Cinefacts

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  1. #1
    holly_california
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    Berlinale 2013

    Ich eröffne mal den Thread für die kommende Berlinale. Tips und Rezensionen können dann ja hier rein kommen.

    Jury-Vorsitzender ist diesmal Wong Kar Wai, von ihm kommt auch der Eröffnungsfilm "The Grandmaster".

    Im Wettbewerb gibts außerdem den neuen Film von Steven Soderbergh ("Side Effects"), "The Necessary Death of Charlie Countryman" (mit Shia LaBoeuf, Mads Mikkelsen, Rupert Grint...), Ulrich Seidls "Paradies: Glaube" und so weiter.

    Vorläufige Liste gibt es hier:

    https://www.berlinale.de/de/presse/p...ail_16404.html

  2. #2
    schibal!
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    AW: Berlinale 2013

    hmm keiner was gepostet!? heute morgen ging der vor-verkauf los - was guckt ihr so an?

  3. #3
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    AW: Berlinale 2013

    Hallo

    heute morgen bekam ich online noch ein Karte für The Grandmaster Donnerstag 20:30 Friedrichstadtpalast:-)

    Ich habe ein Frage an euch zu dem Film:
    The Touch of Evil dieser Film wird gezeigt in der Vorpremierenfassung 1976 und in einer 1998 rekonstruierten Fassung. Wer kennt sich mit diesem Film gut aus und kann eine Fassung empfehlen?

    Es werden ja noch viele Klassiker gezeigt: Casablanca, on the waterfront, How green was my valley, Cabaret, Dial M for Murder 3D, Some like it hot :-)

    Meine Liste ist sehr groß mal schauen für welche Filme ich noch Karten bekomme
    Geändert von Harry D. (04.02.13 um 13:01:05 Uhr)

  4. #4
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    AW: Berlinale 2013

    Zitat Zitat von Harry D. Beitrag anzeigen
    The Touch of Evil dieser Film wird gezeigt in der Vorpremierenfassung 1976 und in einer 1998 rekonstruierten Fassung. Wer kennt sich mit diesem Film gut aus und kann eine Fassung empfehlen?
    Auf jeden Fall die Rekonstruktion von 1998!

    1976 wurde die Preview-Fassung von 1958 wiederentdeckt, die sich im Schnitt stärker an Orson Welles' Vorgaben orientiert als die freigegebene Kinofassung. Aber erst 1998 hat man den Regisseur wirklich ernst genommen und versucht, das zu konstruieren, was er vielleicht so gemacht hätte, ware ihm der Final Cut nicht von den Herren der Universal entzogen worden.

  5. #5
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    AW: Berlinale 2013

    Zitat Zitat von Hans Guerth Beitrag anzeigen
    Auf jeden Fall die Rekonstruktion von 1998!

    1976 wurde die Preview-Fassung von 1958 wiederentdeckt, die sich im Schnitt stärker an Orson Welles' Vorgaben orientiert als die freigegebene Kinofassung. Aber erst 1998 hat man den Regisseur wirklich ernst genommen und versucht, das zu konstruieren, was er vielleicht so gemacht hätte, ware ihm der Final Cut nicht von den Herren der Universal entzogen worden.
    Ich danke dir für die Info, dann werde ich in die 1998 Fassung gehen. Freu mich schon drauf :-)

  6. #6
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    AW: Berlinale 2013

    Gerne. Berichte doch bitte anschliessend, in welchem Format der Film gezeigt wurde (Seitenverhältnis 1.85:1 oder 1.37:1).

  7. #7
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    AW: Berlinale 2013

    Zitat Zitat von Hans Guerth Beitrag anzeigen
    Gerne. Berichte doch bitte anschliessend, in welchem Format der Film gezeigt wurde (Seitenverhältnis 1.85:1 oder 1.37:1).
    Ja das mache ich gerne. Was ist denn Orginalformat bei diesem Film?

  8. #8
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    AW: Berlinale 2013

    Das Negativ ist herkömmliche Academy Ratio (1.375:1). Orson Welles wollte diesen Film aber in dem nach 1954 gängig gewordenen breiteren VistaVision-Format (1.85:1) vorgeführt haben (im sog. open matte, was das Filmtheater regeln kann). Auch da gab's Streit mit dem "Studio".

    Das alles ist ein einziger Witz, wenn man bedenkt, dass andererseits Columbia für Fritz Langs Filme aus der Zeit Breitwand-Vorführung (bis zu 2.00:1) empfohlen hat, obwohl Fritz Lang das wiederum gar nicht mochte: "CinemaScope ist nicht für Menschenwesen gedacht, allenfalls für Schlangen - und Begräbnisse."

    Regisseure wurden eben sehr gering geschätzt - im Goldenen Zeitalter von Hollywood.
    Geändert von Hans Guerth (04.02.13 um 16:53:07 Uhr)

  9. #9
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    AW: Berlinale 2013

    Zitat Zitat von Hans Guerth Beitrag anzeigen
    Das Negativ ist herkömmliche Academy Ratio (1.375:1). Orson Welles wollte diesen Film aber in dem nach 1954 gängig gewordenen breiteren VistaVision-Format (1.85:1) vorgeführt haben (im sog. open matte, was das Filmtheater regeln kann). Auch da gab's Streit mit dem "Studio".

    Das alles ist ein einziger Witz, wenn man bedenkt, dass andererseits Columbia für Fritz Langs Filme aus der Zeit Breitwand-Vorführung (bis zu 2.00:1) empfohlen hat, obwohl Fritz Lang das wiederum gar nicht mochte: "CinemaScope ist nicht für Menschenwesen gedacht, allenfalls für Schlangen - und Begräbnisse."

    Regisseure wurden eben sehr gering geschätzt - im Goldenen Zeitalter von Hollywood.
    Na da kann man aber von ausgehen das der Film auf der Berlinale so gezeigt wird, wie sich Orson Welles das vorgestellt hat. Hollywood hat noch nie gute Filmemacher geschätzt; leider :-( Es ist doch schön das man jetzt den Director's Cut im Kino erleben darf. Alleine dafür finde ich die Berlinale schon klasse.

  10. #10
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    AW: Berlinale 2013

    Zitat Zitat von Hans Guerth Beitrag anzeigen
    Orson Welles wollte diesen Film aber in dem nach 1954 gängig gewordenen breiteren VistaVision-Format (1.85:1) vorgeführt haben
    Bin ich mir nun doch nicht mehr so sicher - siehe dazu die Meinungsvielfalt bei:

    http://www.criterionforum.org/forum/...p=66021#p66021

    Orson Welles ist jetzt fast 30 Jahre tot und kann sich zum "richtigen" Seitenformat nicht mehr äussern. Die Diskussion um diese Frage ist oft eine Quelle der Erheiterung, vor allem wenn die Kubrick-Experten sich in die Haare geraten

    Das englische DVD-/BD-Label Eureka/Masters of Cinema hat als salomonische Lösung deshalb eine Art Touch-of-Evil-Enzyklopädie herausgebracht: sämtliche Versionen in beiden Formaten.

    Egal, wie sie ihn nun zeigen: Geniesse den Film auf der grossen Leinwand!

  11. #11
    George Stobbart
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    AW: Berlinale 2013

    The Grandmaster

    Die story war leider etwas überladen bzw. schwer zu verfolgen. Ansonsten starke Bilder, tolle Kampfszenen, gute Musik , zwei super Hauptdarsteller was will man mehr .. Auf jeden Fall ein guter Auftakt der Berlinale ! 8/10

  12. #12
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    Zitat Zitat von Hans Guerth Beitrag anzeigen
    Auf jeden Fall die Rekonstruktion von 1998!

    1976 wurde die Preview-Fassung von 1958 wiederentdeckt, die sich im Schnitt stärker an Orson Welles' Vorgaben orientiert als die freigegebene Kinofassung. Aber erst 1998 hat man den Regisseur wirklich ernst genommen und versucht, das zu konstruieren, was er vielleicht so gemacht hätte, ware ihm der Final Cut nicht von den Herren der Universal entzogen worden.
    Zitat Zitat von Hans Guerth Beitrag anzeigen
    Gerne. Berichte doch bitte anschliessend, in welchem Format der Film gezeigt wurde (Seitenverhältnis 1.85:1 oder 1.37:1).
    Zitat Zitat von Harry D. Beitrag anzeigen
    Ja das mache ich gerne. Was ist denn Orginalformat bei diesem Film?
    Zitat Zitat von Hans Guerth Beitrag anzeigen
    Das Negativ ist herkömmliche Academy Ratio (1.375:1). Orson Welles wollte diesen Film aber in dem nach 1954 gängig gewordenen breiteren VistaVision-Format (1.85:1) vorgeführt haben (im sog. open matte, was das Filmtheater regeln kann). Auch da gab's Streit mit dem "Studio".

    Das alles ist ein einziger Witz, wenn man bedenkt, dass andererseits Columbia für Fritz Langs Filme aus der Zeit Breitwand-Vorführung (bis zu 2.00:1) empfohlen hat, obwohl Fritz Lang das wiederum gar nicht mochte: "CinemaScope ist nicht für Menschenwesen gedacht, allenfalls für Schlangen - und Begräbnisse."

    Regisseure wurden eben sehr gering geschätzt - im Goldenen Zeitalter von Hollywood.
    Zitat Zitat von Harry D. Beitrag anzeigen
    Na da kann man aber von ausgehen das der Film auf der Berlinale so gezeigt wird, wie sich Orson Welles das vorgestellt hat. Hollywood hat noch nie gute Filmemacher geschätzt; leider :-( Es ist doch schön das man jetzt den Director's Cut im Kino erleben darf. Alleine dafür finde ich die Berlinale schon klasse.
    Zitat Zitat von Hans Guerth Beitrag anzeigen
    Bin ich mir nun doch nicht mehr so sicher - siehe dazu die Meinungsvielfalt bei:

    http://www.criterionforum.org/forum/...p=66021#p66021

    Orson Welles ist jetzt fast 30 Jahre tot und kann sich zum "richtigen" Seitenformat nicht mehr äussern. Die Diskussion um diese Frage ist oft eine Quelle der Erheiterung, vor allem wenn die Kubrick-Experten sich in die Haare geraten

    Das englische DVD-/BD-Label Eureka/Masters of Cinema hat als salomonische Lösung deshalb eine Art Touch-of-Evil-Enzyklopädie herausgebracht: sämtliche Versionen in beiden Formaten.

    Egal, wie sie ihn nun zeigen: Geniesse den Film auf der grossen Leinwand!

    TOUCH OF EVIL hat nichts mit VISTAVISION zu tun. VV ist large format, 8 perf 35mm horizontal. TOE ist Normal 35mm gedreht, also 4 perf 35mm vertikal. Auch war es nicht COLUMBIA, die Fritz Lang CinemaScope "ans Herz legten" sondern MGM - und CS ist 2.35:1 und nicht 2.00:1 (das ist SUPERSCOPE). Im übrigen wurden die Regisseure SEHR WOHL SEHR HOCH geschätzt. Es gibt keine Belege andererseits.

    Nochmal zu TOE: Welles bevorzugte 1.37 - da das Projekt auch schon so konzipiert war und UNIVERSAL erst spät die Umstellung zu 1.85 Academy gemacht hatte. Eine Zeit lang wurden beide (matted und unmatted) parallel in den jeweiligen Theatern vorgeführt, je nach "capability". Viele Kinobesitzer hatten sich schlicht geweigert, ohne "Unterstützung" der Studios neuen Standards einzuführen, weil sie (in ihren Augen) finanziell zu einseitig belastet worden wären.
    Die 1998er Fassung ist NICHT die von Welles gewollte Fassung, dazu fehlen ganze Szenen. Der Eindruck, der entstanden ist, ist deshalb auch sehr zwiespältig. Es ist (at best) eine unvollständige Rekonstruktion des Films auf Basis von (ebenfalls unvollständigen) Memos - die teils von den mit der Rekonstruktion Beauftragten auch interpretiert worden waren, um zu dem Ergebnis, das dann vorlag, zu kommen. Persönlich finde ich die Preview Version die stimmigste. TOE bleibt aber ein zerrissenes Werk. Aber mit den Welles seit MAGNIFICENT AMBERSONS, what else is new...

  13. #13
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    AW: Berlinale 2013

    Ich schließe mich der Meinung und Bewertung des Films The Grandmaster des Vorredners an. Ich glaube auch das man den Film öfters schauen muss bis man auch alles Verstanden hat. Der Filmscore war auch wunderschön nur am Ende empfand ich das die Musik stark kopiert von Ennio Morricine Cinema Pradiso war oder irre ich mich da? Ich glaube von Touch of Evil schaue ich mir vielleicht beide Fassungen an. Gibt es da so große Unterschiede?

  14. #14
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    Zitat Zitat von Torsten Kaiser TLE Beitrag anzeigen
    TOUCH OF EVIL hat nichts mit VISTAVISION zu tun.
    Nein, absolut nicht - aber 1.85:1.

  15. #15
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    AW: Berlinale 2013

    Zitat Zitat von Torsten Kaiser TLE Beitrag anzeigen
    Nochmal zu TOE: ... Die 1998er Fassung ist NICHT die von Welles gewollte Fassung, dazu fehlen ganze Szenen. Der Eindruck, der entstanden ist, ist deshalb auch sehr zwiespältig. Es ist (at best) eine unvollständige Rekonstruktion des Films auf Basis von (ebenfalls unvollständigen) Memos - die teils von den mit der Rekonstruktion Beauftragten auch interpretiert worden waren, um zu dem Ergebnis, das dann vorlag, zu kommen. Persönlich finde ich die Preview Version die stimmigste. TOE bleibt aber ein zerrissenes Werk.
    Dazu muss man aber sagen, dass die Verantwortlichen - Produzent Rick Schmidlin, Cutter Walter Murch und Filmhistoriker Jonathan Rosenbaum - die Rekonstruktion selbst genau als das verstanden sehen woll(t)en. Rosenbaum hat in mehreren Artikeln erklärt, dass die Reko nicht als Wiederherstellung von Welles` Urfassung (die es ja im Grunde nie gab, weil ihm die Endfassung aus der Hand genommen wurde und er mit dem Memo nur Schadensbegrenzung betreiben wollte) gelten kann. Außerdem sollte sie die anderen Fassungen nicht verdrängen. Rosenbaum war deshalb sehr angetan von der US-DVD-Edition (die es inzwischen als BD in England gibt), auf der alle 3 Fassungen enthalten sind (auf BD sogar in beiden Bildformaten). Nur machte die Universal-PR ihnen einen Strick durch die Rechnung: Kurz vor Veröffentlichung der Reko wurde schon die Preview-Fassung als "Director`s Cut" auf Video veröffentlicht, später die Reko als DC beworben. Leider übernehmen auch die "objektiven" Berichterstatter und Kritiker gern solche Labels...

    Gruß
    Markus
    Geändert von youngman (08.02.13 um 15:43:06 Uhr)

  16. #16
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    Zitat Torsten Kaiser 7773230
    Auch war es nicht COLUMBIA, die Fritz Lang CinemaScope "ans Herz legten" sondern MGM - und CS ist 2.35:1 und nicht 2.00:1 (das ist SUPERSCOPE).

    Hatte mich wieder mal zu knapp ausgedrückt - dachte, dieses Forum sei nicht für Tutorials.

    Fritz Lang hatte nur in wenigen seiner letzten Filme gegen das Widescreen-Fieber anzukämpfen. Die Palette der Auftraggeber reichte dabei von Columbia, MGM und RKO bis zum Raritäten-Produzenten Mr. Friedlob.

    Die selbst kurz danach sanft entschlafene RKO schrieb ihm für While the City Sleeps (1956) SuperScope vor - ihr Arme-Leute-Cinemascope, welches nicht bei der Aufnahme sondern erst im Labor auf 2.00:1 anamorphotisch verzerrt wurde (oder 2.35:1 - mit noch schlechterer Qualität, wie Vera Cruz zeigt). Auf DVD ist der Film heute in beiden Formaten verfügbar. Damit mag jeder selbst entscheiden, was Lang als "Komposition" bevorzugte.

    Vorher hatte MGM für Moonfleet (1955) zwei Formate vorgesehen: 2.35:1-CinemaScope - das Arme-Leute-Cinerama - und parallel zur Sicherheit, falls was schiefging - eine unverzerrt, also sphärisch fotografierte Fassung, die für Open-Matting in 1.75:1 gedacht war und recht großspurig MetroScope genannt wurde.

    Doch da hatte Fritz Lang schon mit Columbia die Erfahrung von Human Desire (1954) machen müssen. Denn die die grosse - und sonst unerreichbare - Konkurrenz Paramount drehte gerade mit sensationell neuen Kameras ihren Film White Christmas in einem sensationell neuen Verfahren und im Format 1.85:1. Dem musste Columbia natürlich zuvorkommen, mit ganz normalen Kameras und einfachem Abdecken bei der Projektion. Also Arme-Leute-VistaVision.

    Die allerletzten deutschen Filme von Fritz Lang sind dann entweder wieder in Academy (Indien-Filme) oder im gemässigten "europäischen" Format 1.66:1 (Die tausend Augen des Dr. Mabuse).
    Geändert von Hans Guerth (08.02.13 um 16:31:59 Uhr)

  17. #17
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    Zitat Zitat von Torsten Kaiser TLE Beitrag anzeigen
    Im übrigen wurden die Regisseure SEHR WOHL SEHR HOCH geschätzt. Es gibt keine Belege andererseits.
    John Ford war wohl auf der anderen Seite.

  18. #18
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    Sorry, Vera Cruz war auch 2.00:1 - in SuperScope 235 war der Film Run for the Sun.

  19. #19
    George Stobbart
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    W Imie

    Definitiv eine positive Überraschung. Ein grandioser Hauptdarsteller, eine interessante und ernsthaft rübergebrachte Story und eine schöne Musikbegleitung machen "In the Name of" zu einer ersten Messlatte für die kommenden Filme.
    Schon Elles hat mir gefallen und die Regisseurin hat den großen Applaus des Publikums heute wirklich verdient.

    8,5/10

  20. #20
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    Zitat Zitat von Hans Guerth Beitrag anzeigen
    Zitat Torsten Kaiser 7773230
    Auch war es nicht COLUMBIA, die Fritz Lang CinemaScope "ans Herz legten" sondern MGM - und CS ist 2.35:1 und nicht 2.00:1 (das ist SUPERSCOPE).

    Hatte mich wieder mal zu knapp ausgedrückt - dachte, dieses Forum sei nicht für Tutorials.

    Fritz Lang hatte nur in wenigen seiner letzten Filme gegen das Widescreen-Fieber anzukämpfen. Die Palette der Auftraggeber reichte dabei von Columbia, MGM und RKO bis zum Raritäten-Produzenten Mr. Friedlob.

    Die selbst kurz danach sanft entschlafene RKO schrieb ihm für While the City Sleeps (1956) SuperScope vor - ihr Arme-Leute-Cinemascope, welches nicht bei der Aufnahme sondern erst im Labor auf 2.00:1 anamorphotisch verzerrt wurde (oder 2.35:1 - mit noch schlechterer Qualität, wie Vera Cruz zeigt). Auf DVD ist der Film heute in beiden Formaten verfügbar. Damit mag jeder selbst entscheiden, was Lang als "Komposition" bevorzugte.

    Vorher hatte MGM für Moonfleet (1955) zwei Formate vorgesehen: 2.35:1-CinemaScope - das Arme-Leute-Cinerama - und parallel zur Sicherheit, falls was schiefging - eine unverzerrt, also sphärisch fotografierte Fassung, die für Open-Matting in 1.75:1 gedacht war und recht großspurig MetroScope genannt wurde.

    Doch da hatte Fritz Lang schon mit Columbia die Erfahrung von Human Desire (1954) machen müssen. Denn die die grosse - und sonst unerreichbare - Konkurrenz Paramount drehte gerade mit sensationell neuen Kameras ihren Film White Christmas in einem sensationell neuen Verfahren und im Format 1.85:1. Dem musste Columbia natürlich zuvorkommen, mit ganz normalen Kameras und einfachem Abdecken bei der Projektion. Also Arme-Leute-VistaVision.

    Die allerletzten deutschen Filme von Fritz Lang sind dann entweder wieder in Academy (Indien-Filme) oder im gemässigten "europäischen" Format 1.66:1 (Die tausend Augen des Dr. Mabuse).
    Tut mir leid, aber auch hier kann man einiges nicht so stehen lassen.

    Das reguläre Flat Academy WS Ratio (1.85:1) als "Arme-Leute VistaVision" zu bezeichnen ist - wie es so schön im journalistischen Bereich genannt wird - "tendentiell" - sprich, es ist (sehr subjektive) Meinung, kein Fakt. In diesem Fall ist es sogar sehr stark irreführend, da es sich um zwei völlig parallel verlaufende Entwicklungen und -aspekte handelt, die auch unterschiedlich begründet waren/sind. Die eine Entwicklung war die der breiten Leinwand per se, die andere die der hohen Qualität auf breiter Leinwand u.a. unter der Einbeziehung des bereits in den 20er und 30er Jahren experimentel eingesetzten 70mm Formats in verschiedener Form (
    z.B. via 35mm horizontal 8 perf Technirama oder 3-strip 35mm 6 perf vertikal wie bei CINERAMA) und dem eigentlich auf 35mm beschränkten VistaVision (horizontal 8 perf, auch bei den seltenen Printkopien).

    Aber: das bereits vorher "abgesegnete" Flat Academy WS Ratio war und ist bis heute das mit das am meisten verwendete Format - via Normal 35 und Super 35, teils sogar anamorph verzerrt in 2.35:1. Columbia musste VV so auch nicht "zuvorkommen". Die SMPTE Richtlinie und deren Akzeptanz und Umsetzung durch die Studios war bereits früher da, so u.a. auch bei Columbia Pictures. das HUMAN DESIRE gematted wurde, war schlicht und einfach Teil der Richtlinie des Studios, die zumeist in den Kinos auch umgesetzt worden war.

    CinemaScope als "Arme-Leute Cinerama" zu bezeichnen ist ebenso salopp dahergesagt wie auch Unsinn. Wieder: Äpfel und Birnen, basierend auf völlig verschiedenen Entwicklungen, mit Vorteilen und deutlichen Nachteilen auf BEIDEN Seiten.

    VERA CRUZ ist, wie schon von Ihnen später korrigiert erwähnt, 2.00:1 - nicht 2.35 - davon gibt es nur sehr wenige.

    Der Spruch mit dem Sarg von Lang bezog sich auf MGM's MOONFLEET (ein CS Film). Die "MetroScope" Fassung war, soweit ich weiß, NICHT Open Matte, sondern entzerrt und an den Seiten gecroppt auskopiert, so dass also links und rechts Bildinhalte "fehlen". Diese Variante wurde aber sehr schnell wieder beerdigt - während "der Sarg" überlebte - bis heute (in Form von Panavision).

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