Cinefacts

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  1. #1
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    2 Jahre 3D-Hype - was ist in Erinnerung geblieben?

    Ich wollte einfach mal - als Filmsammler mit ca. 2600 Originalen (DVD's und Blu-Ray's) und regelmässiger Kinogänger - die Frage in den Raum stellen, was von dem ganzen 3D-Hype der letzten 2 Jahre bei Euch in Erinnerung gebleiben ist..

    Mein persönliche Meinung: Highlights wie "Avatar" oder manch ein Animationsfilm stehen gegenüber Filmen, die lieblos - und nur der Kasse wegen - auf 3D "aufgemotzt" wurden (z.B. Kampf der Titanen). B-Movies wie "Piranha 3D" gewinnen nur wenig Schauwerte durch 3D. Aktuelle Blockbuster wie "Harry Potter 7.2" waren nicht wirklich ein Erlebnis in 3D, welches in Erinnerung bleibt.

    Und hier sind wir geanu an dem Punkt. Ausser an "Avatar" erinnere ich mich an keinen Film deswegen zurück, weil er in 3D gezeigt wurde - sondern letztendlich zählt nur die Qualität des Filmes. Beim zweiten Ansehen von "Harry Potter 7.2" habe ich 3D in keinster Weise vermisst, genauso geht es mir bei jeder anderen 3D-Produktion. Fast-Food für's Auge, das schnell in Vergessenheit gerät.

    Ich hoffe, das sich der Hype schnell legen wird und nur aufwendige Produktionen - die sich auch der 3D-Technik bedienen und nicht nur "aufgemotzt" werden - noch in 3D gezeigt werden. Darauf könnte man sich als Kinogänger dann auch noch freuen, denn wie oft habe ich mich dieses Jahr geärgert, dass mir eine Mörderkohle für eine mässige 3D-Konvertierung eines Filmes, den ich auch gerne nur in 2D gesehen hätte, aus der Tasche gezogen wurde!

    Auf der anderen Seite haben natürlich die Produktionsfirmen und Kinobesitzer den Goldesel "3D" für sich entdeckt... und der wird jetzt gemolken bis zum Erbrechen....

    Was meint Ihr dazu?

  2. #2
    Off Duty
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    Neuss
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    AW: 2 Jahre 3D-Hype - was ist in Erinnerung geblieben?

    Als ich "My Bloody Valentine" als ersten 3D-Film im Kino gesehen habe, empfand ich das als mords Gaudi. Ein Gewehrlauf kreist durch den Zuschauerraum und immer wieder fliegen irgendwelche Gegenstände auf den Zuschauer zu. Doch da habe ich 3D durchaus noch als Ausnahme-Spaß gesehen und hätte nicht gedacht, dass bald hunderte Trittbrettfahrer die Kinolandschaft zersetzen.
    Als ich "Coraline" und den angenehmen, gut gemachten und subtil eingesetzten Effekt sah, dachte ich noch an eine Einbürgerung von 3D bei Animationfilmen, wo es m.E. auch heute noch die größte Daseinsberechtigung hat. Dem war aber nicht so. Denn mit Avatar (der EINZIGE Realfilm mit wirklich guten 3D-Effekten) und seinem Erfolg war es fast klar, dass die ganzen Lauköter aus den Löchern gekrochen kommen und was von der Scheibe abhaben wollen, jedoch ohne den gleichen Aufwand in das Produkt zu stecken. Nach groben Enttäuschungen wie "Kampf der Titanen" oder "Piranha" habe ich es komplett abgewöhnt, in 3D-Filme zu gehen. Wesentlich höhere Eintrittskosten für keinerlei Mehrwert mache ich nicht mit. Bei "Transformers 3" haben wir es nochmal gewagt, weil sonst nichts lief und kein Alternativprogramm vorhanden war. War der Effekt jetzt gut oder schlecht? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht mehr, weil ich 3D zu dem Zeitpunkt schon als ärgerliches Beiwerk empfunden habe.
    Die Filmemacher haben eine Chance vertan. Durch billige Effekthascherei, höhere Eintrittspreise und minderwertige Qualität hat man das Zielpublikum vergrault bzw. ermüdet. 3D hat für mich keinerlei Nutzen mehr und ich hoffe, dass diese Art von Effekt bald entweder ausstirbt oder wirklichen Eventfilmen vorbehelten bleibt. Dass mittlerweile jeder Kackfilm in 3D präsentiert wird, ist doch nur noch bescheuert.
    Natürlich gibt es immer noch beinharte Fans, die den Effekt mit der Einführung von Farbe oder Ton gleichsetzen, aber diese Leute (bzw. ihre Geldbörsen) kann man im Grunde fast nur bemitleiden. Denn 3D ist kein Meilenstein wie Farbe oder Ton. Eher wie der Sprung von Stereo auf Surround-Sound. Wenn überhaupt

    Aber wenn der Krekel sein neustes Werk in die Welt ejakuliert, wird eh selbst der härteste Anti-3D-Griesgram die Flagge streichen

    Ach ja... die Eingangsfrage "Was ist in Erinnerung geblieben"?
    Ein anfänglich interessante Neuerung, welche im Laufe der Zeit gründlich versaubeutelt wurde!
    Geändert von Thorwalez (05.12.11 um 08:54:01 Uhr)

  3. #3
    schaut jetzt gross!
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    AW: 2 Jahre 3D-Hype - was ist in Erinnerung geblieben?

    Also ich bin immer noch extrem begeistert, habe erst gerade wieder am Wocheneden Sectum 3D und Ice Age 3 3D geschaut. Ich hätte einfach lieber wenns mehr Pop-Out-Effekte geben würde (ja ich weiss bla bla)...

    Aber für mich immer noch eine Technik auf die ich nicht mehr verzichten möchte!

  4. #4
    all out of bubblegum
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    AW: 2 Jahre 3D-Hype - was ist in Erinnerung geblieben?

    highligt war für mich "avatar" der 3d wirklich gut rübergebracht hat und scorseses "hugo" hat auch einige richtig großartige 3d-einstellungen zu bieten. wirklich überzeugen konnten mich andere 3d-filme wie bspw. "alice" (war auch ansonsten ziemlich enttäuschend) oder "die 3 musketiere" (der film ist ansich super) nicht sonderlich.

    was mich betrifft reicht 2d bei klassischen filmen allerdings vollkommen.

  5. #5
    steve
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    AW: 2 Jahre 3D-Hype - was ist in Erinnerung geblieben?

    3D ist zwar noch ein zusätzlicher Anreiz, einen Film im Kino anzusehen (sprich, stehen 2d und 3d zur Auswahl, dann natürlich 3D), aber während und nach den Film war es halt doch immer der Eindruck: ganz nett, Bild insgesamt schlechter, dunkler, hätte nicht sein müssen. Das Problem (für mich): 3D lenkt zu sehr vom Film ab (ähnlich wie aufdringliche Kameraeffekte vom Film ablenken können, in dem sie daran erinnern, dass es ja nur ein Film ist). Grade diese spetakulären 3D Effekte, die Spaß machen (Gegenstände die in den Zuschauerraum fliegen) gehen halt auch nicht bei jedem Film, da sie meist doch eher Gelächter und/oder Schock und dann Gelächter hervorufen. Bei Conan oder Harry Potter dachte ich auch: 3D soll jetzt als normales Kinoformat etabliert werden: beide Filme kommen ohne 3D Knalleffekte aus, sind also einfach "nur" 3D; dann brauche ich es aber nicht unbedingt. Im Moment kann ich mir noch nicht ganz vorstellen, dass es sich so durchsetzt, wie einst der Ton und die Farbe... mal sehen...

  6. #6
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    AW: 2 Jahre 3D-Hype - was ist in Erinnerung geblieben?

    Ich bin inzwischen total 3D-müde. Wenn ich noch in einen 3D-Film gehe, dann nur, weil ich den Film an sich gerne sehen möchte und der nirgendwo in 2D läuft. Ansonsten kann mir 3D gerne den Buckel runterrutschen.

  7. #7
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    AW: 2 Jahre 3D-Hype - was ist in Erinnerung geblieben?

    Zitat Zitat von steve Beitrag anzeigen
    3D ist zwar noch ein zusätzlicher Anreiz, einen Film im Kino anzusehen (sprich, stehen 2d und 3d zur Auswahl, dann natürlich 3D)
    ...sehe ich eher genau umgekehrt: stehen 2D und 3D zur Auswahl, wähle ich lieber 2D.
    Zum einen macht's mir meistens Kopfschmerzen und als Brillenträger HASSE ich es schon, dass ich EINE Brille tragen muss, da brauche ich nicht unbedingt noch eine zweite darüber. Zum anderen haben mir von den zwei Handvoll Filmen, für die ich mir in der Tat die je 3€ Extra aus den Rippen geleiert habe, eigentlich nur 3 wirklich so gut in 3D gefallen, dass ich den Effekt als gerechtfertigt gesehen habe:

    Avatar - war halt für mich der erste seiner Art. War schon beeindruckend, obwohl mich schon da dieses "In your face" 3D genervt hat, wo ich öfters den Eindruck hatte, dass jetzt ausschliesslich des Effekt wegen die Kamera beim Rennen am Boden klebt, die Verfolgungsjagd auf mich zu stattfindet, der Schwenk an 17 Bildschirmen, die im Vordergrund stehen vorbeiführt, etc... Damals dachte ich bei mir, das wird für mich nur was, wenn sie die 3D Technik etwas selbstverständlicher einbauen - da ist halt räumliche Tiefe, wo vorher keine war und gut.

    Aus genau dem Grund fand ich den 3D -Effekt bei Transformers 3 so gut: da war Räumlichkeit, aber sie wurde einem nicht ständig aufgedrängt.

    Und Toy Story 3 fand ich auch sehr gut in 3D, obwohl ich zugeben muss, dass mir der auch in 2D nicht schlechter gefallen hätte.

    Ich brauch's nicht und solange es den Kinobesuch um fast 50% verteuert, lohnt es sich für mich NULL!

  8. #8
    cts
    cts ist offline
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    AW: 2 Jahre 3D-Hype - was ist in Erinnerung geblieben?

    hab bis heute noch keinen 3d-film geschaut... die 2 3d-brillen die bei meinem neuen plasma dabei waren werd ich auch ungeöffnet verkaufen... man sieht sich beim brillenlosen 3d, bye :>

  9. #9
    gammakbase operator
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    AW: 2 Jahre 3D-Hype - was ist in Erinnerung geblieben?

    Mein erster 3D Streifen war Avatar und eine der eindrucksvollsten 3D Effekte für mich, war eine Szene in der Ripley (alte Gewohnheit hinter einer Tür mit einem Fenster steht. Die neue Tiefe in diese Szene, das nach hinten durchgucken, fand ich grandios.

    Trotzdem ist mir hauptsächlich der enorm hohe Preis und das ständige rumgefuchtel an der 3D standardgrößen Brille in Erinnerung geblieben. Einen positiven dramaturgischen Effekt konnte ich nicht nachvollziehen. Zwischendurch gibts eye-candy durch die neue Technik aber mehr auch nicht. Mir ist das zu anstrengend und der 3D Hype geht mir auf die Nerven.

    Das jetzt 3D auch fürs Home Cinema etabliert werden soll lässt mich viele, grausame, lieblose neu VÖs befürchten. Ich bin auch gespannt, wie sich der langzeit Gebrauch der Shutter Brillen auf die Gehirne auswirken wird.

    Ich könnte mir vorstellen, dass sich die Technik besser für Games umsetzen lässt und das dort das 3D mehr an Spielspaß bringen kann.

    Bei mir ist bisher auch nur leichte Genervtheit wegen des Hypes in Erinnerung geblieben.
    Geändert von scorpius (05.12.11 um 11:11:15 Uhr) Grund: ein d zuviel

  10. #10
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    AW: 2 Jahre 3D-Hype - was ist in Erinnerung geblieben?

    Mir hat z.B. AVATAR ganz ehrlich wenig gegeben. Das 3D war ganz nett, aber der Film selbst zog sich extrem in die Länge und war letztlich nur ne effektmäßig aufgeblasene Variante des POCAHONTAS-Themas.

    Anders bei MY BLOODY VALENTINE, der natürlich im Prinzip nur ein moderner Grindhouse-B-Film gewesen ist, aber zumindest kurzweilig war & mir genau das 3D geboten hat, was ich im Kino sehen will...für große Kunst halte ich das Verfahren immer noch nicht - sorry, James Cameron!
    Spass hat mir außerdem noch PIRANHA und die beiden FFF-Beiträge THE HOLE und JULIA X gemacht, die gezeigt haben, dass man für ne gute Umsetzung der Technik kein 500 Millionen Dollar-Budget benötigt.

    Neuere Sachen wie DRIVE ANGRY oder FD 5 hab ich dagegen schon wieder vergessen.

  11. #11
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    AW: 2 Jahre 3D-Hype - was ist in Erinnerung geblieben?

    Ich fand Avatar einen der besten Film der letzten Jahre, aber wir war es nur einmal vergönnt, ihn in 2D im Kino zu sehen.
    Als ich dann ein zweites Mal ging, lief er nur noch in 3D. Der Schock, die ganzen prächtigen Farben für 3D in ein blasses gräulich verwandelt zu sehen, hat für mich 3D schon einen negativen Beigeschmack verpasst.
    Dummerweise hatte ich mich nach einer halben Stunde schon an den 3D Effekt gewöhnt und wurde dadurch danach witzlos.

    Und das war das positive Beispiel.
    Bei den meisten anderen Filmen geht der Effekt schon nach 5 Minuten verloren und was bleibt sind unruhige Schwenks, blasse Farben und nervige Kameraführung.

    Inzwischen habe ich eine 2D Brille, die für mich im Kino die nervigsten Auswüchse beseitigt, aber der Aufpreis und die blassen Farben sind geblieben.

    3D hat für mich nur einen einzigen positiven Aspekt: Der Einsatz der unsäglichen Ruckelkamera hat nachgelassen.

  12. #12
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    AW: 2 Jahre 3D-Hype - was ist in Erinnerung geblieben?

    Öhm, ja, zugegeben, 2010 war ich dann doch etwas öfters im Kino weil mich das 3D einfach fasziniert habe, aber unterm Strich weiss ich nur, dass ich Avatar in 3D gesehen habe (War auch der erste) und bei den anderen Filmen bin ich mir nicht mal sicher. Avatar war beindruckend. Der Film war okay, aber die Bilder und die 3D Effekte waren wirklich ein Erlebnis. Kein einziger der Filme die ich danach gesehen habe, konnte Avatar diesbzgl. das Wasser reichen. 2011 war bisher wieder ein Reinfall, was meine Kinobesuche anging, ich glaub ich habe genau 2 Filme im Kino gesehen. Thor (3D ???) und Planet der Affen Prevolution. Für mich ist Kino tot. Da ändert 3D auch nichts. 3D war und ist kein K.O. Kriterium um mir einen Film anzuschauen. Mein Kino ist meine Coutch zu Hause und da läuft noch gar nichts in 3D.

  13. #13
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    AW: 2 Jahre 3D-Hype - was ist in Erinnerung geblieben?

    Mich kickt 3D nicht, ganz im Gegenteil. Das letzte was ich gesehen habe war Transformers 3 und den empfanden wir, wie auch schon die 2-3 3D-Filme davor einfach unscharf, zudem sind die scheiß Plastikbrillen nervig und unangenehm. Da machts zu Hause auf dem großen Plasma einfach mehr Spass, da sind die Filme im besten Fall auch rasiermesserscharf. Keine Ahnung ob das an der Technik liegt, aber wir haben hier in Nürnberg das größte IMAX Europas, bzw nun heißt es ja Cinemagnum, kann mir das eigentlich nicht wirklich vorstellen.

    Die meisten Filme sind ja eh nur Pseudo-3D, man merkt genau wenn mal eine Szene extra für die 3D Effekte eingebaut wurde, wo unnötigerweise etwas auf den Zuschauer fliegt.

    Naja ich sehs wie euro, für mich ist das Kino schon ein paar Jahre tot, brauch ich einfach nicht.

  14. #14
    Am Ende
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    AW: 2 Jahre 3D-Hype - was ist in Erinnerung geblieben?

    Animationsfilme habe ich mittlerweile lieber in 3D, weil es größtenteils hervorragend aussieht und mehr Spaß macht. Für Realfilme brauche ich den Effekt nicht unbedingt, da die Qualität einfach nicht ausreichend ist. Bis auf Avatar 2 & 3 und Jacksons Hobbit, hege ich keine große Erwartungen an die zukünftigen 3D Filme.

  15. #15
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    AW: 2 Jahre 3D-Hype - was ist in Erinnerung geblieben?

    Zitat Zitat von _ROCKY_ Beitrag anzeigen
    Bis auf Avatar 2 & 3 und Jacksons Hobbit, hege ich keine große Erwartungen an die zukünftigen 3D Filme.
    Hast Du schon Vorabkritiken zu Martin Scorseses "Hugo" gelesen?

    Ich selbst habe nach Avatar nur noch Toy Story 3 (gezwungenermaßen) in 3D gesehen und bin von der 3D-Hype eher genervt denn erfreut. Aber vielleicht zeigt uns ein großer Regiesseur nächstes Jahr mal wieder, dass 3D ab und zu ein wirklicher Gewinn sein kann.

  16. #16
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    AW: 2 Jahre 3D-Hype - was ist in Erinnerung geblieben?

    Zitat Zitat von Nightshade Beitrag anzeigen
    Ich fand Avatar einen der besten Film der letzten Jahre, aber wir war es nur einmal vergönnt, ihn in 2D im Kino zu sehen.
    Mir war es leider gar nicht vergönnt. So habe ich ihn mir halt 4x in 3D angeschaut. Dies ist allerdings nicht dem 3D-Effekt an sich geschuldet, sondern eher der Tatsache, dass "Avatar" bei mir auf jeder anderen Ebene funktioniert hat.
    "Avatar" war der erste Film, den ich bis dato in 3D gesehen hatte. Zumindest was den Film als solchen betrifft. Und was soll ich sagen. Der Effekt hat mir hier über die Massen gefallen. Die Technik verkam nicht zum blossen Selbstzweck, war gezielt eingesetzt und hat gewisse Details hervorgehoben. Ganz genauso also, wie ich es mir vorgestellt hatte. Später sollte ich dann erfahren, nach dem ich 1 - 2 Folgefilmen in 3D die Chance gab, dass nicht jeder Regisseur in der Lage ist, 3D zum Vorteil des Films einzusetzen. Nach "Avatar" ist mir eigentlich kein Projekt mehr untergekommen, dass dieses Stilmittel auch nur im Ansatz so qualitativ eingesetzt hat.
    Einen kleinen Wehrmutstropfen gab es dann allerdings doch bei Cameron's Meisterwerk. A.G. der Brille erschienen sämtliche Farben abgedunkelt, ihrer Leuchtkraft beraubt. Aus diesem Grund hätte ich gerade "Avatar" auch unheimlich gerne mal in traditionellem 2D erlebt. Allerdings haben sich die 3D-Vorstellungen seinerzeit mehr gerechnet.
    Diese 'Verdunkelung' der Bilder ist es mit unter auch, die mich dem 3D-Verfahren eher ablehnend gegenüberstehen lassen. Das und die Tatsache, dass 3D bei mir optisch einfach nicht funktionieren mag. Dass ich mittlerweile generell eine Brille tragen muss, tut dabei nichts zur Sache. Ich gewöhne mich im Laufe des Films einfach viel zu schnell an den erzielten Effekt.
    Viele Filme, die sich mit dem Zusatz '3D' im Titel brüsten, sind oft das Zelluloid nicht wert, auf dem sie gebannt wurden. Und dies einfach deswegen, weil oft genug irgendwelche Pop-out-Effekte im Vordergrund stehen und die Story um das 3D herum gestrickt oder der Film nachträglich konvertiert wurde. Was die ganze Sache dann zusätzlich verschlimmert. Wenn ich da an den, hier schon öfters angeführten, "Clash of the Titans" denke...
    Filme, die das 3D-Verfahren so einzusetzen wissen, wie es damals "Avatar" tat, an diesem Film messe ich nunmal jeglichen anderen Versuch, 3D zu etablieren, gibt es mMn derzeit kaum bis überhaupt nicht. Zu meiner eigenen Schande muss ich allerdings gestehen, dass ich mir a.G. mangelnder 2D-Kopien doch desöfteren einen Film in 3D antue. Dies allerdings nur bei Filmen, die ich unbedingt im Kino sehen möchte. Was an sich schon schlimm genug ist. Allerdings denke ich, dass es sich für sämtliche Beteiligten eben über diese Schiene rechnet. Ich möchte ja niemandem Kalkül vorwerfen. Habe ich die Wahl zwischen 2D und 3D, würde ich stets die 2D-Variante wählen. Doch wie verhält es sich, hat man die Wahl nicht? Was, wenn nur 3D-Kopien angeboten werden? Die nötige Stärke, in diesem Fall ganz auf den jeweiligen Film zu verzichten habe ich dann leider (noch) nicht bei mir entdeckt.
    Lange Rede, kurzer Sinn...bzgl. des 3D-Hypes in Erinnerung geblieben sind mir auf der positiven Seite eben "Avatar" als einziger Film. Auf der negativen sind es diverse Enttäuschungen, bzw. erfüllte Befürchtungen. Ich für mich brauche 3D in keinster Weise, denke aber auch, dass sich dieses Verfahren so schnell nicht aus den Kinos, respektive den Filmen verbannen lassen wird. Genauso wie das Performance-Capturing wird auch das 3D stets weiterentwickelt werden und somit auf lange Sicht wahrscheinlich fester Bestandteil der Filmkultur werden. Denn so viele Gegener 3D auch haben mag, ebenso viele Verfechter hat es auch. Und die werden weiterhin die Aufpreise bezahlen und diese Technik für alle rentabel machen. Für alle ausser den Kinogänger an sich. Denn einen wirklichen Mehrwert konnte ich im 3D bisher noch nicht entdecken. Und selbst "Avatar" wäre ohne nicht schlechter gewesen. Aber auch nicht besser.

  17. #17
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    AW: 2 Jahre 3D-Hype - was ist in Erinnerung geblieben?

    Der erste 3D-Film im Kino war für mich "Disneys eine Weihnachtsgeschichte". Im Kino war ich noch vom 3D begeistert. Jetzt gefällt mir der Film nicht mehr so besonders, vor allem weil die gute Geschichte mit nervigen Technik-Spielereien (z. B. die unnötige Verfolgungsjagd) vollgestopft wurde. Bei "Avatar" empfand ich den 3D-Effekt eher schlecht. Die Klasse der Effekte habe ich erst in 2D auf Blu-Ray wahrgenommen, weil durch den 3D-Effekt die Hintergründe ziemlich unscharf waren. Nach "Alice im Wunderland" habe ich dann die Lust an 3D verloren, weil ich mich beim Schauen gefragt habe, wofür ich eigentlich den Aufpreis gezahlt habe, denn einen wirklichen 3D-Effekt habe ich nicht wahrgenommen.
    Imo ist 3D eine unnötige Spielerei, die einen Film weder besser noch schlechter macht. Und eine Gleichstellung mit dem Ton ist imo auch nicht gegeben. "Alien" funktioniert vor allem durch die grandiose Tonspur. Ohne diese würde der Film nicht funktionieren. Einen 3D-Effekt braucht der Film nicht.
    "Tron Legacy" habe ich nur in 2D gesehen und zu keiner Zeit einen 3D-Effekt vermisst. Hätte man allerdings den Score weggelassen, würde der Film nicht mehr so gut funktionieren.

    Was mich an 3D besonders aufregt ist die fehlende Alternativvorstellung in 2D. Bei "Captain America" lief in meiner Umgebung nur 3D-Fassungen. Selbst in den Cinestar und dem Cinemaxx gab es keine 2D-Fassung. Deshalb hoffe ich, dass der 3D-Hype schnell zu Ende geht.

  18. #18
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    AW: 2 Jahre 3D-Hype - was ist in Erinnerung geblieben?

    Vor 2 Jahren als Avatar in die Kinos kam, war die Begeisterung aufjedenfall riesengroß und man hat gehofft, dass noch mehr beeindruckende Filme mit dieser Technik daher kommen. Wesentlich dazu beigetragen haben die vielen fantastischen Trailer und eben das Erlebnis im Kino mit den Zuschauern, die wohl alle das Gleiche gefühlt haben. Obwohl eben Avatar auch auf Blu-Ray in 2D eine volle Wirkung erzielt. Doch relativ schnell machte sich Ernüchterung breit. Als 2. 3D Film hab ich mir "Alice im Wunderland" angesehen. Bis auf 2 oder 3 tolle Effekte hatte ich meist mit zufallenden Augen zu kämpfen. Ein schlechter Film und ein wohl noch schlechterer 3D Effekt. Danach kamen dann Shrek, Toy Story, Drive Angry, Thor und eben auch Final Destination 5. Bis auf FD5 waren alle anderen 3D Erlebnisse eine herbe Enttäuschung. Die Filme funktionieren genauso gut ohne diesen Effekt. Bezüglich FD5 war es eben aber auch die Stimmung und die wirklich gut eingesetzten Pop-Out Effekte, die ihre Wirkung erzielt haben. Dazu kommt, dass die Filme meiner Meinung nach in 3D einfach auch überteuert sind. Teilweise bezahlt man bis zu 100 % Aufschlag auf den Normalpreis. Das steht für mich in keiner Relation.

    Daher hoffe ich, dass es auch weiterhin Blockbuster wie Planet der Affen gibt, die viel besser sind als der 3D Quark und eben auch wirklich nur auf 2D produziert werden.

  19. #19
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    AW: 2 Jahre 3D-Hype - was ist in Erinnerung geblieben?

    Hier mal meine Wertung des 3D-Erlebnisses (Nicht der Filme selbst) der Filme die ich im Kino gesehen habe. Habe aber bestimmt noch ein paar vergessen:

    positiv:
    Final Destination 4+5
    Resident Evil 4
    Drive Angry
    My Bloody Valentine
    Avatar
    Transformers 3
    Saw 7
    Captain America

    gerade so okay:
    Karibik 4
    Piranhas
    Tron: Legacy
    Krieg der Götter

    mies:
    Conan
    Priest
    Fright Night
    Thor

  20. #20
    Offenbacher Jung
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    AW: 2 Jahre 3D-Hype - was ist in Erinnerung geblieben?

    Zitat Zitat von Thodde Beitrag anzeigen
    Ich bin inzwischen total 3D-müde. Wenn ich noch in einen 3D-Film gehe, dann nur, weil ich den Film an sich gerne sehen möchte und der nirgendwo in 2D läuft. Ansonsten kann mir 3D gerne den Buckel runterrutschen.
    Exakt so. Die Brillen nerven, der Preisaufschlag sowieso und in den meisten Fällen, find ich die Effekte nun auch nicht weltbewegend. Avatar war hier die große Ausnahme, seitdem sind tolle 3D Effekte doch eher rar gesät.
    Mir wärs lieb, wenn 3D wieder verschwinden würde.

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