem englischen Audiokommentar zum Hauptfilm gibt es nur die deutsche Arte-Doku DIE REISE NACH METROPOLIS und einen Trailer. BD und DVD sind inhaltsgleich.
    Auch hier vermißt man wieder die legendäre Moroder-Version von 1984 als Bonus...

  3. #163
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    AW: "Metropolis" MoC Herbst 2010

    Wirklich eine schöne Veröffentlichung. Durch die fehlenden Teile wird der Film um einiges verständlicher (Hel, der Schmale), leider das für mein Geschmack zu gestenreiche Schauspiel von Gustav Fröhlich nicht besser. Etwas störed fand ich die aufgegrauten Ränder ab ca. 1:30. Ich habe die Helligkeit etwas runtergedreht was auf Leinwand einfach besser aussieht. Das Bild wirkt sonst einfach zu milchig.

  4. #164
    BW
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    AW: "Metropolis" MoC Herbst 2010

    Passt denn das 54-seitige Booklet in ein ganz normales Steelbook, oder sind die Abmessungen insgesamt größer?

  5. #165
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    AW: "Metropolis" MoC Herbst 2010

    Nö, hat ganz normale Abmessungen, da die Discs beide rechts unterkommen, siehe Bilder.

  6. #166
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    AW: "Metropolis" MoC Herbst 2010

    Zitat Zitat von Ekkie Beitrag anzeigen
    Ich habe jetzt die Neuauflage von METRPOLIS aus England auf BD+DVD im limitierten Steelbook. Es handelt sich um die neue Fassung, die im Februar 2010 bei ARTE (mit zu schneller Bildgeschwindigkeit) lief. Diese BD+DVD ist mit deutschen Zwischentiteln und abschaltbaren englischen Untertiteln. Die Extras sind recht dürtig. Neben einem englischen Audiokommentar zum Hauptfilm gibt es nur die deutsche Arte-Doku DIE REISE NACH METROPOLIS und einen Trailer. BD und DVD sind inhaltsgleich.
    Auch hier vermißt man wieder die legendäre Moroder-Version von 1984 als Bonus...
    Extras dürftig?? allein das Booklet übertrifft 99,9% der deutschen Klassikerveröffentlichungen und der Audiokommentar is erstklassik.
    Das es die neue Fassung ist, ist auch klar.

    Das die falsch geschnittene unvollständige Moroder Fassung nicht drauf ist, ist auch klar!
    (Hat fast nichts mit Langs Film zu tun)

    Übrigens darf nach Verfügung der Erben in Zukunft nur mehr ausschließlich die neue Fassung mit Originalmusik gezeigt werden. Ist auch logisch da die Filmmusik Metropolis (ob mans mag oder nicht) zum Filmgesamtkunstwerk untrennbar dazu gehört. Es wurden in den 20er Jahren meist auch nur die Huppertz Partituren oder Klavierauszüge empfohlen.

    Also diese VÖ setzt Maßstäbe was Klassikerveröffenlichung betrifft, und vielleicht sollte man sich vorher etwas informieren. Arbeitete selbst 23 Jahre an Metropolis!

    Die Geschwindigkeut entspricht der Originalfassung, da Huppertz genaue Geschwindigkeitsangaben machte, obwohl es wirklich zu schnell wirkt dürfte es sich wirklich um das Originaltempo handeln.
    Geändert von Highway61at (29.11.10 um 08:09:21 Uhr)

  7. #167
    Wonky
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    AW: "Metropolis" MoC Herbst 2010

    Ich habe Ekkies Beitrag auch nicht verstanden. Vom vollkommen redundanten Informationsgehalt mal ganz abgesehen ...

  8. #168
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    AW: "Metropolis" MoC Herbst 2010

    Auch die Elite Case Version ist Optisch Prima gelungen.
    Zum Glück nimmt Eureka ja nicht die dicken 14 mm Amarays sondern die Elite Hüllen.
    Bis auf die DVD fehlt gegenüber dem Steelbook nichts.
    Ich bin sehr zufrieden mit dem Set.
    "Metropolis" MoC Herbst 2010-100_2561.jpg"Metropolis" MoC Herbst 2010-100_2562.jpg"Metropolis" MoC Herbst 2010-100_2563.jpg
    "Metropolis" MoC Herbst 2010-100_2564.jpg"Metropolis" MoC Herbst 2010-100_2565.jpg

  9. #169
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    AW: "Metropolis" MoC Herbst 2010

    Ach die gibt's auch? Wusste ich gar nicht. Ich bin ja eigentlich kein großer Steelbook-Fan, aber da das Steel von Metropolis echt schick geworden ist, hätte ich es mir wahrscheinlich ohnehin bestellt, auch wenn ich gewusst hätte, dass es noch eine "normale" gibt. Wie machte sich die denn preislich (sehe, das tolle Booklet ist da auch dabei).

  10. #170
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    AW: "Metropolis" MoC Herbst 2010

    Zitat Zitat von scream Beitrag anzeigen
    Ach die gibt's auch? Wusste ich gar nicht. Ich bin ja eigentlich kein großer Steelbook-Fan, aber da das Steel von Metropolis echt schick geworden ist, hätte ich es mir wahrscheinlich ohnehin bestellt, auch wenn ich gewusst hätte, dass es noch eine "normale" gibt. Wie machte sich die denn preislich (sehe, das tolle Booklet ist da auch dabei).
    Yup das Booklet ist auch dabei - es fehlt nur die DVD aus dem SB - der Rest ist gleich (beim SB sind Innen die Chapter nicht aufgedruckt und das SB ist Hinten nicht mit dem ganzen Inhalt bedruckt, das wäre auch noch ein Unterschied).
    Das limitierte Steelbook kostet im Moment ca. 3 GBP mehr als die Elite Case Variante (amazon.uk als Vegleich).
    Ich finde es toll das sowas gleichzeitig angeboten wird und man nicht ewig warten muss bis irgendwelche LEs durchverkauft worden sind.
    Geändert von Rollo Tomasi (01.12.10 um 18:42:03 Uhr)

  11. #171
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    AW: "Metropolis" MoC Herbst 2010

    Zitat Zitat von Highway61at Beitrag anzeigen
    Extras dürftig?? allein das Booklet übertrifft 99,9% der deutschen Klassikerveröffentlichungen und der Audiokommentar is erstklassik.
    Das es die neue Fassung ist, ist auch klar.

    Das die falsch geschnittene unvollständige Moroder Fassung nicht drauf ist, ist auch klar!
    (Hat fast nichts mit Langs Film zu tun)

    Übrigens darf nach Verfügung der Erben in Zukunft nur mehr ausschließlich die neue Fassung mit Originalmusik gezeigt werden. Ist auch logisch da die Filmmusik Metropolis (ob mans mag oder nicht) zum Filmgesamtkunstwerk untrennbar dazu gehört. Es wurden in den 20er Jahren meist auch nur die Huppertz Partituren oder Klavierauszüge empfohlen.

    Also diese VÖ setzt Maßstäbe was Klassikerveröffenlichung betrifft, und vielleicht sollte man sich vorher etwas informieren. Arbeitete selbst 23 Jahre an Metropolis!

    Die Geschwindigkeut entspricht der Originalfassung, da Huppertz genaue Geschwindigkeitsangaben machte, obwohl es wirklich zu schnell wirkt dürfte es sich wirklich um das Originaltempo handeln.
    Ein englischer Audiokommentar ist nicht das, was ich wirklich brauche. Wieso kein vernünftiges Making-of zusammengestellt aus den unzähligen Produktionsbildern?

    Bei einer Veröffentlichung der 2010-Version in Deutschland lege ich großen Wert auf die alternative Moroder-Fassung als BONUS-Material!!!
    Immerhin war die Moroder-Fassung die einzige Fassung, die in den Kinos finanziellen Erfolg hatte und sogar Leute ins Kino zog, die sich sonst freiwilling nie einen Stummfilm ansehen würden!
    Den Film METROPOLIS kenne seit 1978, als er damals erstmals in einer 115-Minuten-Version mit Klavierbegleitung bei ARD gesendet wurde. Fritz Langs Meisterwerk kenne also schon seit 33 Jahren und habe habe es in ca. 30 verschiedenen Versionen auf VHS oder DVD.
    Ich habe auch viel Hintergrundliteratur zum Film, also ganz unwissend bin ich wohl nicht in Bezug auf METROPOLIS...

    Die Erben von Fritz Lang möchte ich gerne mal sprechen.

    Schade, daß es außer dem METROPOLIS-Redux-Fanedit keine vernünftige Version der Moroder-Fassung auf DVD gibt...

    Auf die Huppertz-Musik der 2010-Version kann ich gerne verzichten, wenn der Film stattdessen mit richtiger Bildgeschwindigkeit abgespielt wird. Einen Film, der mit 16 Bildern pro Sekunden gedreht wurde, mit 25 Bildern pro Sekunde abzuspielen, empfinde ich als Zumutung!!! Durch die dadurch entstehenden Zappeleffekte wird der Film unfreiwilling komisch. Die Moroder-Fassung wird zwar auch zu schnell abgespielt, sehe ich aber auch nur als alternative Schnittfassung (die 1984 dennoch die bestmögliche restaurierte Fassung war).
    Strobels 2010-Umsetzung von Huppertz Musik gefällt mit zwar sehr gut, aber das macht in meinen Augen trotzdem wenig Sinn, wenn der Film zu schnell läuft. Das Problem besteht darin, daß es zur Stummfilmzeit noch keine richtigen Normen für Abspielgeschwindigkeiten gab. Die Norm mit 24 Bildern pro Sekunde gab es erst offiziell mit Einführung der Tonfilme.

  12. #172
    ...auf der Flucht
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    AW: "Metropolis" MoC Herbst 2010

    Zitat Zitat von Ekkie Beitrag anzeigen
    Bei einer Veröffentlichung der 2010-Version in Deutschland lege ich großen Wert auf die alternative Moroder-Fassung als BONUS-Material!!!
    Immerhin war die Moroder-Fassung die einzige Fassung, die in den Kinos finanziellen Erfolg hatte und sogar Leute ins Kino zog, die sich sonst freiwilling nie einen Stummfilm ansehen
    Die Veröffentlichung mit Moroder-Fassung wäre schön, halte ich aber für sehr, sehr unwahrscheinlich.

    Zitat Zitat von Ekkie Beitrag anzeigen
    Auf die Huppertz-Musik der 2010-Version kann ich gerne verzichten, wenn der Film stattdessen mit richtiger Bildgeschwindigkeit abgespielt wird. Einen Film, der mit 16 Bildern pro Sekunden gedreht wurde, mit 25 Bildern pro Sekunde abzuspielen, empfinde ich als Zumutung!!!
    Die Blu-ray läuft ja mit 24 Bildern pro Sekunde und ich denke nicht, dass Metroplis mit 16 fps gefilmt wurde, das wäre ja eine Erhöhung der Geschwindigkeit um 50%!
    Dafür sehen die Bewegungsabläufe (wenn auch eher etwas schnell) zu korrekt aus. In den späteren Stummfilmzeiten waren wohl eher 22 fps gängig.
    Im Zentralorgan der Kommunistischen Partei "Die rote Fahne" vom 12.01.1927 (klick) ist explizit von einer Laufzeit von zweieinhalb Stunden die Rede und da es sich dabei nur um die Premierenfassung handeln kann, die hoffentlich in der von Lang gewünschten Geschwindigkeit lief, sollte die vorliegende Version der originalen Abspielgeschwindigkeit sehr nahe kommen bzw. mit dieser identisch sein (mit 16 fps abgespielt wäre die aktuelle Version dreieinhalb Stunden lang!).

  13. #173
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    AW: "Metropolis" MoC Herbst 2010

    Zitat Zitat von Roy Morgan Beitrag anzeigen
    Die Veröffentlichung mit Moroder-Fassung wäre schön, halte ich aber für sehr, sehr unwahrscheinlich.

    Die Blu-ray läuft ja mit 24 Bildern pro Sekunde und ich denke nicht, dass Metroplis mit 16 fps gefilmt wurde, das wäre ja eine Erhöhung der Geschwindigkeit um 50%!
    Dafür sehen die Bewegungsabläufe (wenn auch eher etwas schnell) zu korrekt aus. In den späteren Stummfilmzeiten waren wohl eher 22 fps gängig.
    Im Zentralorgan der Kommunistischen Partei "Die rote Fahne" vom 12.01.1927 (klick) ist explizit von einer Laufzeit von zweieinhalb Stunden die Rede und da es sich dabei nur um die Premierenfassung handeln kann, die hoffentlich in der von Lang gewünschten Geschwindigkeit lief, sollte die vorliegende Version der originalen Abspielgeschwindigkeit sehr nahe kommen bzw. mit dieser identisch sein (mit 16 fps abgespielt wäre die aktuelle Version dreieinhalb Stunden lang!).
    Hier gibt es eine Online-Petition für die Moroder-Version auf DVD:
    http://www.petitiononline.com/GMDVD/petition.html

    Die Urfassung von METROPOLIS vom 13.11.1926 hatte eine Länge von 228 Minuten (bei 16 Bildern pro Sekunde) laut dieser Quelle:
    http://web.archive.org/web/200202111...an/Metrof.html

    Die Aufnahmegeschwindigkeit von 16 Bildern pro Sekunde bei METROPOLIS ist völlig korrekt. Es kam bei Stummfilmen immer wieder vor, daß sie zu schnell abgespielt wurden, weil die Kinos so mehr Vorstellungen am Tag bringen konnten, weil es noch keine Norm für Abspielgeschwindigkeiten gab, d.h. so wohl auch bei der Premiere in Berlin. Die restaurierte ARTE-Fassung von 2001 von METROPOLIS wurde übrigens mit der korrekten Geschwindigkeit von 16 Bildern pro Sekunde gesendet. Diese Film-Version von 2001 hatte fast die gleiche wie die Version von 2010, obwohl eine halbe Stunde (bzw. mit der richtigen Geschindigkeit nochmal über 50 Minuten Material dazu gekommen ist. Die Transit-DVD von 2002 ist anders als die ARTE-Version von 2001 und war nicht einmal zwei Stunden lang, weil der Film auf der DVD dort auch zu schnell lief (wie die 2010-Version).
    Bezüglich der Abspielgeschwindigkeit gibt es nur zwei korrekte Fassungen:
    1.) ARD-Version von 1978
    2.) ARTE-Version von 2001
    Die letzten fehlenden acht Minuten, die in der 2010-Version immer noch verlustig sind sind, machen in Wirklichkeit sogar 20 Minuten in richtiger Abspielgeschwindigkeit aus. Der Film wäre in voller Länge tatsächlich dreieinhalb Stunden lang, wenn man ihn mit 16 Bildern pro Sekunde vorführt.
    Es ist außerdem ein sehr schlechter Witz, wenn die Propaganda-Maschine von Transit die 2010-Version von METROPOLIS als komplett (!) bezeichnet. Für mich fehlen immer noch 20 Minuten vom Film, wobei die wichtigste fehlende Schlüsselszene der Kampf in Rotwangs Labor und Marias anschließende Flucht ist...

    Zum Schluß nach ein Zitat aus Wikipedia (Anmerkungen):
    "Laut Koerber hatte im Jahr 1988 die Murnau-Stiftung in Wiesbaden 30 Filmrollen aus Nitromaterial vernichtet, jedoch wurden bloß fünf von diesen vorher umkopiert. Im Buch Metropolis – Ein filmisches Laboratorium der modernen Architektur wird darüber spekuliert, ob auch ein Originalnegativ von Metropolis unter dem vernichteten Material gewesen sein könnte."
    http://de.wikipedia.org/wiki/Metropolis_(Film)

    Wie blöd kann man eigentlich so sein, daß man so etwas macht?
    Dazu fällt mir wirklich nichts mehr ein...
    Geändert von Ekkie (03.01.11 um 09:10:24 Uhr)

  14. #174
    Tongue Shaver
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    AW: "Metropolis" MoC Herbst 2010

    Zitat Zitat von Ekkie Beitrag anzeigen
    Hier gibt es eine Online-Petition für die Moroder-Version auf DVD:
    http://www.petitiononline.com/GMDVD/petition.html
    Gibt es auch eine Petition für Leute, die dieses Machwerk für immer verschwinden lassen wollen? Würde ich sofort unterschreiben. Was kommt als nächstes, Blade Runner mit Lady Gaga-Soundtrack?

    Die Urfassung von METROPOLIS vom 13.11.1926 hatte eine Länge von 228 Minuten (bei 16 Bildern pro Sekunde) laut dieser Quelle:
    http://web.archive.org/web/200202111...an/Metrof.html
    Dort steht aber auch, daß nicht klar ist, welche Geschwindigkeit bei den zeitgenössischen Vorführungen verwendet wurde. Das ist ein komplexes Thema, daß immer wieder diskutiert wurde. Tatsächlich ist Metropolis ziemlich sicher mit variabler Geschwindigkeit aufgenommen worden. Es ist auch bekannt, daß Regisseure in der Stummfilmzeit bei manchen Filmen Anweisungen an die Vorführer gaben, bestimmte Stellen schneller abzuspielen, um die Action zu betonen (was aus heutiger Sicht merkwürdig erscheint, da heutzutage Action ja eher in Zeitlupe gezeigt wird ). Daneben gibt es auch noch ein technisches Problem: Von der neuen Metropolisfassung sollten Tonkopien für Kinoaufführungen hergestellt werden. Die meisten Kinos mit herkömmlicher Projektionstechnik können aber Tonfilme nur mit 24 BPS abspielen. Ebenso kann auch auf DVD/Blu-ray das Video nur mit 24/25 BPS (bzw. PSF) abgelegt werden. Man hätte also eine Bildratenkonvertierung durchführen müssen, was ein schwerwiegender Eingriff in das Bildmaterial ist (Zwischenbildinterpolation etc.).
    Zum Schluß nach ein Zitat aus Wikipedia (Anmerkungen):
    "Laut Koerber hatte im Jahr 1988 die Murnau-Stiftung in Wiesbaden 30 Filmrollen aus Nitromaterial vernichtet, jedoch wurden bloß fünf von diesen vorher umkopiert. Im Buch Metropolis – Ein filmisches Laboratorium der modernen Architektur wird darüber spekuliert, ob auch ein Originalnegativ von Metropolis unter dem vernichteten Material gewesen sein könnte."
    http://de.wikipedia.org/wiki/Metropolis_(Film)

    Wie blöd kann man eigentlich so sein, daß man so etwas macht?
    Dazu fällt mir wirklich nichts mehr ein...
    Das wäre in der Tat bitter, wenn es stimmt. Meistens werden solche Sachen ganz profan aus Geldmangel gemacht (deshalb wurde ja auch die argentinische Kopie umkopiert und vernichtet).

  15. #175
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    AW: "Metropolis" MoC Herbst 2010

    Zitat Zitat von Ekkie Beitrag anzeigen
    Hier gibt es eine Online-Petition für die Moroder-Version auf DVD:
    http://www.petitiononline.com/GMDVD/petition.html

    Die Urfassung von METROPOLIS vom 13.11.1926 hatte eine Länge von 228 Minuten (bei 16 Bildern pro Sekunde) laut dieser Quelle:
    http://web.archive.org/web/200202111...an/Metrof.html

    Die Aufnahmegeschwindigkeit von 16 Bildern pro Sekunde bei METROPOLIS ist völlig korrekt. Es kam bei Stummfilmen immer wieder vor, daß sie zu schnell abgespielt wurden, weil die Kinos so mehr Vorstellungen am Tag bringen konnten, weil es noch keine Norm für Abspielgeschwindigkeiten gab, d.h. so wohl auch bei der Premiere in Berlin. Die restaurierte ARTE-Fassung von 2001 von METROPOLIS wurde übrigens mit der korrekten Geschwindigkeit von 16 Bildern pro Sekunde gesendet. Diese Film-Version von 2001 hatte fast die gleiche wie die Version von 2010, obwohl eine halbe Stunde (bzw. mit der richtigen Geschindigkeit nochmal über 50 Minuten Material dazu gekommen ist. Die Transit-DVD von 2002 ist anders als die ARTE-Version von 2001 und war nicht einmal zwei Stunden lang, weil der Film auf der DVD dort auch zu schnell lief (wie die 2010-Version).
    Bezüglich der Abspielgeschwindigkeit gibt es nur zwei korrekte Fassungen:
    1.) ARD-Version von 1978
    2.) ARTE-Version von 2001
    Die letzten fehlenden acht Minuten, die in der 2010-Version immer noch verlustig sind sind, machen in Wirklichkeit sogar 20 Minuten in richtiger Abspielgeschwindigkeit aus. Der Film wäre in voller Länge tatsächlich dreieinhalb Stunden lang, wenn man ihn mit 16 Bildern pro Sekunde vorführt.
    Es ist außerdem ein sehr schlechter Witz, wenn die Propaganda-Maschine von Transit die 2010-Version von METROPOLIS als komplett (!) bezeichnet. Für mich fehlen immer noch 20 Minuten vom Film, wobei die wichtigste fehlende Schlüsselszene der Kampf in Rotwangs Labor und Marias anschließende Flucht ist...

    Den Film METROPOLIS kenne seit 1978, als er damals erstmals in einer 115-Minuten-Version mit Klavierbegleitung bei ARD gesendet wurde. Fritz Langs Meisterwerk kenne also schon seit 33 Jahren und habe habe es in ca. 30 verschiedenen Versionen auf VHS oder DVD.
    Ich habe auch viel Hintergrundliteratur zum Film, also ganz unwissend bin ich wohl nicht in Bezug auf METROPOLIS...

    ...

    Für jemanden der sich so gut auskennt verwundert mich deine vollständige Unwissenheit und ich habe noch nie einen Beitrag gesehen in dem 99,99% des Textes hausgemachter Unsinn ist.


    Fazit:
    Die Moroder Fassung hat heute keine Daseinsberechtigung mehr (sie hat nichts mit Fritz Langs Film zu tun und ist falsch eingefärbt, etc) Die Erben haben vollkommen recht!
    Die ARD 1978er und Arte 2001 Fassung waren viel zu langsam
    Die Arte 2001 Fassung lief mit 19 B/s (Da zeigt sich wieder, wer sich nicht auskennt)
    1927 gab es so gut wie keinen Film mehr mit 16B/s alle waren zwischen 19(selten) und 24B/s (meist 21-22) (Wieder Unwissenheit!)
    Transit hat den Film nie als komplett bezeichnet.
    Es fehlen maximal 3-5 Minuten
    Geändert von Highway61at (03.01.11 um 10:51:13 Uhr)

  16. #176
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    AW: "Metropolis" MoC Herbst 2010

    Zitat Zitat von Ekkie Beitrag anzeigen
    Hier gibt es eine Online-Petition für die Moroder-Version auf DVD:
    http://www.petitiononline.com/GMDVD/petition.html
    Die Moroder-Fassung gibt es doch längst auf DVD: http://www.morodermetropolisdvd.com/

  17. #177
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    AW: "Metropolis" MoC Herbst 2010

    Zitat Zitat von Ekkie Beitrag anzeigen
    Die Urfassung von METROPOLIS vom 13.11.1926 hatte eine Länge von 228 Minuten (bei 16 Bildern pro Sekunde) laut dieser Quelle:
    http://web.archive.org/web/20020211133247/www.uow.edu.au/~morgan/Metrof.html
    Die Aufnahmegeschwindigkeit von 16 Bildern pro Sekunde bei METROPOLIS ist völlig korrekt.
    Interessanter Link, ich habe aber nur den Hinweis gefunden, die Filmgeschwindigkeit sei "most likely" 16 fps gewesen.
    Ich denke keiner kann sagen, mit welcher Geschwindigkeit der Film genau gedreht wurde, aber wahrscheinlich mit weniger als 24 fps.

    Eigentlich müsste Fritz Lang die Abspielgeschwindigkeit bei der Premiere im UFA Palast, die bei mind. 24 fps lag, doch gebilligt haben.
    Wurde es vielleicht sogar gewünscht (oder zumindest beim Dreh berücksichtigt), dass die längeren (über 90 min.) Stummfilme in den Lichtspielhäusern mit bis zu 26 fps abgespielt wurden, auch wenn sie mit weniger fps aufgenommen wuden?

    Zitat Zitat von Ekkie Beitrag anzeigen
    Die letzten fehlenden acht Minuten, die in der 2010-Version immer noch verlustig sind sind, machen in Wirklichkeit sogar 20 Minuten in richtiger Abspielgeschwindigkeit aus.
    Das kommt vom Verhältnis aber irgendwie nicht hin.
    Geändert von Roy Morgan (03.01.11 um 11:27:00 Uhr)

  18. #178
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    AW: "Metropolis" MoC Herbst 2010

    Selbstverständlich hat die Moroder-Fassung ihre Darseinsberechtung, denn Giorgio Moroder schaffte das Kunststück Leute ins Kino zu ziehen, die sich nie einen Stummfilm ansehen würde und dazu wurde seine Version auch noch ein großer finanzianzieller Erfolg (worauf die UFA damals neidisch wäre).

    Ich glaube kaum, daß man Filmmusikkomponist Giorgio Moroder (sein größer Erfolg war FLASHDANCE) mit einer Tussi wie Lady Gaga vergleichen kann...

    Den Moroder-Soundtrack höre ich übrigens immer noch sehr gerne.

    Nöö, nöö, Transit bezeichnete METROPOLIS nie als komplett, alles klar...
    Auch die Amerikaner nicht, die die neue Version offiziell als THE COMPLETE METROPOLIS bezeichnen...

    3-5 Minuten ist definitiv zu wenig, was fehlt! Von fehlenden 8 Minuten reden die meisten. Also wohl etwa eine Viertelstunde mit richtiger Bildgeschwindigkeit...
    Alleine schon die fehlende Handlung in Rotwangs Labor dürfte etwas umfangreicher sein.

    Von mir aus kann der Film auch mit 19 Bildern pro Sekunde gedeht worden sein, aber 24 oder 25 Bilder pro Sekunde sind als Abspielgeschwindigkeit definitiv zu schnell!!!

    Die Frage, wie man nun einen Film von 19 (oder 16) Bildern auf ein ein anderes Format bringt, kann auf zwei Arten geschehen:
    1.) Nach einem bestimmten Schlüssel werden bestimmte Bilder von einem Bild auf zwei identische hintereinander kopiert, so daß 24 Bilder pro Sekunde erreicht werden.
    oder
    2.) Mit Hilfe von Morphing-Technologie werden die fehlenden Bilder einfach digital zwischengerechnet.

    Die 1. Methode ist die alte (ARD-Fassung). Die 2. Methode ist die moderne und erlaubt einen flüssigeren Filmfluß, weil nicht nur 24 Fake-Bilder pro Sekunde abgespielt werden, sondern man auch tatsächlich 24 echte Bilder pro Sekunde sieht.

    Neben diesen beiden Möglichkeiten gibt es auch noch eine Billig-Möglichkeit: Man spielt den Film einfach schneller ab und legt keinen Wert auf die ursprüngliche Aufnahmegeschwindigkeit, was dann zu den berüchtigten Zappeleffekten führt.

    Normwandlung von PAL-TV (25 Bilder pro Sekunde) zu NTSC-TV (30 Bilder pro Sekunde) wäre ein ähnliches Thema, das es auch schon lange gibt.

    Im deutschen Fernsehen werden Kinofilme grundsätzlich immer etwas zu schnell abgespielt (etwa 4 Prozent), weil die Kinonorm 24 Bilder pro Sekunde hat, PAL-TV aber 25 Bilder pro Sekunde.

    Auch hätte die Murnau-Stiftung das schwer beschädigte Filmmaterial als Bunos Aires anders bearbeiten sollte. Man verschwendete Hunderttausende von Euro für eine Software, die Kratzer automatisch digital entfernen sollte. Bei einer dermaßen schweren optischen Beschädigung kann so etwas einfach nicht funktionieren. Man hätte jedes Einzelbild stattdessen lieber mit einem Bildbearbeitungsprogramm manuell bearbeiten sollen. Dies wäre die beste Möglichkeit, die allerdings extrem zeitaufwendig wäre. Wahrscheinlich hätte man pro Tag immer nur ein paar Sekunden geschafft, aber zumindest hätte man dann später ein Ergebnis, daß sich sehen lassen kann...

  19. #179
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    AW: "Metropolis" MoC Herbst 2010

    Ich weiß nicht, wie ich auf 20 Minuten gekommen bin, sorry. Vielleicht dachte ich gerade an NOSFERATU, der angeblich nur mit 12 Bildern pro Sekunde gedreht wurde? Etwa eine Viertelstunde müßte richtigerweise bei METROPOLIS heißen.

  20. #180
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    AW: "Metropolis" MoC Herbst 2010

    Zitat Zitat von Spaceball Beitrag anzeigen
    Die Moroder-Fassung gibt es doch längst auf DVD: http://www.morodermetropolisdvd.com/
    Den METROPOLIS-Redux-Fanedit habe bereits oben erwähnt. Leider ist diese Veröffentlichung nicht offiziell und auch nicht mit deutschen Texten.
    Auf jeden Fall wurde diese Fassung aber mit sehr viel Liebe erstellt. Die ganze Colorierungsarbeit von Giorgio Moroder wurde von dem Fan nochmal wiederholt, indem er als Vorlage die restaurierte DVD-Fassung von 2002 nahm. Die Colorierungen weisen sogar etwas mehr Farben auf als das Original von Moroder.
    Den Ton mit der Musik nahm er von einer Laserdisc. Ebenso das fehlende Film-Material wie der Raum der HEL, das Giorgio Moroder für diese Fassung neu drehte.

    Von METROPOLIS gibt es übrigens noch einen zweiten Fanedit mit dem Titel METROPOLIS MORODERED von einem einem anderem Fan. Allerdings ist diese Version nur schwarzweiß. Auch diese Version basiert auf der restaurierten DVD-Fassung von 2002.

    Meiner Meinung nach sollte man für METROPOLIS sowieso die restlichen noch fehlenden Szenen neu drehen, damit der Film endlich richtig komplett ist (vergleichbar mit der von Peter Jackson nachgedehten Spider-Pit Szene für das KING KONG-Original von 1933)...
    http://www.youtube.com/watch?v=j4Z1sB5l8LU
    http://www.youtube.com/watch?v=x-2Tu87Vx9w

    Es gibt übrigens auch Versuche, METROPOLIS zu vertonen, und zwar nicht nur mit Musik, sondern auch mit Sprache und Geräuschen. Schnippsel davon befinden sich bei youtube.
    Geändert von Ekkie (03.01.11 um 12:15:01 Uhr)

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