Cinefacts

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  1. #81
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    AW: Krieg der Götter (Immortals)

    Im vorherigen Post hast du aber geschrieben "wieder in 3D hat".

  2. #82
    Is' klar ...
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    AW: Krieg der Götter (Immortals)

    Zitat Zitat von SEBO Beitrag anzeigen
    Dinge wie Tiefenwirkung gehen allerdings vollkommen an mir vorbei.
    Letzteres nehme ich auch nur bedingt wahr. Was ich aber nicht mal der verminderten Sehkraft des linken Auges zuschreibe, sondern der oftmals eher bescheidenen Konvertierung.

  3. #83
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    AW: Krieg der Götter (Immortals)

    Zitat Zitat von Count Dooku Beitrag anzeigen
    Im vorherigen Post hast du aber geschrieben "wieder in 3D hat".
    Das.... das... war ein Test bezüglich des Leseverständnisses und der Aufmerksamkeit, die manch ein User hier dem Thread entgegen bringt. Ja. Das war so geplant und ist im eigentlichen Sinne kein Fehler in meinem Beitrag, da man sich dies durch den Sinnzusammenhang durchaus erschließen und gleichzeitig den Fehler als solchen bemerken sollte. Echt jetzt!

    ...hoffentlich nimmt mir das jemand ab.

    Zitat Zitat von Sharky McSplash Beitrag anzeigen
    Letzteres nehme ich auch nur bedingt wahr. Was ich aber nicht mal der verminderten Sehkraft des linken Auges zuschreibe, sondern der oftmals eher bescheidenen Konvertierung.
    Was das angeht führe ich gerne nochmal das Beispiel von jemanden an den ich kenne, der im eigentlichen Leben dank einer extremen Sehschwäche auf einem Auge eigentlich nicht dreidimensional sehen kann und dann ganz überrascht war, als er dann quasie zum ersten Mal in seinem Leben dank dem neuen Verfahren im Kino 3D bewundern durfte.
    Sollte es daran liegen, kommt es wohl auf noch weitere, medizinische Feinheiten im Bezug auf die Wahrnehmung an, die da irgendwie reinspielen...

  4. #84
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    AW: Krieg der Götter (Immortals)

    Dann warte ich jetzt mal auf ne Ankündigung zu nem Kratos-Film .

  5. #85
    Is' klar ...
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    AW: Krieg der Götter (Immortals)

    Zitat Zitat von executor Beitrag anzeigen
    Sollte es daran liegen
    Nichts medizinisches. Wenn ich jeweils nur eines meiner Augen benutze, sehe ich mit dem rechten scharf und dem linken ein wenig unscharf. Im Gehirn wird aber eh ein Bild daraus. Lebe seit über 20 Jahren damit und selbst beim Sehtest für den Führerschein, den ich erst im letzten Jahr gemacht habe, wurde mir eine sehr gute Sehkraft bescheinigt.

    Mit 3D hat die Filmindustrie zwar ein neues Spielzeug, scheint aber noch nicht so richtig zu wissen, wie sie damit umgehen soll. Es hat zwar nicht jeder Film die Schauwerte eines Avatar und entsprechend das Potential den Fokus auf bestimmte Details zu legen, daher macht man oft den Fehler mehr oder weniger alles in 3D umzuwandeln, anstelle sich auf bestimmte Details zu konzentrieren. Wobei ich den aber auch noch nicht unbedingt als das Maß aller Dinge bezeichnen würde. Obwohl Cameron schon sehr vieles richtig gemacht hat.

    Aus der Erinnerung heraus fand ich aber die kleinen Details, wie die weißen Quallenviehcher oder der Staub nach dem Beschuss des großen Baumes, die durch den Kinosaal schwebten, mit am beeindruckensten.

  6. #86
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    AW: Krieg der Götter (Immortals)

    So, das Kind ist bei den Großeltern und ich bin tatsächlich so bekloppt und gehen Samstags ins Kino, teurer gehts eigentlich nicht mehr. 2x 13,20, dafür hätte ich mir dann auch locker die Blu Ray kaufen können. Ich hoffe ich krieg was vom 3D mit und der Film taugt was. Ich bin mal gespannt.

  7. #87
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    AW: Krieg der Götter (Immortals)

    Super Entscheidung auch wenn ich mir nicht vorstellen kann dass du zu 3D plötzlich was anderes als Mist sagst.

    Werde erst nächste Woche dazu kommen, muss noch Tim & Struppi, A Dangerous Method und Anonymus zuvor anschauen...

  8. #88
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    AW: Krieg der Götter (Immortals)

    Im Vergleich zu Tarsem's anderen Werken tendiert Immortals leider eher in Richtung The Cell. Schick, im Endeffekt aber egal. Bei The Fall waren Story und Optik top, hier nur die Optik.
    Insgesamt sicher ein unterhaltsamer Film, der aber doch sehr langsam daher kommt und zu meinem Ärgernis die letzte Actionszene komplett zerhackt hat. Ich hatte ja hier letztens einen clip geposted. Im Film selber kämpfen da nebenbei noch Hyperion und Theseus. durch das hin und her schneiden verlieren beide Kämpfe stark an Dynamik.
    Im Endeffekt ist der Film immer dann am stärksten wenn die Götter selber eingreifen (Hephaistos dürfte den höchsten exploding-heads-per-minute count der Filmgeschichte haben), was leider viel zu selten vorkommt, und am schwächsten wenn die Charaktere reden - was leider relativ oft vorkommt. Quasi alles was Hyperion von sich gibt hätte man auch mit blablabla-ich bin böse übersetzen können, und Theseus Motivationsrede gegen Ende dürfte zu den oralen Tiefpunkten der Filmgeschichte zählen. Kann auch sein das die dt. Synchro da viel zerstört, aber den Vergleich hab ich ja nicht. Der Film selbst bedient sich vollkommen frei an griechischer Mythologie und nutzt nur das was ihm passt im Hero's Journey Stil. Fand ich nicht sonderlich störend.

    Leider aber eher so im Bereich von 7 von 10 angesiedelt. Gestern nacht hatte ich fast schon wieder vergessen das ich gerade im Kino war. Kein besonders gutes Zeichen.


    3D:

    Tja, da habe ich wirklich NICHTS von gemerkt. Ganz am Ende kam mir n speer entegegen geflogen, das wars aber auch. Meine Freundin meinte man habe den ganzen Film über einen Tiefeneffekt wahrnehmen können, als gut hat sie 3D aber nicht empfunden, eher als störend bei schnell geschnittenen Kampfsequenzen.

    Das es auch anders geht hat die extreme in-your-face 3D Werbung von LG gezeigt die vor dem Film lief. Das war fast schon zu afudringelich, man hatte hier wirklich das Gefühl, das mein in einem Haufen Edern hockt und bunte Bälle einem direkt vor der Nase rumhüpfen. Warum nicht so?
    Übrigens gabs auch den Star Wars 3D Trailer vorher. Vom Effekt selber habe ich da überhaupt nichts bemerkt, meine Freundin meinte es wäre so in der Art wie ein Pop-up Buch. 2 dimensionale Charaktere die sich auf verschiedenen Ebenen befinden.

  9. #89
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    AW: Krieg der Götter (Immortals)

    Die aktuelle LG-Werbunge erzeugt bei vielen Besuchern garantiert einen Wow!-Effekt, aber man kann einfach nicht 60 Sekunden auf einen Langfilm übertragen, sonst kotzen nach 10 Minuten die ersten im Kino. Den 3D-Effekt von Immortals fand ich ausgezeichnet und es gab nur wenige Brüche. Den Film selbst fand ich auf einem Level mit 300, aber der hat mich damals auch nicht besonders beeeindruckt.

    Und die FSK-Freigabe ist eine Frechheit - andere Filme mit diesem Gewaltpotential bekommen nur geschnitten eine 18!

  10. #90
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    Immortals

    Ich hab mir den Film trotz 3D angeguckt, weil ich auf gar keinen Fall einen Tarsem-Film im Kino verpassen wollte. 3D war natürlich völlig überflüssig. Egal.

    Ich mochte den Film. Mit Abstand einer der merkwürdigsten Sandalenfilme. Tarsem macht wieder, was er will. Aber wie immer prägen sich seine Ideen und Bilder tief in das Bewußtsein der Zuschauer. Absolut beeindruckend seine Inszenierung einer fiktiven Welt. Genauso tief beeindruckt war ich von der Story. Dem Verhältnis zwischen Menschen und Göttern. Vergänglichkeit, der Sinn des Lebens, Allmachtsparadox, gerechte Kriege, etc. tec. Der Film wird mich noch lange beschäftigen.
    10/10

  11. #91
    12.18.3.13.5
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    AW: Krieg der Götter (Immortals)

    "Immortals" ist definitiv der bessere "Clash of the Titans". Tarsem Singh hat mit seiner Götter-Mär eigentlich all das richtig gemacht, was Louis Leterrier falsch gemacht hat.
    Der Cast ist, imO, optimal. Henry Cavill (von dem ich mir persönlich noch viel Grosses erwarte) ist ein perfekter und damit besserer Theseus, als Sam Worthington ein Perseus gewesen ist und wohl auch wieder sein wird. Mickey Rourke gibt, optisch wie auch darstellerisch, einen fantastischen König Hyperion ab und nicht zuletzt ist Freida Pinto ein optisch äusserst reizvolles Orakel. Ihre Figur ist zudem nicht bloss schmückendes Beiwerk ohne jede Funktion, sondern bringt die Story entscheidend voran.
    Optisch erinnert "Immortals", besonders in der Anfangssequenz, in der die Titanen gezeigt werden, sehr an Singh's "The Cell", was mir aber ausgesprochen gut gefallen hat. Während des Films kommt diese Assoziation dann noch diverse Male auf. Darüberhinaus kommt die gesamte Stimmung die die Bilder vermitteln äusserst stimmig rüber. Ähnlich wie seinerzeit "300", jedoch nicht so steril. Die Lichtkompositionen haben mir sehr gefallen.
    Die Action kommt ebenfalls nicht zu kurz und so sind die Metzelszenen, und hierbei handelt es sich definitiv um solche, perfekt in Szene gesetzt. Super choreographiert und vor allem sehr detailreich. Selten habe ich in einer derartigen Deutlichkeit gesehen, wie Schädel gespalten und Torsen zerteilt werden. Dass hier alles aus dem Rechner stammen dürfte, fällt dabei absolut nicht ins Gewicht. Die Slo-Mo-Einstellungen sind, wenn auch nicht mehr neu, so doch atemberaubend gesetzt und ich muss gestehen, ich liebe so einen Kram. Gesetzt den Fall, er ist optisch brillant in Szene gesetzt. Und das ist hier definitv der Fall. Und vorallem lässt Singh die unsägliche Wackelkamera im Schrank, sodass dem Geschehen stets gut gefolgt werden kann. Ebenfalls ganz im Gegensatz zum Titanenkampf des letzten Jahres.
    Die Götter mögen vielen vielleicht etwas zu goldig geraten sein, allerdings finde ich diese Interpretation des Olymps möglicherweise weit gelungener als die Leterriers' oder die Darstellung Walhallas' in "Thor". Folglich kann Singh in meinen Augen auch hier punkten.
    So gesehen macht "Immortals" sehr viel Spass und weiss mit vielen Aspekten zu begeistern. Hiervon würde ich lieber ein Sequel vorgesetzt bekommen als von "Clash of the Titans".
    Davon abgesehen hat mir dieser Film schliesslich auch einen psychischen Schmerz zugefügt, wie nur selten geschehen. Die antike Art der Kastration hat mir beinahe körperlich weh getan und ich habe echt mit dem armen Schwein gelitten das da entmannt wurde.
    9/10

  12. #92
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    AW: Krieg der Götter (Immortals)

    Mir hat der Film auch sehr gut gefallen: Optik, Kamerafahrten und -perspektiven, Masken und Rüstungen(bis auf Poseidons Helm) waren alles top. Eyecandy!
    Die Besetzung ist auch sehr gut gewählt, Freida Pinto sieht super aus. Rourke spielt richtig gut den Bösen und Cavill macht eine gute Heldenfigur.
    Selbst die kritisierten Dialoge sind nicht so schlimm und regen zum nachdenken an. Bei der letzen Ansprache hatte ich Gänshaut, das hat seit Gladiator kein Film mehr geschafft.
    Jetzt zur Action: leider nicht ständig was los und eher auf das Finale beschränkt, aber dann richtig! Unglaublich brutal und blutig in Zeitlupe und perfekter Choreografie.
    Der 3D-Effekt ist leider komplett sinnlos: geringe Tiefenwirkung und nur 2 vereinzelte Popouts.

    Fazit: Nicht so actionreich wie 300, aber trotzdem ein optisches Highlight.

    8,5/10 zermatschten Titanen

  13. #93
    Kathié
    Gast

    AW: Krieg der Götter (Immortals)

    Hallo zusammen,

    mich würde brennend interessieren: wie interpretiert ihr das Ende von Krieg der Götter?

    Der Sohn Theseus guckt in den Himmel und sieht einen Kampf. Wer kämpft? Theseus gegen...??? und wieso kämpft er, obwohl er jetzt bei den Göttern ist?
    Oder sieht sein Sohn eine Szene der Vergangenheit, weil er in seine Fußstapfen treten soll??

    Was ist eure Meinung?

    Liebe Grüße

    Kathi

  14. #94
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    AW: Krieg der Götter (Immortals)

    KRIEG DER GÖTTER
    [IMMORTALS][USA][2011]



    Regie: Tarsem Singh
    Darsteller: Henry Cavill, Luke Evans, Mickey Rourke, John Hurt, Stephen Dorff, Freida Pinto, Kellan Lutz,...


    Griechenland, Antike: Die Götter führten einen siegreichen Krieg gegen die Titanen, welche im Anschluss in ein Verlies verbannt wurden.
    Der grausame König Hyperion [Mickey Rourke] jedoch plant, die Titanen wieder zu befreien, um mit ihrer Hilfe die Götter zu unterjochen, gibt er ihnen doch die Schuld am Tod seiner Familie. Dazu benötigt er allerdings einen magischen Bogen. Auf seiner Suche danach hinterlässt er Tod und Zerstörung.
    Der Bauer Theseus [Henry Cavill], eigentlich von niederem Stand, doch äußerst selbstbewusst und furchtresistent, gerät mehr durch Zufall in diesen Konflikt. Mit der Seherin Phaedra [Freida Pinto], dem Dieb Stavros [Stephen Dorff] und einem stummen Mönch [Greg Bryk] begibt er sich auf eine gefährliche Reise...


    Nachdem er sich mit THE CELL und THE FALL den Ruf eines Schöpfers visuell beeinduckender Filmwelten erworben hat, präsentiert der indischstämmige Regisseur Tarsem Singh mit KRIEG DER GÖTTER seinen dritten Kinofilm, der allgemein als Mischung aus 300 und KAMPF DER TITANEN beworben wird, was natürlich hauptsächlich auf deren Kassenerfolgen fußt, aber durchaus zu billigen ist.

    Und abermals gelingt es dem Regisseur, prachtvolle Panoramen zu erschaffen. Wenn die Charaktere auf riesigen Felsvorsprüngen stehen und der Horizont dahinter sich scheinbar endlos erstreckt, traut man sich kaum zu blinzeln, aus Angst, ein Detail zu verpassen.

    Doch eine zusammenhängende Geschichte zu erzählen, war noch nie Tarsems Stärke. Bereits seine Vorgänger zerfielen in einzelne Episoden, die ihren Inhalt der Optik unterordneten. So standen die visuellen Prachten THE CELLs und THE FALLs im Dienste einer höheren Handlungsebene, welche die Bilderwelten legitimierten.

    KRIEG DER GÖTTER muss sich nun ohne großen Überbau behaupten. Die narrative Klammer, welche die Ereignisse zusammenhält, fehlt. John Hurt, der als gealterter Zeus das Geschehen mit mahnendem Geraune einrahmt, ist schlichtweg nicht ausreichend. So läuft die Handlung oft ins Nichts und droht mehrmals auseinanderzubrechen - auch wenn einen der gebotene Bombast davon zeitweise erfolgreich ablenken kann.

    So ist man am Besten beraten, einfach die Flut der Bilder auf sich wirken zu lassen: Angenehm wird der Sehnerv gekitzelt, wenn in bewährter Riefenstahl-Ästhetik übertrieben große Heere in bis zum kleinsten Pixel durchstilisierten Bildern aufeinanderprallen oder in kraftvoller Montage aus Be- und Entschleunigung die Zerschnetzelung der Titanen blutigst zelebriert wird.

    Die Darsteller müssen hinter der visuellen Wucht natürlich zurückstecken. Henry Cavill in der Hauptrolle spielt daher auch angenehm uneitel die Rolle des Theseus, während man Mickey Rourke eigentlich kaum erkennt. Die Rolle hätte theoretisch auch jeder andere spielen können. Allerdings gilt die Präsenz seiner Gesichtsruine in letzter Zeit ja wieder als Veredelung eines jeden zünftigen Männerfilms.

    Die Dialoge wirken manchmal lachhaft trivial und gewöhnlich, was sich brutal mit der fremdartigen Szenenie beißt.
    Auch die Handlung sollte man nicht allzu genau unter die Lupe nehmen, vieles ist doch etwas merkwürdig. Obwohl gesagt wird, dass Phaedra ihre seherischen Fähigkeiten verliert, sobald sie keine Jungfrau mehr ist, haben sie und Theseus natürlich nichts Besseres zu tun, als sich so schnell und unmotiviert wie möglich miteinander in die Kissen zu legen. Dabei wäre es ja gewiss nicht von Nachteil, auf solch einer gefährlichen Reise eine Hellseherin dabei zu haben.

    KRIEG DER GÖTTER hat – besonders auf großer Leinwand – für Bildästheten schon seine Existenzberechtigung. Kratzt man die Oberflächenreize ab, bleibt jedoch erstaunlich wenig übrig. Es mangelt an Dramaturgie, an Originalität, an Seele. Was bleibt ist eine Zuschaustellung des visuellen Könnens Tarsems. Gebt dem Mann ein gutes Drehbuch!

  15. #95
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    AW: Krieg der Götter (Immortals)

    Zitat Zitat von Kathié Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen,

    mich würde brennend interessieren: wie interpretiert ihr das Ende von Krieg der Götter?
    Der Sohn Theseus', gezeugt in jener Nacht mit Phaedra, besitzt die Gabe seiner Mutter, die Hellsichtigkeit. In Folge dessen sieht er am Ende eine Vision der Zukunft in der ein neuer, gewaltiger Krieg zwischen Göttern und Titanen entflammt. Theseus, a.G. seiner Taten in den Stand eines Gottes erhoben, wird in diesem Krieg die Armeen der Götter anführen.
    Zeus hingegen, wird Theseus' Sohn, in der Gestalt des alten Mannes, auf diesen Krieg vorbereiten, wie er schon für Theseus selbst eine Art Mentor war.

  16. #96
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    AW: Krieg der Götter (Immortals)

    Zitat Zitat von Der Große Coordinator Beitrag anzeigen
    KRIEG DER GÖTTER
    [IMMORTALS][USA][2011]



    Regie: Tarsem Singh
    Darsteller: Henry Cavill, Luke Evans, Mickey Rourke, John Hurt, Stephen Dorff, Freida Pinto, Kellan Lutz,...


    Griechenland, Antike: Die Götter führten einen siegreichen Krieg gegen die Titanen, welche im Anschluss in ein Verlies verbannt wurden.
    Der grausame König Hyperion [Mickey Rourke] jedoch plant, die Titanen wieder zu befreien, um mit ihrer Hilfe die Götter zu unterjochen, gibt er ihnen doch die Schuld am Tod seiner Familie. Dazu benötigt er allerdings einen magischen Bogen. Auf seiner Suche danach hinterlässt er Tod und Zerstörung.
    Der Bauer Theseus [Henry Cavill], eigentlich von niederem Stand, doch äußerst selbstbewusst und furchtresistent, gerät mehr durch Zufall in diesen Konflikt. Mit der Seherin Phaedra [Freida Pinto], dem Dieb Stavros [Stephen Dorff] und einem stummen Mönch [Greg Bryk] begibt er sich auf eine gefährliche Reise...


    Nachdem er sich mit THE CELL und THE FALL den Ruf eines Schöpfers visuell beeinduckender Filmwelten erworben hat, präsentiert der indischstämmige Regisseur Tarsem Singh mit KRIEG DER GÖTTER seinen dritten Kinofilm, der allgemein als Mischung aus 300 und KAMPF DER TITANEN beworben wird, was natürlich hauptsächlich auf deren Kassenerfolgen fußt, aber durchaus zu billigen ist.

    Und abermals gelingt es dem Regisseur, prachtvolle Panoramen zu erschaffen. Wenn die Charaktere auf riesigen Felsvorsprüngen stehen und der Horizont dahinter sich scheinbar endlos erstreckt, traut man sich kaum zu blinzeln, aus Angst, ein Detail zu verpassen.

    Doch eine zusammenhängende Geschichte zu erzählen, war noch nie Tarsems Stärke. Bereits seine Vorgänger zerfielen in einzelne Episoden, die ihren Inhalt der Optik unterordneten. So standen die visuellen Prachten THE CELLs und THE FALLs im Dienste einer höheren Handlungsebene, welche die Bilderwelten legitimierten.

    KRIEG DER GÖTTER muss sich nun ohne großen Überbau behaupten. Die narrative Klammer, welche die Ereignisse zusammenhält, fehlt. John Hurt, der als gealterter Zeus das Geschehen mit mahnendem Geraune einrahmt, ist schlichtweg nicht ausreichend. So läuft die Handlung oft ins Nichts und droht mehrmals auseinanderzubrechen - auch wenn einen der gebotene Bombast davon zeitweise erfolgreich ablenken kann.

    So ist man am Besten beraten, einfach die Flut der Bilder auf sich wirken zu lassen: Angenehm wird der Sehnerv gekitzelt, wenn in bewährter Riefenstahl-Ästhetik übertrieben große Heere in bis zum kleinsten Pixel durchstilisierten Bildern aufeinanderprallen oder in kraftvoller Montage aus Be- und Entschleunigung die Zerschnetzelung der Titanen blutigst zelebriert wird.

    Die Darsteller müssen hinter der visuellen Wucht natürlich zurückstecken. Henry Cavill in der Hauptrolle spielt daher auch angenehm uneitel die Rolle des Theseus, während man Mickey Rourke eigentlich kaum erkennt. Die Rolle hätte theoretisch auch jeder andere spielen können. Allerdings gilt die Präsenz seiner Gesichtsruine in letzter Zeit ja wieder als Veredelung eines jeden zünftigen Männerfilms.

    Die Dialoge wirken manchmal lachhaft trivial und gewöhnlich, was sich brutal mit der fremdartigen Szenenie beißt.
    Auch die Handlung sollte man nicht allzu genau unter die Lupe nehmen, vieles ist doch etwas merkwürdig. Obwohl gesagt wird, dass Phaedra ihre seherischen Fähigkeiten verliert, sobald sie keine Jungfrau mehr ist, haben sie und Theseus natürlich nichts Besseres zu tun, als sich so schnell und unmotiviert wie möglich miteinander in die Kissen zu legen. Dabei wäre es ja gewiss nicht von Nachteil, auf solch einer gefährlichen Reise eine Hellseherin dabei zu haben.

    KRIEG DER GÖTTER hat – besonders auf großer Leinwand – für Bildästheten schon seine Existenzberechtigung. Kratzt man die Oberflächenreize ab, bleibt jedoch erstaunlich wenig übrig. Es mangelt an Dramaturgie, an Originalität, an Seele. Was bleibt ist eine Zuschaustellung des visuellen Könnens Tarsems. Gebt dem Mann ein gutes Drehbuch!
    Schöne Kritik, kann ich so unterschreiben.

  17. #97
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    AW: Krieg der Götter (Immortals)

    Ich bin hoffentlich nicht der Einzige, der es extrem dreist fand, dass sowohl der fette Promotion-Fight-Clip hier bis auf kleinere Zwischenschnitte beinahe der komplette(!) Actionshowdown ist, ganz abgesehen davon, dass...

    Zitat Zitat von DorianGrey Beitrag anzeigen
    Der Sohn Theseus', gezeugt in jener Nacht mit Phaedra, besitzt die Gabe seiner Mutter, die Hellsichtigkeit. In Folge dessen sieht er am Ende eine Vision der Zukunft in der ein neuer, gewaltiger Krieg zwischen Göttern und Titanen entflammt. Theseus, a.G. seiner Taten in den Stand eines Gottes erhoben, wird in diesem Krieg die Armeen der Götter anführen.
    Zeus hingegen, wird Theseus' Sohn, in der Gestalt des alten Mannes, auf diesen Krieg vorbereiten, wie er schon für Theseus selbst eine Art Mentor war.
    ...DAS, obwohl es nur in der allerletzten Szene kurz vorkam, zum Kinoplakat gemacht wurde? Mensch, wie lahm. Und leider ist Tarsem nicht mehr so wirklich auf seiner optischen Höhe. Zu viele Design sahen schlicht unfreiwillig komisch aus. Und wenn "Conan" im Gegensatz zum "Krieg der Götter" wie eine dramatische Charakterstudie von Shakespear wirkt, dann haben die Drehbuchschreiber wohl irgendwas falsch gemacht... Einzige Lichtblicke: Die derberen Momente samt lustig-schmerzhafter "Entmannung" (wenn man das denn so nennen will ), sowie Frieda Pinto, deren Schönheit wohl auch bei dem(/den) Typen noch eine Reaktion hervorrufen kann.

  18. #98
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    AW: Krieg der Götter (Immortals)

    Gegen den neuen Conan war Immortals ein Meisterwerk der Filmgeschichte.

  19. #99
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    AW: Krieg der Götter (Immortals)

    It is da atha wäi araund, Sör!

    (Und was Tarsem angeht, da guck ich mir doch lieber zweimal "The Cell" und fünfmal "The Fall". So großartig war die Optik nun wirklich nicht.)

  20. #100
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    AW: Krieg der Götter (Immortals)

    Bei Conan hatte ich das Gefühl der wäre für Leute mit ADHS gedreht worden da es dort NUR Action gab. Eigentlich gut, leider war die Action immer unspektakulär und witzigerweise wird nur Action recht schnell langweilig. Dazu ein blasser Held der quasi nur lahme one-liner gibt und ein Oberbösewivcht der viel zu witzige Zähne hatum böse zu wirken und KEINEN vernünftigen Endkampf. Da hat der Fiesewicht endlich die bekloppte Tentakelkrone zusammen und was passiert? Nichts. Er wird kein mächtiges Riesenmonster, er beschwört kein mächtiges Riesenmonster und stärker wird er auch nicht. Lahm. Naja,immerhin sah seine Burg so aus wie die von Skeletor.

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