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Thema: Jumanji

  1. #41
    MR
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    AW: Jumanji

    Zitat Zitat von Graf Zahl Beitrag anzeigen
    Mit vielen frühen DTS-Tracks lief es ja ähnlich: Das Studio liefert den Originalmix bei DTS an, diese werkeln einige Zeit daran rum, codieren ihn, und das Studio bekommt das fertige codierte Resultat, das dann doch etwas anders klingt als das Original. Was es nicht gibt, ist ein archivierbares Master dieses überarbeiteten Mixes.
    DTS war in der Anfangszeit dafür bekannt, das sie Bass und Surround etwas zu sehr hochgedreht haben, um sich von Dolby Digital hörbar abzugrenzen. Das mag gut und spektakulär klingen, entspricht aber nicht unbedingt dem Willen von Regie und Toningenieur. Da hat es in der Vergangenheit durchaus auch kritische Stimmen von an der Produktion beteiligten gegeben, als der DTS Mix im Kino anders klang als er bei der Produktion abgemischt wurde.

    Im Fall Jumanji glaube ich aber nicht unbedingt daran, das man den MPEG Ton frisiert hat, sondern vermute eher, das man die Dynamik der deutschen Dolby Spur etwas zurückgenommen hat. Die beiden englischen Fassungen sollen derartige Unterschiede nicht aufweisen, hier liegt der Dolby Ton vorne.

    Da Jumanji aber keiner meiner Lieblingsfilme ist, hab ich die Disc bei meinem Auszug daheim bei meinen Eltern gelassen, ich kann es also nicht überprüfen.

    Ich hoffe, das Sony hier keine komplette Trendwende einleitet, aber wenn man fair ist, muss man zugeben, das HD Ton bei vielen Katalogtiteln einfach Unsinn ist. "Und täglich grüßt das Murmaltier" hat auf deutsch einen sehr schlechten 5.1 Upmix mit jeder Menge Kanalübersprechen, schlapper Dynamik usw. Da braucht es keine HD Spur, da hätte eine 2.0 Spur nicht schlechter geklungen. In HD 5.1 hört man doch nur die Einschränkungen des Upmixes. Bei neuen Blockbustern bringt HD Ton in jedem Fall etwas, aber bei 15 Jahre alten Filmen dürfte der HD Ton nicht besser klingen als die Dolby Digital 5.1 Spur, ganz einfach weil die Vorlage nicht mehr hergibt. Von daher hab ich erst mal kein Problem damit. Jumanji war zwar ein Vorzeigefilm von SDDS, hat aber auch schon seine 15 Jahre auf dem Buckel!

  2. #42
    Steffen37
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    AW: Jumanji

    Zitat Zitat von MR Beitrag anzeigen
    Bei neuen Blockbustern bringt HD Ton in jedem Fall etwas, aber bei 15 Jahre alten Filmen dürfte der HD Ton nicht besser klingen als die Dolby Digital 5.1 Spur, ganz einfach weil die Vorlage nicht mehr hergibt.

    Jumanji war zwar ein Vorzeigefilm von SDDS, hat aber auch schon seine 15 Jahre auf dem Buckel!


    Genau das ist der Punkt, das Jumanji mit SDDS(Sony Dynamic Digital Sound) produziert wurde ist ja nun auch keine billig Produktion gewesen.Und da wäre es für Sony ein leichtes gewesen HD-Ton mit anzubieten.
    Geändert von Steffen37 (01.06.11 um 06:26:21 Uhr)

  3. #43
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    AW: Jumanji

    Gab's SDDS auch in Deutschland? Zu dem Zeitpunkt hatte der Großteil der Kinos hier noch nicht mal 'ne Dolby Digital Anlage. Ich weiß noch, daß mein damaliges Stammkino in gerade mal einem von 9 Sälen Digitalton hatte, und zwar nur Dolby. Kein DTS, kein SDDS.

  4. #44
    Steffen37
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    AW: Jumanji

    Zitat Zitat von MR Beitrag anzeigen
    ...alle späteren Tests mit anderen Titeln haben grundsätzlich die Überlegenheit des Dolby Systems bestätigt.

    Vergleich von MPEG vs AC-3 von VIDEO-Magazin, Stuttgart, Deutschland

    "Video-Mitarbeiter bauen eine ganze Ver-und Entschlüsselung Anlage für die" Video-Surround-Tag "zusammen mit den Technikern von Philips. In einer Nachtschicht Video codiert und decodiert einige Klangbeispiele, technisch durch Codierung-Spezialist Uwe Gbur (s überwacht . pic. tech.tif) [...] Am nächsten Tag AC-3 und MPEG-Audio waren bereit für den weltweit ersten direkten Shoot-Out. Beide Systeme wurden mit dem DVD-spezifische feste Datenrate von 384 KBit arbeitet / s . Beachten Sie, dass diese Schießerei nicht erreichen würde ein wissenschaftliches Niveau, anstatt geben einen ersten Eindruck von diesen beiden Coding Technologies [...] Die Zuhörer waren dabei, hier sechs verschiedene akustisch anspruchsvolle Klangbeispiele Das Ergebnis war erstaunlich:.. einige stimmten für AC-3(Dolby Digital), einige für MPEG: (.. s. Bild chart.tif, seq 6) Der Chor der "King's College Cambridge" wurde in MPEG-Codierung begünstigt, war ein Duett von Sänger und Saxophon gestimmt deutlich für AC3 (s. Foto. Chart, seq. 4).

  5. #45
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    AW: Jumanji

    Zitat Zitat von Graf Zahl Beitrag anzeigen
    Gab's SDDS auch in Deutschland? Zu dem Zeitpunkt hatte der Großteil der Kinos hier noch nicht mal 'ne Dolby Digital Anlage. Ich weiß noch, daß mein damaliges Stammkino in gerade mal einem von 9 Sälen Digitalton hatte, und zwar nur Dolby. Kein DTS, kein SDDS.
    Zumindest DTS sollte damals im Zuge von Jurrasic Park (nur Kinos mit DTS durften den Film zeigen) schon gut verbreitet gewesen sein. Ich kann mich auch erinnern, das das Kino im Saalepark damals bei diesem Film mit SDDS geworben hat. Allerdings konnte sich SDDS in den Kinos nie durchsetzen oder auch nur weitere Verbreitung erreichen, dazu war die Filmauswahl der "Nur SDDS" - Filme einfach zu gering und die Konkurenz durch Dolby und DTS zu groß. Zudem waren die Klangunterschiede zwischen allen Systemen extrem klein und seinen Hauptvorteil (5 Fronkanäle) konnte SDDS in kaum einem Kino ausspielen. Nur sehr große und gute Kinos haben überhaupt 5 Frontboxen hinter der Leinwand, die im Normalfall entsprechend des Bildformates (inneres Paar bei 1,85:1, äußeres Paar bei 2,35:1) eingesetzt werden.

  6. #46
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    AW: Jumanji

    Zitat Zitat von Steffen37 Beitrag anzeigen
    Vergleich von MPEG vs AC-3 von VIDEO-Magazin, Stuttgart, Deutschland


    "Video-Mitarbeiter bauen eine ganze Ver-und Entschlüsselung Anlage für die" Video-Surround-Tag "zusammen mit den Technikern von Philips. In einer Nachtschicht Video codiert und decodiert einige Klangbeispiele, technisch durch Codierung-Spezialist Uwe Gbur (s überwacht . pic. tech.tif) [...] Am nächsten Tag AC-3 und MPEG-Audio waren bereit für den weltweit ersten direkten Shoot-Out. Beide Systeme wurden mit dem DVD-spezifische feste Datenrate von 384 KBit arbeitet / s . Beachten Sie, dass diese Schießerei nicht erreichen würde ein wissenschaftliches Niveau, anstatt geben einen ersten Eindruck von diesen beiden Coding Technologies [...] Die Zuhörer waren dabei, hier sechs verschiedene akustisch anspruchsvolle Klangbeispiele Das Ergebnis war erstaunlich:.. einige stimmten für AC-3(Dolby Digital), einige für MPEG: (.. s. Bild chart.tif, seq 6) Der Chor der "King's College Cambridge" wurde in MPEG-Codierung begünstigt, war ein Duett von Sänger und Saxophon gestimmt deutlich für AC3 (s. Foto. Chart, seq. 4).
    Aus dem Artikel lässt sich nicht viel herauslesen. Das System wurde von Philips aufgebaut und überwacht, wer sagt da, das hier wirklich gleiche Abmischungen eingesetzt wurden und das man nicht beim Encoding noch etwas verändert hat (wie das DTS machte)? Alle unabhänigen Test haben bei gleicher Datenrate die Überlegenheit von Dolby bestätigt, auch im theoretischen Bereich ist Dolby haushoch überlegen. Das bedeutet im Gegenzug aber nicht, das Dolby in allen Bereichen überlegen ist. Es ist durchaus denkbar, das MPEG in einigen wenigen Bereichen besser klingt, da sich die Codecs doch sehr deutlich unterscheiden. Das ändert aber nichts an der grundsätzlichen Überlegenheit von Dolby Digital.

    Du solltest zudem sehr froh sein, das es MPEG damals nicht geschafft hat, sonst hätten wir heute auf den Blu-rays kein DTS HD sondern ein auf MPEG 2 aufbauendes MPEG Lossless (oder so ähnlich), natürlich weiterhin mit MPEG 1 Kompatibilität!

  7. #47
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    AW: Jumanji

    Zitat Zitat von Steffen37 Beitrag anzeigen
    ...zusammen mit den Technikern von Philips...

    Ich schließe mich hier MR an. Traue niemals einem Test, der von jemandem durchgeführt wird, der ein finanzielles Interesse an einem positiven Resultat für sein eigenes Produkt hat. Klar wird so ein Test niemals zu dem Ergebnis kommen, daß das Konkurrenzprodukt hoffnungslos überlegen ist.


    Hier mal ein Zitat aus der Wikipedia Seite zu MPEG-Multichannel:

    Das MPEG-Multichannel-Projekt scheiterte an den Kinderkrankheiten der komplizierten Technik. Das zu Stereo kompatible Verfahren, eine Stereomatrix auf die Stereokanäle aufzuspielen und dann durch Zusatzinformationen für Mehrkanalton wieder aufzuheben, funktionierte nicht zuverlässig.

  8. #48
    Steffen37
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    AW: Jumanji

    Ok ich gebe mich in den Fall geschlagen

    Aber trotzdem speziell der deutsche MPEG5.1 Ton von der Sony DVD klingt hervorragend,ist wohl auch SDDS zu verdanken!
    Geändert von Steffen37 (01.06.11 um 16:18:04 Uhr)

  9. #49
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    AW: Jumanji

    SDDS ist auch nur ein Codec. Da tut man Sound rein und am Ende kommen komprimierte Daten raus. Solange da das gleiche reingetan wird, wie in DD, DTS oder was auch immer, kann das nicht magischerweise deutlich besser klingen. Hier wurde schlicht und ergreifend anderes Ausgangsmaterial benutzt. Warum weiß heute wohl keiner mehr...

  10. #50
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    AW: Jumanji

    Zitat Zitat von MR Beitrag anzeigen
    "Und täglich grüßt das Murmaltier" hat auf deutsch einen sehr schlechten 5.1 Upmix mit jeder Menge Kanalübersprechen, schlapper Dynamik usw. Da braucht es keine HD Spur, da hätte eine 2.0 Spur nicht schlechter geklungen

    Exakt auch mein Eindruck, wenngleich Deine Mutmaßungen hinsichtlich des Vergleiches 5.1-Blu-ray-mix vs. 2.0 DVD mir noch deutlich zu zaghaft erscheinen:

    Der deutsche Ton der Blu-ray beginnt auf vergleichbarem Niveau zur DVD. Aus mir unerklärlichen Gründen "kippt" der Sound dann nach ca. 40-50% der Handlung und fällt deutlich hinter den 2.0-Mix der DVD zurück, sehr konkret an dem eigentlich sehr dynanischem Fenton-Einsatz zur "PHIL (alias BRONCO) geht ins Kino"-Szene deutlich nachzuvollziehen.

    Also auch hier beim "Major-Musterlabel" technische Fouls, die man so recht nicht nachvollziehen kann.


    Gruß
    sell

  11. #51
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    AW: Jumanji

    Zitat Zitat von Graf Zahl Beitrag anzeigen
    SDDS ist auch nur ein Codec. Da tut man Sound rein und am Ende kommen komprimierte Daten raus. Solange da das gleiche reingetan wird, wie in DD, DTS oder was auch immer, kann das nicht magischerweise deutlich besser klingen.
    Genau so ist es. Man kann unterstellen, das Sony bei Filmen, die primär für SDDS produziert wurden wegen der 7.1 Fähigkeit (und natürlich aus Prestige - Gründen) bei der Produktion und Abmischung der Tonspuren sorgfältiger gearbeitet hat als gewöhnlich, aber diese Sorgfalt hätte man auch bei den anderen Tonsystemen gehört.

    Auch SDDS ist nichts weiter als ein System, um die unkomprimierten Tonspuren des Filmes soweit einzudampfen, das man sie irgendwie ins Kino bekommt.

  12. #52
    Steffen37
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    AW: Jumanji

    Zitat Zitat von sell Beitrag anzeigen
    "Major-Musterlabel"
    Stimmt Sony war für mich immer schon ein Vorzeige Label was technisch meist überlegen war,aber langsam bröckelt das Image

  13. #53
    MR
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    AW: Jumanji

    Zitat Zitat von Steffen37 Beitrag anzeigen
    Stimmt Sony war für mich immer schon ein Vorzeige Label was technisch meist überlegen war,aber langsam bröckelt das Image
    Das ist Blödsinn. Sony ist nicht viel besser als alle anderen Studios. Viele BDs basieren auch nur auf alten Mastern, die 10 Jahre oder sogar älter sind (Godzilla, Bad Boys usw). Da ist die Bildqualität dann auch blos ziemlich bescheiden. Der einzige Unterschied ist, das Sony recht konsequent HD Ton eingesetzt hat, aber wenn die Vorlage oder der Upmix nicht viel Wert ist, dann nützt das auch blos nix. HD Ton ist nicht alles!

  14. #54
    Steffen37
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    AW: Jumanji

    Zitat Zitat von MR Beitrag anzeigen
    Das ist Blödsinn. Sony ist nicht viel besser als alle anderen Studios. Viele BDs basieren auch nur auf alten Mastern, die 10 Jahre oder sogar älter sind (Godzilla, Bad Boys usw). Da ist die Bildqualität dann auch blos ziemlich bescheiden. Der einzige Unterschied ist, das Sony recht konsequent HD Ton eingesetzt hat, aber wenn die Vorlage oder der Upmix nicht viel Wert ist, dann nützt das auch blos nix. HD Ton ist nicht alles!
    Zitat Zitat von hardti Beitrag anzeigen
    ...Taxi Driver, in 4K restauriert unter Aufsicht von Martin Scorsese, und mit dem heissgeliebten deutschen dts-HD MA Ton,
    Das ist reiner Schwachsinn!
    Und das hat nichts mit HD-Ton zutun oder mit alten Filmen, sondern was Technik und Mastering betrifft waren sie schon immer überlegen auch schon zu DVD Zeiten!
    Die wollten sowieso nie was mit Dolby oder DTS zutun haben, sondern am liebsten ihr eigenes System durchdrücken.

    Zitat Zitat von sell Beitrag anzeigen
    "Major-Musterlabel"
    Geändert von Steffen37 (02.06.11 um 23:20:06 Uhr)

  15. #55
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    AW: Jumanji

    Zitat Zitat von Steffen37 Beitrag anzeigen
    Das ist reiner Schwachsinn!
    Und das hat nichts mit HD-Ton zutun oder mit alten Filmen, sondern was Technik und Mastering betrifft waren sie schon immer überlegen auch schon zu DVD Zeiten!
    Die wollten sowieso nie was mit Dolby oder DTS zutun haben, sondern am liebsten ihr eigenes System durchdrücken.
    Sony war zu DVD Zeiten tatsächlich nicht schlecht, sie haben schon damals konsequent von HDTV Vorlagen gearbeitet. Was damals gut war, wird heute allerdings zum Nachteil, denn für viele alte Titel verwendet man die gleichen HD Master, die man vor über 10 Jahren schon für die DVD verwendet hat. Nach über 10 Jahren sind diese Master aber lange nicht mehr auf dem Stand der heutigen Technik, woraus sich die mittelmäßige Qualität verschiedener Katalogtitel erklärt. Auch Sony lässt längst nicht von jeden Titel einen neuen Transfehr erstellen, man nimmt, was halt im Lager verfügbar ist. In dieser Beziehung ist man nicht besser als zb Warner, die bei Katalogtiteln auch öfters auf alte Master zurückgreifen.

    Das Sony gerne (mit mäßigem Erfolg) eigene Standards durchdrückt, ist ja bekannt. Andere Firmen (Toshiba mit HD-DVD) sind da allerdings auch nicht anders. Sony hätte tatsächlich eine Chance gehabt, SDDS im Heimbereich einzuführen (schon von Anfang an war eine Kennung für SDDS im DVD Standard vorgesehen, eher als für DTS). Allerdings haben sie darauf verzichtet und lieber halbherzig auf das unbeliebte und technisch unterlegene MPEG 2 Multichannal gesetzt. Hätte man auf dieses Rumgeeiere verzichtet und von Anfang an konsequent auf SDDS gesetzt, hätte man DTS vermutlich sogar schlagen können und dank Sonys Einfluss im DVD Konsortium SDDS zum Pflichtsystem erheben können. Das man das nicht gemacht hat zeigt, das Sony kein wirkliches Interesse daran hatte, SDDS im Heimbereich durchzusetzen.

  16. #56
    Mav
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    AW: Jumanji

    Zitat Zitat von MR Beitrag anzeigen
    Sony war zu DVD Zeiten tatsächlich nicht schlecht, sie haben schon damals konsequent von HDTV Vorlagen gearbeitet.
    Wobei man nicht vergessen darf, das Sony auch der Meister von Low-Bitrate-Encodes war um möglichst viele Synchros + Bonusmaterial auf eine Disk zu quetschen. Und das wurde noch schlimmer als sie dann mit ihrer "Superbit" Idee kamen. Böse Zungen würde behaupten das die normalen DVDs von da an eine Zeit lang besonders "matschig" waren damit die "Superbit" Disks sich deutlicher absetzen konnten...

    Und um nochmal kurz auf das eigentliche Thema zu kommen: Die Jumanji Collectors Edition DVD z.B. sieht nach heutigen Maßstäben ziemlich schlecht aus...

    Was damals gut war, wird heute allerdings zum Nachteil, denn für viele alte Titel verwendet man die gleichen HD Master, die man vor über 10 Jahren schon für die DVD verwendet hat. Nach über 10 Jahren sind diese Master aber lange nicht mehr auf dem Stand der heutigen Technik, woraus sich die mittelmäßige Qualität verschiedener Katalogtitel erklärt. Auch Sony lässt längst nicht von jeden Titel einen neuen Transfehr erstellen, man nimmt, was halt im Lager verfügbar ist. In dieser Beziehung ist man nicht besser als zb Warner, die bei Katalogtiteln auch öfters auf alte Master zurückgreifen.
    Wobei das alle machen. Insbesondere auch Universal. Lediglich bei Disney hat man den Eindruck das hier deutlich höhere Maßstäbe an die Verwendbarkeit alter Transfers angelegt werden.

    Das man das nicht gemacht hat zeigt, das Sony kein wirkliches Interesse daran hatte, SDDS im Heimbereich durchzusetzen.
    SDDS hätte im Heimbereich ja auch null Vorteile und kaum Chancen gehabt. DTS ist Dolby Digital im Kino haushoch überlegen und hat sich im Kino auch clever vermarktet so das der Name ein Begriff war der sich auch im Heimkino gut verkaufen ließ. Von SDDS Ton haben die meisten im Kino kaum etwas mitbekommen, SDDS Jingles gab es meines Wissens erst viel zu spät um das Format noch bekannt zu machen. Und 5 Front-Kanäle braucht im Heimkino nun wirklich niemand. Die meisten Kinos brauchen das schon nicht. Insofern ist es gut, das uns dieses Tonformat im Heimbereich erspart geblieben ist.

    Gruß,

    Mav

  17. #57
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    AW: Jumanji

    Also bei dem Film habe ich wirklich ein bisschen Bange vor den CGI Effekten, die aus heutiger Sicht brutal schlecht aussehen. Und das dann in HD? Sieht dann ja noch künstlicher aus.

  18. #58
    MR
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    AW: Jumanji

    Zitat Zitat von Mav Beitrag anzeigen
    SDDS hätte im Heimbereich ja auch null Vorteile und kaum Chancen gehabt. DTS ist Dolby Digital im Kino haushoch überlegen und hat sich im Kino auch clever vermarktet so das der Name ein Begriff war der sich auch im Heimkino gut verkaufen ließ. Von SDDS Ton haben die meisten im Kino kaum etwas mitbekommen, SDDS Jingles gab es meines Wissens erst viel zu spät um das Format noch bekannt zu machen. Und 5 Front-Kanäle braucht im Heimkino nun wirklich niemand. Die meisten Kinos brauchen das schon nicht. Insofern ist es gut, das uns dieses Tonformat im Heimbereich erspart geblieben ist.
    Wenn DTS im Kino Dolby überlegen war, dann nur Aufgrund der Mischung. DTS war in der Anfangszeit dafür bekannt, das sie Bass und Surround angehoben haben, um sich klanglich abzusetzen. Ansonsten hatte zwar DTS die höhrer Bitrate, aber auch (im Kino) ein extrem einfaches Kodiersystem, das ohne jede gehörpsychologische Auswertung arbeitete und damit zwangsläufig höhere Bitraten benötigte. Dazu kamen gelegentlich Synchrofehler bei DTS, wenn Bild und Ton nicht synchron liefen.

    SDDS hätte im Heimbereich durchaus eine Chance gehabt. Anders als bei DTS, wo Kino- und Heimsystem nur dem Namen nach etwas gemeinsam haben (die technische Basis ist komplett unterschiedlich) hätte man SDDS wie Dolby Digital ohne Änderungen am Codec auch Daheim verwenden können. Allerdings hat Sony nie etwas unternommen, um wirklich eine SDDS Heimversion rauszubringen (außer dem eigenen System - Code bei der DVD). Hätte das Sony getan, anstatt sich mit MPEG 2 auf ein sinnloses Abenteuer einzulassen, dann hätte es für DTS sehr eng werden können, denn zumindest im Kino galt SDDS als das technisch überlegene System. Allerdings hatte es den Nachteil, das es nicht wie Dolby oder DTS von einer unabhänigen Firma kam, zudem kam es zu spät und die Filmauswahl am Anfang war alles andere als wirklich top. Von daher verwundert es nicht, das kaum Kinos in die teurer Technik investierten, DTS war viel billiger und klang nicht viel schlechter. Zudem bringen die 5 Frontkanäle kaum Vorteile, die meisten Kinos hatten nur 3 Frontkanäle und es gab auch nur wenig Filme, die entsprechend abgemischt waren. Allerdings konnte SDDS ohne Problem auch als 5.1 System betrieben werden. Hätte sich Sony nicht dem aussichtslosen MPEG 2 Multichanal angeschlossen, sondern Philips überzeugt, auf Basis von SDDS ein Heimsystem zu entwickeln, dann hätte der ganze Tonsystemstreit und die Weiterentwicklung durchaus auch anders aussehen können, denn zumindest in den USA erfreute sich SDDS im Kino einer nicht unbeträchtlichen Beliebtheit. Dann wäre es auch für DTS auf DVD eng geworden, denn DTS hat die DVD anfänglich komplett verschlafen (fehlende Kennung, weswegen die ersten DVD Player DTS nicht wiedergeben konnten).

  19. #59
    Mav
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    AW: Jumanji

    @MR

    DTS hat im Kino diverse Vorteile:
    - Die Filmrollen enthalten nur Synchronisations-Informationen, nicht den Ton selbst. Dadurch ist DTS sehr viel ausfallsicherer als Dolby Digital, wo der zwischen der Perforation untergebrachte Datenstrom bei beschädigten, alten Filmrollen gerne mal abreißt und der Ton dann auf den analogen Ton zurück fällt. DTS übersteht in der Regel auch größere Fehler auf der Filmrolle
    - Dadurch das der Ton nicht auf der Filmrolle ist, kann man sehr leicht die Sprache wechseln, ohne mehrere teure Filmkopien vorhalten zu müssen.

    Unterschiede bei der Kompression sind ein anderes Thema, wobei die eher feinen Unterschiede bei der in Kinos üblichen Akustik eh nicht so wichtig sind. Dolby Digital hat im Kino nur 320kbps und klingt meist trotzdem recht beeindruckend.

    Andere Abmischungen sind wieder ein anderes Thema. Ich erinnere mich noch gut an die ersten Filme die ich mit DTS-Ton im Kino gesehen habe, Jurassic Park und Star Trek Generations. Beide habe ich jeweils Synchronisiert und im Original gesehen und die deutschen Synchros beider Filme fielen durch extrem übertriebene, fast schon schrille Höhen, unpräzisen Bass und diffuse Surround-Kulisse auf. Der O-Ton klang jeweils ganz anders wobei insbesondere Jurassic Park absolutes Demomaterial war: Der tiefe Sound bei der Bodenuntersuchung am Anfang des Films lief in der Mitte des Saales von vorne nach hinten durch den Raum, Bei der Landung auf der Insel hörte man beim Austeigen die Rotorblätter über sich kreisen, bei den Szenen in den Autos bei Regen fühlte man sich IN dem Auto, der Regen pladderte über den Köpfen der Zuschauer auf's Autodach und beim Auftauchen des T-Rex vibrierte der Boden, Dazu unzählige Szenen wo man sich wie mitten im Dschungel fühlte. In der deutschen Synchro - natürlich auch DTS - war davon wenig übrig. Der Bass breitete sich diffus und drucklos aus, der Ton war, wie gesagt, eher "spitz" und eher frontlastig.
    Ich kenne DTS im Kino hauptsächlich durch O-Ton und der war immer sehr überzeugend. Zuletzt beim letzten Star Trek wo ich unfreiwillig wieder zwischen Synchro und O-Ton vergleichen konnte weil das Kino zu blöd war die richtige DTS Disk einzulegen. Die Unterschiede waren nicht mehr so groß aber der O-Ton war definitiv besser und alles in allem wie immer sehr gut...

    Klangunterschiede zwischen DD und DTS auf DVD sind wieder ein anderes Thema. Der Downmixbare DD Ton wurde nicht selten so angepasst, das er auch auf Fernsehern noch gut funktioniert während DTS als optionale Tonspur eine aggressivere Mischung hatte die dem Kino-Ton ähnlicher war. Aus dem gleichen Grund findet man übrigens auf vielen älteren US DVDS auch neben der aggressiveren 5.1 DD Spur noch eine TV-taugliche 2.0 Mischung...

    SDDS hat übrigens die das gleiche "Problem" wie alle Kinotonformate, es verwendet 44kHz so das man es auch nicht 1:1 auf die mit 48kHz Ton spezifizierte DVD hätte übernehmen können. Und ob Sonys ATRAC Kompression nun besser ist als Dolby oder DTS, da kann man sicher lange drüber streiten. Welchen Nutzen oder gar Vorteil hätte SDDS im Heimkino bringen sollen?
    SDDS ist im Kino sicher besser als Dolby, gerade im Hinblick auf die Ausfallsicherheit, aber ansonsten spricht wohl nicht viel dafür. Allerdings kenne ich zu wenig SDDS Filme um beurteilen zu können ob es qualitativ den anderen Kinoformaten überlegen ist.

    Für die Zukunft dürfte das alles keine Rolle mehr spielen, denn mit der zunehmenden Digitalisierung werden wohl auch die drei Tonformate im Kino an Bedeutung verlieren. Bei digitalen Kinokopien dürfte auch unkomprimierter oder lossless komprimierter Ton im Kino Standard werden...

    Gruß,

    Mav

  20. #60
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    AW: Jumanji

    Der Vorteil von DTS, die externen CDs, waren allerdings auch ein Nachteil. Bei Dolby Digital konnte es vorkommen, das bei Schäden an der Kopie auf den analogen Ton zurückgeschaltet werden musste (habe ich erlebt). Dennoch ist der Ton dabei immer noch Lippensynchron. Geht bei DTS dagegen etwas schief, dann kann es vorkommen, das Bild und Ton nicht mehr Synchron sind (hab ich auch erlebt, den ganzen Film über hatte der Ton einen Versatz von ca 1,5 s) was ich persönlich als weit störender empfende. Das mag seltener vorkommen, ist dann aber weitaus drastischer als ein Ausfall bei Dolby.

    Ich sage auch nicht, das SDDS dahei Sinn gemacht hätte (für mich ist schon DTS daheim zweifelhaft, weil für 95 % aller Anwender Dolby komplett ausreichen würde) oder das es daheim besser gewesen wäre. Im Kino galt SDDS als das beste System, weil die Fehlerkorrektur die beste war und die komplette Signalverarbeitung digital war, das spielt aber daheim keine Rolle. Sony hat auch nie ernsthafte Versuche gemacht, eine Heimversion von SDDS zu entwickeln. Hätte man das allerdings gemacht, dann hätte es für DTS sehr dunkel ausgesehen. DTS hat den Trend zur DVD verpennt und konnte sich dann vor allem durch das Scheitern von MPEG 2 als zweites System nach Dolby ethablieren. Einen Vorteil hätte SDDS daheim allerdings nicht gebracht. Man sah am Beispiel der Minidisc sehr deutlich, das ARTRAC Jahre brauchte, ehe es qualitativ an Dolby Digital rankam. Auch SDDS hätte daheim vermutlich höhere Bitraten gebraucht, um die gleiche Qualität zu liefern.

    Jetzt ist das allerdings ohne Bedeutung. In den digitalen Kinos, auf die wegen des 3D Booms viele Kinos umrüsten, gibt es unkomprimierten PCM Ton. Da braucht man kein Dolby oder DTS mehr, die ja alle nur das Ziel hatten, den Ton soweit einzudampfen, das er auf den Film oder eine CD dazu passt. Das ist im digitalen Kino allerdings nicht mehr nötig, die Festplatten haben genug Platz.

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