Cinefacts

Ergebnis 1 bis 12 von 12
  1. #1
    Affenösi
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    Take Shelter (von Jeff Nichols)



    Plagued by a series of apocalyptic visions, a young husband and father questions whether to shelter his family from a coming storm, or from himself.

    IMDB: http://www.imdb.com/title/tt1675192/
    OFFIZIELLE WEBSITE: http://www.sonyclassics.com/takeshelter/


    "There is a storm coming!" Nachdem Drive dieses Jahr schon mit seiner herausragenden Regiearbeit gepunktet hat, kommt Take Shelter und legt diese in eine anderes Genre. Die Performance von Michael Shannon ist simpelst gesagt grandios und lässt einen über 120 Minuten, ohne je hektisch zu wirken, die konstant zunehmende Paranoidität mitspüren. Jessica Chastain ergänzte das ganze als sein direkt involvierter Lebensabschnittspartner sozusagen als Konstante der Vernunft, und dies deutlich markanter gespielt als in Tree of Life. Regisser Jeff Nichols war sichtlich bemüht die Story des Visionen geplagten Kleinstadtmitbewohners so realistisch wie möglich zu verfilmen und übersetzt dies mit den bodenständigen Dialogen, wobei hier vor allem Hauptakteur Curtis & seine Freund Deward auf der Arbeit herausstechen, wunderschönen und zugleich beängstigenden Gewitterfronten und einer äußerst realistischen Präsentation eines psychisch kranken Menschen.

  2. #2
    Jack's smirking revenge
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    AW: Jeff Nichols' Take Shelter

    Sieht gut aus, Michael Shannon sehe ich in Boardwalk Empire immer wieder gerne. Releasetermine bekannt? Die imdb spuckt ja nur sporadische Infos aus.

  3. #3
    Shaq Attack
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    AW: Jeff Nichols' Take Shelter

    Zitat Zitat von ReDRuM Beitrag anzeigen
    Sieht gut aus, Michael Shannon sehe ich in Boardwalk Empire immer wieder gerne. Releasetermine bekannt? Die imdb spuckt ja nur sporadische Infos aus.
    01.03.2012

    Hoffe mal die BluRay kommt noch davor.

  4. #4
    Jack's smirking revenge
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    AW: Jeff Nichols' Take Shelter

    Zitat Zitat von take_over Beitrag anzeigen
    01.03.2012

    Hoffe mal die BluRay kommt noch davor.
    Damn, das ist spät, umso besser wenn's die vorher gibt. Danke!

  5. #5
    Am Ende
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    AW: Take Shelter (von Jeff Nichols)

    Push!

    Kinostart: 22. März 2012

    Bin schon sehr auf den Streifen gespannt. Die Kritiken sehen jedenfalls gut aus: http://www.rottentomatoes.com/m/take_shelter/

  6. #6
    Bewitched240
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    AW: Take Shelter (von Jeff Nichols)

    Hauptdarsteller Michael Shannon macht hier einen Großteil der Faszination aus. Man weiß nie so genau, wo der Film hin will und ist unausweichlich mit in der Welt des Familienvaters Curtis gefangen. Ein guter Mix aus Drama und Mystery mit einer jederzeit bedrohlichen Atmosphäre.
    8/10

  7. #7
    schwarzseher
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    AW: Take Shelter (von Jeff Nichols)

    Trailer ist klasse - Baut ne gute Stimmung auf ... Shannon hat ne unglaubliche Leinwandpräsenz ... Freu mich sehr auf den Streifen

  8. #8
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    AW: Take Shelter (von Jeff Nichols)

    Wow, hätte nie gedacht, dass das möglich ist, aber dieser Film ist ein handwerklich beeindruckend gemachter Film mit toller Kameraarbeit, tollen Traumsequenzen, toller Musik, toll spielendem Hauptdarsteller... aber mit einer sehr schwachen Geschichte, einem wirklich lahmen Plot, der leider praktisch keinen Sinn gemacht hat:


    Es geht hier um einen Vater, der nach heftigen Alpträumen glaubt, dass entweder eine apokalyptische Katastrophe bevorsteht oder er wie seine Mutter langsam schizophren wird.

    Einen Film darüber zu machen ist gar keine schlechte Idee, aber dann muss der Regisseur/Drehbuchautor aber auch wissen, was er uns damit sagen will.

    Denn wenn der Vater tatsächlich prophetische Träume hat und der Bau seiner Zuflucht damit Sinn macht, kommt natürlich die Frage auf, wieso er in die Zukunft sehen kann. In der Bibel gibt es haufenweise Geschichten, wo Gott über eine Stadt oder Land seine göttliche Strafe ausschüttet, dabei aber eine Gruppe von rechtschaffenen Menschen rettet, indem er einem von ihnen prophetische Einblicke in die Zukunft gewährt, so dass er die gläubigen und rechtschaffenen Menschen warnen und retten kann.

    Das ist aber im Film nicht der Fall: Der Vater und seine Familie unterscheiden sich in keinster Weise von den anderen Familien und er versucht auch gar nicht andere zu warnen oder zu überzeugen. Alles was ihn interessiert ist sich, seine Frau und Tochter zu retten, nicht mal seinen besten Freund oder seinen eigenen Bruder oder die Familie seiner Frau...

    Kurz gesagt, der Story-Winkel mit der prophetischen Gabe macht in diesem Film keinen Sinn.

    Bleibt noch der Winkel mit der Geistesstörung: Das hätte schon viel mehr Sinn gemacht, aber dann hätte das Ende ganz anders sein müssen. Statt am Ende alles zu bestätigen, was der Vater durchgemacht hat und die Apokalypse anrauschen zu lassen, hätte man es entweder im Ungewissen gelassen, sprich ein offenes Ende:

    Der Vater öffnet nachdem ihn seine Frau überzeugt hat die Tür der Zuflucht und das helle Licht ist zu sehen... Ende. Weder die Familie noch wir Zuschauer sehen wie es draussen aussieht und es bleibt daher im Ungewissen, ob er verrückt oder prophetisch ist.

    Oder man entscheidet sich dafür ihn eindeutig als Verrückt-werdend stehen zu lassen, sie kommen aus der Zuflucht raus, erkennen, dass nur ein mittelstarker Sturm über sie gefegt ist und sonst alles normal ist... Er akzeptiert, dass er geistesgestört ist und akzeptiert aus Liebe zu seiner Familie professionelle Therapie.

    Beide Varianten wären viel besser gewesen als das offizielle Ende, welches dem Film praktisch jeglichen Sinns beraubt hat.



    Fazit: Ein handwerklich hervorragend gemachter Film und vom Hauptdarsteller beeindruckend gespielt, enttäuscht der Film dennoch maßlos, da die Geschichte einfach keinen Sinn macht. Vergeudete Filmkunst. 3/10 Punkten.

  9. #9
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    AW: Take Shelter (von Jeff Nichols)

    Mir ist gerade eine dritte Alternative eingefallen, wie man den Film hätte sinnstiftend enden lassen können:



    Als der Hauptdarsteller die Tür seiner Zuflucht öffnet und die Familie ins gleissend helle Licht hinaustritt, hätte der Hauptdarsteller in einer anderen Realität aufwachen können. Dafür gäbe es dann wiederum verschiedene Möglichkeiten, wie diese Realität aussehe:

    a) Eine futuristische Zukunftswelt und das was er alles erlebt hat wäre ein Fehler in einer virtuellen Simulation gewesen, in der er unfreiwillig gefangen war.

    b) Er wacht aus einem Koma auf, und alles vorherige war Teil seines Komatraums. Und draussen warten seine Frau und Kind, das nicht taubstumm ist.

    c) Man zeigt ihn in einer Irrenanstalt, wie er den Weg zur Realität wiederfindet.


  10. #10
    jener welcher
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    AW: Take Shelter (von Jeff Nichols)

    Warum sollte das Ende ein "objektives" sein? Der Zuseher sieht ja auch die Traumbilder Curtis', wieso also macht dann das Ende keinen Sinn? Und vielleicht war ja gerade das Ziel, den Film nicht mit einem geschlossenen, "ja, jetzt habe ich alles kapiert" Ende zu versehen.
    Ich fand es gerade passend, das der Film am Ende nicht alles erklärt und schön sauber aufrollt. Der Film - und der Zuseher - kippt, sozusagen, mit Curtis in die Unsicherheit, nicht mehr zu wissen, was real und was Einbildung ist. So habe zumindest ich das gesehen.

  11. #11
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    AW: Take Shelter (von Jeff Nichols)

    Zitat Zitat von smergo Beitrag anzeigen
    Warum sollte das Ende ein "objektives" sein? Der Zuseher sieht ja auch die Traumbilder Curtis', wieso also macht dann das Ende keinen Sinn? Und vielleicht war ja gerade das Ziel, den Film nicht mit einem geschlossenen, "ja, jetzt habe ich alles kapiert" Ende zu versehen.
    Ich fand es gerade passend, das der Film am Ende nicht alles erklärt und schön sauber aufrollt. Der Film - und der Zuseher - kippt, sozusagen, mit Curtis in die Unsicherheit, nicht mehr zu wissen, was real und was Einbildung ist. So habe zumindest ich das gesehen.
    Huh? Das Ende war doch ziemlich "objektiv" und eindeutig: Die Tochter spürt den Sturm aufkommen und die Frau bemerkt den schmutzigen Regen auf ihrer Haut, vor dem sie ihr Mann gewarnt hatte. D.h. der Film stellt eindeutig klar, dass der Vater doch nicht verrückt ist, sondern wirklich durch seine Träume in die Zukunft sehen konnte.

    Nur beraubte für mich dieses Ende dem Film jeglichen Sinnes, weil ich mir nicht vorstellen kann, was mir der Drehbuchautor damit sagen will.
    Geändert von Jor-el (12.09.12 um 12:38:55 Uhr)

  12. #12
    jener welcher
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    AW: Take Shelter (von Jeff Nichols)

    Ich kann nicht mit Details aufwarten, da ich den Film schon vor einer Weile gesehen habe. Trotzdem denke ich, dass das Ende möglicherweise aus der Sicht von Curtis gezeigt wird (vielleicht ist es nur ein weiterer Traum?). Andererseits könnte man das Ende auch als ein metaphorisches verstehen (z.B. die Familie hat die Krankheit Curtis' akzeptiert und ist jetzt "Teil seiner Welt"). Was ich eigentlich meine, ist, dass der Film sich eben nicht auf diese eindeutige Lesart reduzieren lässt, was ich als eine Stärke sehe.

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