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Ergebnis 1 bis 17 von 17
  1. #1
    Querdenker
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    Biutiful (mit Javier Bardem)

    Na, das kann ja was werden!

    Mehr Infos und erster Trailer bei moviepilot.

    Der neue Film von Alejandro Gonzalez Inarritu (Babel) mit Javier Bardem in der Hauptrolle hat in Cannes bereits den ersten Preis erhalten. Bardem wurde als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet. Der Trailer macht auf jeden Fall Lust auf mehr, auch wenn ich kein Wort verstanden habe

    Gruß
    pippovic

  2. #2
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    AW: Biutiful mit Javier Bardem

    Hier gibt es auch einen International Trailer mittlerweile. Gefällt mir sehr gut.

    Deutscher Kinostart ist laut IMDb der 10.04.2011.

  3. #3
    Affenösi
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    AW: Biutiful (mit Javier Bardem)

    Zutiefst rührendes Drama von Inarritu (Babel) um einen todkranken Familienvater, der mit einer zermürbenden Gegenwart konfrontiert ist und versucht seine Familie am Leben zu erhalten. Inarritu hypnotisiert einen mit seiner wunderbaren, metaphorischen Inszenierung gepaart mit dem wundervollen Score von Gustavo Santaolalla und der mitreissenden Darbietung von Javier Bardem.

    9/10

  4. #4
    Querdenker
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    AW: Biutiful (mit Javier Bardem)

    Deutscher Start erst am 10.März. Bardem wurde für den Oscar als bester Hauptdarsteller nominiert, wird es aber gegen Colin Firth wohl mehr als schwer haben. Außerdem ist Biutiful unter den Nominierten als Bester fremdsprachiger Film.

    Gruß
    pippovic

  5. #5
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    AW: Biutiful (mit Javier Bardem)

    Sieht sehr vielversprechend aus. Bardem ist immer eine Granate. Der deutsche Start ist ja echt noch ewig hin, seuftz ...

  6. #6
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    AW: Biutiful (mit Javier Bardem)

    Hat sich hier schon jemand den Film angesehen?

  7. #7
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    AW: Biutiful (mit Javier Bardem)

    Ich leider noch nicht.

    Habe das in einem anderen Foum gefunden.
    Biutiful am Mittwoch als Preview gesehn... toller Film, sehr deprimierend allerdings, Handlung etwas zu sehr mit dem ganzen Übel der Welt überladen, zu viele Nebenhandlungen (auf die nicht richtig eingegangen werden). Die 2 1/2 Stunden werden trotzdem nie langweilig. Javier Bardem hätte den Oscar verdient.

  8. #8
    Affenösi
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    AW: Biutiful (mit Javier Bardem)

    Zitat Zitat von Recon Beitrag anzeigen
    Hat sich hier schon jemand den Film angesehen?
    http://forum.cinefacts.de/215133-biu...ml#post7120763

  9. #9
    See my Vest!
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    AW: Biutiful (mit Javier Bardem)

    haben ihn uns vor zwei wochen im astra theater in essen angeschaut, unglaublich starker, aufwühlender film der wirklich ein paar tage nachwirken muss bevor man wieder klarkommt. da frag ich mich echt wieso der stotterkönig den oscar bekommen hat.
    echt eine empfehlung: hypnotische bilder, mitreissender, aber dezenter score und ein bärenstarker hauptdarsteller. die milieuzeichnung des vorortes und seiner bewohner, der alltag und der ganze scheiss entwickeln eine unfassbare dynamik die mich wirklich überrollt hat. der film hat mich plattgemacht wie sonstwas

    gruß

    sean

  10. #10
    DD
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    AW: Biutiful (mit Javier Bardem)

    och nö, läuft bei uns natürlich wieder weit und breit in keinem Kino...

    Hauptsache, dass jeder andere Hollywood-Mist doppelt und dreifach in jedem unserer fünf Kinos läuft.

    naja, vielleicht läuft er ja noch ein paar Wochen in einem Programmkino. so geschehen letzte Woche mit 'The Kings Speech', obohl der Starttermin bereits Mitte/Ende Februar war.

  11. #11
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    AW: Biutiful (mit Javier Bardem)

    Ich habe mir den Film letzten Dienstag im Kino am Raschplatz in Hannover gesehen, ist ein sehr bewegender und dramatischer Film, sehenswert schon allein wegen der oscarnominierten Darstellung von Javier Bardem! Kann ich allerdings nur Fans von Arthausfilmen empfehlen!

  12. #12
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    AW: Biutiful (mit Javier Bardem)

    Zitat Zitat von Flowers Beitrag anzeigen
    Ich leider noch nicht.

    Habe das in einem anderen Foum gefunden.
    Biutiful am Mittwoch als Preview gesehn... toller Film, sehr deprimierend allerdings, Handlung etwas zu sehr mit dem ganzen Übel der Welt überladen, zu viele Nebenhandlungen (auf die nicht richtig eingegangen werden). Die 2 1/2 Stunden werden trotzdem nie langweilig. Javier Bardem hätte den Oscar verdient.
    Dieses Zitat unterschreibe ich voll und ganz. Naja, den Oscar darf Colin Firth meinetwegen schon behalten, und die "zu vielen Nebenhandlungen" sind mir auch nicht so wirklich aufgefallen.

  13. #13
    Affenösi
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    AW: Biutiful (mit Javier Bardem)

    Gerade läuft auf 3SAT eine Preview. Der Film wurde hier ja sogar synchronisiert, was ich angesichts dessen, dass er sogar in den Staaten im Originalton lief, nicht verstehen kann. Und Bardem's Synchronstimme ist weit davon weg wie seine Originale zu klingen. Ich kann jedem hierbei nur empfehlen den Film in seiner Originalfassung anzusehen.

  14. #14
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    AW: Biutiful (mit Javier Bardem)

    Hab gestern die UK Blu Ray von BIUTIFUL geschaut.
    Wirklich interessanter Film, aber ich hätt da mal ne Frage an
    die Leute BIUTIFUL im Kino gesehen haben.

    Lief der dort auch in 2 Aspect Ratios?
    Die ersten 5 Minuten und die letzten ca.20 sind in 2:35,
    der Rest in 1:85!!

    Gestört hats nicht, aber irgendwie komisch...

    Lg
    Mr.Ray Blue

  15. #15
    Affenösi
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    AW: Biutiful (mit Javier Bardem)

    Zitat Zitat von Mr.Ray Blue Beitrag anzeigen
    Hab gestern die UK Blu Ray von BIUTIFUL geschaut.
    Wirklich interessanter Film, aber ich hätt da mal ne Frage an
    die Leute BIUTIFUL im Kino gesehen haben.

    Lief der dort auch in 2 Aspect Ratios?
    Die ersten 5 Minuten und die letzten ca.20 sind in 2:35,
    der Rest in 1:85!!

    Gestört hats nicht, aber irgendwie komisch...

    Lg
    Mr.Ray Blue
    Ja. Ist auch auf der US Disc der Fall.

  16. #16
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    AW: Biutiful (mit Javier Bardem)

    Habe ihn mir gestern auch ansehen können und mein Fazit (in kurzer Form): Wahnsinn, unbedingt anschauen!

    Könnten kleine Spoiler enthalten sein, allerdings ist das Ende ja sowieso absehbar.

    B I U T I F U L

    Im Schlachthof der Seele…

    Kein Film des Ausnahmeregisseurs Alejandro González Iñárritu behandelt leichte Themen, weder Amores Perros oder 21 Gram, noch Babel. Doch keiner zeichnet ein so düsteres und abgründiges Bild wie sein neustes Werk. Hier spannt er den Bogen des Ertragbaren noch um ein vielfaches weiter, katapultiert den Zuschauer in einen Sog aus Schicksalsschlägen und Depressionen. Eine Spirale abwärts in die dunkelsten Abgründe des menschlichen Seins…

    Uxbals Leben ist geprägt von Problemen, derart die das „Überleben“ in einem Viertel, welches selbst der Sumpf des Elends zu sein scheint, nicht gerade leicht gestalten. Sein gewohnter Tagesablauf, die illegalen Deals in den Straßen, seine stetige Sorge um das Wohl seiner Kinder und der ewige Mangel an Geld bringen ihn an seine Grenzen. Sein Ventil, wo sich all die Anspannung entlädt, sind die ihm liebsten – seine Familie. Dann: die Diagnose Krebs! Das Wissen, sich nur noch wenige Wochen an das Leben klammern zu können, ein letztes Mal alles in die richtige Bahn zu lenken. Leben – das man nicht vergessen wird. Uxbals Wünsche, mehr als einen Steinwurf von der Realität entfernt.

    Der Schauplatz des Films – ein Viertel in Mexico City – ist dreckig, verwahrlost und heruntergekommen. Das Leben pulsiert, doch steht jeder an der Grenze zum Existenzminimum. Jeder für sich selbst – die einzige Regel. Über allem: die korrupte Polizei. Und dazwischen Menschen wie Uxbal, die sich von allem etwas nehmen, um selbst irgendwie über die Runden zu kommen. Iñárritu zeigt eine Welt in der niemand freiwillig verkehren möchte. Jedes Bild ist trostloser und unbarmherziger als das vorherige. Die Farbpalette reicht von dunkelblau über grau bis hin zu schwarz. Putz blättert von den Wänden, Kinder spielen im Müll, Ungeziefer und Schimmelbefall prägen das tägliche Bild. Dazwischen Behausungen – für viele Menschen Wohnungen – die jeder Menschlichkeit entsagen. Diesen unbequemen Bilderreigen zeigt der Regisseur in stoischer Ruhe oder belebender Unruhe. Immer nah am Geschehen – am Leid, an den Menschen. Manchmal, so scheint es, wolle er seinen Figuren nicht nur vor den Kopf schauen, wenn er sekundenlang die Mimik eines Einzelnen einfängt und so mehr zum Ausdruck bringt, als ein Minutenlanger Dialog. Die Kameraarbeit wie auch die Soundkulisse überzeugen auf ganzer Linie. Und eben dieser starke Kontrast, zwischen den teils hypnotisch schönen Bildern und den tragischen Schicksalen der Personen ist ebenso brutal wie wirkungsvoll. Wo kein Platz für Hoffnung ist, bekommt der Zuschauer auch keinen geschönten Blick darauf präsentiert. Das Leben ist ungerecht und rau…


    Das Leben ist ein Leidensweg. Dass dem so ist, vermittelt Iñárritu mit einem an die Nieren gehenden Stakkato von Tritten in die Magengegend. Selten schafft es ein Film, seine ganze „Kraft“ wirklich nur in die physische und psychische Marterung seiner Hauptfigur zu legen. Und sollte es dem Zuschauer dennoch passieren, ihm husche für einen kurzen Moment ein Lächeln über das Gesicht, ob des kleinen Moments des Friedens oder Glücks, so kann er sicher sein, der nächste Tiefschlag ist noch kälter, noch grausamer. „Der Kelch des Lebens ist von bitterem Geschmack“ – die Grundrichtung dieses Films deutet stets nur in eine Richtung: abwärts! Der gesamte Film scheint voll beladen mit allem Übel der Welt, kalt serviert und schmerzhaft im Abgang. Der geneigt Zuschauer ist trotz Abstand kaum in der Lage ein so hohes Maß an Hilfslosigkeit, Trauer, Wut, Hass und ständigem Scheitern zu verarbeiten, geschweige denn, der Film lässt kaum Zeit zwischen zwei Extremen für einen kurzen Moment Luft zu holen – zumindest einen winzigen Lichtblick zu suchen und festzuhalten. So wundert es nicht, über die gesamte Laufzeit in gewissermaßen mit einem unangenehmen Gefühl im Kino zu sitzen. In nervliche Folter artet es am Ende aus dem einfachen Grund nicht aus, da der Film sich zu keiner Zeit an dem Unglück seiner Figuren ergötzt, noch sie stilistisch besonders in Szene setzt. Hier wird ein nahezu realistisches Bild vom inneren Zerfall eines Menschen gezeigt, der auf seiner letzten Reise sein ganzes Umfeld in einem Strudel des Scheiterns mit sich zieht. Dazu braucht es nicht mehr und nicht weniger.

    Besonderer Erwähnung bedarf es natürlich der Hauptperson des Films – Javier Bardem. Überzeugte er schon in No Country For Old Men als wortkarger Killer mit enormer Ausstrahlung, läuft er hier zu wahrer Höchstform auf. Ist er von Beginn an schon ein Gebeugter, wird er im Laufe des Films mehr zu einem Gebrochenen und am Ende Besiegtem. Jede Last, jede Bürde, jede neue Qual drückt seine Schultern näher gen Boden, lässt ihn straucheln. Sein von Angst, Wut und Hilflosigkeit zerfurchtes Gesicht erzählt dabei eine eigene Geschichte. Mit jeder Minute die verstreicht und auf das Unausweichliche zustrebt, verlässt auch ihn ein Teil seines Lebenswillens, an dem er dennoch jeden Tag festzuhalten versucht. Betrachtet man Bardems verschiedene Stationen während des Films, stellt sich die Frage, wie viel Schmerz ein Mensch ertragen kann; wie viel er von seinem Unglück auf andere überträgt und mit welchem Antrieb es dennoch gelingt als „Retter in der Not“ für Andere zu fungieren. Sein Schauspiel ist die Essenz aus alldem, möglicherweise die Rolle seines Lebens.

    Iñárritu kreiert mit Biutiful eine gnadenlose Tour-de-Force, erschütternd bis ins Mark und (fast) gänzlich ohne positive Momente. Es ist nicht die „lockere Abendunterhaltung“, doch vielleicht wirkt er gerade deshalb noch so lange nach.
    Und wie entlässt man den Zuschauer aus knapp zweieinhalb Stunden Elend in schön verpackten Bildern? Zufrieden! Denn auf dem Höhepunkt seiner Traurigkeit ist dieser Film wahrhaftig nur eines: Beautiful.


    10/10




  17. #17
    DD
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    AW: Biutiful (mit Javier Bardem)

    na dann ich bin ich wohl der Erste hier, der dem Film nichts abgewinnen konnte...

    hatte die UK-DVD OmU, vielleicht lag's auch daran, dass man bei der spanischen Sprache die UTs recht schnell lesen muss, oder ich war nicht 'in Stimmung' für den Film...?!

    Amores Perros finde ich gut, Babel noch besser & 21 Grams ist in meinen Augen eines der besten Dramen.

    sämtliche o.g. Iñárritu waren irgendwie auch optisch (neben den klasse Schauspielerleistungen von Pitt, Penn, Del Toro & Watts in Babel & 21 Grams) ansprechend & super inszeniert aber da hatte Biutiful im Verhältnis wenig zu bieten. und klar, für mich kann Bardem die schauspielerische Leistung in 'No Country for Old Men' auch nicht so schnell toppen...

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