Cinefacts

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  1. #501
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    AW: Pacific Rim (von del Toro)

    Zitat Zitat von Heaty Beitrag anzeigen
    Woran genau machst du denn fest, daß er anstatt 190 Mio. $ wie 240 Mio. $ aussieht...?
    Hoffe, diese Frage war nicht ernst gemeint...?

  2. #502
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    AW: Pacific Rim (von del Toro)

    In gewisser Weise kann man Monsters sicher mit Pacific Rim vergleichen und auch die Kritik, dass die Szenerie relativ emotionslos und spannungsarm bleibt kann ich nachvollziehen. Im Gegensatz zu Man of Steel hat mich das bei Pacific Rim jedoch kaum gestört. Del Toro hätte ich zwar tatsächlich mehr Tiefe zugetraut, aber darum ging es (ihm) bei PR nunmal nicht. Del Toro zelebriert hier seine Kindheitshelden. Riesige Monster, mexikanische Wrestler und Anime Roboter. Gemischt mit einigen modernen, popkulturellen Anspielungen bannt Del Toro seine Kindheitsfantasien auf die Leinwand. Und da die Gedankenwelt meiner Kindheit sich nicht so viel davon unterschieden hat, hatte ich während dem Film durchgehend ein breites Grinsen im Gesicht. Coole Helden, lustige Nebencharaktere, eine kleine Liebesgeschichte, die jedoch immer dezent im Hintergrund bleibt und sonst Nonstop Monsteraktion mit einer klaren Gut-Böse Unterteilung. Wem dieser nostalgische Bezug jedoch fehlt wird/kann es mit Pacific Rim in der Tat schwer haben.

  3. #503
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    AW: Pacific Rim (von del Toro)

    Zitat Zitat von Flagg Beitrag anzeigen
    Hoffe, diese Frage war nicht ernst gemeint...?
    Durchaus. Ich wüsste nicht, welche Referenz es gäbe, bei derart hohen Budgets zu sagen "...und *das* sieht ja mehr nach 240 Mio. $ aus als nach 190 Mio $." Generell muss ich sagen, geht es mir mit diesem Film genau anders herum: er sieht mehr nach 100 Mio. $ aus, hat aber fast das doppelte gekostet. Bei der Drehbuchqualität (Stichwort Dialoge und Storyline) hätte ich bei dem Budget hier mehr erwartet. Und auch die Qualität des 3D konnte mich nicht überzeugen. Hier gabs zum gleichen Kurs schon besseres. Dem geschuldet ist aber auch sicher die ständige Dunkelheit und Schlechtwetter, in dem der maßgebliche Teil des Films stattfindet. Dennoch bin ich von der 3D-Qualität hier nicht überzeugt und der Meinung: 2D wäre ausreichend gewesen. Aber wie es schon berichtet wurde erhofft sich Warner ja von "Riesenroboter + 3D" massive Umsätze in den fernöstlichen Märkten.

  4. #504
    holly_california
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    AW: Pacific Rim (von del Toro)

    Zitat Zitat von Flagg Beitrag anzeigen
    Man kann diese beiden Filme ja auch ganz einfach mit Pacific Rim vergleichen...
    Right back at ya

    Wenn man drei englischsprachige Sci-Fi-Filme, in denen es um das Einwirken außerirdischer Monster auf der Erde, entstanden innerhalb eines relativ kurzen Zeitraums, nicht miteinander vergleichen kann, dann muss man wohl jegliche Vergleiche aufgeben. Allle drei Filme wählen zudem den Ansatz, dass die "Invasion" vor Beginn des Plots bereits geschehen ist und quasi zur "Normalität" geworden ist.

    @TheRapture: Sehe ich zwar ein, aber auch Jugendhommagen können ja durchaus von Charme und Tiefe geprägt sein. Gerade mit Themen, die einem am Herzen liegen, kann man ja mehr machen.

  5. #505
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    AW: Pacific Rim (von del Toro)

    Also District 9 mit Pacific Rim zu vergleichen, nur weil in beiden Filmen Außerirdische vorkommen ist doch ein wenig wie Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Der Vergleich mit Monsters is dagegen viel sinnvoller, da beide Filme dem gleichen Subgenre der Riesenmosnter angehören. Monsters ist die Arthouse Variante dieser Spezies. Hier stehen klar die menschlichen Protagonisten und deren Handlungen im Vordergrund. Ein grandioser Film, bei dem sich das Kind in mir dennoch etwas mehr Krawall an der einen oder anderen Stelle gewünscht hätte. Del Toro bedient nun genau diesen Wunsch. Seine menschlichen Figuren sind nur Mittel zum Zweck, seine eigentlichen Protagonisten die riesigen Kreaturen. Natürlich hätte man diese Hommage auch mit mehr Tiefe und Charme erzählen können, aber ob das Sinn macht, wenn diese Elemente auch den Originalen fehlen, sei dahingestellt. Pacific Rim macht das nun unter objektiven Gesichtspunkten nicht unbedingt zu einem guten Film, subjektiv macht er aber verdammt viel Spaß.

    Ich bin gespannt ob dem neue Godzilla der angestrebte Spagat zwischen tiefgründiger Story und brachialer Aktion gelingt, oder ob keine Zielgruppe letztendlich zufriedengestellt wird.

  6. #506
    Grailknight
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    AW: Pacific Rim (von del Toro)

    WTF? Monsters mit Pacific Rim vergleichen??? PR will nen Kaijufilm sein, das wäre sonst meilenweit am Thema vorbei.

  7. #507
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    AW: Pacific Rim (von del Toro)

    Film gesehen, mein absolutes Kinohighlight dieses Jahr. Ganz großes Kino und zum ersten Mal seit Avatar mal wieder ein vernünftiges 3D (wir waren im IMAX). Heftig übrigens die Szene mit dem kleinen Mädchen welches vor einem Kaiju flieht - Respekt an die schauspielerischen Fähigkeiten dieses Mädchens.

    Für mich 10/10 Punkten. Fortsetzung darf bitte kommen.

  8. #508
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    AW: Pacific Rim (von del Toro)

    Gerade ebenfalls gesehen und bestens unterhalten gefühlt. Der Film bot genau das, was zu erwarten war.

    Neben der tollen Umsetzung der Kaiju ist Pacific Rim für mich einer der wenigen Filme, bei dem sich 3D lohnt bzw. überzeugt.
    Einziges Manko ist imo, dass die "Entstehungsgeschichte/Herkunft" der Kaiju zu schnell abgehandelt wird - da hätte es durchaus Potenzial für mehr gegeben.

    Gebe trotzdem 8/10 Punkten.

  9. #509
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    AW: Pacific Rim (von del Toro)

    Bin jetzt extra bis nach Düsseldorf gefahren um den Film in 2D zu sehen, und es hat sich gelohnt
    Finde auch das der Streifen in der Retroperspektive betrachtet immer mehr gefällt, der Soundtrack (erinnerte manchmal an Starship Troopers) und die Farben waren wirklich toll.
    Mein Lieblingsstück:
    https://www.youtube.com/watch?v=S0iTkLg3-sg

  10. #510
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    AW: Pacific Rim (von del Toro)

    Zitat Zitat von Fabian Beitrag anzeigen

  11. #511
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    AW: Pacific Rim (von del Toro)

    PACIFIC RIM
    [USA][2013]



    Regie: Guillermo del Toro
    Darsteller: Charlie Hunnam, Rinko Kikuchi, Idris Elba, Max Martini, Ron Perlman, Burn Gorman, Charlie Day, Clifton Collins Jr., Heather Doerksen, Robert Maillet, Diego Klattenhoff


    „Um Monster zu bekämpfen, erschufen wir selbst Monster.“

    Die Welt der Zukunft ist nicht mehr das, wie sie war: Den Tiefen des Meeres entsteigen riesenhafte Monster, 'Kaijūs' genannt, die, vermutlich gesteuert von einer fremden Macht, die Städte der Welt vernichten. Diese hat ihre Konflikte mittlerweile beigelegt: Alle Nationen kooperieren zugunsten der Rettung der Erde. Um die Monster zu besiegen, werden riesige Kampfroboter gebaut, die 'Jäger', welche jeweils von zwei Piloten im Inneren per Gedankenkraft gesteuert werden. Raleigh Becket [Charlie Hunnam] und sein Bruder Yancy [Diego Klattenhoff] harmonieren im Kampf perfekt miteinander – bis Yancy bei einem Einsatz ums Leben kommt. Voller Gram zieht Raleigh sich zurück. Doch dann bedrängt ihn Captain Pentecost [Idris Elba], ins 'Jäger-Programm zurückzukehren: „Es geht zuende mit der Welt. Wenn sie sterben, wo wollen Sie dann sein? Hier oder in einem 'Jäger'?'

    Hochhausgroße außerirdische Monster, die die Erde zerstören wollen und sich mit gigantischen, von Menschenhirn gesteuerten Kampfrobotern wildeste Schlachtfeste zu Lande, zu Wasser und in der Luft liefern – niemand würde ernsthaft bestreiten wollen, dass es sich dabei um ganz große Kunst handelt. Werner Herzog, Federico Fellini und François Truffaut raufen sich kollektiv die Haare und fragen sich: 'Warum, zum Teufel, ist mir das bloß nicht eingefallen?'

    Stattdessen ergriff der Mexikaner Guillermo del Toro [→ HELLBOY] die Gelegenheit beim Schopfe und kreierte mit auffallend viel kindlicher Begeisterung PACIFIC RIM - eine unter allem krachendem Hollywoodbombast doch sehr liebevolle Verbeugung vor dem Kaijū Eiga, dem japanischen Monsterfilm.

    Regisseur Inoshiro Honda (der, neben Ray Harryhausen, auch im Abspann PACIFIC RIMs gewürdigt wird) erschuf 1954 mit GODZILLA den ersten Beitrag dieses im Laufe der Zeit zum Kult gewordenen Subgenres, damals noch von düsterer Atmosphäre geprägt und voller Bitterkeit. Der Erfolg beflügelte die Macher, eine Flut von Fortsetzungen und Epigonen brach los, und schon bald wurde das Geschehen bunter, die Monster zahlreicher und der Pessimismus wich infantilem Vergnügen. ROBOTER DER STERNE, ein unter abenteuerlichen Umständen in Japan und Hongkong entstandener fröhlicher Unfug, in welchen eine (wirklich sehr) kleine Spezialeinheit mit einem riesigen Roboter gegen außerirdische Invasoren kämpft, war eines der abstrusen Höhepunkte dieser Auswüchse und wirkt nicht nur aufgrund seines Inhalts wie eine Blaupause für den freilich ungleich aufwändiger gestalteten PACIFIC RIM.

    'Kaijūs' werden die Monster im Film dann auch wirklich genannt und deren Design orientiert sich eindeutig an den japanischen Vorbildern. Bereits eines der ersten Ungeheuer, treffenderweise 'Messerkopf' genannt, erinnert gewiss nicht nur zufällig an das GAMERA-Monster Guiron, welches tatsächlich eine frappierende Ähnlichkeit mit einem lebenden Brotmesser aufwies. Die Kaijū-Entwürfe PACIFIC RIMs gerieten dann auch durch die Bank äußerst fantasievoll und obwohl die Monster hier natürlich komplett am Rechner entstanden, gelang es, die etwas schwerfälligen Bewegungsabläufe der asiatischen Originale (resultierend aus dem Umstand, dass dort Menschen in beengten Latexkostümen schwitzten) überzeugend zu imitieren.

    Dass die Effekte im Gegensatz zur Vorlage allesamt per Computertechnik entstanden, ist selbstredend, und die Darsteller dürften sich nur selten abseits des Blauschirms aufgehalten haben. Das Ergebnis geriet äußerst überzeugend, die meterhohen Kampfkolosse und Ungetüme fügen sich nahtlos in das reale Umfeld ein, ohne ihren digitalen Hintergrund preisgeben zu müssen. Das ist zwar beeindruckend auf der einen Seite, jedoch auch wenig überraschend auf der anderen: Tricktechnische Perfektion gehört zum Hollywoodstandard und bringt bei allem Respekt auch immer das Defizit glattbebügelter Kantenlosigkeit mit sich – ein Vorwurf, den sich PACIFIC RIM ebenfalls gefallen lassen muss. Allerdings war man dennoch klug genug, sich der Vorlage optisch so weit anzunähern, dass der Animationscharakter dabei deutlich in den Hintergrund tritt.

    Erfreulicherweise bändelte man auch inhaltlich mit den liebgewonnenen Spinnereien der Vorlage an. Bereits die Grundidee, zur Abwehr riesiger Monster auf den Einsatz ebenfalls riesiger Roboter zu bauen, ist dermaßen erfrischend abstrus, dass der kleine Junge im Manne begeistert Beifall klatscht. Und auch die daraus resultierenden Unplausibilitäten (Warum bauen die Menschen nicht einfach Roboter, die noch größer sind als die Monster? Warum kämpft jeweils immer nur ein Roboter gegen den Gegner?) sind unverzichtbarer Bestandteil des Genres und gehören zum Erlebnis der ultimativen Realitätsflucht schlichtweg dazu.

    Unbestreitbar steckte man also tatsächlich jede Menge bemerkbares Herzblut in eine respektsvolle Ehrerbietung des Kaijū Eigas. Aus seiner Haut kann PACIFIC RIM letztendlich allerdings doch nicht: Es ist und bleibt ein von Hollywood auf Blockbuster gekämmtes Eventkino mit all den Klischees, die so etwas mit sich bringen muss. Auch hier begegnet man dem gestrauchelten Helden, der schließlich wieder über sich selbst hinauswachsen muss, dem arroganten Widersacher, der seine Lektion zu lernen hat und dem strengen, doch eigentlich warmherzigen Anführer, welcher, wie spätestens seit INDEPENDENCE DAY üblich, kurz vor der finalen Schlacht noch eine feurige Motivationsrede halten darf (die dieses Mal allerdings reichlich läppisch ausfiel).

    Aufgemotzt mit Heldentum und Heilandssymbolik, verschwendet das Drehbuch dann auch auffallend viel Zeit für allerlei oberflächliche Bagatellen, die in ihrer Belanglosig- und Formelhaftigkeit trivialer wirken, als jede zünftige Monsterschlacht es je sein könnte. Das ist umso ärgerlicher, da es anfangs bereits von Null auf Hundert in die Vollen ging: Bereits nach ein paar Sekunden donnert der erste brachiale Kampf, anstatt einer langwierigen Vorgeschichte werden die vorhergehenden Ereignisse im Offkommentar zusammengefasst. Fast wirkt es, als habe man Teil 1 verpasst und sähe stattdessen auf Anhieb die Fortsetzung. Dass der anfängliche Ballastverzicht im weiteren Verlauf dann doch wieder stereotypischen Erzählmustern weichen muss, darf gut und gern als Enttäuschung gewertet werden.

    Dabei ist der Gedanke, die Charaktere auch mit einem Innenleben auszustatten, durchaus kein völlig verkehrter, zumal eine intakte Psychologie (denn nur so lassen die Roboter gedanklich steuern) auch inhaltlich eine Rolle spielt. Dass man sich dafür jedoch sattsam bekannter Kamellen bediente, die in Thematik und Dialog wie aus jedem zweiten Tiefgründigkeit heuchelnden Hollywoodfilm herüberkopiert wirken, ist ein kaum zu leugnendes Ärgernis, das einen kaijūgroßen Schatten auf die Gewitztheit der Macher wirft.

    Doch noch einen weiteren kapitalen Fehler begeht PACIFIC RIM: So liebevoll die Monster auch gestaltet wurden, so rücksichtslos wurden sie auch verheizt. Einer der Erfolgsrezepte der japanischen Vorbilder war es, jedes Kaijū mit einer eigenen Identität auszustatten und ihm im Kampf ausreichend Zeit zu gewähren. Hier jedoch ist davon nichts zu spüren. Worin genau jetzt die Gefährlichkeit der einzelnen Ungeheuer (abgesehen von ihrer Größe und Aggressivität) eigentlich besteht, wird nie so recht deutlich. Zwar werden sie in verschiedene Kategorien eingeteilt, doch letztendlich ist eines wie das andere. Und auch die Kämpfe sind zu kurz (und zudem häufig noch unübersichtlich) gestaltet, als dass eine funktionierende Beziehung zu den Monstern aufkommen könnte.

    Viele Worte über die Darsteller zu verlieren, wäre müßig - die wahren Hauptdarsteller PACIFIC RIMs sind deutlich höher als 1,80 Meter. Charlie Hunnam [ → CHILDREN OF MEN] wirkt als Held ebenso langweilig und ausdruckslos wie Robert Kazinsky [→ RED TAILS] als sein Kontrahent. Idris Elba [→ PROMETHEUS] als Anführer der Truppe besitzt da schon deutlich mehr Charisma, bleibt jedoch hinter seinen Möglichkeiten zurück. Als obligatorische Witzfiguren kaspern sich Charlie Day [→ KILL THE BOSS] und Burn Gorman [→ THE DARK KNIGHT RISES] als depperte Wissenschaftler lachhaft überzogen und kaum komisch durch das Szenario, während Regie-Liebling Ron Perman [→ BLADE 2] erneut seine „Ich bin der Coolste“-Nummer abzieht.

    Wirklich positiv heraus sticht lediglich Rinko Kikuchi [→ BABEL], die nicht nur zusätzliches asiatisches Flair in das (ansonsten so gut wie ausschließlich männerdominierte) Geschehen bringt, sondern sich in ihrer zurückhaltenden Art auch wohltuend von den üblichen amerikanischen Sexsymbolen abhebt, welche normalerweise mit Hot Pants und tiefen Einblicken durch derartige Szenarien turnen.

    Guillermo del Toro ist halt eben doch nicht Michael Bay, der mit TRANSFORMERS zwar ähnlich geartete, doch deutlich sexistischere und militärverliebtere Unterhaltung bot. Während letzterer vor allem auch amerikanischen Hurra-Patriotismus bis zum Exzess zelebrierte, bleibt PACIFIC RIM auch in dieser Hinsicht eher bescheiden: Der Weltrettungsjob ist ein internationaler – wer hat noch nicht, wer will noch mal?

    PACIFIC RIM mag seine Einschränkungen haben, ist jedoch unter'm Strich eine überaus gelungene Hommage, die den Kult um japanische Schauspieler im Gummikostüm mit den Ingredienzien des amerikanischen Blockbusters verschmilzt und in der sich Riesenmonsterfreunde sehr wohlfühlen dürften. Haufenweise Anspielungen auf den GODZILLA-Kult (so werden die Kaijūs kurzerhand als Spielfiguren vermarktet und die Trainingssequenz, in welcher die Kompatibilität zweier Piloten getestet wird, erinnert wohl nicht zufällig an eine ähnliche Szene aus GODZILLA – FINAL WARS) sowie die japanische Kultur (so kann eines der Monster nur mithilfe eines zwischen all dem Technikfirlefanz reichlich altmodisch anmutenden Schwertes besiegt werden – beste Samuraitradition!) halten das Publikum ganz hübsch in Schach.

    Der Rest der Zweifel verschwindet im Schlachtgewitter: Funken sprühen, Blitze zucken und es scheppert lauter als beim „Iron Maiden“-Konzert. Ein RIM-Job, der Freude macht.

    s. auch: PACIFIC RIM

  12. #512
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    AW: Pacific Rim (von del Toro)

    Auf dem Papier ist das grob gesagt eine Klopperei zwischen Transformers und Godzillas. Doch dahinter steht nicht Krawallregisseur Michael Bay oder Weltuntergangsexperte Roland Emmerich, sondern der mexikanische Regisseur Guillermo del Toro. Aber konnte er daraus mehr machen, als eine teure Hochglanz-Materialschlacht?

    Regie: Guillermo del Toro (Hellboy, Pan's Labyrinth)
    Cast: Idris Elba, Charlie Hunnam, Rinko Kikuchi, Charlie Day, Ron Perlman
    Start: 18.07.2013

    Was man dem Film zuerst zu Gute halten muss ist, dass er weder auf einer Comicvorlage, noch einem Spielzeug basiert, sondern zumindest auf den ersten Blick ein Original-Stoff ist, der sich aber natürlich hier und da eine gute Portion Inspiration geholt hat. Die Idee stammte vom jungen Drehbuchautor Travis Beacham, dieser stellte sich bei einem Spaziergang am Strand nahe des Santa Monica Piers vor, wie ein Riesenroboter und ein riesiges Monster um Leben und Tod kämpfen würden und begann daraufhin mit einem Drehbuch. Guillermo del Toro gefiel das 25-seitige Treatment so gut, dass er den Film unbedingt produzieren und mitschreiben wollte, als dann die Adaption des Lovecraft-Romans „At the Mountain of Madness“ mit Tom Cruise (der auch mal für eine Rolle in „Pacific Rim“ im Gespräch war, die dann aber Idris Elba bekam) (leider) platzte, entschied er sich nur wenige Tage danach für die Regie bei „Pacific Rim“.

    Die Welt befindet sich im Kampf gegen Kreaturen aus den Tiefen des Ozeans. Zur Bekämpfung hat die Menschheit die sogenannten Jaeger erfunden. Hochhausgroße Maschinen, die von zwei Piloten gesteuert werden und so die einzige erfolgreiche Waffe gegen die Monster zu sein scheinen. Doch nachdem sich die Monster immer weiterentwickeln, drohen die Mittel für die Herstellung und Instandhaltung der Jaeger aus- und die Menscheit unterzugehen.

    Es ist wahrlich keine tolle, innovative Idee mit der hier Autor Travis Beachman das Studio und Guillermo del Toro anscheinend überzeugen konnte, aber sie hat scheinbar gereicht. Daraus gemach t hat der Mexikaner leider nicht so viel, wie man sich das vielleicht erhofft hat. Wie schon bei seinen Hellboy-Filmen, besonders Teil 2, aufgefallen ist, hat del Toro oft größere Probleme bei seinen Drehbüchern. Seine Designs und Erschaffung von Welten sind immer über allen Zweifeln erhaben, doch seine Figuren und Geschichten entdriften ihm desöfteren, was oft in ermüdenden Showdowns endet. Genau die selben Makel finden sich auch wieder bei „Pacific Rim“. Die Epik aus einem Kampf zwischen Monster und Maschine ist eigentlich nach dem ersten Mal schon raus. Die Monster („Kaiju“) sind für del Toros sonstige Ideenvielfalt sehr langweilig und willkürlich designt, und den Kämpfen fehlt es an jeglicher Dramaturgie oder Choreografie. Das wirkt dann sehr schnell ermüdend. Trotz der logischen Trägheit der Kämpfe fehlt es auch oft an Übersicht und das dann fast alles bei Nacht stattfinden muss, macht es nicht besser.
    Auf der anderen Seite hat übrigens Regisseur Guillermo del Toro fast eine Stunde an reinem Story- und Charaktermaterial raus geschnitten, damit der Film nicht unnötig abgebremst wird und so für ein jüngeres Publikum leichter konsumierbar bleibt. So bleiben wenige (oft leider hanebüchene) Storyelemente und sehr wenige Charaktermomente. Allein die Geschichte oder der Hintergrund der Kaijus verdient eine Armada an Kopfschüttlern. Dann lieber gleich lassen.
    Apropos Charaktere. Mit den zwei Wissenschaftlern hat es dann auch Guillermo del Toro erfolgreich geschafft, sich fast wieder in einer Liga mit Michael Bay und seinem halbwegs erträglichen ersten „Transformers“-Film herabzusetzen, dessen infantiler Humor steht nämlich diesen „Wissenschaftler“ kaum nach. Ein unnötiger Subplot, der nur da sein kann um del Toros Freund Ron Perlman („Hellboy“) eine unnötig coole unnötige Nebenrolle im Film zum bescheren.
    Das die ganze Klopperei übrigens für die ganze Menschheit wichtig ist und die Welt bzw. die Menschheit kurz vor ihrem Ende steht, wird leider zu keinem Zeitpunkt spürbar, da wir bis auf kleine Ausnahmen eigentlich nie groß das Jaeger-Lager verlassen.

    Die Effekte sind natürlich wie zu erwarten bei dem Budget und aus dem Hause „Industrial Light & Magic“ vom aller Feinsten. Der Score von Ramin Djawadi funktioniert im Film, wie auf CD wunderbar, macht Spaß und unterhält durchgehend (hat also da schon dem Film was voraus), ist aber natürlich wie von ihm gewohnt mit sehr viel Elektronik gewürzt, ohne aber eine gute Themenarbeit vermissen zu lassen.

    Eine Original-Idee, die nichts besonders originell ausgefallen ist. Es kämpfen riesige Monster gegen riesige Maschinen, aber zu keinem Zeitpunkt wirkt der Film groß. Technisch auf sehr hohem Niveau ist das Endergebnis aber unterm Strich eine mittelgroße Enttäuschung. Eine Fortsetzung? Muss nicht sein.

  13. #513
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    AW: Pacific Rim (von del Toro)

    Zitat Zitat von TheRealNeo Beitrag anzeigen
    Eine Fortsetzung? Muss nicht sein.
    doch, eine fortsetzung kann gerne kommen.

  14. #514
    Editor
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    AW: Pacific Rim (von del Toro)

    Zitat Zitat von Cobretti1980 Beitrag anzeigen
    doch, eine fortsetzung kann gerne kommen.
    Wird bei dem Einspielergebnis aber sicher nicht passieren, ist doch aber auch mal ganz schön wenn ein Film für sich alleine steht.

  15. #515
    Psycho
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    AW: Pacific Rim (von del Toro)

    Zitat Zitat von Fabian Beitrag anzeigen
    Wird bei dem Einspielergebnis aber sicher nicht passieren, ist doch aber auch mal ganz schön wenn ein Film für sich alleine steht.
    Ist der Asiatische Markt schon eingerechnet? Gerade dort, wird er gut ankommen.

  16. #516
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    AW: Pacific Rim (von del Toro)

    Es sind ja nicht einmal die Kino-Einspielergebnisse die alles über eine Fortsetzung entscheiden, sondern auch das Merchandising. Dazu zählen die DVD, Blu-ray, Soundtrack, das Comic und die Action-Figuren. Gerade das Comic und die Action-Figuren verkaufen sich wie geschnitten Brot und bin ziemlich sicher das sich die DVDs/Blu-rays ebenfalls gut verkaufen werden. Sogar bei Amazon sind die Vorbestellungen schon in den Tops vertreten.

    Del Toro scheint zumindest eine neue Serien Marke mit "Pacific Rim" erfunden zu haben und ich finde es einfach nur saugeil.

  17. #517
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    AW: Pacific Rim (von del Toro)

    Visuell ist er eine Wucht, das entschädigt für die niveaulosen Dialoge. Wenn bei einer Fortsetzung die Dialoge und die Story etwas mehr Beachtung bekommen, hätte ich nichts gegen einen 2. Teil.
    Was das Merchandising betrifft: ich bin ein Fan von sogenannten Art-Books und das zu "Pacific Rim" http://www.parkablogs.com/content/bo...s-and-monsters
    ist eins der besten überhaupt, großformatig, schöne Bilder und viel Drumherum (Propaganda-Poster, Repliken von Pässen etc.).

  18. #518
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    AW: Pacific Rim (von del Toro)

    Taugt der Comic eigentlich was?

  19. #519
    "I Am The Law"
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    AW: Pacific Rim (von del Toro)

    ‘Pacific Rim’ $9M Opening In China Biggest Ever For Warner Bros: Sequel Likely

    EXCLUSIVE: I’ve just learned that momentum is building for a Pacific Rim based on the international box office for the Legendary Pictures/Warner Bros summer tentpole. The latest development is the 3D sci-fi actioner’s Wednesday opening in China to a record-breaking $9M. That’s a new high for any Warner Bros release and 23% bigger than for any Harry Potter film. Pacific Rim grossed a huge 70% of market share there. This is after the pic broke through to become the #1 film internationally on July 19-21 as it rolled out into less than half the global territories. Besides China, Pacific Rim today released in Spain and Japan, and August 9th in Brazil. The result is that screenwriter Travis Beacham (who had the idea for the film) and co-scribe/director Guillermo Del Toro’s film based on Legendary’s homegrown comic book will likely have a sequel. No one is yet saying this movie is going to turn a profit due to the high cost of its Industrial Light & Magic CGI which sent the budget to $180M-$220M. Unfortunately, U.S. theatrical sales are not expected to exceed $100M all in so overseas coin was crucial. But international was always a big part of Pacific Rim‘s strategy in a crowded summer marketplace. After Sunday the pic’s foreign cume is $140M from 52 territories and its worldwide total is $224M. As I’ve said before, Legendary’s mega-financier Thomas Tull has the luxury of mining this marginal outcome into a franchise. Warner Bros underwrote 25% of the film and receives the global distribution fees.

    http://www.deadline.com/2013/07/paci...medium=twitter




  20. #520
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