Cinefacts

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  1. #161
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    AW: Disneys „Das Dschungelbuch“ – ab Herbst 2013 auf Blu-ray

    Zitat Zitat von Slartibartfast Beitrag anzeigen
    War denn Dumbo mal auf DVD in 16:9 veröffentlicht worden?
    Das nicht. Aber sonst hätten sie gleich das Bildmaterial der alten DVD für den "Dschungelbuch"-Trailer nehmen können...

  2. #162
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    AW: Disneys „Das Dschungelbuch“ – ab Herbst 2013 auf Blu-ray

    Wir reden hier von Disney. Es ist nicht so, dass Disney in den letzten 3 Jahren bei der Veröffentlichtung und dem Marketing der Meisterwerke logisch vorgegangen wäre. Ich gehe nach wie vor davon aus, dass 'Das Dschungelbuch' im intendiertem Breitbildformat veröffentlicht wird.

  3. #163
    Kino MaxXimal
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    AW: Disneys „Das Dschungelbuch“ – ab Herbst 2013 auf Blu-ray

    Zitat Zitat von scamander Beitrag anzeigen
    So gut wie jeder Realfilm wird nach wie vor in 4:3 gefilmt und dann auf das intendierte und korrekte Bildformat "beschnitten". Bei "Das Dschungelbuch" ist es nicht anders. Der Film lief in 1,75:1 im Kino und DAS ist das korrekte Bildformat, in welchem der Film veröffentlicht gehört. Ob es dir passt oder nicht. Die 4:3-Fassung ist nach oben und unten hin geöffnet, somit ist die Breitbildfassung nicht beschnitten, fda es sich um das korrekte Bildformat handelt.



    Tja, dann hat Disney da wohl beim Framing einen Fehler gemacht. Das ändert nichts daran, dass 1,75:1 das korrekte Format ist.



    Es wäre eine große Respektlosigkeit Wolfgang Reitherman gegenüber, wenn der Film nicht in seinem korrekten und vom Regisseur vorgesehenen Bildformat veröffentlicht werden würde.



    Ja.
    Leider sind Deine Ausführungen nahezu komplett falsch.
    Kinofilme werden nicht ausschließlich in 4:3 gedreht.
    Jedenfalls ist das nicht verallgemeinbar.
    Selbst zu Analogzeiten stimme das nur teilweise, da auch hier bereits open matte, matted oder anamorph (Cinemascope) gedreht wurde.
    Ein Format 1,75:1 existiert im Kino nicht, hat es nie und wird es nie.
    Es gab im Regelfall zu Analogzeiten 4 Bildformate im Kino. (plus natürlich einiger Exoten wie Cinerama etc.)
    1,37:1, das im Prinzip in etwa dem alten Full Frame 4:3 TV Format entsprach.
    1,66:1, das sogenannte europäische Breitwandformat, meist aber von den Amis verwendet
    1,85:1, das sogenannte amerikanische Breitwandformat, meist aber von den Eurpäern verwendet
    2,39:1 Cinemascope (anamorph)

    Im heutigen digitalen Zeitalter gibt es nur noch 2 feste Bildformate im Kino:
    1.85:1 und 2,39:1 (Man sagt Flat und Scope).

    Zum Dschungelbuch:
    Der Film ist in 1,37:1 gedreht und lässt sowohl eine Kinoprojektion in diesem Format als auch im Format 1,66.1 zu.
    Ersteres werden nahezu 100% der Kinos bei der Erstveröffentlichung, letzteres bei der WA gemacht haben.
    Es gab in den letzten 10-15 Jahren immer wieder Kinofilme, deren Kopien nicht gematted waren und die man auch im Format 1,37:1 hätte vorführen können. (z.B. Eyes Wide Shut, Jurassic Park 3 u.v.m.)
    Wird der Film also im Full Frame 1,37:1 veröffentlicht mit schwarzen Balken rechts und links, dann entspricht dies dem originalen Format, indem er auch gezeichnet wurde.
    Ich habe übrigens bei der Wiederaufführung selbst eine Kinokopie in den Händen gehalten.

  4. #164
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    AW: Disneys „Das Dschungelbuch“ – ab Herbst 2013 auf Blu-ray

    Zitat Zitat von Double-X Beitrag anzeigen
    Ein Format 1,75:1 existiert im Kino nicht, hat es nie und wird es nie.
    Doch: http://www.widescreenmuseum.com/wide.../evolution.htm
    Bob Furmanek, der alle erdenklichen Dokumente zur Breitwand-Geschichte sammelt, ist sogar der Überzeugung, dass 1,75:1 zeitweise das bevorzugte Projektionsformat in Großbritannien war:
    http://monsterkidclassichorrorforum....6#.UYlf1kpFN5s

    Zitat Zitat von Double-X Beitrag anzeigen
    Wird der Film also im Full Frame 1,37:1 veröffentlicht mit schwarzen Balken rechts und links, dann entspricht dies dem originalen Format, indem er auch gezeichnet wurde.
    Aber nicht unbedingt dem vorgesehenen Vorführformat. Der von Dir genannte "Eyes Wide Shut" ist ja das beste Beispiel (wenn auch nur auf DVD).

  5. #165
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    AW: Disneys „Das Dschungelbuch“ – ab Herbst 2013 auf Blu-ray

    Zitat Zitat von Double-X Beitrag anzeigen
    Leider sind Deine Ausführungen nahezu komplett falsch.
    Kinofilme werden nicht ausschließlich in 4:3 gedreht.
    Jedenfalls ist das nicht verallgemeinbar.
    Selbst zu Analogzeiten stimme das nur teilweise, da auch hier bereits open matte, matted oder anamorph (Cinemascope) gedreht wurde.
    Ein Format 1,75:1 existiert im Kino nicht, hat es nie und wird es nie.
    Es gab im Regelfall zu Analogzeiten 4 Bildformate im Kino. (plus natürlich einiger Exoten wie Cinerama etc.)
    1,37:1, das im Prinzip in etwa dem alten Full Frame 4:3 TV Format entsprach.
    1,66:1, das sogenannte europäische Breitwandformat, meist aber von den Amis verwendet
    1,85:1, das sogenannte amerikanische Breitwandformat, meist aber von den Eurpäern verwendet
    2,39:1 Cinemascope (anamorph)

    Im heutigen digitalen Zeitalter gibt es nur noch 2 feste Bildformate im Kino:
    1.85:1 und 2,39:1 (Man sagt Flat und Scope).

    Zum Dschungelbuch:
    Der Film ist in 1,37:1 gedreht und lässt sowohl eine Kinoprojektion in diesem Format als auch im Format 1,66.1 zu.
    Ersteres werden nahezu 100% der Kinos bei der Erstveröffentlichung, letzteres bei der WA gemacht haben.
    Es gab in den letzten 10-15 Jahren immer wieder Kinofilme, deren Kopien nicht gematted waren und die man auch im Format 1,37:1 hätte vorführen können. (z.B. Eyes Wide Shut, Jurassic Park 3 u.v.m.)
    Wird der Film also im Full Frame 1,37:1 veröffentlicht mit schwarzen Balken rechts und links, dann entspricht dies dem originalen Format, indem er auch gezeichnet wurde.
    Ich habe übrigens bei der Wiederaufführung selbst eine Kinokopie in den Händen gehalten.
    Bei derartigen Posts wünschte ich mir immer, ich könnte meine Arbeit machen und mich nicht ablenken lassen. Das diejenigen, die so etwas posten, sich vorher wirklich einmal FUNDIERT und VERLÄSSLICH informieren würden anstatt nur aus "der Hüfte zu schießen". Und dann sowas ...

    Richtig ist: Filme, egal ob digital oder (wie hier als "analog" bezeichnet) auf Filmmaterial Neg oder Umkehr/Pos werden in der Tat nicht grundsätzlich in einem Format gedreht. 4:3 trifft hier eh praktisch nicht zu, dies ist eine aus dem Broadcast/TV bereich kommende Bezeichnung. Stummfilme entsprechen diesem AR, aber auch S35. Ausgewertet (im Kino) gibt es aber kein 1.33 mehr, es sei denn, stumm. Womit wir bei den anderen Formaten wären und hier ist - Double-X, von Dir leider sehr vieles absolut falsch.

    Falsch ist:
    "Ein Format 1,75:1 existiert im Kino nicht, hat es nie und wird es nie."

    Das ist Unsinn, und ich wünschte, Du hättest recherchiert, bevor Du Deine Aussagen publizierst. Eine gute (Online)Quelle für solche Sachen ist mit Sicherheit Bob Furmanek der auch bei HOMETHEATERFORUM postet, und über die Jahrzehnte als Ex-Produzent an Sets und bei Dokumentationen nicht nur ein beachtliches Insiderwissen, sondern auch eine ENORME Sammlung von genau den wichtigen Informationen und Publikationen der Studios und Trade Papers (Variety/American Cinematographer/HR etc) mit wichtigen Belegen bzgl Kinoauswertung, Umbauten und Studiointentionen in den USA wie auch UK angehäuft hat. Diese Belege sind SEHR sattelfest und seine column auch deshalb sehr empfehlenswert.

    Richtig ist: 1.75 existierte sehr wohl, auf beiden Seiten des Atlantiks, wie auch Kubrik in seinen Anweisungen mehrfach als (maximalen) Wunsch hinterlegt hat, ich hatte selbst z.B. den zu BARRY LYNDON gepostet. Die Intention von DISNEY 1967 bei JB waren nach meinem Kenntnisstand bereits seit 1957 klar geregelt - auf 1.75 für alle nicht anamorphen Titel. 1.37 war es DEFINITIV nicht, die open Matte war, wie ich schon sagte, für einen Aspekt aber für Disney wichtig: TV. Und das war, wie alle hoffentlich noch wissen, bis über 2000 hinweg noch sehr flächendeckend in den Haushalten 4x3, und erst später 16x9.

    Es gab so (wenn auch nicht immer sehr lange) - ARs wie 1.19, 1.65, 1.66, 1.75, 1.8, 1.85, 2.0, 2.1, 2.35, 2.39, 2.4, 2.55, 2.66 (neg only), 2.69, 2.76, 2.89, 3:1 und darüber hinaus noch ein paar wirkliche Exoten.

    Falsch ist: "
    1,66:1, das sogenannte europäische Breitwandformat, meist aber von den Amis verwendet"
    Dies ist viel zu pauschaliersierend und fachlich auch falsch.
    Richtig ist: In Frankreich und UK wurde 1.66 wesentlich häufiger in den 60er und 70 Jahren angewendet, 1.66 gab es in den USA meist nur bei UA, die anderen gingen 1.85 bzw 1.75.

    Falsch ist: "
    1,85:1, das sogenannte amerikanische Breitwandformat, meist aber von den Eurpäern verwendet"
    Dies ist genauso pauschalisierend und noch mehr falsch.
    Richtig ist: In den USA nahmen in den 60er, 70er, 80er, 90er Jahren 1.85 Filme einen deutlich größeren Teil der Produktion ein als anamorph. Selbst in 2000ern hat sich dies, wenn mich nicht alles täuscht, sich nicht geändert. Die Europäer haben nicht mehr davon produziert.

    Nicht ganz richtig (so pauschal in dieser Form) ist:
    "2,39:1 Cinemascope (anamorph)"
    Richtig ist: Seit der Einführung von Cinemascope 1953 waren die Richtlinien zunächst (durch Magnetton COMMAG) 2.55:1, kurze Zeit später aber schon wegen der notwendigen/geforderten COMOPT Spur 2.35:1. Dies wurde von SMPTE in den 70er Jahren wegen der Klebestellen ein wenig verändert, auf 2.39:1, mit Einführung der digitalen Umsetzung auf 2.40:1.

    Nicht ganz richtig (so pauschal in dieser Form) ist:
    "Im heutigen digitalen Zeitalter gibt es nur noch 2 feste Bildformate im Kino: 1.85:1 und 2,39:1 (Man sagt Flat und Scope)."
    Richtig ist: Es gibt immer noch Formate, die von 1.33 (THE ARTIST) 1.37 über 1.66, 1.77 (digital projection 16x9), 1.85, 2.0 und 2.40:1 gehen, von IMAX mit 1.43 und verschiedenen Breitformaten mal abgesehen.

    Falsch ist:
    "Zum Dschungelbuch: Der Film ist in 1,37:1 gedreht und lässt sowohl eine Kinoprojektion in diesem Format als auch im Format 1,66.1 zu. Ersteres werden nahezu 100% der Kinos bei der Erstveröffentlichung, letzteres bei der WA gemacht haben."
    Richtig ist: Disney hat diesen Film als Teil ihrer klar definierten Aufführungs-Policy in den USA original in 1.75 konzipieren lassen und auch so aufführen lassen. Nur im TV wurde JB in den USA auch bzw. in 1.37 gezeigt, bzw auf HE Media wie VHS, LD etc. In anderen Territorien, wie z.B. Deutschland, wurde der Film von anderen Studios vertrieben, die sich schlicht nicht an diese (1.75 für Kino) Vorgaben gehalten hatten. Dadurch ist hier Geschichte "umgeschrieben" worden, was ein ernsthaftes Problem dann wird, wenn plötzlich Mythen zu Fakten erhoben werden. und wenn man sich den Film mal genau ansieht, erkennt man die Kadrierung sehr gut - und sie ist NICHT bei 1.37, die viel zu offen ist, auch nicht 1.66, sondern 1.75.

    Problematisch ist auch dieser Satz:
    "Es gab in den letzten 10-15 Jahren immer wieder Kinofilme, deren Kopien nicht gematted waren und die man auch im Format 1,37:1 hätte vorführen können. (z.B. Eyes Wide Shut, Jurassic Park 3 u.v.m.)"
    Richtig ist: Open matte hat NICHTS mit dem intendierten Auswertungsformat zu tun, sondern damit, dass sich die Macher noch alle Wege für andere Auswertungen (TV etc) offenhalten können, und zudem auch im Kino (wo nicht immer alles perfekt geframed wird) auch ein wenig "room" ist. Alles andere is humbug.

    Falsch ist:
    "Wird der Film also im Full Frame 1,37:1 veröffentlicht mit schwarzen Balken rechts und links, dann entspricht dies dem originalen Format, indem er auch gezeichnet wurde."
    Richtig ist: Die Zeichner hatten klar die policy von Disney konzeptionell eingebaut, die (mit 1.75) ja auch schon zu diesem Zeitpunkt (1967) über 10 Jahre Bestand im Hause hatte. Wie gesagt, dass man das gesamte Frame gezeichnet hatte, basiert auf der klaren Ansage von Disney, dass für TV Auswertungen diese Filme OHNE JEGLICHES ZOOM-IN, die den Film stark verändert hätten, gezeigt werden können - wohlgemerkt auf den damaligen 4x3 "tubes". Das originale, beabsichtigte Aufführungsformat ist = Kinoformat USA = eindeutig 1.75. Die sekundäre Auswertung war 1.37 for TV, und durch die Fehler der anderen Distributoren hatte sich dies leider auch in anderen Territorien in die Kinos "geschmuggelt", was jetzt zum "Problem" wird.

    Problematisch ist auch dieser Satz: "
    Ich habe übrigens bei der Wiederaufführung selbst eine Kinokopie in den Händen gehalten."
    Richtig ist: Dieser Satz ist zu allermindest in diesem Zusammenhang irreführend. Denn: dies sagt nichts über die tatsächliche korrekte Projektion aus. VELVET GOLDMINE oder EXTREME PREJUDICE könnten sonst auch 1.37 gezeicht werden, sind es aber klar NICHT.

    Also: Bitte mehr Recherche, mehr informieren, gern auch mehr FRAGEN - aber nicht einfach posten, weil man GLAUBT, etwas zu wissen. Ich informiere zwar auch gern, aber Fälle wie diese sind auch aufwändig, da wäre ich sehr dsankbar für eigene "Vorarbeit" bevor gepostet wird. Es wäre sehr schade, wenn Leute hier mit aufgenommenem Halbwissen die Umwelt "anstecken".
    Geändert von Torsten Kaiser TLE (07.05.13 um 21:31:15 Uhr)

  6. #166
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    AW: Disneys „Das Dschungelbuch“ – ab Herbst 2013 auf Blu-ray

    Zitat Zitat von Double-X Beitrag anzeigen
    Leider sind Deine Ausführungen nahezu komplett falsch.
    Ah ja.

    Kinofilme werden nicht ausschließlich in 4:3 gedreht.
    Ich schrieb nicht "ausschließlich" und zu großen Teilen ist das sehr wohl noch der Fall. Jedenfalls dann, wenn man nicht nur Hollywood-Blockbuster zählt (was ich nicht tue). Davon abgesehen gehst du in deiner Antwort überhaupt nicht auf die eigentliche Aussage meines Posts ein. Es ging darum den Unterschied zwischen dem negative aspect ratio und dem intended aspect ratio zu verdeutlichen.

    Jedenfalls ist das nicht verallgemeinbar.
    Selbst zu Analogzeiten stimme das nur teilweise, da auch hier bereits open matte, matted oder anamorph (Cinemascope) gedreht wurde.
    Kannst du mir mal erklären, wie man open matte drehen kann?

    Ein Format 1,75:1 existiert im Kino nicht, hat es nie und wird es nie.
    Ob du es glaubst oder nicht, Das Dschungelbuch lief in diesem Format im Kino.


    Zum Dschungelbuch:
    Der Film ist in 1,37:1 gedreht und lässt sowohl eine Kinoprojektion in diesem Format als auch im Format 1,66.1 zu.
    Das ändert nichts an der Tatsache, dass das intendierte Bildformat 1,75:1 beträgt. Bei Susi und Strolch hat man neben der Cinemascope-Fassung auch eine Fassung in 1,37:1 gedreht, in welcher die gesamte Bildkomposition neu ausgerichtet wurde. Trotzdem war das nur eine Kompromisslösung- genau wie beim Dschungelbuch.
    Geändert von scamander (07.05.13 um 21:38:23 Uhr)

  7. #167
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    AW: Disneys „Das Dschungelbuch“ – ab Herbst 2013 auf Blu-ray

    War in der 1.75:1 eigentlich der Text des Buches im Vorspann zu lesen? Ich weiß noch, dass die VHS-Edition den deutschen Umschlag von "Das Dschungelbuch" zeigte, der dann aufklappte und einen deutschen (!) Text zeigte:
    "Gegen sieben Uhr an einem recht schwülen Sommerabend..."

    In der Platinum-DVD-Version konnte man den englischen Text jedenfalls nicht entziffern.

  8. #168
    TLEFilms Film Restoration
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    AW: Disneys „Das Dschungelbuch“ – ab Herbst 2013 auf Blu-ray

    Zitat Zitat von TheHutt Beitrag anzeigen
    War in der 1.75:1 eigentlich der Text des Buches im Vorspann zu lesen? Ich weiß noch, dass die VHS-Edition den deutschen Umschlag von "Das Dschungelbuch" zeigte, der dann aufklappte und einen deutschen (!) Text zeigte:
    "Gegen sieben Uhr an einem recht schwülen Sommerabend..."

    In der Platinum-DVD-Version konnte man den englischen Text jedenfalls nicht entziffern.
    Bitte zwei Dinge unbedingt auseinanderhalten! 1.75 (AR) und Framing - bei der Videoumsetzung war diese GEZOOMED, teils substantiell, nach dem, was ich sehen kann.

  9. #169
    Kino MaxXimal
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    AW: Disneys „Das Dschungelbuch“ – ab Herbst 2013 auf Blu-ray

    Hallo Torsten,

    ich schätze Dein fundiertes Fachwissen, dass sicherlich deutlich größer ist als meins, vor alles im internationalen Maßstab.
    Ich bin auch in der Kinobranche tätig, aber eher hinter den Kulissen.
    Du bist der Techniker.
    Dennoch sieht die Praxis teilweise etwas anders aus.
    Ich habe in meinen 20 Jahren in der Branche noch kein einziges 1,75:1 Objetiv gesehen.
    Auch wenn es Filme gibt, die in diesem Format gedreht wurden, werden sie zum großen Teil mit 1,85er Objektiven vorgeführt worden sein.
    Die Bezeichnung der "europäischen" und "amerikanischen" Breitwandformate ist natürlich falsch pauschalisierend.
    Aber die Bezeichnungen waren nunmal so, auch in der Branchenpraxis.
    Dass bei einem "open matte" Film 1,37:1 nicht zwingend das intendierte Wiedergabeformat sein muss, ist mir auch klar.
    Es gab jedoch viele Kinos, die ausgerüstet mit entsprechenden Objektiven und Kaschierungen, diese Filme durchaus in 1,37:1 gezeigt hatten, und das war keine Seltenheit.
    Ich habe z.B. in meiner Jugend "Beverly Hills Cop" in diesem Format im Kino "genießen" dürfen.
    Ansonsten bin ich durch Teile Deiner Ausführungen wieder etwas schlauer geworden.
    Besten Dank dafür.

  10. #170
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    AW: Disneys „Das Dschungelbuch“ – ab Herbst 2013 auf Blu-ray

    Zitat Zitat von Double-X Beitrag anzeigen
    Hallo Torsten,

    ich schätze Dein fundiertes Fachwissen, dass sicherlich deutlich größer ist als meins, vor alles im internationalen Maßstab.
    Ich bin auch in der Kinobranche tätig, aber eher hinter den Kulissen.
    Du bist der Techniker.
    Dennoch sieht die Praxis teilweise etwas anders aus.
    Ich habe in meinen 20 Jahren in der Branche noch kein einziges 1,75:1 Objetiv gesehen.
    Auch wenn es Filme gibt, die in diesem Format gedreht wurden, werden sie zum großen Teil mit 1,85er Objektiven vorgeführt worden sein.
    Die Bezeichnung der "europäischen" und "amerikanischen" Breitwandformate ist natürlich falsch pauschalisierend.
    Aber die Bezeichnungen waren nunmal so, auch in der Branchenpraxis.
    Dass bei einem "open matte" Film 1,37:1 nicht zwingend das intendierte Wiedergabeformat sein muss, ist mir auch klar.
    Es gab jedoch viele Kinos, die ausgerüstet mit entsprechenden Objektiven und Kaschierungen, diese Filme durchaus in 1,37:1 gezeigt hatten, und das war keine Seltenheit.
    Ich habe z.B. in meiner Jugend "Beverly Hills Cop" in diesem Format im Kino "genießen" dürfen.
    Ansonsten bin ich durch Teile Deiner Ausführungen wieder etwas schlauer geworden.
    Besten Dank dafür.
    Einen sehr wichtigen Anhaltspunkt, der leider sehr wahr ist, bringt Dein Beitrag aber in diese Diskussion - und darf nicht unterschätzt, schon gar nicht unterschlagen werden: In den Kinos, in D wie UK und den USA und anderswo, wurde oft aus "necessity" - Mangel an technischen Umsetzungsmöglichkeiten, sei es bzgl cache oder Objektive - wie auch aus subjektivem Eindruck und Mangel an Kommunikation die Aufführung zum lokalen Glücksspiel. Die Auswirkungen, die dies auf heutige Verhältnisse hat, sind Vorboten auf Diskussionen und Eindrücke mit/von Generationen "to come". Und deshalb ist es für Leute wie mich so wichtig, diese Dinge richtig zu stellen, ansonsten haben wir nur noch "Fälschungen".
    Geändert von Torsten Kaiser TLE (07.05.13 um 23:41:12 Uhr)

  11. #171
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    AW: Disneys „Das Dschungelbuch“ – ab Herbst 2013 auf Blu-ray

    Zitat Zitat von Double-X Beitrag anzeigen
    Ich habe in meinen 20 Jahren in der Branche noch kein einziges 1,75:1 Objetiv gesehen.
    Kleine Info meinerseits: ich hatte in den Jahren 1979 - 1989 beruflich in verschiedenen Funktionen Zugang zu den allermeisten Vorführkabinen in Wien. Mir sind die 1:1,75 Objektive dort mehrmals untergekommen.

    Aber (!): im Zuge der Automatisierung, sprich in Einzelkinos, wo der Vorführer gleichzeitig Betriebsleiter oder Billeteur war (bzw. in den neuen Centern), wurden sogenannte "Revolverkopfobjektive" eingebaut - Objektive mit zwei fix eingebauten Linsen - und die Formatvielfalt somit Stück für Stück nivelliert. Nämlich 1:1,85 und Cinemascope. Das war's dann mit der korrekten Vorführung. Hauptsache simpel war die Devise...

  12. #172
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    AW: Disneys „Das Dschungelbuch“ – ab Herbst 2013 auf Blu-ray

    Zitat Zitat von alterfilmnarr Beitrag anzeigen
    Kleine Info meinerseits: ich hatte in den Jahren 1979 - 1989 beruflich in verschiedenen Funktionen Zugang zu den allermeisten Vorführkabinen in Wien. Mir sind die 1:1,75 Objektive dort mehrmals untergekommen.

    Aber (!): im Zuge der Automatisierung, sprich in Einzelkinos, wo der Vorführer gleichzeitig Betriebsleiter oder Billeteur war (bzw. in den neuen Centern), wurden sogenannte "Revolverkopfobjektive" eingebaut - Objektive mit zwei fix eingebauten Linsen - und die Formatvielfalt somit Stück für Stück nivelliert. Nämlich 1:1,85 und Cinemascope. Das war's dann mit der korrekten Vorführung. Hauptsache simpel war die Devise...
    Ein weiterer, leider sehr entscheidender Faktor in der (sich über Generationen erstreckenden) Gleichung.

  13. #173
    Kino MaxXimal
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    AW: Disneys „Das Dschungelbuch“ – ab Herbst 2013 auf Blu-ray

    Ja richtig. In den Revolvern waren in der Regel 3 Objektive drin.
    Die Werbung wurde zumeist mit dem 1,66:1 Objektiiv vorgeführt.
    Je nach Hauptfilm blieb der Revolver stehen oder drehte um 180 Grad, wo das zweite Objektiv eingesteckt war.
    Diese Einheit hat man dann gewechselt, (CS oder 1,85).
    Das 1,66er blieb permanent drin.

    @Torsten
    Es gibt auch Kinos, die ohne Kaschierung alles auf eine 2:1 Leinwand projiziert haben, die dann zudem in den Ecken auch noch abgerundet war. (selbst mehrfach gesehen).
    Der Samt war dahinter und hat dann das jeweils vertikal oder horizintal überstehende Bild geschluckt.
    Was ich auch mit meinem Ursprungspost ausdrücken wollte ist, dass die feinen Nuancen in der Praxis meist überhaupt keine Rollen spielen (bzw. spielten).
    Wenn ich teilweise gesehen habe, was alles auf falsch eingestellte Kaschs und durch manipulierte Objektive projiziert wurde, um sich den räumlichen Gegebenheiten anzupassen, sind die Diskussionen über 1,75 oder 1,85 fast schon irrational.
    In den meisten Kinos wurden auch nicht zwischen 1,66 und 1,85 unterschieden, sondern alles, was Breitwand war, mit 1,85er Objektiv vorgeführt.

  14. #174
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    AW: Disneys „Das Dschungelbuch“ – ab Herbst 2013 auf Blu-ray

    Es gab natürlich noch einen sehr pragmatischen Grund. Durch die Aufteilung der Kinos in kleine Minisäle wurden die Leinwände auch dementsprechend winzig. Somit war um jeden Preis ein möglichst BREITES Bild gefragt. Damit war 1:1,85 das "Mittel der Wahl" und abgeschnittene Köpfe etc. ein verschmerzbarer "Kollateralschaden". Mich hat das immer "gefuchst", und ich war ein richtiger Quälgeist diesbezüglich - letztendlich erfolglos. Mit ein Grund, warum ich die "Szene" schließlich verlassen habe...

  15. #175
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    Zitat Zitat von Double-X Beitrag anzeigen
    Ja richtig. In den Revolvern waren in der Regel 3 Objektive drin.
    Die Werbung wurde zumeist mit dem 1,66:1 Objektiiv vorgeführt.
    Je nach Hauptfilm blieb der Revolver stehen oder drehte um 180 Grad, wo das zweite Objektiv eingesteckt war.
    Diese Einheit hat man dann gewechselt, (CS oder 1,85).
    Das 1,66er blieb permanent drin.
    .
    Kann ich in erwähnter Zeit hier in Wien nicht bestätigen - da waren es ausschließlich 2 Objektive fix justiert. Sparversion ?
    Geändert von alterfilmnarr (08.05.13 um 00:20:38 Uhr)

  16. #176
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    AW: Disneys „Das Dschungelbuch“ – ab Herbst 2013 auf Blu-ray

    Zitat Zitat von Double-X Beitrag anzeigen
    Wenn ich teilweise gesehen habe, was alles auf falsch eingestellte Kaschs und durch manipulierte Objektive projiziert wurde, um sich den räumlichen Gegebenheiten anzupassen, sind die Diskussionen über 1,75 oder 1,85 fast schon irrational.
    In den meisten Kinos wurden auch nicht zwischen 1,66 und 1,85 unterschieden, sondern alles, was Breitwand war, mit 1,85er Objektiv vorgeführt.
    Das habe ich auch so erlebt - es gab auch genug Säle wo steil nach unten oder stark von der Seite projiziert wurde. Trapeze ohne Ende!

  17. #177
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    AW: Disneys „Das Dschungelbuch“ – ab Herbst 2013 auf Blu-ray

    @T.Kaiser: bin Ihnen sehr dankbar über die deutliche Klarstellung der 1:1,37 Diskussion. Ich habe einen wirklich "wissenden", mittlerweile pensionierten Filmjournalisten (Print und Radio) in meinem Freundeskreis. Wir kennen einander schon seit locker 30 Jahren und schwadronieren oft Stunden lang über all die herrlichen Klassiker. Wo wir uns aber ständig in "die Wolle" kriegen, ist das Thema "richtiges Format" bei Disney, Hitchcock und Kubrick. Hab ihm schon Ihr Posting gemailt
    Geändert von alterfilmnarr (08.05.13 um 00:28:53 Uhr)

  18. #178
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    AW: Disneys „Das Dschungelbuch“ – ab Herbst 2013 auf Blu-ray

    Zitat Zitat von alterfilmnarr Beitrag anzeigen
    Kann ich in erwähnter Zeit hier in Wien nicht bestätigen - da waren es ausschließlich 2 Objektive fix justiert.
    Im Revolver ist Platz für 2 Objektive.
    Eine kleine Schraube gelöst....CS raus und 1,85 rein oder umgekehrt.
    Zumindest in der Multiplexkette, in der ich tätig bin, usus.
    Kann mir aber durchaus vorstellen, dass aus Kosten (ein Objetiv weniger)- und wohl auch "Faulheits" Gründen in vielen Kinos auf den Wechsel einfach verzichtet und das CS Objektiv permanent drin gelassen wurde.

  19. #179
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    AW: Disneys „Das Dschungelbuch“ – ab Herbst 2013 auf Blu-ray

    Zitat Zitat von Double-X Beitrag anzeigen
    Im Revolver ist Platz für 2 Objektive.
    Eine kleine Schraube gelöst....CS raus und 1,85 rein oder umgekehrt.
    Zumindest in der Multiplexkette, in der ich tätig bin, usus.
    Kann mir aber durchaus vorstellen, dass aus Kosten (ein Objetiv weniger)- und wohl auch "Faulheits" Gründen in vielen Kinos auf den Wechsel einfach verzichtet und das CS Objektiv permanent drin gelassen wurde.
    Man darf nicht vergessen, dass damals der Vorführer eben nicht zwingend in der Kabine war, sondern z.B. vom Saal gestartet hat. Damit fällt der Wechsel flach. Und scharf stellen musste man auch wieder, denn so genau waren die Objektive auch nicht gleich justiert nach dem Wechsel. Mit der Faulheit hast Du sicher auch nicht unrecht , und es gab Kinobetreiber, denen war das schlicht schnurz, weil sie es z.T. nicht mal besser wussten. Explosive Mischung!

  20. #180
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    AW: Disneys „Das Dschungelbuch“ – ab Herbst 2013 auf Blu-ray

    Auch wenn es spät ist: Diese Form der Diskussion (auch und gerade weil sie die praktischen Aspekte bzw. Einflüsse und Einschränkungen miteinbezieht bzw beleuchtet) ist in kurzer Zeit eine wirklich sehr intensive und auch aufschlussreiche Lektüre geworden, die nach meiner Meinung alle wesentlich mehr weiterbringt als bislang "geglaubtes Vorgesetztes" wie Videotransfers, die - after all - nicht mehr als eine Variable in einer Gleichung sind, und KEINE Konstante. Dies ist, was oft verkannt wird. Aber dies ist mit 35mm materialien, wie hier schon anklang, auch nicht ganz so einfach, wenn man nicht genau den Umstand kennt. Hier, in diesen letzten ca. 15 posts, sind sowohl die Intentionen wie auch die praktischen Probleme mit ihnen, die oft auch bei anderen Filmen eine korrekte Projektion unmöglich gemacht haben, und heute zu großen Fragezeichen führen, offen dargelegt. Dafür bin ich den Beteiligten sehr dankbar, denn es macht die Diskussion zu einem pool von wirklichen Wissen, dass allen etwas bringt und hoffentlich auch die Augen zu einem (nicht immer perfekten) business öffnet - das aber genau diese Präzision dringend nötig hat.
    Geändert von Torsten Kaiser TLE (08.05.13 um 00:37:16 Uhr)

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