Cinefacts

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  1. #1261
    Ewig zu spät kommer
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    AW: Star Trek: Discovery [2017]

    Zitat Zitat von Hosenmatz Beitrag anzeigen
    Meuterei war mal was Neues
    Sporenantrieb war Originell
    Der Klingonenkrieg war rund und zu Ende erzählt
    Das Spiegeluniversum war, nach TOS, die beste Auskopplung dieser Story ...
    Zitat Zitat von TerpentinXXX Beitrag anzeigen
    Unterschreib ich so!
    Ich unterschreibe das auch mal so. Fand und finde die Serie stark.

  2. #1262
    Voll Woola!
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    AW: Star Trek: Discovery [2017]

    Die vier Hauptstränge waren vor allem schön miteinander verwoben - der eine Komplex hatte stets Einfluß auf den anderen, und hat dazu geführt, daß mehr Dynamik, Momentum und einige Überraschungen, mit denen man nicht unbedingt gerechnet hatte, ins Geschehen kamen, so wie man es eben von modernem, übergreifenden Storytelling gewohnt ist. Für mich - nach der kompletten ersten Staffel - eine überaus gelungene, teils "freche" (und das ist auch gut so!) Frischzellenkur, die eben auch nötig war. Und: Die Staffel steht sehr gut für sich alleine da. Das ist "Phase One".

    Zur Folge:

    Ganz toll am Anfang: Beide Heimatwelten werden gegenüber gestellt, und der Erde nähert sich ein Kampfverband der Klingonen - da hatte man direkt das Gefühl "Oha, es geht um die Wurst." Da hätte ich übrigens noch gerne eine Schlacht gesehen, die dann wegen des Wasserstoffbombendeals, kurz bevor die Erdverteidigung droht, in glühende Weltraumtrümmer geschossen zu werden, gestoppt wird. Das hat mir tatsächlich als "Sahnehäubchen" gefehlt. Ansonsten fand ich dieses Underworld-Siedlung mit den ganzen Spelunken auf Kronos großartig. Und dann noch Clint Howard, der Vulkandämpfe einatmet! Mußte direkt an die Wahnwitz-TOS-Folge denken...:-)

    Der eingefädelte Bomben-Deal war eine clevere Idee, damit hätte ich so nicht gerechnet. Das Tyler sich als "Wanderer zwischen den Welten" der Klingonin angeschlossen hat, könnte möglicherweise dazu führen, daß der Genpool dahingehend verändert wird, daß die Klingonen vom Aussehen her menschlicher werden.

    Und die Imperatorin ist nach dem Schäferstündchen auf Freiersfüßen. Da kann man noch das ein oder andere erneute Zusammentreffen erwarten. Wie ich die kenne, gibt das noch Rabatz. Vielleicht wird sie eine Killerin oder baut sich eine schönes neues Imperium auf. Mal schauen.

    Als am Ende die gute, alte Enterprise den Weg der Discovery kreuzt, ist eh alles fantastisch. Vor allem ist das Design, wie hier schon einige angemerkt haben, wunderbar. Da bin ich mal gespannt, was nun passieren wird. Und wer der neue Captain werden wird...


  3. #1263
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    AW: Star Trek: Discovery [2017]

    Ich bin finde es immer wieder erstaunlich, wie toll mir die Discovery-Befürworter ihre Gründe näher bringen können. Ich lese immer nur Schlagworte, die mir leider nicht viel erklären. Schade, ich hätte es gern nachvollziehen können.

    - zur Meuterei: So neu ist das nun auch wieder nicht. Meutereien gab es in STAR TREK schon viele: Tom Paris (Dreißig Tage), Lt. Reed (Die Abweichung), Spock (Talos IV - tabu), Kirk (STAR TREK III), ... . Man setzt es hier etwas konsequenter um. Der Start von Burnham auf der Discovery erinnert mich aber stark an Tom Paris' Start auf der Voyager. Auch er wurde vom Captain für eine Mission geholt, auch er stieß auf massive Ablehnung durch die Crew.

    - Sporenantrieb: Ja, der war originell und ich fand ihn interessant, aber hier zwickt der Kanon dann schon stark, was wohl auch die Macher der Serie gesehen haben. Nach 15 Folgen wird das ganze daher mit zwei Nebensätzen aus der Serie verband. Eine originelle Idee, die langlebiger ist, hätte ich schöner gefunden. Die Zeit, die für den Sporenantrieb verwendet wurde, hätte man lieber in die Charaktere stecken sollen.

    - Klingonenkrieg: Der war auch für mich ganz interessant, wobei mir allerdings diese Nuschelklingonen sauer aufstoßen. Rund fand ich die Geschichte auch nicht unbedingt, da man das Ganze dann innerhalb von zwei Folgen mit einer Deus ex machina löst. Das hätte für mich ausführlicher geklärt werden können, so bleiben viele Dinge, die am Ende leider auf mich nur wie Budenzauber wirken. Das Ende, das ich gar nicht unoriginell finde, hat für mich aber leider einige Logiklöcher (siehe ausführlicher Post), die es nicht hätte geben müssen. Man hätte vielleicht die zwei letzten zwei Minuten lieber noch der Geschichte zuschanzen sollen.

    - Spiegeluniversum: War auch ganz gut gemacht, insbesondere, da man hier einige wirkliche Schreckmomente einbaute. Das hat man mir aber auch letztlich zu schnell abgearbeitet. Der Spiegel-Lorca, den ich hier noch am interessantesten fand, wurde mit kurzem Prozess aus der Serie komplimentiert. Schade um einen interessanten Charakter, mit dem man noch etwas hätte machen können. Der auf intelligent genug war sich erfolgreich im "normalen" Universum zu bewegen, was bei der Imperatorin nur ansatzweise der Fall zu sein scheint. Lorca erschien mir vielschichtiger. Was hier aber auffällt ist, dass in Discovery das Spiegeluniversum viel näher am normalen liegt. Die Leute sind sich viel ähnlicher als bei TOS und nicht mehr die kompletten Gegenstücke. Das hatte sich aber auch bei DS9 schon angedeutet.

    Die Handlungsstränge passten auch ganz gut zusammen und ergaben sich beinah organisch, aber: Es war mir für 15 Folgen zu viel des Guten. Dadurch ging mir zu viel Tiefe verloren und die Themenfülle hat aus meiner Sicht den Charakteren stark geschadet, da die Figuren nur dazu dienten die Handlung voran zu treiben. Stamets war im Grunde nur nötig den Antrieb zu bedienen; ich bin gespannt, was man aus dieser Figur in Staffel 2 machen wird, denn seine bisherige Aufgabe ist ja nun obsolet..

  4. #1264
    Dingsbums hört Stimmen
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    AW: Star Trek: Discovery [2017]

    Zitat Zitat von Hosenmatz Beitrag anzeigen
    Fehlte eigentlich nur noch, daß sie Lorca an Bord gebeamt haben ... kommt aber hoffentlich in Staffel 2




    Wurde das denn gesagt? Wurde (prime) Lorca denn erwähnt?

  5. #1265
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    AW: Star Trek: Discovery [2017]

    Ist mir völlig unbegreiflich, dass diese Frage:
    Zitat Zitat von Borgkoenig Beitrag anzeigen

    Welche dieser vier Geschichten erwies sich am Ende als runde, sinnvolle und erzählenswerte bzw. originelle Geschichte?
    jemanden zu dieser Antwort provozieren kann:
    Zitat Zitat von Hosenmatz Beitrag anzeigen
    ... sag mal, was willst du eigentlich?
    Ist es jetzt schon anrüchig Leute zu fragen warum sie etwas toll finden, wen man es selbst nicht tut? Warum geht man in ein Diskussionsforum, wenn einen andere Meinungen und die Frage nach der eigenen als Belästigung aufgefasst wird?

  6. #1266
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    AW: Star Trek: Discovery [2017]

    Zitat Zitat von Pöser Purche Beitrag anzeigen
    Wurde das denn gesagt? Wurde (prime) Lorca denn erwähnt?
    Nein, mit keiner Silbe. Ich glaube auch nicht, dass er zurück kommen wird. Ich denke auch nicht, dass wir Tyler und die Imperatorin so schnell wieder sehen werden.

  7. #1267
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    AW: Star Trek: Discovery [2017]

    Zitat Zitat von Kpfn Beitrag anzeigen
    Nein, mit keiner Silbe. Ich glaube auch nicht, dass er zurück kommen wird. Ich denke auch nicht, dass wir Tyler und die Imperatorin so schnell wieder sehen werden.
    Ohne Lorca bzw. ohne Jason Isaacs, der Grund warum ich die Serie überhaupt geschaut hab (bin ja kein Trekkie) sinkt mein Interesse an der Serie ziemlich. Ist halt normale, teils humorvolle SciFi-Unterhaltung mit guten Effekten.

    Persönlich fand ich die Doppelepisode zum Serienstart schwach, aber mit dem Eintritt von Lorca in die Serie...und dem Sporenantrieb, wurds sehr interessant und toll für mich. Ab dem Spiegeluniversum und bösem Lorca hat mich die Serie dann im Grunde verloren. Weiß gar nicht, ob und wann ich mir die Finalfolge anschaue.
    Ansonsten bleibt für mich StarTrek Kirk, Pille und Spock, sprich die Ursprungsserie, die ich als Kind geliebt hab, sowie die Kirk-Kinofilme.. Die Nachfolgeserien kenn ich allesamt nicht oder hab höchstens mal beim Zappen die ein oder andere Episode davon out-of-context gesehn.

  8. #1268
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    AW: Star Trek: Discovery [2017]

    Zitat Zitat von Pöser Purche Beitrag anzeigen
    Wurde das denn gesagt? Wurde (prime) Lorca denn erwähnt?
    Nein, aber es wurde gesagt, daß man auf Vulcan den Captain an Bord holen möchte ... und ich hoffe doch, daß das kein Vulkanier ist

  9. #1269
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    AW: Star Trek: Discovery [2017]

    Zitat Zitat von Kpfn Beitrag anzeigen
    Ist es jetzt schon anrüchig Leute zu fragen warum sie etwas toll finden, wen man es selbst nicht tut? Warum geht man in ein Diskussionsforum, wenn einen andere Meinungen und die Frage nach der eigenen als Belästigung aufgefasst wird?
    Es kommt immer darauf an, wie provozierend man etwas formuliert ... darin bist du und dein schizophrener Freund sehr gut ...

  10. #1270
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    AW: Star Trek: Discovery [2017]

    Und schon wieder eine persönliche Beleidigung. Was an der Frage, welchen Handlungsstrang man interessanter findet, provozierend formuliert sein soll, ist mir schleierhaft. Aber du hast dir ja auch schon bei meinen Antworten die erwünschten Provokationen hinein gebastelt. Immer auf persönlichem Konfrontationskurs und ohne Rücksicht auf die Mitdiskutanten (siehe mehrfache Spoiler).

  11. #1271
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    AW: Star Trek: Discovery [2017]

    Bei Einzelfolgen weiß man am Ende der Folge, ob die Story was taugt oder nicht.

    Bei Arc-Folgen ist da immer die berechtigte Hoffnung der Autoren, dass sich der Zuschauer am Ende gar nicht mehr daran erinnert, was da eigentlich am Anfang war.

    Um es den Autoren nicht so leicht zu machen, finde ich es immer sinnvoll, sich jede dieser Storylines als Einzel- oder Doppelfolge vorzustellen und sich dann zu fragen: War das nun eine in sich runde, sinnvolle und erzählenswerte bzw. originelle Geschichte?

    Man nehme die Klingonen. Ich fand deren Motivation recht originell. Die fürchten sich nämlich nicht vor dem Krieg, sie fürchten sich vor kultureller Unterwanderung.

    Das war - soweit ich die Serie bisher kenne - eine der besten Ideen, weil sie sehr gegenwartsbezogen ist. Man hätte es jetzt vielleicht nicht unbedingt den Klingonen der Classic-Zeit andichten müssen, andererseits sind die Klingonen ja nie Teil der Föderation geworden, sie blieben Alliierte.

    Der heutige Mensch fürchtet sich ja nicht davor, dass "der Russe einmarschiert". Viele Menschen fürchten sich vor Unterwanderung. Die Multi-Kulti-Kultur, für die ja die Föderation ein Symbol ist, wird von anderen gefürchtet. Was für die einen kulturelle Vielfalt ist, ist für die anderen ein immer gleicher Mischmasch. Wenn auf jeder Raumschiffbrücke verschiedene Aliens sitzen, ist das natürlich Vielfalt. Gleichzeitig sieht natürlich auch jede Raumschiffbrücke gleich aus. Wo die einen eine Bereicherung der Kultur sehen, sehen andere ihre Kultur verwässert.

    Das war clever, und das war ja der Ausgangskonflikt. Das "Wir kommen im Frieden" wurde von den Klingonen als Bedrohung empfunden, als Botschaft der Unterwanderung. "Wir wollen gar nicht, dass ihr kommt", war im Grunde die Antwort die Klingonen. Und innerhalb der Klingonen wurde die Angst vor kultureller Unterwanderung von Populisten und Demagogen für die eigenen politischen Ziele missbraucht.

    Daher hat ja auch Michael Burnham darauf gedrungen, die Klingonen anzugreifen. Denn nur durch einen feindseligen Akt wären die Klingonen davon zu überzeugen, dass man gar nicht in deren Kultur eindringen will.

    In einer guten Story würde am Ende der Geschichte zumindest eine der Parteien die Motive der anderen Partei erkennen und nachvollziehen. Denn wer Toleranz übt, der muss natürlich auch tolerieren, wenn eine Gruppe kein Multi-Kulti will. All das sind spannende, gegenwartsbezogene Themen, die man aus verschiedenen Aspekten ausdiskutieren und am Ende zu einem Erkenntnisgewinn für die Figuren führen kann. Es muss am Ende keine Lösung, aber es sollte doch ein Erkenntnisgewinn stehen. Zumindest würde das eine gute, erzählenswerte Geschichte tun.

    Der Sporenantrieb begann als Geschichte, dass man einen dem Gegner überlegenen Antrieb nutzt, dieser Antrieb aber offenbar mit der Ausbeutung eines anderen Wesens einhergeht. Das ist ein moralischer Konflikt, der am Ende zu einer Entscheidung führen sollte.

    Gut, zum Spiegeluniversum kann ich nichts sagen, soweit kam ich nie. Der Sinn des Spiegel-Universums der Classic-Serie war es, zu erkennen, dass es sich immer lohnt, für das Gute zu kämpfen. Auch in einer Welt, die nur düster und finster zu sein scheint, die das Gegenteil der heilen Star-Trek-Welt zu sein scheint, wird man das Gute finden, wenn man lange genug danach sucht. Das war der Sinn der Folge "Mirror, Mirror". Da ging es ja nicht nur darum, dass es cool ist, Figuren mal in der "bösen" Variante zu sehen. Von einer guten Spiegeluniversums-Folge erwarte ich mehr, als die Hauptfiguren mit anderem Charakter zu sehen. Ansonsten habe ich keine Story.

    Aber die bislang gegebenen Antworten waren durchaus hilfreich, um mir ein Bild zu machen. Die Lust, über die Serie zu diskutieren, scheint gerade bei denen auf dem Nullpunkt zu liegen, die von ihr besonders angetan sind.
    Geändert von Borgkoenig (13.02.18 um 10:15:54 Uhr)

  12. #1272
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    AW: Star Trek: Discovery [2017]

    Zitat Zitat von Kpfn Beitrag anzeigen
    Was hier aber auffällt ist, dass in Discovery das Spiegeluniversum viel näher am normalen liegt. Die Leute sind sich viel ähnlicher als bei TOS und nicht mehr die kompletten Gegenstücke. Das hatte sich aber auch bei DS9 schon angedeutet.
    Das war auch die Erkenntnis der Episode in der Classic-Serie. Spock war nicht weit von seinem Gegenstück unseres Universums, was natürlich auch die Botschaft enthielt, dass Logik und Vernunft zwangsläufig zu einem ethischen Verhalten führen muss, weil ethisches Verhalten am Ende einen viel größeren Gesamtnutzen hat, es daher "logisch" ist.

  13. #1273
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    AW: Star Trek: Discovery [2017]

    Zitat Zitat von Kpfn Beitrag anzeigen
    Dadurch ging mir zu viel Tiefe verloren und die Themenfülle hat aus meiner Sicht den Charakteren stark geschadet, da die Figuren nur dazu dienten die Handlung voran zu treiben. Stamets war im Grunde nur nötig den Antrieb zu bedienen; ich bin gespannt, was man aus dieser Figur in Staffel 2 machen wird, denn seine bisherige Aufgabe ist ja nun obsolet..
    Das ist interessant, weil ich das genau anders empfunden habe. Wir reden hier ja von einer ersten Staffel und die erste Staffel von z. B. TNG hat durch die in sich abgeschlossenen Folgen eine viel größere Themenvielfalt geboten und leider auch wenig Charaktertiefe geboten. Die Charaktere waren grundsätzlich einfach nur da.

    Bei Discovery fand zunächst einmal die Charakterisierung Michael Burnhams interessant - auch, dass sie sich bis zur letzten Folge der Staffel weiterentwickeln durfte. Schön auch die Zerrissenheit von Ash Tyler oder wie sich Saru nach und nach entwickelt hat. Insgesamt bin ich wirklich zufrieden. Meiner Meinung nach war das - trotz des meiner Meinung nach nicht sonderlich gelungenen Finales - die stärkste erste Staffel eines Star-Trek-Ablegers. Ich freue mich wirklich sehr auf die zweite Staffel.

  14. #1274
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    AW: Star Trek: Discovery [2017]

    Nachdem ich die erste Staffel jetzt durch habe, muss ich sagen, dass ich insgesamt etwas enttäuscht bin.

    - Das größte Problem, dass ich mit der Serie hatte, war der Storyverlauf. Viele Wendungen habe ich schon vorher kommen gesehen, weshalb ich nur selten überrascht oder beeindruckt war. Auch die Dialoge waren manchmal ziemlich klobig.

    - Mit der Hauptdarstellerin Sonequa Martin-Green bin ich leider nicht warm geworden. Zumindest im O-Ton kommt sie sehr hölzern rüber und wenn sie Dialog mit viel Technobabble hat, ist es sowieso ganz vorbei. Die restlichen Darsteller haben mir aber gut gefallen.

    - Die visuellen Effekte habe ich schonmal erwähnt. Für eine $8 Millionen pro Episode Produktion sind die Weltraum-Effekte ein schlechter Witz meiner Meinung nach. Einiges davon ist sicherlicht stilbedingt durch den comichaften Look. Die Modelle wirken dadurch für mich größtenteils so, als hätten sie keine Masse. Das sieht einfach alles zu künstlich aus. Die Episode "What's Past Is Prologue" ist am schlechtesten weggekommen was CGI angeht. Das war teilweise unterirdisch fand ich.

    Insgesamt habe ich das Gefühl, dass da zuviele Köche mit drin stecken und man versucht es zu vielen Leuten recht zu machen. Auch das man an Storylines festgehalten hatte, die Bryan Fuller entwickelt hatte, bevor er aus der Serie ausgestiegen ist, hat bestimmt nicht geholfen.

    Was mir persönlich relativ egal ist, womit man aber einen großen Teil der Hardcore-Trek-Fans gegen die Serie aufgebracht hat, sind die Design-Änderungen bezogen auf den Zeitraum in dem die Serie spielt. Diese ganzen unnützen Grabenkämpfe hätte man komplett vermeiden können, wenn man die Serie einfach zu einer anderen Zeit spielen gelassen hätte und damit was Design und Canon angeht, sehr viele Freiheiten gehabt hätte.

    Noch viel Luft nach oben für die nächste Staffel.

  15. #1275
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    AW: Star Trek: Discovery [2017]

    Zitat Zitat von Borgkoenig Beitrag anzeigen
    Das war auch die Erkenntnis der Episode in der Classic-Serie. Spock war nicht weit von seinem Gegenstück unseres Universums, was natürlich auch die Botschaft enthielt, dass Logik und Vernunft zwangsläufig zu einem ethischen Verhalten führen muss, weil ethisches Verhalten am Ende einen viel größeren Gesamtnutzen hat, es daher "logisch" ist.
    Aber nur bei Spock. Kirk, McCoy, Uhura und Scotty wurden nur als tollwütige Typen dargestellt. Die waren gar nicht in der Lage anderes Verhalten auch nur zu spielen. Das ist hier schon deutlich anders.

  16. #1276
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    AW: Star Trek: Discovery [2017]

    Zitat Zitat von Cap.T Beitrag anzeigen
    Was mir persönlich relativ egal ist, womit man aber einen großen Teil der Hardcore-Trek-Fans gegen die Serie aufgebracht hat, sind die Design-Änderungen bezogen auf den Zeitraum in dem die Serie spielt. Diese ganzen unnützen Grabenkämpfe hätte man komplett vermeiden können, wenn man die Serie einfach zu einer anderen Zeit spielen gelassen hätte und damit was Design und Canon angeht, sehr viele Freiheiten gehabt hätte.
    Und das ärgerliche daran ist für mich: Abgesehen von den letzten zwei Minuten der Abschlussfolge habe ich nicht einen Moment das Gefühl, dass die Handlung zwingend in diese Epoche spielen müsste. Das hätte auch gut im 25. Jahrhundert spielen können. Hier hat man aber die Freiheit der Werbemöglichkeit (mit Kirk und Spock) geopfert.

    Zitat Zitat von Borgkoenig Beitrag anzeigen
    Das war auch die Erkenntnis der Episode in der Classic-Serie. Spock war nicht weit von seinem Gegenstück unseres Universums, was natürlich auch die Botschaft enthielt, dass Logik und Vernunft zwangsläufig zu einem ethischen Verhalten führen muss, weil ethisches Verhalten am Ende einen viel größeren Gesamtnutzen hat, es daher "logisch" ist.
    Aber wirklich nur bei Spock. Die ausgetauschten Doppelgänger waren z.B. gar nicht in der Lage sich anzupassen und saßen daher blitzschnell im Gefängnis. Das ist hier deutlich anders.
    Geändert von Kpfn (13.02.18 um 12:11:56 Uhr)

  17. #1277
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    AW: Star Trek: Discovery [2017]

    Zitat Zitat von Nicola Beitrag anzeigen
    Das ist interessant, weil ich das genau anders empfunden habe. Wir reden hier ja von einer ersten Staffel und die erste Staffel von z. B. TNG hat durch die in sich abgeschlossenen Folgen eine viel größere Themenvielfalt geboten und leider auch wenig Charaktertiefe geboten. Die Charaktere waren grundsätzlich einfach nur da.
    Ich sehe da jetzt gar keinen Widerspruch zu meinem Kommentar. Zu viele Themen (ob nun als Einzelfolge oder als Wendung in einer geschlossenen Handlung) zuungunsten der Figurenentwicklung. So schlecht fand ich die Ansätze bei TNG damals gar nicht, aber das waren auch fast doppelt soviele Episoden, und es war auch da wirklich ausbaufähig. Richtig gute Figurenentwicklung gab es aus meiner Sicht ohnehin nur bei DS9, Seven und dem Doktor.

    Die Zerissenheit von Tyler hat man wirklich recht gut herausgearbeitet, aber der scheint ja nun erstmal aus der Handlung verschwunden zu sein. Statt dessen sind die Leute, die noch da sind, außer Burnham und Saru, bis jetzt für mich eher Mittel zum Zweck gewesen.

    Mit Burnham kann ich irgendwie nicht viel anfangen und nach dieser Floskel-Orgie im Final noch viel weniger. Dazu kommt dann auch noch dieser ständig weinerlich verzweifelte Ausdruck, der wohl irgendwelche tiefgründigen Emotionen darstellen soll. Ich komme mit der Figur und der Art ihrer Darstellung nicht sonderlich gut klar. Das hatte ich bis jetzt nicht einmal bei Wesley Crusher.
    Geändert von Kpfn (13.02.18 um 12:14:41 Uhr)

  18. #1278
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    AW: Star Trek: Discovery [2017]

    Zitat Zitat von Nicola Beitrag anzeigen
    Bei Discovery fand zunächst einmal die Charakterisierung Michael Burnhams interessant - auch, dass sie sich bis zur letzten Folge der Staffel weiterentwickeln durfte.
    Leider spielte die Darstellerin das permanent so, als wäre sie gerade erst aus dem Vulkan-Kollektiv befreit worden. Sie hatte allein über sieben Jahre unter Georgiou auf der Shenzhou gedient. Und dann machte sie einen auf Seven of Nine, die gerade erst ihre menschliche Seite entdeckt.

  19. #1279
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    AW: Star Trek: Discovery [2017]

    Zitat Zitat von Borgkoenig Beitrag anzeigen
    Leider spielte die Darstellerin das permanent so, als wäre sie gerade erst aus dem Vulkan-Kollektiv befreit worden. Sie hatte allein über sieben Jahre unter Georgiou auf der Shenzhou gedient. Und dann machte sie einen auf Seven of Nine, die gerade erst ihre menschliche Seite entdeckt.
    Das ist jetzt aber fast eine Beleidigung gegenüber Jeri Ryan, die eine deutlich bessere Schauspielerin ist und Seven deutlich interessanter gestaltet hat. Ihr habe ich die Entwicklung vom Borg zum Menschen abgekauft und auch die emotionalen Szenen. Sonequa Martin-Green überzeugt mich da nicht.

  20. #1280
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    AW: Star Trek: Discovery [2017]

    Borgkönig, du schreibst du kamst nichtmal zum Spiegeluniversum, willst hier aber über die Folgen u. a. Im spiegeluniversum diskutieren? Sorry, da brauchst dich nicht wundern wenn niemand mit dir diskutieren will.

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  1. Hosenmatz

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