Cinefacts

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  1. #41
    Showdownfetischist
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    AW: To the Wonder (Terrence Malick)

    Zitat Zitat von smergo Beitrag anzeigen
    Dazu gibt es hier einen interessanten Text.
    Sehr interessanter Text. Danke dafür! In Verbindung mit der ebenfalls tänzelnden Inszenierung sicherlich ein sehr guter Denkanstoß.

  2. #42
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    AW: To the Wonder (Terrence Malick)

    Eins vorweg:

    ich liebte The Tree of Life. Sehr schöner Film, der nicht nur durch seine Bildsprache überzeugte.

    To the Wonder grenzt bereits an Selbstparodie von Malick. Schöne Bilder? Natürlich. Lubezki und Malick können sogar eine Baustalle oder einen Gullidecken wunderschön aussehen lassen. Und dieb Frauen erst... aber hier ist nichts dahinter außer reine Selbsttherapie.

    Mein Fazit als ich auch dem Kino ging:

    Wenn Malick sich nicht für mich als Zuschauer interessiert, interessiere ich mich nun auch nicht für ihn als Filmemacher.

  3. #43
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    AW: To the Wonder (Terrence Malick)

    "To the Wonder" erlebt übrigens gerade - im Gegensatz zu "The Tree of Life" - ein ziemliches Debakel an den US-Kinokassen. Im Limited Release von magnolia gestartet, ist der Film in der dritten Woche schon auf dem absteigenden Ast (-34 %), hat insgesamt lediglich $381.459 eingespielt und weist inzwischen nur noch ein schwachen Schnitt von 1.191 Dollar/Kopie aus.

  4. #44
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    AW: To the Wonder (Terrence Malick)

    Die Kritiken sind ja auch relativ vernichtend, da verwundert das nicht wirklich. Bin aber trotzdem noch neugierig auf den Film.

  5. #45
    Tyrannosaurus Rex
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    AW: To the Wonder (Terrence Malick)

    Das wundert mich nicht. Terrence Malick hat momentan drei Filme für 2013 und 2014 in der Post-production. Da schon TO THE WONDER genau so aussah wie TREE OF LIFE denke ich mir das der Mann seine eigene Formel gefunden hat und diese jetzt bis zum Erbrechen durchzieht - Sprich: Malick arbeitet wie ein Fastfood-Restaurant für die Arthouse-Filmbranche. Wobei selbst da TO THE WONDER ja verlacht wurde.

  6. #46
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    AW: To the Wonder (Terrence Malick)

    Wo sind denn die ganzen Malick-Jünger abgeblieben? Der Film ist vor einer Woche im Kino gestartet und der letzte Beitrag ist gut vier Wochen alt. Nachdem hier reihenweise Begeisterung über "The Tree of Life" geäußert wurde, hat sich den keiner angesehen?

    Ich habe kurzzeitig überlegt, mir den Film doch anzutun, habe aber letztlich doch davon Abstand genommen. Werde dann Ende des Jahres mal die BD mieten.

  7. #47
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    AW: To the Wonder (Terrence Malick)

    Ich weiß nicht, was der Grund bei den anderen ist, aber bei mir in der Stadt läuft der Film einfach nicht.

  8. #48
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    AW: To the Wonder (Terrence Malick)

    Zitat Zitat von Wes Carpenter Beitrag anzeigen
    Wo sind denn die ganzen Malick-Jünger abgeblieben?
    Die sitzen in der Hangover 3-Vorstellung.

    Werde nächste Woche auch mal auf die Suche gehen. Wenn ich den Film finde werde ich genauen Längen- und Breitengrad durchgeben.

  9. #49
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    To the Wonder

    Tagebuch, 7. Juni 2013

    Ein Büffelherde weckt mich um 5 Uhr morgens. Ich stehe auf. Frühstück. Wasche wie immer mein Campinggeschirr. Packe das Zelt zusammen. Routine. Ich mache mich auf den Weg.
    Es ist Tag 12 auf der Suche nach "To the Wonder". Manche sagen ihn gibt es nicht. Ich will aber nicht aufgeben. Auch wenn ich mittlerweile kaum noch Hoffnung habe.
    Die Sonne brennt vom Himmel. Ich durchquere ein wüstes Tal in der Ebene Hamburg. Durst.
    Gegen Abend dann die Überraschung. Nahe der Oase Abaton treff ich auf Einwohner. Hier war wahrscheinlich noch nie ein zivilisierter Mensch. Die Einwohner betrachtet mich skeptisch. Lassen mich aber in Ruhe. Meine Hand umklammert dennoch das Buschmesser. Dann eine weitere Überraschung: Eine Höhle. Vorsichtig wage ich mich rein. Die Taschenlampe erhellt nur spärlich die Spinnenweben an den Wänden.
    Dann ist es soweit. Mir stockt der Atem. Keine 5 Meter von mir sitzt ein Terencemalickus. Und tatsächlich. Es ist das seltene Exemplar des "To the Wonder". Welch Glück. Ich wage mich nicht zu bewegen.
    Auf den ersten Blick sieht es wie sein Artsgenosse "The Three of Life" aus. Die ähnlich flüchtige Erscheinung. Leichte Schnitte. Bezaubernde Bilder. Hinter seiner schönen Fassade lauert aber Tod und Verderben. Die Tragik des Lebens.
    Viele Berichten haben ihn als konturlos beschrieben. Ein Irrtum! Klar zeigen sich narrative Züge in dem eigenartigen Wesen.
    Ich betrachte die Fassetten. Wie Mosaiksteine setzt sich eine Liebensgeschichte zusammen, die von Anfang an zum Scheitern verurteilt ist. Die schönen, impulsiven Teile von Olga Kurylenko vertragen sich auf Dauer nicht mit den erdigen Eigenschafften von Ben Affleck. Natürlich ist die geografische Lage schon ein Keil zwischen ihnen. Die verdammte Natur!
    Ja, die Natur ist das wesentliche Merkmal des Terencemalickus! Manch einer sieht sogar Gott darin. Ich nicht. Dennoch bin auch ich von der poetischen Schönheit fasziniert.
    Während ich so vor mich hinsinne merke ich nicht wie die Zeit vergeht... Und plötzlich ist der "To the Wonder" weg.
    Ich sehen auf die Uhr. Knapp zwei Stunden sind wie im Flug vergangen.
    Eine Bewertung fällt schwer. Das Exemplar war wie eine Sommerbriese. Schön, aber flüchtig. Wie ein Traum. Jetzt, wo ich diese Zeilen schreibe, zweilfle ich sogar das Exemplar gesehen zu haben. Vielleicht ich nur geträumt.

  10. #50
    Filmfreak
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    AW: To the Wonder (Terrence Malick)

    Um wieder in die Realität zurückzukehren: Am Startwochenende haben den Film in Deutschland ganze 6.375 Zuschauer gesehen, die ein Einspielergebnis von 47.978 € erbrachten (Platz 22 der Charts). Da 36 Kopien im Einsatz waren, ergab das einen Schnitt von 177 Besuchern/Kopie.

  11. #51
    Sé Lest
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    AW: To the Wonder (Terrence Malick)

    Es ist sehr schade, dass mir sofort am Ende des Filmes der große Fehler von Terrence Malicks neuestem Streifen bewusst wurde. Nämlich dass der Nebenstrang von Javier Bardem als strauchelnder Pfarrer viel mehr Potenzial hatte, die Vielseitigkeit der Liebe darzustellen und zu hinterfragen, als der sich immer in der Schwebe haltende Hauptplot um Ben Affleck und Olga Kurylenko. Ihr Liebe ist einfach da - irgendwie - und wird von aus dem Off erzählten Erinnerungen unterfüttert. Aber selber sehen, selber sehen dass da zwischen beiden etwas lodert, das konnte man nie. So wunderbar offene und leichte Bilder Emmanuel Lubezki auch eingefangen hat, so schwer schleppen sich die beiden Hauptdarsteller durch sie hindurch. Sie die ständig tagtraumtänzelnde Muse, er der wortkarge Mann vom Bau. Sie unzufrieden wegen... keine Ahnung?... es wird nie ganz klar, und er mit Problemen auf der Arbeit kämpfend. Fast schon archetypisch arbeitet Terrence Malick diverse Beziehungsstufen ab, zumindest halbwegs ehrlich und klischeefrei, nur um am Ende vor Gott zu stehen bzw. Javier Bardem die schwere Last aufzubürden, die Geschichte halbwegs zu schließen.

    Schade, schade, viel verschenktes Potenzial. Was man Malick bzw. seinem Team zugute halten muss, hat die TAZ sehr schön zusammengefasst:
    "Malick öffnet die Augen für Alltagsschönheit: den Lichtstrahl, der das Laub zum Leuchten bringt, den Windstoß, der die Reflexionen auf der Seeoberfläche zum Leben erweckt, die Stille, die sich über die abendliche Prärie legt. Für Ironie ist hier kein Platz, nur für Ehrfurcht vor dem Wunder der Schöpfung."

    Wenn man diese Schöpfung nun von Gott abgekapselt hätte, ebenso wie Bardem, dann hätte "To The Wonder" wirklich ein kleines Wunder werden können.

    6/10

  12. #52
    through the Looking-Glass
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    AW: To the Wonder (Terrence Malick)

    Ebenfalls am letzten WE gesichtet und erst mal ein paar Tage "sacken" lassen. Nachdem Malicks letztes Werk "The Tree of Life" mich persönlich in seiner Vielfältigkeit, Ambiguität und grandiosen Inszenierung emotional und intellektuell tief beeindruckt und gefordert hat (habe den Film bestimmt schon 5 mal geschaut), macht sich nach "To the Wonder" vergleichsweise eher Ernüchterung breit.

    Zunächst einmal rechne ich dem Regisseur hoch an, das ihm auch das hohe Alter keine Grenzen in Bezug auf Kreativität und der Fähigkeit sich weiterzuentwickeln setzt. Denn "To the Wonder" ist in der Tat (wie bereits in diesem Thread geschrieben) experimenteller als die letzten Filme des Regisseurs. Dennoch vermag mich das Resultat nicht in dem Maße zu überzeugen, wie ich es mir gewünscht hätte. Wenn ich richtig infomiert bin, existierte für den Film kein ausgearbeitetes Drehbuch und die Szenen entstanden mehr oder weniger unter Vorgabe eine groben roten Fadens "intuitiv". Grundsätzlich eine interessante Herangehensweise, aber im Endeffekt konnte mich dieser "leichtere" Malick nicht wirklich existenziell packen wie andere Filme des Regisseurs. Schnitt und Inszenierung des Filmes gleichen einem poetischen Tanz, wobei gerade im ersten Drittel des Filmes der Rhythmus noch nicht ganz gefunden wird und teilweise wirken vereinzelte Szenen wie "Outtakes" aus der Family-Story aus "TOL" (auch hier verblasst im Vergleich Olga Kurylenko gegenüber der weitaus charismaterischen Jessica Chastain ). Die Cinematographie finde ich nicht so stark wie in "The Tree of Life" oder auch "The New World". Die konzeptionelle ständig wirbelnde Kameraarbeit fand ich sogar teilweise nervig. Zum ersten Mal in Malicks Filmen wirkten auch die Off-Kommentare vereinzelt auf mich wie leere Worthülsen (ala "Die Welt draußen ist ein Phantom). Eine Selbstparodie wie es teilweise in Kritiken geschrieben worden ist, sehe ich in "To the Wonder" aber keineswegs und ein predigendes "Du sollst nicht Ehebrechen" wie ich nach Lektüre einiger Kritiken insgeheim befürchtet hatte ist der Film zum Glück auch nicht. Da der Text jetzt insgesamt ziemlich negativ wirkt möchte ich noch hinzufügen, dass ich mich während der knapp zwei Stunden Laufzeit zu keinem Zeitpunkt gelangweilt habe und der Regisseur natürlich auch bei diesem Film ein Mindestmaß an Qualität erreicht. Man möge mir also verzeihen, wenn ich mich mehr über die Schwächen von Malicks aktuellen Streifen ausgelassen habe. Vielleicht tue ich dem Film unrecht, wenn ich erwarte dieser könnte im majestätischen Schatten von "The Tree of Life" bestehen und sollte das Werk eher als dessen "kleinen Bruder" betrachten (zukünftige Sichtungen werden es zeigen) aber vorerst vergebe auch ich....

    ...6/10


    P.S.

    Bin trotzdem gespannt auf Malicks nächste Werke wie "Knight of Cups" oder "Lawless" (Arbeitstitel). Am meisten freue ich mich aber auf die Doku "Voyage of Time", welche sich thematisch nähergehend mit Geburt und Tod unseres Kosmos beschäftigen wird (bezugnehmend auf die entsprechende Sequenz aus "TOL").

  13. #53
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    AW: To the Wonder (Terrence Malick)

    Oh, ich hatte die Moviegeek-Kritik hier noch gar nicht verlinkt? I'm so sorry...

    To The Wonder
    ...
    Malick hat zumindest geschafft, was nur wenige vermögen: Sowohl als Kunst- oder neudeutsch eben auch Arthouse-Film kann sein Werk überzeugen, genauso allerdings die etwas juveniler angehauchte “So Bad, It’s Good”-Crowd ansprechen. Sich ständig um die eigene Achse drehende Hollywood-Stars die teils unzusammenhängenden Quatsch reden, während echte Menschen anscheinend von jahrelangem Chrystal-Meth-Missbrauch palavern und ein als Priester verkleideter Javier Bardem daneben sitzt und andächtig nickt? Den guten Grund namens „Kunstfilm!“, damit sich Olga und Rachel, die beiden Damen dies Films, auch mal hüllenlos zeigen? Ganz zu schweigen von dem generell distanzierten (Affleck), verstörten (McAdams) oder kindischen (Kurylenko) Gehabe der Hauptdarsteller?
    ...
    ____________________________________________
    Die gesamte Kritik gibt es wie immer beim Moviegeek.

  14. #54
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    AW: To the Wonder (Terrence Malick)

    Das traurige Abschneiden des Films wirft die Frage auf: wird es eine deutsche BD/DVD geben?

    Ich fand ihn verschlüsselter als TOL, aber genauso faszinierend. Das Ende ist halt, anders als TOL nicht so versöhnlich.

  15. #55
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    AW: To the Wonder (Terrence Malick)

    Zitat Zitat von Dorthonion Beitrag anzeigen
    Das traurige Abschneiden des Films wirft die Frage auf: wird es eine deutsche BD/DVD geben?
    Davon gehe ich aus. Studiocanal hat den ja hier in die Kinos gebracht und zu denen gehört ja auch das Arthaus-Label. Und bei denen passt der Film ja genau ins Programm.

  16. #56
    through the Looking-Glass
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    AW: To the Wonder (Terrence Malick)

    Zitat Zitat von paleiko Beitrag anzeigen
    Am meisten freue ich mich aber auf die Doku "Voyage of Time", welche sich thematisch nähergehend mit Geburt und Tod unseres Kosmos beschäftigen wird (bezugnehmend auf die entsprechende Sequenz aus "TOL").
    Vielleicht zu früh gefreut. Nachdem 6 Jahre (vermeintlich) an dem Projekt gearbeitet wurde, reichts dem Hauptgeldgeber jetzt:

    Investor sues filmmaker Terrence Malick over failure to produce promised documentary

    Falls die Vorwürfe stimmen und u. a. zweckgebundene Gelder für andere Malick-Projekte wie "To The Wonder" entfremdet wurden ist der Ärger des Investors durchaus verständlich. So leid es mir für das Projekt tut.

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