Cinefacts

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  1. #161
    Oel ngati kameie
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    AW: Fantasy Filmfest 2010: Die Reviews

    The Loved Ones
    Trotzdem mein Urteilsvermögen wegen 2 Cockatails, die ich mir vor Ansicht dieses Films schnell noch reingezogen hatte, getrübt sein mag, muß ich leider sagen: Torture-Porns sind doof, auch wenn eine überzeugende (weil total wahnsinnig scheinede Hauptdarstellerin) mitspielt und die Grausamkeiten durch eine völlig sinnfreie Nebenhandlung komisch gebrochen werden (im übrigen werden auch die Folterungen an dem bemitleidenswerten Opfer ins grotesk-komische übersteigert). Paul Verhoeven konnte sich bei seinen Gewaltdarstellungen wenigstens noch mit grausamen Erinnerungen aus der Kriegszeit rausreden. Das dürfte bei diesem australischen Film nich funktionieren. Vielleicht wurde der Regisseur mal von einem Taipan erwischt oder er hat unliebsame Bekanntschaft mit einer Seewespe gemacht und hat seither Wahnvorstellungen...jedenfalls hab ich mich mal wieder gefragt welche Daseinsberechtigung solche Filme haben sollen
    3/10

  2. #162
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    AW: Fantasy Filmfest 2010: Die Reviews

    Ich mag auch keine Torture-Porns, ganz gewiss nicht, sonst hätte ich mir "The Loved Ones" nie angeguckt und so empfand in den Film nicht als Torture-Porn, sondern vielmehr als rabenschwarze Komödie, die eine merkwürdig melancholische Grundstimmung transportierte und einen suizidgefährdteten Helden im Mittelpunkt hatte. Einige Szenen waren ganz sicher grausam und verstörend, aber nie so krank und selbstzweckhaft wie bei den meisten Filmen der Saw-Reihe, zumal in diesem australischen Beitrag der Hauptprotagonist ein wirklicher Charakter war und nicht nur auswechselbares Schlachtopfer. Außerdem sorgte die Parallelhandlung mit dem Kifferpärchen im Auto für ein zwar witziges, aber auch nahezu gemeines (wenn man weiß, wie es dem Kumpel ergeht im Haus der Irren) comic relief-Erlebnis. Alles in allem für mich kein Torture-Porn, sondern vielmehr eine tottraurige Romanze...irgendwie.
    7,5/10

  3. #163
    Grailknight
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    AW: Fantasy Filmfest 2010: Die Reviews

    Zitat Zitat von Mr.Vengeance Beitrag anzeigen
    MONSTERS

    Sehempfehlung für alle die schon THE ROAD mochten. Statt dem Virus/Endzeit-Setting ist es hier vielleicht eher Godzilla. Aber es ist schon sehr charmant wie der Film seine Geschichte über die beiden Hauptfiguren erzählt und trotz des Monster-Themas nie reißerisch wird. Die letzten Szenen sind zu dem noch unglaublich romantisch. Doch, feines kleines Teil. 7/10
    Oh ja der war klasse, von mir 8,5. Und als oller Romantiker fand ich die letzte Szene klasse

  4. #164
    Ari Gold rocks
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    AW: Fantasy Filmfest 2010: Die Reviews

    Zitat Zitat von Places Beitrag anzeigen
    Harry Brown
    Solider "Ein Mann sieht rot" Thriller ohne das zwischendurch befürchtete moralinsaure Finale. Zudem ein Michael Caine in Bestform. Leider wirkte der Film zum Ende hin ein wenig zu konstruiert, da wäre vielleicht weniger mehr gewesen. Und bei einer Sache frage ich mich, ob das wirklich so zutreffen könnte. Aber andererseits hätten wir so wieder ein moralinsaures Ende, also will ich mich mal nicht beschweren .
    7,5/10
    Beim Ende vom Film fiel mir sofort diese Floskel "jumped the Shark" ein denn bis zu einem gewissen Punkt war der Film ja wirklich ganz nachvollziehbar, aber diese Auseinandersetzungen und Straßenkriege und das Finale im Pub fand ich viel zu dick aufgetragen.
    Hier hat mich der Film dann doch enttäuscht.
    Ohne das wärs ne gute 8, so nur noch ne 7/10

  5. #165
    brutal worm
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    AW: Fantasy Filmfest 2010: Die Reviews

    Zitat Zitat von Mr.Vengeance Beitrag anzeigen
    MONSTERS

    Sehempfehlung für alle die schon THE ROAD mochten. Statt dem Virus/Endzeit-Setting ist es hier vielleicht eher Godzilla. Aber es ist schon sehr charmant wie der Film seine Geschichte über die beiden Hauptfiguren erzählt und trotz des Monster-Themas nie reißerisch wird. Die letzten Szenen sind zu dem noch unglaublich romantisch. Doch, feines kleines Teil. 7/10
    Was mich an Monsters entäuscht hat..

    bis auf den Tentakelsex, hatte man irgendwie jede "spannendere" Szene als Einspieler im Trailer gesehen. Auch das sich die Frau in den eher aufdringlichen Typen verliebt, obwohl sie kurz vor ihrer Hochzeit stand, und dies auch der einzige Grund für sie war in die USA zurückzukehren.(Vielleicht vertue ich mich hier aber auch.)

    Trotzalledem ein unterhaltsamer Film, mit tollen Bildern, dem ein klein bisschen mehr Tempo nicht geschadet hätte.

    6,5/10

  6. #166
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    AW: Fantasy Filmfest 2010: Die Reviews

    Meine Ausbeute heute in Köln:

    PIRANHA 3D - gnadenlos kommerziell um das Maß an derben Gross-Out-Momenten herum gestrickt, das so gerade noch durch ein R-Rating lizensiert ist. Merkwürdigerweise aber dennoch ein warhaft schuldiges Vergnügen, vor allem wegen dem gut aufgelegten Cast und den tollen Make-Up-Effekten aus dem Hause KNB. Die Piranhas an sich sind aber doch eher enttäuschend geraten. (6/10)

    BROTHERHOOD - mäßig interessanter Thriller, mit der sattsam bekannten Mechanik aus unglücklichem Zusammentreffen von Ereignissen, die eine Kette von bösen Konsequenzen für die Protagonisten mit sich ziehen. Durchaus nicht immer ununterhaltsam, trübt der moralinsaure Epilog doch ein wenig das Vergnügen. (4/10)


    FOUR LIONS - muß leider sagen, dass ich den entgegen der Ankündigungen (und u. a. dem Lob Olaf Möllers in der Stadtrevue) doch sehr mau fand. Weder (wie annonciert) politisch unkorrekt, noch besonders komisch. Auch intellektuell eigentlich unter dem Niveau des gängigen Dskurses in den Medien. (3/10)

    AMER - eine furiose strukturale Verdichtung der visuellen und taktilen Ästhetiken italienischer Fetisch-Krimis der 70er Jahre. Oder auch: der endgültige Giallo, um nicht zu sagen: dessen positive Aufhebung. Hab am Ende vor Glück fast geweint! Meisterwerk! (10/10)

    THE LOVED ONES - versteht es mit Witz und Einfallsreichtum in den Details dem "Torture Porn" ein melodramatisches Moment abzugewinnen. Von den klassichen Vorbildern vermag er sich aber nicht ganz zu lösen. (6/10)

  7. #167
    Ari Gold rocks
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    AW: Fantasy Filmfest 2010: Die Reviews

    Four Lions
    Insgesamt ist „Four Lions“ natürlich sehr britisch gehalten und spielt geschickt mit dem Terror-Wahn der auf der Insel geschürt wird. Wer mit den Briten also sowieso nicht so viel anfangen kann, wird auch bei „Four Lions“ wohl voreilig das Handtuch werfen. Wer sich aber auf die explosive Mischung aus Ali G., Monty Python und dem erwähnten „In the Loop“ einlässt und dazu noch ein Faible für wirklich unkorrekte, tiefschwarze Komödien mitbringt, für den wird „Four Lions“ zur Spaßgranate 2010.
    8/10
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    Harry Brown
    Bis zum Ende hin war ich schwer überrascht von „Harry Brown“. Gar nicht mal aufgrund der Qualitäten des Films, die er eben doch eher in der Art und Weise hat wie Harry schließlich vorgeht, als das er sich als wirkliches Drama sieht, denn dieser Aspekt kommt ebenfalls etwas kurz. Nein, eben eher weil ich einen Film mit Michael Caine dann doch etwas anders eingeschätzt hätte und mich so im Film immer wieder freute, dass er(Caine) sich anders als Eastwood zu solch einem drastischen, ja gar krassen Werk entschieden hat. Gerne mehr davon.
    7/10
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    22 Bullets

    Insgesamt wirkt der Film in seiner Machart erfreulich frisch und erinnert hier und da an den schwer gelungenen Film „Taken“(ebenfalls von Besson produziert). Jean Reno kann ebenso überzeugen und ohne die Schwächen der zweiten Hälfte, wäre hier ein richtig schöner, packender Gangsterhit entstanden. So reicht es dann aber doch „nur“ zu einem ganz guten Action-Krimi der viele gute aber eben auch ein paar Schattenseiten hat.
    7/10
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  8. #168
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    AW: Fantasy Filmfest 2010: Die Reviews

    Vampires:
    Vampire gibt es also wirklich und damit der Zuschauer einmal erfährt wie die Wirklichkeit abseits der filmischen Fiktion aussieht, soll das Zusammenleben der belgischen Vampire dokumentiert werden. Nachdem es die ersten beiden Filmteams nicht überlebt haben wurde nur verstärkt für die Sicherheit des Dokuteams gesorgt und der Zuschauer wird nun Zeuge des dritten Versuchs. Dabei beginnt diese Mockumentary außerordentlich stark, hat viele einfallsreiche Ideen zu bieten, so dass man teilweise das Ganze durchaus für voll nehmen könnte. Leider nutzt sich die Idee jedoch recht schnell ab und hätte vielleicht in Form eines Kurzfilmes besser gefallen. Zwar wird das Ganze nie wirklich schlecht, ermüdet jedoch den Zuschauer aufgrund seiner vielen Wiederholungen recht schnell. Nett anzusehen ist das Ganze aufgrund seiner Idee sicherlich, auch wenn man sich durch das grottige Schauspiel der Alexandra Kamp in einer Nebenrolle durchkämpfen muss

    6/10

    ---

    Outrage:
    Kitano macht nach Jahren mal wieder einen Yakuzafilm, da durfte man gespannt. Während man ja immer wieder liest, dass die Yakuza seine Filme lieben und ihn sogar drängen mal wieder ein solches Werk zu inszenieren, dürften sie diese Bitte inzwischen bereuen. Denn was Kitano hier abliefert ist vor allen Dingen im ersten Drittel eine aberwitzige Satire auf deren Machenschaften. Sie werden hier als intrigenspinnende Idioten gezeigt, deren Moral und Kodex ja doch nur als eine Art Formalität angesehen werden und sich selbst durch ihre Starrsinnigkeit in die absurdesten Situationen bringen. Dabei vergisst Kitano seinen Stil jedoch zu keinem Zeitpunkt, inszeniert auf gewohnt hohem Niveau, was von einem John Carpenter Gedächtnisscore noch hervorragend untermalt wurde. Für mich daher sogar einer seiner besten Filme in diesem Bereich und ich bin mir sicher, dass die Yakuza alles andere als amused von Kitanos neuestem Werk sein werden.

    8/10

  9. #169
    holly_california
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    AW: Fantasy Filmfest 2010: Die Reviews

    Nachtrag: Amer, 8/10

    Spannendes Filmexperiment, das Giallo-Versatzstücke wie durch ein Kaleidoskop betrachtet. Geniale Soundkulisse, tolle Nahaufnahmen. Zwischenzeitlich aber auch zu anstrengend und "gewollt" etwa in der Sequenz in der die "Hauptdarstellerin" gefühlte zehn Minuten lang hinter einem Ball herrennt, das Bild nur noch wackelt und auf der Tonspur nur ihr Atem zu hören ist. Insgesamt aber ein intensives Filmerlebnis, das trotz aller abstrakten "Kunsthaftigkeit" sogar Spannung aufbaut.

  10. #170
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    AW: Fantasy Filmfest 2010: Die Reviews

    Red Hill:
    So würde ein Western also in der heutigen Zeit aussehen. Red Hill ist ein Rachewestern aller erster Güte, nur eben transportiert in ein kleines Bergnest der heutigen. Obwohl der Film eine gradlinige und vorhersehbare Story zeigt, stört das zu keinem Zeitpunkt. Das liegt zum einen am hervorragenden Racheengel Jimmy Conway, als auch an der hervorragenden Inszenierung von Partrick Hughes. Hervorragende Kamerafahrten, grandiose Schnitte und eine atmosphärisch dichte Inszenierung sorgen für beste Unterhaltung und so können auch kleine Anschlussfehler verziehen werden. Wer sich also gerne von einem Film aufsaugen lassen möchte und im Westerngenre nichts gegen Style over Substance hat, der wird hier bestens unterhalten werden.

    8/10

    ---

    Monsters:
    Wer hier eine Mischung aus Cloverfield und District 9 erwartet wird enttäuscht sein, denn hier geht es viel ruhiger zu. Auch sollte man sich vom Filmtitel nicht auf die falsche Fährte locken lassen, spielen die titelgebenden Wesen doch nur die zweite Geige. Regisseur Gareth Edwards schuf mit einem Budget von geschätzten 30 000 $ einen Film der vor millionenschweren Blockbustern nicht zurückstecken muss. Das liegt sicherlich daran, dass der Regisseur die visuellen Effekte des Filmes im Alleingang zu Hause mit dem Programm Photoshop erstellt hat. Bestes Beispiel ist dass der Reiseleiter im wahren Leben Inhaber eines Burgerladens war und die Evakuierungspläne im Hintergrund eigentlich nur Speisekarten waren. Das alles wurde bearbeitet und es fällt dem Zuschauer nicht eine Sekunde auf. Daher ist es umso erstaunlicher wie perfekt einige Momente aussehen. Gerade mal mit seinen beiden Darstellern, einem Produktionsassistenten und einem Übersetzer bewaffnet fuhr er an die Locations und der Rest wurde dann wie erwähnt per Photoshop hinzugefügt. Kaum zu glauben sieht man sich den Film an. Das meiste Geld wurde lt. des Regisseurs in die Soundeffekte gesteckt, die das visuelle auch optimal verstärken. Schade nur dass mich der Film inhaltlich nicht immer umgehauen hat, dafür waren einige Charakterentwicklungen etwas unlogisch und es entstanden durchaus einige Längen. Aber wie gesagt: Bedenkt man wie der Film entstanden ist, ist es umso beeindruckender.

    7/10

  11. #171
    Rambazamba
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    AW: Fantasy Filmfest 2010: Die Reviews

    Reviews gestern Abend - Samstag, 28.08.2010 - in Frankfurt:


    The Last Exorcism

    Von der Struktur her, erinnert The Last Exorcism stark an Werke wie "Blair Witch Projekt" und "Paranormal Activity". Die mit der Handkamera eingefangenen, stark gekörnten Bilder vermitteln diesen zur Zeit sehr beliebten, pseudo-dokumentarischen Look, diesen einen als Zuschauer näher am Geschehen dabei sein lassen.

    Die erste halbe Stunde des Films macht richtig Spaß. Die Einführung der Charaktere und vor allem die Erklärung der miesen Tricks des "Exorzisten" aka Pfarrer Marcus, sind echt der Brüller und vermitteln ein lustiges Partyfeeling. Urplötzlich dann ändert der Film jedoch seine Richtung und versucht diese lockere Stimmung gegen "entsetzliche Angst" beim Zuschauer zu tauschen, was ihm - soviel sei gesagt - leider nicht richtig gut gelingt.

    Nach einem zähen Mittelteil mit teils heftigst verwackelter Bilder, folgt dann ein etwas zu kurzes und leider nicht wirklich schockierendes Ende. Hier hätte man noch ein wenig mehr an der Spannungsschraube drehen müssen, so aber verpuffen leider ungenutzt die Möglichkeiten, noch mehr aus der vom Ansatz her gut gedachten Story herauszuholen. Der Blutgehalt ist auf Tatort Niveau, daher für Gorehounds uninteressant.

    Fazit 6,5/10



    Hybrid 3D

    Puh, das war wirklich ein "krasser" Film - krass Scheiße!!!
    Sorry, aber weder ich noch die anderen im Publikum (zum Schluss gab es zu Recht vereinzelt Buh Rufe) können nachvollziehen, was dieser filmische Beitrag auf dem FFF zu suchen hat.

    Ich fass die Story mal kurz zusammen. Ein krakenähnliches und überaus schlecht gemachtes CGI-Monster, das die Möglichkeit hat sich in ein Auto zu verwandeln, fährt ziellos durch die Stadt auf der Suche nach Menschenopfer. Ein Unfall zwingt das Automonster zu einem Zwangsaufenthalt in einem städtischen Parkhaus, wo es sich nach kurzer Selbstreparatur auf die Jagd nach den Mitarbeitern der Nachschicht macht. Nun wird in alter "one-by-one"-Taktik quer durch's Parkhaus ge- und überfahren.

    Die 3D-Effekte kommen dem eines Rot/Grün-Brillen Boy George BRAVO Mittenteil Klappposters der Achtziger gleich und erzeugen außer schwummerigen Kopfschmerzen, auch übelste Ghosting Effekte, was aber eher der beschissenen Kinotechnik in Frankfurt geschuldet sein dürfte.
    Die Story flach, die blutlosen Effekte schlecht und die sich hoffnungslos selbstüberschätzenden Schauspieler versagen auf ganzer Linie.
    Wer hier reingeht kann seine 9,- Euro auch direkt ins Klo spülen. Daher kauft Euch lieber zwei Flaschen "moderat" bepreistes, lauwarmes Kinobier da habt Ihr wirklich mehr von.

    Fazit 1/10


    Leider setzt sich auch in diesem Jahr das sinkende Niveau des FFF weiter fort. Die großen und vielversprechenden Anpreisungen im offiziellen Programmheft bleiben wieder mal viel zu oft hinter den Erwartungen. Schade eigentlich.


    VG
    Clark

  12. #172
    Pirat
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    AW: Fantasy Filmfest 2010: Die Reviews

    Gestern zwei weitere Filme in Hannover gesehen:

    Caged
    Eine Art Turistas im ehemaligen Jugoslawien, nur dass es sich diesmal statt um Rucksacktouristen um ein französisches Ärzteteam handelt. Solide inzenierter Horror-Thriller mit ein paar schönen Effekten und ohne die aufgesetzte Kapitalismuskritik des bereits erwähnten Originals. Allerdings auch nichts, was man nicht bereits in etlichen anderen Filmen gesehen hat.
    6,5/10

    Tucker & Dale vs. Evil
    Die Gagdichte eines Braindeads überbieten? Viele Filme haben es versucht, dieser hier hat es geschafft: Auch wenn das Kunstblut vielleicht nicht ganz so sprudelt (aber keine Sorge, es sprudelt dennoch reichlich), die Situationskomik dieses Streifens ist mit das Beste, was ich in den letzten Jahren so gesehen habe. Allein die Idee ist bereits zum Brüllen komisch, wie das Ganze dann noch umgesetzt wurde, übersteigt jede noch so positive Erwartungshaltung. Klarer Festivaltipp!!!
    9/10

  13. #173
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    AW: Fantasy Filmfest 2010: Die Reviews

    Fr. / Sa. in Köln:

    Tucker & Dale vs Evil:
    kann mich den vielen Lobesworten nur anschließen. Rundum gelungener Spaß, der sich nicht damit begnügt, sich auf seiner bereits orginellen Grundidee auszuruhen. mehr

    Bedevilled:
    Sehr düsteres und bitteres Drama, das unaufhaltsam zum heftigen Höhepunkt schreitet. Nur am Ende hätte man ein bißchen was einsparen können. mehr

    Chatroom:
    Nette Grundidee, aber sowohl die Story als auch die Figuren konnten kaum mein Interesse wecken. Bislang einziger Tiefpunkt des Festivals. mehr

    Black Death:
    Von der Atmosphäre und den Bildern her sehr fein, nur die Story griff auf viel Altbekanntes zurück. Trotzdem durchaus ansehnlich. mehr

    Four Lions:
    Hier gilt im Grunde das Gleiche wie für Tucker & Dale: Habe viel gelacht. mehr

    Amer:
    Großartige Hommage an die ästhetischen Merkmale der Italothriller vergangener Dekaden, ohne Rücksicht auf Plot oder dergleichen. Habe immer noch Cipriani im Ohr. Bislang das Highlight. mehr

    The Loved Ones:
    Schwarze Komödie, bei der Highschool auf Folter trifft. Gute Darsteller, nette Ideen und dramaturgisch erfrischend gradlinig. mehr

  14. #174
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    AW: Fantasy Filmfest 2010: Die Reviews

    So, damit ist mein FFF dieses Jahr auch vorbei. Wegen meiner Arbeit konnte ich dieses Mal leider nur am Wochenende - aber immerhin 4 Filme habe ich geschafft, und da war dann wohl wirklich von allem etwas dabei:

    The Loved Ones - hatte ein Pretty in Pink mit Splatter erwartet, und habe einen durchaus ernsten Horrorfilm bekommen, bei dem die Rollen mal verdreht waren - und natürlich die Bösewichte etwas schräg... mehr

    The Last Days of Emma Blank - hatte die Karte gewonnen, sonst hätte ich mich wohl über die 9 Euro geärgert. Nicht Fisch nicht Fleisch, also weder Komödie noch Drama. Trotzdem haben einige Gags gezündet... mehr

    Kaboom - was war denn das? Hatte noch keinen Araki davor gesehen, und war nach der Ankündigung kurz vor dem Start etwas irritiert, als er von Gay Cinema sprach. Aber das war nun wirklich ein ganz wilder Mix - und vielleicht der schrägste Film, den ich je gesehen habe... mehr

    Monsters - ruhiger Film mit einem tollen Setting. Die Aliens sind eigentlich nur Beiwerk. Monsters ist beileibe kein District 9, aber durchaus ein sehr interessanter und auch packender Film... mehr

  15. #175
    Ari Gold rocks
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    AW: Fantasy Filmfest 2010: Die Reviews

    Wer hat denn alles "Suck" gesehen?
    Hätte da eine Frage zum Ende:
    Welchen Drummer meint Alice am Ende hätte er "in mind" um in der Band zu spielen?

  16. #176
    heartless creature
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    AW: Fantasy Filmfest 2010: Die Reviews

    REDLINE

    Ist im höchsten Maße ADS-Anime in Spielfilmlänge. Sieht gut aus, der Sound hämmert. Leider versucht der Film sich selbst im Minutentakt selbst zu toppen und wird im letzten Drittel deswegen ein wenig ... to much. Insgesamt aber durchaus gelungen. 6/10

    SYMBOL

    Führt mal mehr mal weniger gekonnt zwei völlig gegensätzliche Geschichten zu einander und versprüht durch seine skurrile Art einen unglaublich sympathischen Witz. Schießt aber auch etwas über's Ziel hinaus und hängt sich an ein paar Gags teilweise auch auf. Dennoch ein SEHR interessanter Film. 7/10

    KABOOM

    War bislang das Highlight, weil Araki an alte Stärken anknüpft. Kenne keinen Regisseur der auf solch charmante Weise solche Genres verschmelzen kann, ohne das die Figuren zu Abziehbildern verkommen. Ein Feuerwerk an Onelinern. Nicht so stark wie MYSTERIOUS SKIN, aber eben auch was ganz anderes. 8/10

  17. #177
    Oel ngati kameie
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    AW: Fantasy Filmfest 2010: Die Reviews

    Zitat Zitat von C4rter Beitrag anzeigen
    Wer hat denn alles "Suck" gesehen?
    Hätte da eine Frage zum Ende:
    Welchen Drummer meint Alice am Ende hätte er "in mind" um in der Band zu spielen?
    Hab ich mich auch gefragt...vielleicht gibt's ja hier Alice Cooper-Experten...

    und allgemein zu Suck:
    Für mich eine ziemliche Überraschung. Definitiv der FFF-Film 2010 mit der besten Stimmung im Saal. Ich dachte ja eigentlich das Genre des "Grusicals" wäre mit Little Shop of Horrors beendet gewesen. Und jetz kommt "Suck" und macht einfach einen Heidenspass. Das sieht man den Darstellern an und das überträgt sich auch auf's Publikum. Teilweise bonbon-bunte 80er Jahre Retro-Optik und gelungene Gastauftritte von Alice Cooper, Henry Rollins. Iggy Pop und Moby runden das ganze gekonnt ab. Gut, wer eine tiefgründige Story will, sollte vielleicht besser "Twilight" schauen Aber wer sich 90 Min. einfach nur mal amüsieren will, sollte sich "Suck" nicht entgehen lassen. Die BR ist so gut wie gekauft.
    8/10

  18. #178
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    AW: Fantasy Filmfest 2010: Die Reviews

    14 Blades:
    Donnie Yen in einem Martial Arts Epos: Herz was willst du mehr. Ja, mehr wär doch nicht schlecht gewesen, denn dank einiger Längen und fehlender Höhepunkte hat 14 Blades doch einige Durchhänger. Vor allen Dingen überrascht es, dass der Film in der ersten Hälfte überaus lustig ist, wenn sich Yen mit einer etwas widerspenstigen weiblichen Geisel herumschlagen muss. Dies ist durchaus gelungen, als jedoch der Film dann plötzlich eine ernstere Richtung einschlägt ging es etwas bergab. Zwar hat Yen mit der titelgebenden Waffe, die selbst Django in Neid versetzen würde, ein nettes Gimmick zu bieten, langt aber nicht um den Zuschauer vollends zu überzeugen. Schlecht ist 14 Blades sicher nicht, aber es wurde meines Erachtens zu wenig aus dem vorhandenen Potential gemacht.

    6/10

    ---

    Caged:
    Einmal mehr erweist sich eine Umleitung als schlechtes Omen für ein kleines Ärzteteam in Osteuropa. So wird es schnell gefangen genommen, im Keller eingesperrt und muss bald realisieren, dass sie an eine Horde von Organhändlern geraten sind. Dabei werden nahezu alle Standards des Genres abgegriffen, jedoch inszenatorisch so gelungen, dass diese nie wirklich negativ auffallen. Die weibliche Hauptrolle ist mit der aus Willkommen bei den Sch’tis bekannten Zoe Felix gut besetzt und die Spannung wird nahezu über die komplette Laufzeit hoch gehalten. Zwar alles andere als ein Highlight, aber für Genrefans zumindest kurzweilig ganz gut unterhaltsam.

    6/10

    ---

    For the Good of Others:
    Im Grunde handelt es sich bei For the Good of Others um eine typische X-Files-Folge, bei der es schwierig ist auf die Geschichte einzugehen ohne groß zu spoilern. Die Kurzfassung: Ein Arzt hat nach einem Schicksalsschlag plötzlich das Gefühl, dass er Leute heilen kann, was gleichzeitig Konsequenzen für sein komplettes Umfeld hat. Was an dieser einfachen Geschichte gefällt ist die Ausarbeitung der Charaktere, deren Verhalten und Entwicklungen glaubhaft dargestellt werden und den Zuschauer zum Nachdenken anregen. Das Ganze ist dem Umfeld angepasst ziemlich steril inszeniert und hat mit Eduardo Noriega auch einen überzeugenden Darsteller in der Hauptrolle zu bieten. Eine ruhige kleine Mysterystory, die durchaus etwas mehr Aufmerksamkeit verdient hätte.

    7/10

  19. #179
    Ari Gold rocks
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    AW: Fantasy Filmfest 2010: Die Reviews

    Monsters
    Insgesamt ist „Monsters“ sicher kein Film für jeden Sci-Fi-Freund. Dazu halten sich diese Kernelemente über zu lange Strecken nur dezent im Hintergrund. Wenn man sich allerdings auf den Film einlässt, mit den Figuren mitgeht und sich nicht nur auf die Erfüllung des Filmtitels versteift, kann „Monsters“ zu einer wirklich tollen Erfahrung werden. Wie ein User aus der IMDB richtig erkennt: „We don't always have to be fed the same old same old.” Klar hätte “Monsters” im Gewand eines “District 9” wohl mehr Freunde gefunden, aber sind es nicht gerade diese Genre-Vermischungen die in der Vergangenheit die wirklich guten Filme ausgezeichnet haben?
    8/10
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    Suck
    Insgesamt ist „Suck“ aber nicht der große Hit den ich mir bei diesem Cast und der launigen Musik-Story erhofft hatte, denn dazu fehlt storytechnisch einfach doch ein bisschen was. In episodenhaften Abschnitten kann der Film immer wieder zu großen Lachern anregen, weiß zwischendurch aber nicht wie er den Zuschauer bei der Stange halten soll. Das Finale wirkt zudem wenig durchdacht und zusammen mit dem zwar ganz gelungenen aber sehr offenen Ende fühlt man sich am Schluss ein wenig im Film vergessen. Was bleibt ist eine gute:
    6/10
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  20. #180
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    AW: Fantasy Filmfest 2010: Die Reviews

    Mein diesjähriges Fazit aus Berlin ist sehr positiv und während ich hier viel über das mäßige Niveau des Festivals lese, bin ich am Überlegen mir für das nächste Jahr eine Dauerkarte zu holen. Von den 15 Filmen die ich gesehen habe, war kein einziger Totalausfall dabei und etliche für mich Interessante und hier überwiegend gut bewertete Beiträge, wie Bedevilled, Four Lions oder Kaboom habe ich letzten Endes nicht einmal sehen können. Vielleicht rührt mein postiver Gesamteindruck auch daher, das das Kinokalenderjahr 2010 bislang doch recht wenige Highlights zu bieten hatte und ich das Fantasy Filmfest umso mehr genossen habe...
    Wie dem auch sei, meine Filme in diesem Jahr:

    Black Death
    Für diesen Film entschied ich mich recht kurzfristig (10 Minuten vor Vorstellungsbeginn) auf Drängen meines Begleiters. Das kann in Berlin an einem Samstagabend schon recht schwierig werden, zumal ja Herr Smith auch noch persönlich anwesend war, aber tatsächlich noch 2 Karten bekommen, einen guten Sitzplatz dazu und einen exellenten Film gesehen. Christopher Smith zeigt in diesem Mittelalterdrama nämlich sehr stimmungsvoll, bildgewaltig, atmosphärisch dicht und äußerst konsequent welche Folgen Fanatismus jeglicher Art nach sich zieht. Sehr gute Darsteller tragen dazu zu bei, das die Entwicklung einzelner Personen nachvollziebar und glaubwürdig bleibt. Eindeutig ein Film für die große Leinwand und deshalb würde ich mich über einen Erfolg an unseren Kinokassen sehr freuen!
    8,5/10


    Caged
    Ein Ärzteteam wird im ehemaligen Jugolawien von Organhändlern entführt und gefangengehalten. Dieser Film greift auf nahzu alle bekannten Standards des Horrorgenres zurück, ist dabei jedoch über die komplette Laufzeit spannend inszeniert und hat einige nette Effekte. Sicherlich kein Meilenstein, aber unterhaltsam.
    6,5/10


    Centurion
    Neil Marshall ist ein Regisseur den ich sehr schätze und so war ich auf sein neustes Werk natürlich gespannt. Ich sah ein sehr blutiges Aktionspektakel mit etlichen durchtrennten Kehlen, abgeschlagenen Köpfen und Gliedmaßen, dazu belanglose Dialoge von Charakteren die einem ziemlich egal sind.
    Andererseits wiederum war dies ziemlich unterhaltsam, zumal der Film auch nicht den Anspruch hatte ein dreistündiges Epos zu sein. So habe ich 90 sehr kurzweilige Minuten erlebt. Die Aufnahmen der meist im Nebel verhangenen Berglandschaft sind aber das eigentliche Highlight des Films. Schon der Vorspann war atemberaubend, auch hier gilt: eindeutig ein Film fürs Kino!
    7,5/10


    The Disappearence Of Alice Creed
    Allein für die Auftaktsequenz lohnt sich dieser Film, die Vorbereitung und Ausführung der Entführung von Alice Creed, etwa 5 Minuten lang und fast wortlos, ist mit mathematischer Präzision inszeniert und fesselt sofort. Es folgt ein cleveres drei Personen Stück getragen von den hervorragenden Schauspieleren, denen zuzusehen eine wahre Freude ist. Auf gar keinen Fall sollte man das reißerische "Twist after Twist" im Trailer zu wörtlich nehmen, den soviele Wendungen gibt es nämlich nicht und das sehe ich sogar sehr positiv. Lediglich zum Ende hin kann der Film sein Niveau nicht ganz halten, was den Gesamteindruck jedoch nur leicht trübt.
    8/10


    Frozen
    Was tun wenn der Sessellift stehen bleibt und eine Woche lang keine Hilfe zu erwarten ist?
    Ich bin ziemlich beeindruckt, wie Regissuer Green und seine drei Darsteller es schaffen, die unmittelbare Todesgefahr für den Zuschauer fast greifbar werden zu lassen. Dabei vergißt man schnell die ersten eher lauen 20 Minuten des Films, denn von dem Moment an wo der Lift stehen bleibt, entwickelt sich ein ungemein spannender Survival Horrorfilm. Die drei Protagonisten erkennen sehr schnell, das sie eine Woche lang im Lift gefangen keine Chance haben, so handeln sie! Das ist nicht immer logisch, doch im Angesicht des drohenden Todes durchaus nachvollziehbar. Wer weiß schon wie man selbst reagieren würde? Adam Green gelingt hier wirklich ein packender und im wahrsten Sinne des Wortes schmerzhafter Horrorfilm.
    8/10


    Harry Brown
    "Harry Brown" bietet dem Zuschauer einiges: einen großartigen Hauptdarsteller (Michael Caine), einen realistischen Hintergrund der Story (Jugendgewalt) und eine Entwicklung der Geschichte über die man kontrovers diskutieren kann (Selbstjustiz). Um es kurz zu machen: für mich ein kleines Meisterwerk, getragen weniger von der Inszenierung als von Michael Caine dessen Präsenz diesen Film unglaublich prägt, wie es der Vorspann schon auf den Punkt bringt: "Michael Caine is Harry Brown". Einzig das Ende wirkt auf mich etwas aufgesetzt und verhindert so die Höchstpunktzahl.
    9,5/10


    Hidden
    Solche Filme kann ich einfach nicht genug sehen: ein altes Haus, eine dunkle Vergangenheit und schon bald unheimliche Vorfälle. All dies bietet dieser schöne Film aus Norwegen, atmosphärisch dicht inszeniert mit einigen, zugegebener Maßen, oft auch vorhersehbaren Schockmomenten und einer für den / die Protagonisten schrecklichen Geschichte, wenn man nachvollzieht was in diesem Haus geschehen ist. Schade das nur so wenige Zuschauer in diesem Film waren.
    7,5/10


    The Loved Ones
    Sean Byrne inszeniert seinen ersten Film mit viel derben Witz und für ein Debüt erstaunlich geradlinig als "Kombination" der klassischen Highschool Abschlußballkomödie mit dem inzwischen fast schon ebenso klassischen Torture Porn. Dabei nimmt er seine Charaktere stets ernst und auch wenn es Lola und Ihr Vater vielleicht etwas übertreiben, gehören ihnen auch viele Symphatien. Die Darstellerriege ist durchweg exellent und die scheinbar völlig unabhängig laufende Nebenhandlung fügt sich am Ende nahtlos ins Gesamtbild ein. Klasse!
    8,5/10


    Monsters
    Das "Monsters" kein Science Fiction Reißer im Stil von "District 9" ist, dürfte keine Neuigkeit mehr sein. Trotzdem ist ein Vergleich der Ausgangslage gar nicht einmal unangebracht: in beiden Filmen sind Außerirdische seit einiger Zeit schon auf der Erde und die Frage ist nun eher die, wie man ihnen begegnet. In Monsters hat man kurzerhand in einem Teil Mexikos eine infizierte Zone errichtet und eine große Mauer herumgebaut. Immer wieder fliegt das Militär Angriffe gegen die Wesen. Mitten durch diese Zone versucht ein Fotograf die Tochter seines Chefs heil in die USA zurückzubringen. Die beiden kommen sich dabei natürlich näher und erleben die Zerstörung und den Überlebenskampf der Einheimischen in der Zone hautnah. Die Außerirdischen sind dabei stets present, meist hören wir sie doch nur.Am Ende bekommen auch die "Monsters" noch ihren großen Auftritt, anders allerdings als vielleicht erwartet. Gareth Edwards findet für seinen Debütfilm Bilder von ungeheurer Intensität und Schönheit, sehr beeindruckend, gerade in Anbetracht des geringen Budgets, alle Effekte sind am Heimcomputer gemacht und nur die zwei Hauptdarsteller sind professionelle Schauspieler. Da verzeiht man letzten Endes auch einige kleine dramaturgische Schwächen. Ein Film den ich sicher noch ein zweites mal sehen werde!
    9/10


    Outrage
    Takeshi Kitano ist zurück und wie: sein erster Yakuza Film seit 10 Jahren ist gleichzeitig eine böse Satire auf die Ordnung und Moral der Yakuza. Outrage ist in typischer Kitano Manier inszeniert mit viel Witz, einigen kurzen aber dafür deftigen Gewaltspitzen. Wer Angst vorm Zahnarzt hat, sollte den Film meiden.Großes Kino!
    10/10


    The Pack
    Dieser Film ist besser als hier oft zu lesen war, aber dennoch über die gesamte Laufzeit enttäuschend. In der ersten Hälfte hat "The Pack" viel Witz und Atmosphäre, dazu eine Menge interessanter und grotesker Figuren zu bieten, doch leider kippt der Film in der zweiten Hälfte, die Horrorstory ist einfach nicht gut und spannend genug. Es gibt nichts was man nicht anderswo schon mal besser gesehen hätte. Immerhin habe ich mich nicht gelangweilt, aber für einen Eröffnungsfilm einfach zu wenig, zumal nach starker erster Hälfte mehr drin gewesen wäre.
    5/10


    The Scouting Book For Boys
    Einer dieser kleinen feinen Filme, die man auf diesem Festival immer wieder entdecken kann. Eine Coming of Age Geschichte um das scheinbare Verschwinden eines 14jährigen Mädchens und ihren gleichaltrigen besten Freund, der jedoch genau weiß wo das Mädchen ist. Die intensive Freundschaft der beiden wird auf eine harte Probe gestellt, als der Junge eine für ihn schreckliche Wahrheit erfährt. Ein intensives Drama, sehr gut gespielt von den zwei jugendlichen Hauptdarstellern. Absolut sehenswert!
    8/10


    The Silent House
    Horrorfilm aus Uruguay mit Handkamera und scheinbar in einem einzigen Take gedreht. Es geht um eine Frau und Ihren Vater die in einem alten Haus plötzlich merkwürdige Geräusche hören. Das ganze ist gekonnt und spannend inszeniert, bedient sich dabei jedoch bekannter Vorbilder und ermüdet nach gewisser Zeit. Leider liefen die Untertitel in Berlin asynchron, was das Vergnügen noch weiter einschränkte. So macht das Ende für mich auch überhaupt keinen Sinn, vielleicht kann mir jemand mal spoilern, was dort eigentlich passiert, bzw. wie die Story aufgelöst wird. Aus meiner Sicht ist nachher ja die Frau der Täter, das macht aber wenig Sinn, da die Kamera doch ständig bei ihr ist, wie soll sie da denn den Vater getötet haben?Über diese Probleme hinaus fand ich den Film ab einem gewissen Punkt nicht mehr spannend, viel Potential, aber hier wäre auch mehr drin gewesen.
    5,5/10


    Tucker & Dale Vs Evil
    Eindeutig eines der Highlights in diesem Jahr. Allein die Ausgangssituation ist schon absurd komisch, doch die Umsetzung beschränkt sich eben nicht darauf durch Splattereffekte ein paar Lacher einzufangen, keine Angst Splattergags gibt es natürlich reichlich, aber auch viel Situationskomik und Wortwitz. Die Figuren von Tucker & Dale sind so wunderbare Symphatieträger, das meine Begleitung meinte, das sie eigentlich eine ganze Serie verdient hätten.
    10/10


    Two Eyes Staring
    Das haben wir es wieder: das alte Haus mit düsterer Vergangenheit. Dieser Film aus den Niederlanden ist über weite Strecken ein sehr ruhiger Film, der eine Geschichte erzählt, in dem der geübte Filmfreund schnell alle Puzzleteile zusammenfügt oder doch nicht...
    Schöner atmosphärischer Film, leider wie in "Hidden" kaum Zuschauer da.
    7,5/10


    Die Fresh Blood Reihe fand ich in diesem Jahr besonders gut, viele tolle Debütfilme! Jetzt heißt es wieder warten bis zu den Nights und natürlich zum nächsten Fantasy Filmfest!

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